Frage zur Lorentz-Transformation

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon contravariant » Di 21. Jan 2014, 22:03

REBE hat geschrieben:Ist da nicht mit einer einfacheren plausibleren Antwort der Sache besser gedient? Nämlich, das Myonen überall entstehen und das unabhängig von der Höhe.

Das erklärt natürlich direkt, warum im 10km Höhe mehr Myonen gemessen werden als auf der Erdoberfläche.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon julian apostata » Mi 22. Jan 2014, 09:16

Wenn ich hinten eine treibende Kraft habe (1,0*m*a) und vorne einen Luftwiderstand (0,9*m*a) dann wirkt auf das Teilchen insgesamt die kraft (0,1*m*a). ich kann noch etwas weiter beschleunigen, solange wie die treibende Kraft=bremsende Kraft.

Damit wird nur eine Grenzgeschwindigkeit erklärt, aber nicht die kinetische Energie.

Beispiel, ein Auto (m=1000kg) entwickelt aus dem Stand heraus eine treibende Kraft von 2000 Newton. Wenn der Luftwiderstand bei 50m/s ebenfalls 2000 Newton erreicht hat, dann geht‘s nicht mehr schneller.

Es nimmt keine kinetische Energie mehr auf auch wenn es noch so lange gegen die Luftmassen ankämpft. Im Teilchenbeschleuniger ist das Anders. Das Teilchen kann nahezu unendliche Energie aufnehmen obwohl es kaum noch schneller wird.

Klassisch mathematisch schaut es so aus:

Bild

Es spielt für das Endergebnis überhaupt keine Rolle, wie das variierende a zustande kommt.

Auch in der relativistischen Physik spielt es keine Rolle. Allerdings haben wir da a im Nenner und im Zähler einen Faktor, der dafür sorgt, dass nicht das im Ruhesystem gemessene a ins Kraft-Wegintegral einfließt, sondern ein vergrößertes a.

Und bei dem entscheidenden Punkt ist bis jetzt noch jeder Kritiker ausgewichen.

Spart euch also eure dämlichen Ätherwiderstände. Selbst wenn es sie gäbe, erklären sie nicht die kinetischen Energien im Teilchenbeschleuniger.

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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Mi 22. Jan 2014, 10:36

julian apostata hat geschrieben:Wenn ich hinten eine treibende Kraft habe (1,0*m*a) und vorne einen Luftwiderstand (0,9*m*a) dann wirkt auf das Teilchen insgesamt die kraft (0,1*m*a). ich kann noch etwas weiter beschleunigen, solange wie die treibende Kraft=bremsende Kraft.
Damit wird nur eine Grenzgeschwindigkeit erklärt, aber nicht die kinetische Energie.

Richtig.
Und wenn da plötzlich vor dem Teilchen eine Wand auftaucht, dann donnert das Teilchen in die Wand und produziert darin einen Einschlagkrater. Die Tiefe dieses Einschlagkraters resultiert aus der Summe der kinetischen Energie des Teilchens und der schiebenden Kraft.
Da bei Annäherung an die Grenzgeschwindigkeit die schiebende Kraft überproportional ansteigt, nimmt auch die Einschlagtiefe bei Annäherung an die Grenzgeschwindigkeit überproportional zu.
Also die kinetische Energie bleibt bei mv²/2. Was da so stark wächst, ist die beschleunigende Kraft.

In der SRT Interpretation hingegen wird die Gesamtwirkung einer erhöhten kinetischen Energie zugeordnet, was eben falsch ist.
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Zuletzt geändert von Ernst am Mi 22. Jan 2014, 10:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon REBE » Mi 22. Jan 2014, 18:50

contravariant schreibt:

„Das erklärt natürlich direkt, warum im 10km Höhe mehr Myonen gemessen werden als auf der Erdoberfläche.“


