Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Do 19. Dez 2013, 21:42

contravariant hat geschrieben: Atmosphäre nun relativ zur Erde ruht, sind die 10km im Erdsystem gemessen. Aber das ist für die Betrachtung natürlich völlig irrelevant.

Richtig. Die 10km sind im Erdsystem gemessen. Im Ruhesystem des Myons ist das Erdsystem bewegt.

Woher nimmst du eigentlich die Koordinaten, wenn du nicht weißt, in welchem BS die Situation beschrieben wird?

Also gut. Kurzfassung zum Letzten für dich:
Bekannt ist die Ruhelebensdauer des Myons. Also setzen wir als Ruhesystem das Myonensystem. Dort hat es seine Ruhelebensdauer und die Ruhelänge des Abstands der Erde zum Myon.
Vom Ruhesystem Myon wird nun ins bewegte System Erde transformiert. Das ergibt im System Erde eine verlangsamte Zeit und eine verkürzte Strecke. Beides wird im System Erde gemessen. Ist diese verkürzte gemessene Strecke 10km, dann ist deren Ruhelänge Im Myonensystem 280km.

Man muß schon immer beides in eine Richtung transformieren: Zeit und Länge. Die Länge aus dem einen und die Zeit aus dem anderen System zu verwenden, ist ala SRT gröbster Unfug.

So, das war die letzte Kurzbeschreibung. In gefühlter zwanzigster Ausführung.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon DerDicke » Do 19. Dez 2013, 22:23

rmw hat geschrieben:Die Einsteinschen "Postulate" hat sich halt Eintein aus den Fingern gesaugt.

Keineswegs. Das erste ist z.B. im Prinzip schon seit Galilei Allgemeingut.


rmw hat geschrieben: Das kommt auf das gleiche heraus wie wenn das sonst jemand tut.

Es ist richtig, daß die Person des Urhebers keine Rolle spielt. Wollen Sie uns das hier etwa als große Erkenntnis verkaufen?


rmw hat geschrieben:Ockhams Rasiermesser ist kein Argument sondern etwas für einen Haufen Quassler.

Das exakte Gegenteil ist der Fall. Das Prinzip mit einem Minimum an Hypothesen auszukommen ist vielmehr DIE geeignete Strategie um ein Abgleiten der Wissenschaft in die reine Quasselei zu verhindern. Herr Kemme hat durchaus richtig darauf hingewiesen, daß ohne die lex parsimoniae die Ansatzpunkte zur Quasselei unendlich wären:
Gerhard Kemme hat geschrieben:Die Phantasie reicht bei weitem nicht aus, um Möglichkeiten zu erdenken, was ein Myon konkret sein könnte, so dass es bei Geschwindigkeit nahe c länger lebt (und als Uhr somit langsamer ginge) als im Ruhezustand.



Chief hat geschrieben:
Wikipedia hat geschrieben:Die Zeitdilatation fällt also – wie vom Relativitätsprinzip gefordert – in allen Inertialsystemen symmetrisch aus: Jeder misst, dass die Uhr des jeweils anderen langsamer läuft als seine eigene.
Diese Wikipedia-Behauptung wurde durch H&K-Experiment widerlegt!

Richtig, Herr Chief, Sie hatten nicht verstanden, daß beim Zwillings Paradoxon (including H&K) immer mindestens ein System nicht-inertial sein muß. Sie haben noch nicht mal Newton-Galilei verstanden.


rmw hat geschrieben:Die einfachste Theorie muß keineswegs die richtige sein, es gibt keinen Grund dafür. Die einfachste Theorie kann ohne weiteres auch die dümmste sein.

Sie argumentieren realitätsfern.
Beispiel: Epizykeltheorie (kompliziert) vs. Keplersches Gesetz (vereinfacht) vs. Newtonsches Gesetz (noch einfacher)
Die einfachste Theorie hat i.d.R. die beste predictive power.


rmw hat geschrieben:Man kann sich daher ruhig ersparen zu definieren was einfach ist.

Dafür handeln Sie sich die Arbeit ein zu definieren was "dumm" und was "richtig" sei.
Sie werfen mehr Fragen auf als Sie beantworten.
Wo die Quasselstrippen sitzen ist in diesem Thread ohnehin schön dokumentiert.




