Harald Maurer hat geschrieben:Kurt hat geschrieben:Damit er sich überhaupt auf die Systemzeit einrichten kann wird ihm (über den Umweg der SATs), die Systemzeit mitgeteilt.
Da die SATs diese selber aber nicht verwenden wird dem Empfänger der Fehler (seiner Uhrzeit zur GPS-Zeit) des jeweiligen SAT mitgeteilt.
Blödsinn. Natürlich verwenden die SATs die GPS-Systemzeit!
Wozu?
Harald Maurer hat geschrieben: Der Empfänger erhält den Sendezeitpunkt in GPS-Systemzeit. Also muss der SAT diese Systemzeit wohl verwenden.
Nein! Der Empfänger erhält die vermeintliche Systemzeit die der SAT ihm mitteilt, zusätzlich teilt er ihm mit um wieviel er fasch geht.
Erst daraus kann der Empfänger die wahre Systemzeit, unter Zuhilfenahme weiterer SAT-Infos anderer SATs erkennen.
Die Info wie gross der Fehler ist den seine Uhr produziert wird durch bestimmte Stationen, eine steht in Wettzell, mit Hilfe von Laserpositionsbestimmung und Auswertung der vom SAT gesendeten Systemzeit gewonnen und ihm in seine Register geschrieben welche dann die Information für den Empfänger, den Korrekturwert also, darstellen.
Der Empfänger erhält weder eine korrekte Systemzeit vom jeweiligem SAT noch eine genaue Positionsbestimmung von ihm.
Denn die genaue Systemzeit steht dem SAT nicht zur Verfügung, auch nicht wo er sich gerade befindet.
Harald Maurer hat geschrieben:Kurz gesagt ist es so, wie man in Wikipedia lesen kann:
Man soll nicht alles so glauben wies bei Wiki steht, bzw. auch zwischen den Zeilen lesen.
Harald Maurer hat geschrieben:"Die Distanzmessung wird durchgeführt, indem das empfangene Signal seinen Sendezeitpunkt als Code „mitbringt“ – und zwar als GPS-Systemzeit im Moment der Sendung.
Nein!
Gesendet wird der GOLD-Code, und zwar alle ms (und der ist immer gleich(und trägt keine Information, sondern nur seine eigene Kennung)).
Welche Nummer diese Sendung hat steht in den Frame Daten.
Damit der Sendezeitpunkt und der Sendepunkt vom Empfänger überhaupt ermittelt werden kann muss der Empfänger mit der Systemzeit synchron sein, bzw. diese kennen (Offsetverhalten reicht für Pos-Bestimmung aus, nicht für die Bereitstellung der "Weltzeit") und die Bahn des jeweiligen SAT kennen und kennen welche Nr. des GOLD-Codes gerade dran ist.
Frage: was soll denn "der Moment der Sendung" sein?
Harald Maurer hat geschrieben:Hätte der Empfänger das exakte GPS-Zeitsystem, könnte er die Laufzeit als die Differenz zwischen Sende- und Empfangs-Uhrzeit bestimmen.
Drehs um: hat der Empfänger nicht die exakte Systemzeit (oder einen Offset dazu) kann er die Laufzeit des Signals nicht bestimmen.
Der Empfänger ermittelt aus der Laufzeit des Signals, und dem ihm bekanntem Sendepunkt, seinen Abstand zu diesem Punkt.
Der Empfänger kann den genauen Sendepunkt erst wissen wenn ihm die (falsche) Systemzeit des SAT, der Korrekturwert für die dann -richtige- Systemzeit, bekannt sind, und er im Besitz der Bahndaten des SAT ist, und weiss welche GOLD-Code- Sendung es ist die er gerade empfängt.
Denn diese Informationen sind direkt miteinander verknüpft und das gilt für jeden Miniphasenwinkel des/der beiden HF-Trägers und jedes Bitzustandes aller Informationen die gesendet werden.
Diese Tatsache ist auch der Grund warum GPS die irrwitzige "Blauverschiebung" ins Reich der Phantasie schickt/geschickt hat.
Denn es kann wohl schlecht sein dass unterwegs Schwingungen im 1.5 Ghz Trägersignal geboren wurden die zeitlich nicht zu den anderen Informationen passen (aber mich würde auch das nicht wundern wenn jemand das behauptet).
Harald Maurer hat geschrieben:Allerdings ist die Empfängeruhr zunächst nicht genau mit der GPS-Zeit synchronisiert. Die Differenz wird als zusätzliche Unbekannte bei der Ortsbestimmung angesetzt. Weil nun vier Unbekannte (drei Ortskoordinaten und eine Zeitkonstante) zu bestimmen sind, werden auch vier Gleichungen benötigt. Diese vierte Gleichung erfordert die Hinzunahme der Entfernung zu einem vierten Satelliten."
Solange der Empfänger die Systemzeit nicht genau kennt kann er auch nur Schätzungen vornehmen, diese nutzt er um zu erkennen wie weit er sich vertan hat und wieviel Goldcodesendungen überhaupt zu ihm unterwegs sind, denn diese Anzahl muss er einbeziehen, oder im -Offset- eliminieren.
Harald Maurer hat geschrieben:Noch kürzer gesagt: "Über die C/A-Daten teilt jeder Satellit seine Bahndaten, die Ephemeriden, und den Sendezeitpunkt dem Empfänger mit."
Sendezeitpunkt von was?
Harald Maurer hat geschrieben:In welcher Form diese Mitteilungen erfolgen, und speziell die rein mathematische "Synchronisation" der Empfangszeit zur GPS-Systemzeit erfolgt (Differenzbildung aus den Sendezeitpunkten von 4 Satelliten, da vom Fehler der Empfängeruhr alle Sendezeitpunkte der SATs gleichermaßen betroffen sind), kannst Du dem ausgezeichneten Artikel bei Wikipedia entnehmen. Hier der Link dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/GPS-Technik
Also bitte alles mal genau studieren und keine selbst zusammen gereimten Prozeduren absondern!
Wenn du meinst.
Kurt
