Kurt hat geschrieben:REBE hat geschrieben:Das mit dem Ein-/Ausfallswinkel ist mir schon bekannt und ich habe das auch gelesen, aber die Lichtuhr ist so gebaut, dass der Lichtimpuls zwischen zwei Spiegel senkrecht hin/her saust. Daran ändert sich nichts in Ruhe oder in Bewegung. Der schräge Impuls wird uns nur eingeredet.
LU, auf nem Tisch stehend, Lichtsignal pendelt senkrecht rauf runter.
Was passiert wenn du die LU nach rechts wegschiebst, geht da das Lichtsignal weiterhin senkrecht rauf runter?
Kurt
(Zusatzfrage: wie lange?)
Bei einer Bewegung der Lichtquelle kann die Vorstellung davon sehr verwirrend werden.
Ich glaube, der Fehler den die meisten hier machen ( ich fall auch oft drauf rein) ist, dass Sie das Abstrahlen des Lichtstrahles nicht als einen zeitlich dauernden Prozess betrachten.
Nehmen wir die LU und schieben Sie nach rechts.
Für einen mitbewegten Beobachter wird die Welle immer von einem Punkt aus abgestrahlt und geht gerade zum Spiegel und trifft ihn.
Für einen nicht mitbewegten Beobachter sieht es dann aber ganz anders aus. So eine Lichtwelle braucht ja Zeit innerhalb der sie abgestrahlt wird. Also wird für einen nicht mitbewegten Beobachter der "Beginn" der ersten Welle von einem anderen Ort "abgestrahlt" als das Ende der ersten Welle - und so weiter.
Dadurch ist es auch erklärlich, dass die Wellen aus Sicht des nicht mitbewegten Beobachter aus "schräge" zum Spiegel gehen und ihn treffen werden.
Wenn dann noch eine bewegte und einer nicht bewegte LU im Spiel ist, wird es wirklich schwer sich das alles richtig vorzustellen. Es kann ja jede der LU als "ruhend" betrachtet werden - und man (zumindest ich) brauch einiges an Vorstellungskraft das dann alles zusammenzubringen.
Aber mit etwas Anstrengung sieht man, dass schon alle passt und keine "unerklärliche und unverständliche" Strahlenwege auftreten. "Schräg" oder "gerade" werden dadurch erkennbar als reine Sache des Beobachtungsstandpunktes.