Frage zur Lorentz-Transformation

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon REBE » Mo 13. Jan 2014, 18:32

Ich mische mich ungefragt in diese Diskussion ein und stelle meine Gedanken zu dem Thema vor.

Meine Theorie zum Myonen Problem ...

... ist von ganz natürlichem Geschehen abgeleitet.
Myonen entstehen nicht nur in 10 – 40 km Höhe sondern auch in unteren Luftschichten. Wie Wissenschaftler festgestellt haben, haben Myonen eine Lebensdauer von 2,2 µs und können in dieser Zeitspanne nur ca. 600 m zurücklegen.
Die auf Meereshöhe registrierten Myonen entstehen mit hundertprozentiger Sicherheit in ca. 600 m Höhe. Die Myonen die in 2000 m Höhe gemessen werden entstehen ebenfalls mit hundertprozentiger Sicherheit in ca. 2600 m Höhe usw. Immer vorausgesetzt, dass die Angaben der Wissenschaftler stimmen und die Myonen 2,2 µs existieren und dabei 600 m Zurücklegen können. Dass bis zur Erdoberfläche immer weniger Myonen gemessen werden ist durch die Dämpfung der kosmischen Strahlung durch die Atmosphäre begründet.
Nichts mit Zeitdehnung und Längenverkürzung.
Leider verfüge ich nicht über teure technische Einrichtungen um diese Angaben über das Myon zu überprüfen. Ich muss mich einfach darauf verlassen, dass ich diesen Veröffentlichungen vertrauen kann.
Mit der Theorie über Zeitdehnung und Längenverkürzung wurde ich ja auch hinters Licht geführt bis ich eigene Gedankenexperimente durchführte.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Mo 13. Jan 2014, 18:58

fallili hat geschrieben:Mit dieser Auffassung könnt ich wahrscheinlich irgendwie leben - aber dass Entfernung von einer Seite aus mit 10 km beurteilt wird und von der anderen Seite aus mit 600 m durchblicke ich überhaupt nicht mehr.

In der SRT darf man nicht separat Positionen vergleichen, ohne die dazugehörenden Ortszeiten zu berücksichtigen.
Mal ganz grob ausgedrückt:
Die in einem IS gleichzeitigen Positionen der beiden Myonen bei 0 und 10km sind im anderen IS an diesen Positionen zu unterschiedlicher Zeit. In diesem anderen IS sind sie zu gleicher Zeit an anderen dichter zusammenliegenden Positionen.
Die beiden zueinander bewegten Myonen können nicht in beiden IS gleichzeitig bei 0 und 10km liegen.
Das ist eben auch eine Auswirkung der RdG.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon DerDicke » Mo 13. Jan 2014, 21:17

Ernst hat geschrieben:Sie ändert sich schon, wenn man einerseits im Erd-IS die beiden Myonen gleichzeitig gebärt und wenn man andererseits die beiden Myonen im Atmosphären-Myon-IS gleichzeitig gebärt. Letzteres sind dann aber andere Myonen, weil diejenigen, welche in einem IS gleichzeitig geboren werden, im anderen ungleichzeitig geboren werden.

Ernst hat geschrieben:Werden beide Myonen im Erdsystem gleichzeitig geboren, so stirbt das Erdmyon zuerst.
Werden beide Myonen im Atmosphärenmyonsystem gleichzeitig geboren, dann stirbt das Atmosphärenmyon zuerst.



Bravo!
Der Ernstel hat nun endlich kapiert, was DerDicke ihm vor mehr als 2 Monaten längst erklärt hat:

Do 7. Nov 2013, 12:08
viewtopic.php?f=6&t=600&start=1060#p64399
DerDicke hat geschrieben:Szenario 1: "Start" beider Myonen gleichzeitig in S1, wenn sich das Myon 2 in S1 sich auf der Koordinate x1=20000 befindet. M1 wird den Einschlag von M2 nicht "erleben".
Szenario 2: "Start" beider Myonen gleichzeitig in S2, wenn sich das Myon 1 in S2 sich auf der Koordinate x2=-20000 befindet. M2 wird den Einschlag von M1 nicht "erleben".