In 10 km – 40 km Höhe ist nun einmal die Front und damit finden dort die meisten Reaktionen statt. Die Verluste werden immer größer je tiefer die Höhenstrahlung eindringen kann.
Halte doch einmal ein 1 m langen Stab mit einem Ende ans Schmiedefeuer was Du da beobachtest kannst Du sinnbildlich auf das Myonenproblem übertragen. An der Feuerfront beginnt der Stab zu glühen und je weiter der restliche Stab vom Feuer weg ist umso weniger werden Atomen angeregt zu schwingen. Das entgegengesetzte Ende des Stabes wird eventuell warm aber niemals glühend.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon DerDicke » Mi 22. Jan 2014, 20:14

REBE hat geschrieben:In 10 km – 40 km Höhe ist nun einmal die Front und damit finden dort die meisten Reaktionen statt. Die Verluste werden immer größer je tiefer die Höhenstrahlung eindringen kann.

so scheint das plausibel.


REBE hat geschrieben:Halte doch einmal ein 1 m langen Stab mit einem Ende ans Schmiedefeuer was Du da beobachtest kannst Du sinnbildlich auf das Myonenproblem übertragen. An der Feuerfront beginnt der Stab zu glühen und je weiter der restliche Stab vom Feuer weg ist umso weniger werden Atomen angeregt zu schwingen. Das entgegengesetzte Ende des Stabes wird eventuell warm aber niemals glühend.

Wärmeleitungsprozesse bilden Range and Stopping of particles relativ schlecht ab. Die Analogie trifft eher bei Ionenimplantation in Festkörpern. Dort findet sich der Großteil des Implantats ebenfalls in einem begrenzten Bereich um die projected range, etwa in form einer Gaussverteilung.



Ernst hat geschrieben:Da bei Annäherung an die Grenzgeschwindigkeit die schiebende Kraft überproportional ansteigt, nimmt auch die Einschlagtiefe bei Annäherung an die Grenzgeschwindigkeit überproportional zu.
Also die kinetische Energie bleibt bei mv²/2. Was da so stark wächst, ist die beschleunigende Kraft.

Wieder daneben!
Sie können nicht beschreiben, wie Sie Kraft in Energie umrechnen.
Sie vergessen weiter, daß ein und dieselbe Energie gleichermaßen mit stärkeren und schwächeren Beschleunigungsfeldern (Schubkraft) aufgenommen werden kann abhängig von der Wirkungsdauer der Schubkraft.




Ernst hat geschrieben:Lauter Quatsch.

Ihre Bewertung ist irrelevant. Es bleibt der Fakt, daß Sie nicht das Zeug haben zu dem Beitrag DesDicken Stellung zu beziehen.


Julian Apostata hat geschrieben:Damit wird nur eine Grenzgeschwindigkeit erklärt,...

nicht mal die wird erklärt, solange es möglich ist durch entsprechende Steigerung der Schubkraft (über den Luftwiderstand hinaus) weiter einen Beschleunigung zu erzielen. Dies ist bei Überschallflügen der Fall.



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Bild





Chief hat geschrieben:Wir sind nicht im Kindergarten!

All hat geschrieben:Auffälligkeiten der Kommunikation


Ja, es gibt sie die Auffälligkeiten der Kommunikation. Hierzu lassen wir die Fragesteller selbst zu Wort kommen, die mit geradezu aufdringlich-geschwätzigem Eifer Auskunft über sich selbst geben:


viewtopic.php?f=6&t=624&start=490#p67065
All hat geschrieben:DerDicke hat nen Knall.

viewtopic.php?f=6&t=600&start=1670#p65821
All hat geschrieben:Du bist blöd.

viewtopic.php?f=6&t=624&start=450#p66881
Ernst hat geschrieben:Du hast 'ne Macke.

viewtopic.php?f=6&t=624&start=250#p66509
Ernst hat geschrieben:Was bist du nur für ein yyy.

viewtopic.php?f=6&t=547&start=110#p61128
All hat geschrieben:Wie hirngeschädigt bist du eigentlich, Herr Prostata?

viewtopic.php?f=6&t=600&start=800#p63800
Highway hat geschrieben:Wenn du keine Argumente mehr hast, dann halt mich da raus, A...loch!

viewtopic.php?f=6&t=562&start=340#p58942
Chief hat geschrieben:Wie denn? Im Klub der Strohdummen bist du die einsame Spitze!
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Mi 22. Jan 2014, 20:32

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DerDicke hat geschrieben: Es bleibt der Fakt, daß Sie nicht das Zeug haben zu dem Beitrag DesDicken Stellung zu beziehen.

