Hey All, nicht hetzen

, aber stimmt schon.
Da wir nicht in einem absurden, allerdings mathematisch teilweise berechenbaren, Urknall-Universum leben, welches sich angeblich auch noch beschleunigt ausdehnt, gibt es absolute Grenzen für Geschwindigkeiten.
Alles was sich bewegt, bewegt sich Aufgrund der elektromagnetischen Wechselwirkung. Die Wirkungsübertragungsgeschwindigkeit der EM-WW ist die Lichtgeschwindigkeit. Deshalb gelingt es auch niemals nicht,
lieber Yukteres, egal wie viele Milliarden Euro sie im CERN pulverisieren, Protonen oder Elektronen auf Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen.
Dasselbe Problem kennt man vom Absoluten Nullpunkt der Temperatur. Nichts kann auf 0 K abgekühlt werden, da es nichts gibt, was unter 0 K kalt sein kann. Man braucht Potentiale zwischen denen etwas geschehen kann. Unser eingetrichtertes Konzept zur "Energie" verdeutlicht diesen Aspekt ebenso. Weniger als keine Bewegungsenergie (0 K) geht nicht, mehr als höchste Bewegungsenergie (unendliche Temperatur, Geschwindigkeit c) geht auch nicht.
Das sieht zwar durch die Mathematikerbrille aus wie die Grenzen der Berechenbarkeit, All hat sie schon trefflich in Relation zum immer wiederkehrenden Blödsinn aus den Reihen der Mystiker gebracht, aber alle Beobachtungen stützen das Fundament, dass sich kein Objekt langsamer als 0 m/s und nicht schneller als c sein kann.
Freilich können Relativgeschwindigkeiten an 2c heranreichen, z.B. wenn ein Satellit A in die eine Richtung mit 0,8 c und der andere Satellit B mit 0,8 c in die entgegengesetzte Richtung abgeschossen wird. Der Abstand zwischen den beiden Satelliten nimmt dann pro Sekunde um 1,6 Ls zu.
Jetzt könnte man denken, dass der eine nicht mehr mit dem anderen kommunizieren kann, weil sie sich mit Überlichtgeschwindigkeit von einander entfernen. Das ist aber ein Denkfehler, da wie in meiner Skizze veranschaulicht:

Der Satellit A zum Zeitpunkt t_0 ein Signal SA1 (roter Bogen) an einer Position abgibt, welche 2 Ls vom Empfänger-Satellit SA2 entfernt ist. Da der Empfänger sich mit 0,8 c entfernt, dauert es immer länger bis er ein Signal empfangen kann. Beim Antworten dasselbe Spiel, es treten gewaltige Rotverschiebungen auf, je höher die Relativgeschwindigkeit desto größer die Rotverschiebung. Wie am Beispiel mit 0,8 c zu sehen ist, wird ein Signal welches aus zwei Pulsen besteht und innerhalb einer Sekunde abgegeben wurde, beim Empfänger als ein Signal welches innerhalb von 9 Sekunden abgeben wurde empfangen. Aus der Kenntnis des Ursprünglichen Signals (Dauer 1 s) kann man nun rückwärtsrechnen, wie schnell man sich bewegt.
Die absolute Bewegung der Erde kann man messen, es treten Doppler-Effekte auf und mit einem Foucaultschen Pendel (
http://de.wikipedia.org/wiki/Foucaultsches_Pendel) kann man die Rotation der Erde feststellen.
Lieber fallili,fallili hat geschrieben:Wenn man einen Satelliten mit "normalem" Rückstoßantrieb hat, kann der (unrealistisch viel Treibstoff an Bord) beliebig lange konstant mit 1 g beschleunigen. Warum auch nicht? Daher sollte der Satellit auch auf beliebig hohe Geschwindigkeiten kommen. Ich wüsste nicht wie eine Äthertheorie das verhindern sollte.
Laut SRT kannst Du auch ewig mit 1 g beschleunigen - kommst aber nie über c weil der Geschwindigkeitszuwachs wegen der relativistischen Geschwindigkeitsaddition immer geringer wird, je näher Du an c kommst.
Im Satelliten glaubt man zwar (und würde das auch messen) dass man mit 10m/s² beschleunigt - die Geschwindigkeit nimmt aber nicht mehr um absolute 10 m/s zu.
Es ist wie im Auto, am Anfang beschleunigt der Wagen flott und mit zunehmender Geschwindigkeit nimmt die Beschleunigungswirkung ab. Das ist bei Raketen zum Teil etwas anders, da durch den Ausstoß an Materie, die Rakete immer leichter wird und deshalb noch weiter beschleunigt werden kann, aber prinzipiell ist es dasselbe Prinzip.
Der relativistische Krampf beschreibt nur scheinbare Effekte und erklärt nichts, deshalb hat die Relativitätstheorie auch nichts mit Physik zu tun. Als Ursache für das nicht erreichen der Lichtgeschwindigkeit findet man die Lichtgeschwindigkeit selbst, sie ist endlich. Auch der Raketentreibstoff kann nur maximal mit fast c hinten raus geschossen werden, zusätzlich treten noch interne Probleme auf bezüglich der unendlichen Menge an Treibstoff die nötig wäre. Alles was mit Unendlichkeiten zu tun hat, ist nicht realistisch und führt zu nichts.
Auch der Raketentreibstoff wird letztendlich durch die EM-WW beschleunigt. Impulserhaltung und solche Geschichten spielen da auch noch eine Rolle.
Dein Beispiel war natürlich gut gewählt, weil man erst keinen logischen Widerspruch sieht. Das Äquivalenzprinzip der einsteinschen Theorie ist leider auch Blödsinn, da es nur auf einen Beobachter ankommt. Ein Beobachter hat aber keinen Einfluss auf die physikalische Wirklichkeit, solche "es sieht so aus als ob Effekte" sind irrelevant. Schließlich kann man die tatsächliche Bewegung zweifelsfrei feststellen:
Sagnac, Foucaultsches Pendel, Doppler-Effekte, Aberration, Laser...
Grüße
McDaniel-77