Und er zieht daraus genau den Schluß den DerDicke vor ebenso langer Zeit vorausgesagt hat ...

Ernst hat geschrieben:Wenn du das für real halten kannst, dann bitte.
Ich halte das für unmöglich.
"Eigentümlich" hält das ja sogar der Erfinder dieser Kunstwelt. Wohl aus gutem Grund.


... nämlich daß nicht sein kann, was nicht sein darf.

Daß das incoming Myon instantan ein geheimnisvolles Ernstsches Feld aufspannt, welches den Zerfallsbeginn des Labormyons triggert, mithin Gleichzeitigkeit im Ruhesystem des incoming Myons sicherstellt, damit hat Herr Ernst wiederum kein Problem.



Chief hat geschrieben:Es handelt sich aber um völlig identische Situation!

... wenn man solche unwesentlichen Details, wie die Existenz einer Atmosphäre und die Nichtexistenz Ernstscher Felder außen vorläßt.


Ernst hat geschrieben:Wie gerade beschrieben bricht die SRT mittels der LT die Symmetrie des Vorgangs dadurch, daß in beiden Systemen keine Gleichzeitigkeit der Geburt beider Myonen möglich ist.
Wie stets ist die RdG das scharfe Schwert dieser Theorie.

Falsch. Richtig wäre gewesen.
Wie seit Monaten ausführlich diskutiert ist der Vorgang per se unsymmetrisch, da die Atmosphäre (mit Auslöser des gesamten Vorganges) nun mal im IS Erde ruht. Daraus folgt für die betrachtete Fragestellung direkt Gleichzeitigkeit im IS Erde.


Ernst hat geschrieben:Das Fatale an den Ergebnissen der SRT besteht darin, daß die Realität in jedem Bezugssystem unterschiedlich ist. IST, nicht nur scheint.

Hier wird nun wieder schön gezeigt, daß die sog. "Kritik" hauptsächlich in der Ontologie und nicht in der Physik unterwegs ist.
Ist natürlich auch ontologisch falsch, Koordinatendefinitionen ändern keine Sachverhalte, auch in der SRT nicht.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon julian apostata » Mo 13. Jan 2014, 22:46

Ernst hat geschrieben:In folgendem Link kann man eine Animation starten.

http://www.leifiphysik.de/themenbereiche/erster-einblick/versuche

Am fliegenden Myon vergehen 2µs bis zum Auftreffen auf die Erde. Da steht die Erduhr schon auf 33µs. Das heißt, das ruhende Erdmyon ist beim Eintreffen des fliegenden Myons bereits seit 31µm tot.


Ich hab hier mal 5 Ballonbojen angebracht. Die Ballonuhren sind im Erdsystem synchronisiert. Die synchronisierten Uhrzeiten werden natürlich asynchron ins Myonensystem übertragen.

Zwei Myonen werden also im Erdsystem gleichzeitig geboren. Im Myonensystem wird tatsächlich das fliegende Myon 33,267us nach dem ruhenden Erdmyon geboren, also ca 33us nach dessen Tod. Na und?

Passieren 2 Ereignisse gleichzeitig, kann es keinen kausalen Zusammenhang geben.

Also kann sogar die Reihenfolge in einem anderen System vertauscht werden. Hab ich doch alles schon erklärt.

Bei der Boje 10 Kilometer haben wir t=t’=0. Sämtliche Erdbojenuhren ticken ca. 16 mal langsamer als die Myonenuhr.



0km_______2km_______4km_______6km_______8km_______10km
33,267_____26,613_____19,960_____13,307_____06,653_____00,000
Myon________________________________________________00,000

___________0km_______2km_______4km_______6km_______8km
Erde_______33,293_____26,640_____19,987_____13,333_____06,680
Myon________________________________________________00,423

_____________________0km_______2km_______4km_______6km
Erde_________________33,320_____26,667_____20,013_____13,360
Myon________________________________________________00,845

________________________________0km_______2km_______4km
Erde____________________________33,347_____26,693_____19,040
Myon________________________________________________01,267

__________________________________________0km_______2km
Erde______________________________________33,373_____26,720
Myon_______________________________________________01,689

_____________________________________________________0km
Erde_________________________________________________33,400
Myon________________________________________________02,111

Trotzdem ist auf der Erduhr 16 mal so viel Zeit vergangen.