Du hast 'ne Macke.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon contravariant » Mi 22. Jan 2014, 20:58

REBE hat geschrieben:n 10 km – 40 km Höhe ist nun einmal die Front und damit finden dort die meisten Reaktionen statt. Die Verluste werden immer größer je tiefer die Höhenstrahlung eindringen kann.
Halte doch einmal ein 1 m langen Stab mit einem Ende ans Schmiedefeuer was Du da beobachtest kannst Du sinnbildlich auf das Myonenproblem übertragen. An der Feuerfront beginnt der Stab zu glühen und je weiter der restliche Stab vom Feuer weg ist umso weniger werden Atomen angeregt zu schwingen. Das entgegengesetzte Ende des Stabes wird eventuell warm aber niemals glühend.

Gut. Dann bleibt noch zu zeigen, dass dein Modell Experimente quantitiativ erklärt:
http://spiff.rit.edu/classes/phys314/le ... /rossi.pdf
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon julian apostata » Do 23. Jan 2014, 12:48

Ernst hat geschrieben:Die Tiefe dieses Einschlagkraters resultiert aus der Summe der kinetischen Energie des Teilchens und der schiebenden Kraft.


…Da bei Annäherung an die Grenzgeschwindigkeit die schiebende Kraft überproportional ansteigt, nimmt auch die Einschlagtiefe bei Annäherung an die Grenzgeschwindigkeit überproportional zu….

…Also die kinetische Energie bleibt bei mv²/2. Was da so stark wächst, ist die beschleunigende Kraft….

In der SRT Interpretation hingegen wird die Gesamtwirkung einer erhöhten kinetischen Energie zugeordnet, was eben falsch ist.


Das sind alles Aussagen, die nichts mit der Praxis am LHC zu tun haben! Dort werden keine Krater erzeugt.

Im Moment der Kollision werden die Protonen nicht mehr beschleunigt. (wie bei einer Gewehrkugel wenn sie ihr Ziel trifft)

http://www.lhc-facts.ch/index.php?page=geometrie

An vier Stellen des Haupringes können die Protonen von Magneten aus der Beschleunigerstrecke ausgekoppelt werden, um sie zum kollidieren zu bringen


Wenigstens räumt er jetzt ein, dass bei Ätherwiderstand nur eine kinetische Energie von m*v²/2 entsteht, nur was soll dann der ganze Aufwand bei der Bibifaxenergie?

Beispiel: Crashtest: Nehmen wir an ein Auto erreicht höchstens 100 km/h. Innerhalb von 5 Sekunden erreicht es 99km/h. Welchen Sinn macht es da, es noch 1,5 Stunden lang zu beschleunigen, um 99,9999991 km/h zu erreichen, für einen geringen Zuwachs an kinetischer Energie?

Ernst hat geschrieben:Also die kinetische Energie bleibt bei mv²/2


Nein, Cern wäre völlig sinnlos, wenn dem so wäre. 7000*m*c² werden erreicht. Nur so können auch Teilchen mit über 100-facher Protonenmasse entstehen.

Die SRT hat eine einfache Erklärung. Der “Kritiker” hat nichts! Da kommt dann noch allenfalls so was:

Hier führt uns “Der Dicke” noch mal die Lächerlichkeit seiner Ausweichmannöver vor.

DerDicke hat geschrieben:
Julian Apostata hat geschrieben:Damit wird nur eine Grenzgeschwindigkeit erklärt,...

nicht mal die wird erklärt, solange es möglich ist durch entsprechende Steigerung der Schubkraft (über den Luftwiderstand hinaus) weiter einen Beschleunigung zu erzielen. Dies ist bei Überschallflügen der Fall.


REBE hat geschrieben:Ist da nicht mit einer einfacheren plausibleren Antwort der Sache besser gedient? Nämlich, das Myonen überall entstehen und das unabhängig von der Höhe.


http://hep.uni-freiburg.de/Kamiokanne/sek.html

Bild

Protonen schaffen es gar nicht, weiter als bis zu einer Höhe von 10 km vor zu dringen. Die dabei entstehenden Pionen kommen auch nicht viel weiter, weil deren Lebensdauer nur etwa 1% der eines Myons beträgt.

