LG konstant

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: LG konstant

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 1. Feb 2014, 10:45

Hannes hat geschrieben:
Hallo Jocelyne !
Meine Überlegungen dabei: Das Licht hat bei der Durchquerung des dichten Mediums an Energie verloren und für mich bedeutet Verlust an Energie auch Verlust an Geschwindigkeit, siehe meinen Austausch mit Ernst. Woher bekommt das Licht die verlorene Energie zurück, um mit gleichen Geschwindigkeit nach Durchquerung des Mediums weiter zu laufen? Verstehst Du mein Verständnisproblem dabei?


Nicht die Lichtwelle ist für die Geschwindigkeit verantwortlich, sondern das Medium, von dem sie weitergeleitet wird.


Ich meine, dass die Ursprungsenergie, die eine Welle ausgelöst hat, auch für die Geschwindigkeit der Welle in einem Medium mitverantwortlich ist, nicht nur das Medium selbst.

Das sieht man meiner Meinung nach mit der Analogie mit einer Wasserwelle, siehe meinen Beitrag an Ernst weiter oben:

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Aber auch eine Welle braucht Energie, um überhaupt eine Welle zu sein und sich zu verbreiten. Keine Geschwindigkeit ohne Energie, zumindest in der Dynamik.

Zum Beispiel die Ursprungsenergie, die ihre Ursprungsgeschwindigkeit bestimmt hat. Wenn zum Beispiel Mitte im Ozean eine 10 m hohe Welle durch einen Unterwasservulkanausbruch ausgelöst wurde, stelle ich mir vor, dass sie sich mit einer viel höheren Geschwindigkeit ausbreitet, als wenn ich Mitte in einem Teich einen 30 g Stein fallen lasse, oder nicht?

Und wenn die Welle bei der Ausbreitung, sprich bei jeder Impulsübertragung zwischen den Wassermolekülen Energie verliert, kann ich mir eben nicht vorstellen, dass sie dabei auch nicht an Geschwindigkeit verliert, das wäre ein Perpetuum mobile. Nach meinem Verständnis ist nicht nur für ein Auto oder einen Tennisball die Geschwindigkeit abhängig von der Energiezufuhr, sondern auch für eine Welle.


Meinst Du auch wie Ernst, dass Veränderungen der Energiezufuhr keine Veränderungen der Geschwindigkeit bei Wellen bewirken können? Ich kann mir das eben nicht vorstellen, das klingt bei mir eben wie ein Perpetuum mobile. :(

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: LG konstant

Beitragvon fallili » Sa 1. Feb 2014, 11:00

Hannes hat geschrieben:Hallo falili !
Man nimmt Licht definierter Wellenlänge (z.B. 500 nm) - schickt das durch Wasser und schaut was rauskommt.


Es kommt wieder dieselbe Wellenlänge heraus !
Um den gleichen Betrag, um den das Licht bei Eintritt in ein dichteres Medium verlangsamt wird, wird es bei Austritt wieder schneller.
Man nennt das Rückbrechung. Ist dir das nicht bekannt ?
Am besten siehst du das bei Glasfenstern.
Hannes


Danke für den Hinweis.
Wusste gar nicht, dass an der Austrittstelle etwas oder jemand vorhanden ist, der dem Licht einen Tritt gibt damit es wieder schneller wird.
Dank Deiner Hilfe weiß ich es nun und muss zu diesem Thread nix mehr schreiben.
fallili
 
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Re: LG konstant

Beitragvon Hannes » Sa 1. Feb 2014, 11:05

Hallo Jocelyne !
Ich meine, dass die Ursprungsenergie, die eine Welle ausgelöst hat, auch für die Geschwindigkeit der Welle in einem Medium mitverantwortlich ist, nicht nur das Medium selbst.

Die Ursprungsenergie einer Welle äussert sich in der Amplitude, in der Höhe der Wellenberge und nicht in der Weiterleitungsgeschwindigkeit.
Meinst Du auch wie Ernst, dass Veränderungen der Energiezufuhr keine Veränderungen der Geschwindigkeit bei Wellen bewirken können?

Ich bin sicher, dass Ernst damit recht hat. Die Weiterleitungsgeschwindigkeit ist allein eine Funktion des Mediums.
Mit Gruß
Hannes
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Re: LG konstant

Beitragvon fallili » Sa 1. Feb 2014, 11:18

Chief hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:
McDaniel-77 hat geschrieben:Hey Ernst und Kurt,

wie kann man beweisen, dass Licht im Wasser nicht ins Blaue verschoben wird, sondern die niedrigeren Frequenzen stärker absorbiert werden?

..........



Die Frage ist ja wohl nicht erst gemeint ?
Man nimmt Licht definierter Wellenlänge (z.B. 500 nm) - schickt das durch Wasser und schaut was rauskommt.
Dann gibt's ja nur 2 Möglichkeiten:
1) Licht mit 500 nm kommt raus
2) Licht mit weniger als 500 nm kommt raus

Zwei mal darf man raten was zutrifft.


Warum nur eine Wellenlänge?


Du kannst auch mit 1000 verschiedenen Wellenlängen arbeiten - aber warum aufwendig machen, wenn es mit einer Wellenlänge ruck-zuck erledigt ist.
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Re: LG konstant

Beitragvon Kurt » Sa 1. Feb 2014, 11:19

fallili hat geschrieben:
Danke für den Hinweis.
Wusste gar nicht, dass an der Austrittstelle etwas oder jemand vorhanden ist, der dem Licht einen Tritt gibt damit es wieder schneller wird.
Dank Deiner Hilfe weiß ich es nun und muss zu diesem Thread nix mehr schreiben.