Bei den Berechnungen hab ich mich an den Vorgaben von Ernsts Animation orientiert.

Wer‘s rechnerisch überprüfen möchte:

v=0,998*c und c=300 000km/s

Ich wär sogar dankbar, wenn mir jemand einen Flüchtigkeitsfehler nachweisen könnte.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Kurt » Mo 13. Jan 2014, 23:31

julian apostata hat geschrieben:Bei der Boje 10 Kilometer haben wir t=t’=0. Sämtliche Erdbojenuhren ticken ca. 16 mal langsamer als die Myonenuhr.


Es ist schon erstaunlich was ihr alles wisst.
Wisst ihr überhaupt wie lange so eins lebt und mit welcher Geschwindigkeit es auf die Erdenluft trifft!

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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon fallili » Di 14. Jan 2014, 02:49

DerDicke hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Wie gerade beschrieben bricht die SRT mittels der LT die Symmetrie des Vorgangs dadurch, daß in beiden Systemen keine Gleichzeitigkeit der Geburt beider Myonen möglich ist.
Wie stets ist die RdG das scharfe Schwert dieser Theorie.


Falsch. Richtig wäre gewesen.
Wie seit Monaten ausführlich diskutiert ist der Vorgang per se unsymmetrisch, da die Atmosphäre (mit Auslöser des gesamten Vorganges) nun mal im IS Erde ruht. Daraus folgt für die betrachtete Fragestellung direkt Gleichzeitigkeit im IS Erde.


Das klingt als Erklärung fürs Erste relativ gut - bei näherer Betrachtung halte ich es aber absolut für nicht stichhaltig den "Ruhezustand der Atmosphäre" hier einzubeziehen.

Was wäre, wenn ein noch zu "erfindendes hypothetisches Teilchen" sich der Erde nähert und ganz von alleine in 10 km Entfernung von der Oberfläche ein Myon erzeugen könnte, das mit 0,9994 c weiterfliegt.

In so einem Fall müsste aus Sicht der SRT alles völlig gleich gelten wie für das "wahre Myonenexperiment" bei dem eben die kosmische Strahlung und Atmosphäre auslösend wirkt.
Die Art und der Bewegungszustand eines auslösenden Faktors kann keinen Einfluss haben, entscheidend für die gesamte Problematik ist nur die Tatsache das ein - wie auch immer und woraus auch immer - erzeugtes Teilchen eben mit 0,9994 c fliegt.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Di 14. Jan 2014, 10:09

DerDicke hat geschrieben:Koordinatendefinitionen ändern keine Sachverhalte, auch in der SRT nicht.

Blödsinn. Wenn in einem IS die Realität ist, daß zwei Blitze gleichzeitig einschlagen und in einem anderen IS Realität ist, daß die gleichen Blitze ungleichzeitig einschlagen, dann ist das ein veränderter Sachverhalt. Physikalisch und juristisch.
Dein Beitrag ist wie stets alles dummes Zeug.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon contravariant » Di 14. Jan 2014, 11:20

Ernst hat geschrieben:Wenn in einem IS die Realität ist, daß zwei Blitze gleichzeitig einschlagen und in einem anderen IS Realität ist, daß die gleichen Blitze ungleichzeitig einschlagen, dann ist das ein veränderter Sachverhalt. Physikalisch und juristisch.
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Wenn in einem IS Realität ist, dass der Zug fährt und in einem anderen IS Realität ist, dass der Zug steht, dann ist das ein veränderter Sachverhalt. Physikalisch.
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Zuletzt geändert von contravariant am Di 14. Jan 2014, 11:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon DerDicke » Di 14. Jan 2014, 11:22

fallili hat geschrieben:Was wäre, wenn ein noch zu "erfindendes hypothetisches Teilchen" sich der Erde nähert und ganz von alleine in 10 km Entfernung von der Oberfläche ein Myon erzeugen könnte, das mit 0,9994 c weiterfliegt.