Diese Pionen zerfallen dabei unter anderem auch zu Myonen und das spielt sich überwiegen in über 10 km Höhe ab (siehe rechter Bildrand)

REBE hat geschrieben:Ist da nicht mit einer einfacheren plausibleren Antwort der Sache besser gedient? Nämlich, das Myonen überall entstehen und das unabhängig von der Höhe.


Dann find mal eine einfachere Erklärung als das da!

x²-c*t²=x’²-c*t'²

REBE hat geschrieben:Die Verluste werden immer größer je tiefer die Höhenstrahlung eindringen kann.


http://www.leifiphysik.de/themenbereiche/erster-einblick/versuche

Dies bedeutet dass auf der Erdoberfläche kaum noch unzerfallene Myonen feststellbar wären.


Gäb‘s keine Zeitdilatation, dann wär das der Fall, auch ohne Verluste durch Atmosphärenstreuung. Mit Atmosphärenstreuung wären noch viel weniger.

Was willst du uns mit deinem argumentativen Eigentor mitteilen?
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Do 23. Jan 2014, 13:56

julian apostata hat geschrieben: Dort werden keine Krater erzeugt.

Sehr gut erkannt. Glückwunsch. Es war eine Veranschaulichung jener Energie, welche kongruent ist zu dem Fall, wo zwei gleichgroße Objekte mit gleicher Geschwindigkeit zusammenstoßen. Etwas Mitdenken und Abstraktionsvermögen schulen wäre von Vorteil.

Im Moment der Kollision werden die Protonen nicht mehr beschleunigt. (wie bei einer Gewehrkugel wenn sie ihr Ziel trifft)

Unsinn, da würde man sich Energieabnahme einhandeln. Die Protonen werden bis zur Kollision beschleunigt. Beide Strahlen werden lediglich aus ihren getrennten Bahnen auf einen Kollisionspunkt zusammengeführt.
http://www.lhc-facts.ch/index.php?page=kollision

Beispiel: Crashtest: Nehmen wir an ein Auto erreicht höchstens 100 km/h. Innerhalb von 5 Sekunden erreicht es 99km/h. Welchen Sinn macht es da, es noch 1,5 Stunden lang zu beschleunigen, um 99,9999991 km/h zu erreichen, für einen geringen Zuwachs an kinetischer Energie?

Du hast nicht mal im Ansatz verstanden worum es geht. Um die kinetische Energie mv²/2 geringfügig zu erhöhen, ist bei Annaherung an die Schall-/Lichtgeschwindigkeit wegen des stark überproportionalen Anstiegs der Gegenkraft eine stark zunehmende Antriebskraft erforderlich.
Bei der Kollision wirken dann überlagert die kinetische Energie mv²/2 plus die stark angestiegene Antriebskraft.

Es macht einen signifikante Unterschied, ob zwei Düsenjäger mit abgeschalteten Triebwerken kollidieren oder ob bei gleicher Geschwindigkeit im Augenblick der Kollision die Triebwerke noch vollen Schub machen. (Die Piloten haben sich vorher mit dem Schleudersitz gerettet).
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon fallili » Do 23. Jan 2014, 14:25

@ernst

Ja, bestimmt tolle Theorie zu Flugzeugzusammenstößen.
Und bei Autounfällen überlebt man auch ganz bestimmt, bzw. mindert die Verletzungen ganz gewaltig wenn man nur schnell genug vor dem Zusammenstoß den Motor ausschaltet.
Kannst ja der Autoindustrie anbieten - mit kleinem Sensor vorne an der Stoßstange wird 10 cm vor dem Zusammenstoß der Motor abgeschaltet.
Vielleicht wirst ja reich durch diese Erfindung.
Mehr will ich zur neuen Theorie der kinetischen Energie (wo nun auch eine "Schubkraft" dazukommt) lieber gar nicht sagen.
fallili
 
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