Ernst hat geschrieben:So, das war die letzte Kurzbeschreibung. In gefühlter zwanzigster Ausführung.

es ist richtig, Ernstel, daß Sie zu Wiederholungen neigen:
viewtopic.php?f=6&t=600&start=1560#p65440
Ernst hat geschrieben:Du hast echt 'ne Macke.

viewtopic.php?f=6&t=600&start=1590#p65522
Ernst hat geschrieben:Du hast zudem 'ne Macke.

viewtopic.php?f=6&t=600&start=1600#p65578
Ernst hat geschrieben:Du hast 'ne Macke.

viewtopic.php?f=6&t=600&start=1620#p65655
Ernst hat geschrieben:Du hast 'ne Macke.

viewtopic.php?f=6&t=600&start=1620#p65673
Ernst hat geschrieben:Du hast 'ne Macke.

viewtopic.php?f=6&t=600&start=1640#p65741
Ernst hat geschrieben:Du hast 'ne Macke.

viewtopic.php?f=6&t=600&start=1650#p65788
Ernst hat geschrieben:Du hast 'ne Macke.

viewtopic.php?f=6&t=600&start=1670#p65820
Ernst hat geschrieben:Du hast 'ne Macke.

viewtopic.php?f=6&t=600&p=65951#p65949
Ernst hat geschrieben:Du hast 'ne Macke.

viewtopic.php?f=6&t=600&start=1720#p65956
Ernst hat geschrieben:Du hast 'ne Macke.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon contravariant » Do 19. Dez 2013, 23:07

Ernst hat geschrieben:
contravariant hat geschrieben: Atmosphäre nun relativ zur Erde ruht, sind die 10km im Erdsystem gemessen. Aber das ist für die Betrachtung natürlich völlig irrelevant.

Richtig. Die 10km sind im Erdsystem gemessen. Im Ruhesystem des Myons ist das Erdsystem bewegt.[...] Ist diese verkürzte gemessene Strecke 10km, dann ist deren Ruhelänge Im Myonensystem 280km.

Tja. Du schaffst es dir selbst innerhalb von wenigen Zeilen selbst zu wiedersprechen. Wenn die !0km im Erdsystem gemessen werden, dann ist diese Strecke im Muonensystem kontrahiert, da sich das Muonensystem relativ zum Erdsystem bewegt.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Fr 20. Dez 2013, 10:03

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
contravariant hat geschrieben: Atmosphäre nun relativ zur Erde ruht, sind die 10km im Erdsystem gemessen. Aber das ist für die Betrachtung natürlich völlig irrelevant.

Richtig. Die 10km sind im Erdsystem gemessen. Im Ruhesystem des Myons ist das Erdsystem bewegt.[...] Ist diese verkürzte gemessene Strecke 10km, dann ist deren Ruhelänge Im Myonensystem 280km.

Tja. Du schaffst es dir selbst innerhalb von wenigen Zeilen selbst zu wiedersprechen. Wenn die !0km im Erdsystem gemessen werden, dann ist diese Strecke im Muonensystem kontrahiert, da sich das Myonensystem relativ zum Erdsystem bewegt.

Du verstehst das leider überhaupt nicht. Und vertrittst daher die Juliansche Rekursion, bei welcher durch wiederholte Transformation der Abstand dann letztendlich verschwindet. Lächerlich.

Das Myonsystem incl. des darin gemessenen Abstandes der Erde ist im Erdsystem bewegt. Der Abstand wird daher im Erdsystem kontrahiert zu 10km gemessen. Das bedeutet, nichtkontrahiert beträgt der Abstand 280km. Wo ist der Abstand nicht kontrahiert? Richtig: Im Myonensystem.

Leider ist die aktuell anwesende Spezies "Relativisten" nicht in der Lage, das Problem auch nur annähernd zu erfassen. Die ernstzunehmende Garde hält sich hier ja vornehm zurück.
Bis von da etwas Sachliches kommt, ist bei mir Sense.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Fr 20. Dez 2013, 10:15

Highway hat geschrieben:Man betrachte zum Beispiel ein Myon und die Erde, welche sich relativ zueinander mit einer konstanten Geschwindigkeit v = 0,9994c bewegen. Die Erde ruht im Inertialsystem S, das Myon ruht in S'. Im Myonensystem S' soll sich nun ein Stab befinden, dessen Länge den Flugweg des Myons repräsentiert, und der dort eine Ruhelänge von L_0'= 288 km hat. Aus Sicht des Erdsystems S hingegen ist der Stab (Flugweg) bewegt, und es wird gemäß der Formel L=L_0'/y die kontrahierte Länge L = 10 km gemessen.
Noch Fragen?

