Michelson Morley Experiment

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Hannes » So 20. Apr 2014, 08:36

Lieber fallili ,
Passiert nun irgendwas am Interferenzbild dann gibt es einen Äther, passiert nix, dann gibt's keinen!

Du erinnerst mich an den weltfremden Professor, der auf seinem Labortisch ein Windmessgerät aufgebaut hat. Ein ganz neues Gerät, das recht teuer war.
Und weil alle Fenster geschlossen sind, findet das Gerät keinen Wind.
Das kann es doch nicht geben, ohne Wind gibt es kein Leben.
Alle unserer Formeln sagen, da ist kein Wind. Und wenn wir keinen Wind messen können, gibt es ihn auch nicht. Basta !
Dann bewegt der Professor schnell seine Hand und spürt einen Luftzug.
"Meine neues Windmessgerät sagt, da gibt es keinen Wind, das was ich da spüre, kann nur ein Geist sein."
Beste Ostergrüße
Hannes
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » So 20. Apr 2014, 11:00

fallili hat geschrieben:Weiß noch nicht welche Frage Du erwartest aber ich komm mit Deiner Anschauuung der "rechten und linken" Wellen nicht klar.
Das sind doch, wie Du selber mal geschrieben hast nur Betrachtungen von Hin- und Rückweg.

Die linke Seite der Skizze symbolisiert den Rückweg hinsichtlich der Dopplerkompensation von v im Medium, die nach jeder Richtung gleichermaßen funktioniert.
fallili hat geschrieben:Daher ist das Einzige was ich aus den unteren Wellenlinien entnehmen kann, dass, wenn man den Rückweg auch verfolgt, diese "5te Welle" wieder am Empfänger ankommt wenn dort die "8te Welle" (5 +3) losgeschickt wird.

Man kann den linken Abschnitt der Skizze aber nicht unmittelbar auf die rechte Seite als "Rückweg" übertragen, denn die Vorgänge des Rückwegs vom rechten Spiegel sähen anders aus. So träte bei Reflexion an einem oberflächenbeschichteten Spiegel, wie man sie üblicherweise bei solchen Versuchen einsetzt, ein Phasensprung auf (Berg kommt an, Tal läuft zurück). Und bei hinterglasbeschichteten Spiegeln wäre das nicht der Fall. Man kann sich die Arbeit aber sparen, alles genauestens zu skizzieren oder zu animieren, wenn man mal das Prinzip erkannt hat, mit welchem die entgegen gesetzten Doppler-Effekte die Wirkung des Mediums undetektierbar machen.
Das Wesentliche für diese interferometrische Untedektierbarkeit ist die konstante Periodendauer, also der Takt der Frequenz. Dazu werde ich in meinem nächsten Beitrag etwas Genaueres sagen. Inzwischen hier noch eine Animation, die zeigt, wie gesehen im Bezugssystem des Mediums sich eine EM-Welle "bewegt". Im Abstand der Wellenlänge angereihte elektrische Felder bauen sich auf und brechen wieder zusammen. Das machen sie alle gleichzeitig. Darüber sollte man nun nachdenken, was das eigentlich für Folgen haben könnte...

Bild

Jetzt geht's auf zum Osterschmaus - und ich wünsche allen Teilnehmern ein frohes Osterfest!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Kurt » So 20. Apr 2014, 12:03

Harald Maurer hat geschrieben:

Bild

Jetzt geht's auf zum Osterschmaus - und ich wünsche allen Teilnehmern ein frohes Osterfest!


Was gibt's? Lamm?

Harald, wenn du nur zwei einkommende Wellen hinmalst, eine davon etwas später oder früher ankommen lässt, dann hast du genau die Situation die beim MMI herrscht.
Der Wind ergibt den Unterschied im Eintreffen der beidem Wellenzüge, somit den Phasenunterschied der beiden Kügelchen zueinander.
Je mehr Wind desto mehr Verzögerung, desto mehr Versatz der beiden Kügelchen zueinander.

Ebenfalls allen frohe und ruhige Ostern.


Kurt
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Kurt » So 20. Apr 2014, 12:04

Highway hat geschrieben:
PS.: Ich denke man muss auch noch den Phasensprung am Reflektionsspiegel berücksichtigen.


Du solltest berücksichtigen dass Licht longitudinaler Art ist, so wie Schall auch.