Dann ist die Situation wie gehabt: Das Teilchen wird die Erdoberfläche (im erwartungswert) erreichen.
Das gilt, wenn die 10km im IS Erde definiert sind. Bei 10km im IS Myon ist die Situation aber eine andere.


fallili hat geschrieben:Die Art und der Bewegungszustand eines auslösenden Faktors kann keinen Einfluss haben,

Entscheidend ist, Zerfallsbeginn im Abstand 10km im IS Erde.


Ernst hat geschrieben:Wenn in einem IS die Realität ist, daß zwei Blitze gleichzeitig einschlagen und in einem anderen IS Realität ist, daß die gleichen Blitze ungleichzeitig einschlagen,

Wie erwartet flüchten Sie in die Ontologie und versuchen uns das als Physik zu verkaufen.
Ihre Ernst-Ontologie zählt die Zeitskala zur Realität.
Es ist Ihr gutes Recht Götter oder Koordinatensysteme für real zu halten, hat aber nichts mit Physik zu tun



Ernst hat geschrieben:Dein Beitrag ist wie stets alles dummes Zeug.

Sie haben ja nun selbst schön vorgeführt, daß Sie 2 Monate brauchen um das "dumme Zeug" zu verstehen und das dann selbst posten.

Dazu ein schönes Beispiel:


viewtopic.php?f=6&t=624&start=410#p66741
Ernst hat geschrieben:Sie ändert sich schon, wenn man einerseits im Erd-IS die beiden Myonen gleichzeitig gebärt und wenn man andererseits die beiden Myonen im Atmosphären-Myon-IS gleichzeitig gebärt. Letzteres sind dann aber andere Myonen, weil diejenigen, welche in einem IS gleichzeitig geboren werden, im anderen ungleichzeitig geboren werden.

Ernst hat geschrieben:Werden beide Myonen im Erdsystem gleichzeitig geboren, so stirbt das Erdmyon zuerst.
Werden beide Myonen im Atmosphärenmyonsystem gleichzeitig geboren, dann stirbt das Atmosphärenmyon zuerst.



Bravo!
Der Ernstel hat nun endlich kapiert, was DerDicke ihm vor mehr als 2 Monaten längst erklärt hat:

Do 7. Nov 2013, 12:08
viewtopic.php?f=6&t=600&start=1060#p64399
DerDicke hat geschrieben:Szenario 1: "Start" beider Myonen gleichzeitig in S1, wenn sich das Myon 2 in S1 sich auf der Koordinate x1=20000 befindet. M1 wird den Einschlag von M2 nicht "erleben".
Szenario 2: "Start" beider Myonen gleichzeitig in S2, wenn sich das Myon 1 in S2 sich auf der Koordinate x2=-20000 befindet. M2 wird den Einschlag von M1 nicht "erleben".
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Di 14. Jan 2014, 12:52

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Wenn in einem IS die Realität ist, daß zwei Blitze gleichzeitig einschlagen und in einem anderen IS Realität ist, daß die gleichen Blitze ungleichzeitig einschlagen, dann ist das ein veränderter Sachverhalt. Physikalisch und juristisch.
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Wenn in einem IS Realität ist, dass der Zug fährt und in einem anderen IS Realität ist, dass der Zug steht, dann ist das ein veränderter Sachverhalt. Physikalisch.

Ja natürlich. Und der ist real. Geschwindigkeit und kinetische Energie sind verändert.

Und in der SRT ist real, daß in einem IS zwei Ereignisse gleichzeitig passieren und im anderen IS ungleichzeitig. Und das ist real.
Diese "merkwürdigen" Effekete ZD, LK und RdG sind alle nicht etwa nur scheinbar, sondern ganz real.
Was für kritische Geiste inakzeptabel ist, genauso wie die demzugrunde liegende Invarianz einer ausgesuchten Geschwindigkeit.
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