Harald Maurer hat geschrieben:
Die em-Welle läuft zur Rückwand auf x=20 zu. Wenn das ein Spiegel ist, wird immer dann, wenn die Amplitude erfüllt ist, d.h. die hochschwingende Energie in der Wand verschwindet, die Reflexion einsetzen. Die Reflexionen erfolgen also zu den Zeitpunkten, in welchem jede dieser Amplituden vom Spiegel absorbiert wird (am Spiegel liegt dann jeweils ein "Knoten"). Diese Zeitpunkte ergeben sich aus der Kreisfrequenz (2pi/T). Definiert man den Anfang einer Reflexion z.B. bei einem Phasenwinkel von 0°, dann ist das bei jeder Reflexion so. Sie erfolgen also in der Periodendauer aneinander gereiht, somit in den Intervallen der Frequenz, die fest mit der zeitlich konstanten Kreisfrequenz in Zusammenhang steht (w=2*pi*f) . Erfolgen diese Reflexionen z.B. im zeitlichen Abstand von 1 s, so gibt es Reflexionen bei 1,2,3,4,5 usw. Sekunden. Also eine Frequenz von 1 Hz. Zwischen diesen Sekunden-Intervallen gibt es keine Reflexion. Jede Reflexion an diesem Spiegel wird also im Takt der Kreisfrequenz jeweils bei einer Phasenlage 0° beginnen.
Wenn man nun mit c+/-v einen Zeitpunkt für eine Reflexion berechnet, dann muss dieser Zeitpunkt in den Takt der Kreisfrequenz fallen, d.h. die Rechnung muss die Zeitpunkte 1,2,3,4,5 s usw. ergeben. Denn bei 1,5 oder 2,5 oder 3,5 s usw. erfolgen ja keine Reflexionen.
Hier sagst Du also aus, dass es nur zwischen diesen Intervallen
keine Reflexion gibt, weil nur an bestimmten Stellen die Bedingung der "erfüllten Amplitude" zutrifft.
Harald Maurer hat geschrieben:
Wenn Du den Spiegel auf x=20,5 oder 21 oder 22 hinstellst, kommt natürlich auch eine Amplitude dort an. Aber dann hast Du den Weg verändert! Wo bitte sehr wird beim MMI nach Einstellung der Interferenz und anschließender Drehung irgendeiner der Messarme in seiner Länge verändert?
Dein Argument geht daher ins Leere!
Grüße
Harald Maurer
Hier nun sagst Du aus, dass es also an beliebigen Stellen natürlich auch eine Amplitude dort ankommt (und es damit ja wohl dort doch eine Reflexion geben muss, wenn damit dort die Bedingung der "erfüllten Amplitude" auch zutrifft).
Für mich klingen die beiden Aussagen widersprüchlich.
Dass es im MMI keine Längenänderung gibt ist wahr, tut aber absolut nichts zur Sache.
Du sagst im ersten Zitat aus und begründest, dass nur bei bestimmten Abständen eine Reflexion möglich ist.
Dann wende ich Deine Begründung auf Zwischen-Abstände an und finde, dass dort "Deine Bedingungen der ankommenden Amplitude" für Reflexion auch erfüllt sind - was Du mir im zweiten Zitat auch bestätigst.
Dass im MMI keine Längenänderung auftritt ist mir klar, aber wenn ich vom MMI mal absehe und ein beliebiges Interferometer mit variierbaren Abständen nehme, interpretiere ich Deine beiden Aussagen oben folgendermassen:
1)Wenn ich von Anfang an eine Länge von 20,5 oder 21 habe erfolgt eine Reflexion (das entnehme ich dem unteren Zitat).
2) Wenn ich von Anfang an eine Länge von 20 habe erfolgt eine Reflexion (das entnehme ich dem oberen Zitat)
3) wenn ich
zuerst ein Länge von 20 einstelle erfolgt also eine Reflexion - wenn ich dann die Länge auf 20,5 ändere dann dürfte aber
keine Reflexion mehr erfolgen, weil ja Reflexionen nur zwischen den Sekunden-Intervallen erfolgen.
Die beiden oberen Zitatauschnitte sind daher entweder von Dir widersprüchlich oder ich interpretiere hier etwas völlig falsch.