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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Hannes » So 20. Apr 2014, 17:55

Kurt,
Du solltest berücksichtigen dass Licht longitudinaler Art ist, so wie Schall auch.

Auf welche Beobachtung gründest du deine Meinung? Musst du genauer erklären.
Hannes
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Kurt » So 20. Apr 2014, 18:19

Hannes hat geschrieben:Kurt,
Du solltest berücksichtigen dass Licht longitudinaler Art ist, so wie Schall auch.

Auf welche Beobachtung gründest du deine Meinung? Musst du genauer erklären.
Hannes


Das was gesagt/sich vorgestellt wird, in Büchern steht, ist in der Realität nicht möglich.


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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Hannes » So 20. Apr 2014, 19:18

Kurt,
Das was gesagt/sich vorgestellt wird, in Büchern steht, ist in der Realität nicht möglich.

Ich wollte doch deine eigene Meinung erfahren, was in den Büchern steht muss wirklich nicht immer stimmen. Wie stellst du dir die Lichtwellen vor , wie ihre Entstehung und anschließende Weiterleitung ?
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Kurt » So 20. Apr 2014, 19:59

Hannes hat geschrieben:Kurt,
Das was gesagt/sich vorgestellt wird, in Büchern steht, ist in der Realität nicht möglich.

Ich wollte doch deine eigene Meinung erfahren, was in den Büchern steht muss wirklich nicht immer stimmen. Wie stellst du dir die Lichtwellen vor , wie ihre Entstehung und anschließende Weiterleitung ?


Das bedarf aber mehrere -Durchgänge- eigentlich einen eigenem Faden.

Im Prinzip so:

Licht wird von Materie erzeugt und die Detektion geht wiederum über Materie.
Die Übertragung erfolgt durch longitudinale Druckunterschiede im Medium.

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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Hannes » So 20. Apr 2014, 21:01

Kurt,
Licht wird von Materie erzeugt und die Detektion geht wiederum über Materie.
Die Übertragung erfolgt durch longitudinale Druckunterschiede im Medium.

Dass Licht von Materie erzeugt wird und wieder von Materie absorbiert wird, ist doch allgemein bekannt.
Ich möchte dich ja fragen, wie du dir die Erzeugung von Licht vorstellen kannst, durch was es erzeugt wird und warum es gerade Longitudinalwellen sein müssen. Wobei entstehen diese Druckwellen ? Wie wird der Druck weitergeleitet? Wie erfolgt die Absorption ?
Du musst nur genau sagen, was du meinst. Warum sollst du dabei nicht recht bekommen, wenn du deine Vorstellung genau erklärst ?
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » So 20. Apr 2014, 21:07

Highway hat geschrieben:Fazit: Die Kompensation funktioniert nicht.

Doch, die funktioniert! Der Phasensprung beträgt stets 180° und wird von der Kompensation auch mit erfasst, da jeder Spiegel die Original-Wellenlänge empfängt. Einflüsse durch Phasensprünge können darüber hinaus sowieso unberücksichtigt bleiben, da jeder Teilstrahl zwischen Start und Ziel dieselben Phasensprünge hinter sich bringt. D.h.die beiden Phasensprünge an den Spiegeln heben sich gegenseitig auf, daher hat sie auch Michelson nicht berücksichtigt. Die Situation am Strahlteiler, wo ein Strahl an der halbdurchlässigen Oberfläche der Glasscheibe reflektiert wird und es einen Phasensprung gibt, wogegen der an den Strahlteiler zurück kommende Strahl ohne Phasensprung reflektiert wird (er muss zuerst durch das Glas), verändert sich ob ruhend oder bewegt oder bei Drehung des Apparats nicht. Die Phasensprünge spielen daher weder ruhend oder bewegt im Medium eine Rolle. Man kann deshalb seine Überlegungen über das MMI so anstellen, als gäbe es die Phasensprünge nicht!

Grüße
Harald Maurer

Ergänzung: Phasensprünge an den Spiegeln kann man überhaupt vermeiden, wenn man polierte Metallspiegel verwendet. Ich glaube, dass Michelson solche Metallspiegel eingesetzt hat. Setzt man beschichtete Glasspiegel ein, hängt es von der Dicke der Beschichtung ab, ob es einen Phasensprung gibt oder nicht. Aber, wie gesagt, muss man sich darüber keine Gedanken machen.
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