Man könnte diesen Schwerstverständigen noch einen Bilderbuchtipp geben. Das eine Ende des Stabs (Abstand) ist am Myon starr befestigt. Das andere Ende berührt die Erde und schmilzt dort stetig ab, wenn sich die Erde auf das Myon zubewegt.
Eventuell helfen ihnen ja solche Kindergartenveranschaulichungen.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Gluon » Fr 20. Dez 2013, 11:12

Ernst hat geschrieben: Die ernstzunehmende Garde hält sich hier ja vornehm zurück.


Wundert dich das? Über das Myonenbeispiel ist nun wirklich schon alles oft genug gesagt worden. Nicht nur hier.

Gruß,
Gluon
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon contravariant » Fr 20. Dez 2013, 12:13

Ernst hat geschrieben:Du verstehst das leider überhaupt nicht. Und vertrittst daher die Juliansche Rekursion, bei welcher durch wiederholte Transformation der Abstand dann letztendlich verschwindet. Lächerlich.

Die Längenkontraktion bezieht sich ausschließlich auf die Ruhelänge. Es gibt daher keine Rekursion

Ernst hat geschrieben:Das Myonsystem incl. des darin gemessenen Abstandes der Erde ist im Erdsystem bewegt. Der Abstand wird daher im Erdsystem kontrahiert zu 10km gemessen. Das bedeutet, nichtkontrahiert beträgt der Abstand 280km. Wo ist der Abstand nicht kontrahiert? Richtig: Im Myonensystem.

viewtopic.php?f=6&t=600&start=1760#p66012
Ernst hat geschrieben:Richtig. Die 10km sind im Erdsystem gemessen.

Ich denke, die Atmosphäre ruht in Bezug auf die Erdoberfläche. Damit sind die 10km die Ruhelänge, die im Erdsystem gemessen worden sind. Damit ist diese Strecke im Muonensystem kontrahiert.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Fr 20. Dez 2013, 12:34

Gluon hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben: Die ernstzunehmende Garde hält sich hier ja vornehm zurück.

Wundert dich das?

Nicht allzusehr.

Über das Myonenbeispiel ist nun wirklich schon alles oft genug gesagt worden. Nicht nur hier.

Klar. Die ernsthaft konträren Positionen lassen sich kaum ausgleichen.

Es bleiben aber unwiderlegte Aspekte, welche die Myonenstory als Beweis der ZD untauglich erscheinen lassen.

Primär die willkürliche Aufnahme der gemessenen 10km ins Ruhesystem der Erde. Die gehören aber rücktransformiert in die Ruhelänge ins Ruhesystem des Myons, wenn man die Ruhe-Lebensdauer des Myons auch in seinem Ruhesystem bestimmt.
Bezüglich des Myons einen nichttransformierten Weg mit einer transformierten Zeit zu verwenden, ist keine ordentliche komplette LT.

Aber sei's drum. In diesem Punkt wird kein Kritiker jemals überzeugt werden. Dagegen hege ich die leise Hoffnung, daß von Eurer Seite nochmal ergebnisoffen nachgedacht wird.
Muß ja nicht hier und jetzt sein.
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Zuletzt geändert von Ernst am Fr 20. Dez 2013, 12:45, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Fr 20. Dez 2013, 12:37

contravariant hat geschrieben:Ich denke, die Atmosphäre ruht in Bezug auf die Erdoberfläche. Damit sind die 10km die Ruhelänge, die im Erdsystem gemessen worden sind. Damit ist diese Strecke im Muonensystem kontrahiert.

Da denkst du falsch und näherst deine Denkweise fatal jener des unwissenden Dicken an.
Die Atmosphäre spielt keine prinzipielle Rolle. Oder wäre nach deiner Meinung alles anders, wenn da keine Atmosphäre wäre?
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon contravariant » Fr 20. Dez 2013, 13:29

Ernst hat geschrieben:Die Atmosphäre spielt keine prinzipielle Rolle. Oder wäre nach deiner Meinung alles anders, wenn da keine Atmosphäre wäre?

Ohne die Atmosphäre gäbe es die Muonen, über die wir hier reden, nicht. Außerdem legt die Höhe der Atmosphäre die Strecke fest, die die Muonen zurücklegen. Und die Atmosphäre legt das BS fest, in dem diese Strecke ruht. - Du hast *völlig* recht, die Atmosphäre spielt in dem Muonenszenario keine Rolle.
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