Wenn du dir klarmachen würdest was Licht ist, dass da nichts von A nach B geschoben wird, dann würde dir klar sein dass da nicht mit einem Fusstritt nachgeholfen werden muss.

Kurt
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Re: LG konstant

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 1. Feb 2014, 11:27

Hannes hat geschrieben:
Die Ursprungsenergie einer Welle äussert sich in der Amplitude, in der Höhe der Wellenberge und nicht in der Weiterleitungsgeschwindigkeit.

Ich bin sicher, dass Ernst damit recht hat. Die Weiterleitungsgeschwindigkeit ist allein eine Funktion des Mediums.


Du meinst also, dass ein Unterwasservulkanausbruch eine 10 m hohe Wasserwelle auslöst, die die gleiche Ausbreitungsgeschwindigkeit hat wie die Wasserwelle, die durch den Fall eines 30 g schweren Steins in einem Teich ausgelöst wurde? Was bedeuten würde, dass Wasser eine absolut konstante Geschwindigkeit mit einem bestimmten Wert hätte, wie es mit dem Licht im "Medium Vakuum" mit c behauptet wird.

Das glaube ich einfach nicht. Ich glaube, dass Wasserwellen verschiedene Ausbreitungsgeschwindigkeiten haben, abhängig von der Energie zum Zeitpunkt der Auslösung. Ich habe nie gehört, dass Wasserwellen oder Unterwasserströmungen eine absolut konstante Geschwindigkeit mit einem bestimmten Wert hätten. :(

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: LG konstant

Beitragvon Kurt » Sa 1. Feb 2014, 11:31

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Hannes hat geschrieben:
Die Ursprungsenergie einer Welle äussert sich in der Amplitude, in der Höhe der Wellenberge und nicht in der Weiterleitungsgeschwindigkeit.

Ich bin sicher, dass Ernst damit recht hat. Die Weiterleitungsgeschwindigkeit ist allein eine Funktion des Mediums.


Du meinst also, dass ein Unterwasservulkanausbruch eine 10 m hohe Wasserwelle auslöst, die die gleiche Ausbreitungsgeschwindigkeit hat wie die Wasserwelle, die durch den Fall eines 30 g schweren Steins in einem Teich ausgelöst wurde? Was bedeuten würde, dass Wasser eine absolut konstante Geschwindigkeit mit einem bestimmten Wert hätte, wie es mit dem Licht im "Medium Vakuum" mit c behauptet wird.

Das glaube ich einfach nicht. Ich glaube, dass Wasserwellen verschiedene Ausbreitungsgeschwindigkeiten haben, abhängig von der Energie zum Zeitpunkt der Auslösung. Ich habe nie gehört, dass Wasserwellen oder Unterwasserströmungen eine absolut konstante Geschwindigkeit mit einem bestimmten Wert hätten. :(


Als erstes solltest du klarlegen ob du von einer "Welle" im Medium sprichst, oder von einer Oberflächenwelle.
Denn das sin zweierlei Stiefel.

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Re: LG konstant

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 1. Feb 2014, 11:34

Kurt hat geschrieben:
Als erstes solltest du klarlegen ob du von einer "Welle" im Medium sprichst, oder von einer Oberflächenwelle.
Denn das sin zweierlei Stiefel.

Kurt

Ich glaube weder, dass Oberflächenwellen noch Unterwasserströmungen eine absolute konstante Geschwindigkeit mit einem bestimmten Wert haben.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: LG konstant

Beitragvon All » Sa 1. Feb 2014, 12:13

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ich glaube weder, dass Oberflächenwellen noch Unterwasserströmungen eine absolute konstante Geschwindigkeit mit einem bestimmten Wert haben.


Das ist soweit korrekt, weil die Natur insgesamt vollkommen bezugslos, bzw ¨relativlos¨ ;) ist.

Da sind wir dann ieder bei der Aussage von Daniel, dass alles fließt.

Gruß

All
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Re: LG konstant

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 1. Feb 2014, 13:08

All hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ich glaube weder, dass Oberflächenwellen noch Unterwasserströmungen eine absolute konstante Geschwindigkeit mit einem bestimmten Wert haben.


Das ist soweit korrekt, weil die Natur insgesamt vollkommen bezugslos, bzw ¨relativlos¨ ;) ist.

Da sind wir dann ieder bei der Aussage von Daniel, dass alles fließt.


Manche Wissenschaftler, wie zum Beispiel Maurice Allais, gehen davon aus, dass der Äther (bzw. das „Medium Vakuum“) sich wie eine Flüssigkeit verhält, in der das ganz Universum baden würde.

Wenn man weiß, wie vielfältig und wie extrem komplex das Verhalten von Wellen bzw. von Wassermolekülen im Medium Wasser ist (es gibt glaube ich eine Vielzahl von gut erforschten verschiedenen Arten von Wellen oder Unterwasserströmungen, einschließlich chaotischen Bewegungen), dann guten Tag für die Erforschung des Verhaltens von Lichtwellen oder „Lichtströmungen“... :|

Viele Grüße
Jocelyne Lopez

PS: Meine einzige persönliche Erfahrung mit Unterwasserströmungen hätte mir zwar fast das Leben gekosten, jedoch habe ich dabei die Erkenntnis gewonnen, dass sie sich nicht mit einer absoluten konstanten Geschwindigkeit bewegen - und dass Männer doch manchmal zu gebrauchen sind :P Anthropologisches
.
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