Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon All » Mi 27. Nov 2013, 18:31

Chief hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:...

Julian Apostata hat geschrieben:Die Flugdistanz ist falsch gerechnet, weil er mit Gleichzeitigkeit in S rechnet.


Ganz genau! Das ist die Quintessenz, die Ernst nicht sehen will/kann. Genau so steht's in seinem Formalismus!

Ach sooo, die RdG rettet die schwachsinnige Theorie! :lol: :lol: :lol:


Nun ja, mit der Relativität der Gleichzeitigkeit stößt man auf so manche Trägermine.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Mi 27. Nov 2013, 21:18

Trigemina hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Das Myon kann ja schlecht gleichzeitig an zwei Stellen sein. In S war das Myon zur Zeit t=0 bei x=0 und es ist zur Zeit t bei x=vt.


Sehr schön und vor allem sehr richtig! Aber schau dir doch mal deine eigene Rechnung an: dort nimmst du in S für das Myon dieselbe Zeit t=t. In Worten ausgedeutscht: Das Myon legt die Strecke Δx in der Zeit Δt=0 zurück. Und diesen Wahnsinn transformierst du dann nach S',

Irgendwas ist mit mindestens einem deiner Sinne :(
Da hast du eine Rechnung angeführt, welche falsch ist, weil ich relativistischen Unsinn berücksichtigt habe. Das habe ich ja klipp und klar ausgedrückt und ergänzt:
http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=600&start=1400#p65002

Die richtige Rechnung, um die es geht und die vielfach angegeben wurde, lautet:
x'=(x-vt)γ
t'=(t-vx/c²)γ

x'(0;0)=0
t'(0,0)=0


Das Myon ruht im Ursprung von S'. Dieser liegt auf der Position x=vt

x'(vt;t)=x'(vt-vt)γ=0 (Myonenposition in S' zum Zeitpunkt t)
t'(vt;t)=(t-tv²/c²)γ=t/γ (t' an der Myonenposition zum Zeitpunkt t)

x'(0,t)=-vtγ (Myonen-Geburtsort x=0 in S' zum Zeitpunkt t )

Die Strecke in S' vom Myonengeburtsort x=0 bis zum momentanen Myonenort x=vt ist
x'(vt;t)-x'(0,t)=vtγ
Das ist die Strecke Start-Ziel in S, transformiert nach S'

Die Zeit zwischen Myonengeburt und momentanem Leben beträgt
t'(vt;t)-t'(0,0)=t/γ

Damit ergibt sich in S' die Geschwindigkeit auf der Strecke vom Myonengeburtsort in S bis zum momentanen Myonenort in S zu
[x'(vt;t)-x'(0,t)]/[t'(vt;t)-t'(0,0)]=vtγ²/t=vγ²

Wo nehm ich da dieselbe Zeit t für das Myon :?:
Sieh dir die Rechnung und die Bilder dazu noch einmal genau an. Da ist nichts angreifbar.

Bild

Wirklich jammerschade, dass dein mathematischer Formalismus eine andere Sprache spricht als deine verbalen Erläuterungen dazu. Daher rühren auch die Endlosschlaufen, weil partout ich und die anderen Relativisten im Unrecht sein sollen, du aber nicht mal auf deine eigene Rechnung schauen willst um endlich deinen Fehler zu erkennen.

Jammerschade, daß du die richtige Rechnung ignorierst, welche sprachlich und formal korrekt ist und superluminare Geschwindigkeit liefert. Du kannst gar nicht im Unrecht sein, weil du die Rechnung immer noch anders interpretierst, als sie tatsächlich darstellt. Du bist einfach noch blind.

Es ist ganz einfach: Die Strecke Geburtsort-Erde im Erdsystem ist im Myonensytem gedehnt. Die Lebenszeit des Myons im Erdsystem ist im Myonensytem verkürzt. Längere Strecke in kürzerer Zeit ergibt doppelt erhöhte Geschwindigkeit.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Trigemina » Do 28. Nov 2013, 06:58

Ernst hat geschrieben:Die richtige Rechnung, um die es geht und die vielfach angegeben wurde, lautet:
x'=(x-vt)γ
t'=(t-vx/c²)γ

x'(0;0)=0
t'(0,0)=0
Eingefügt aus viewtopic.php?f=6&t=600&p=65158#p65158

Das sind die Startkoordinaten in S' [x0'=0 , t0'=0].
Eine Indexierung der beiden Ereigniskoordinaten wäre übersichtlicher gewesen.

Das Myon ruht im Ursprung von S'. Dieser liegt auf der Position x=vt


Das ist schon mal falsch und Grundlage für den Fehler weiter unten. Der Entstehungsort des Myons bildet den gemeinsamen Koordinatenursprung von S und S'. Das Myon in S' hat die oben angegebenen Startkoordinaten [x0'=0 , t0'=0] und nach der Zeit t' die Zielkoordinaten [x1'=0 , t1'=t/γ].

In S bewegt sich aber das Myon und verändert mit der Zeit seine Position. Das Myon ruht also keineswegs auf der Position x=vt.

x'(vt;t)=x'(vt-vt)γ=0 (Myonenposition in S' zum Zeitpunkt t)
t'(vt;t)=(t-tv²/c²)γ=t/γ (t' an der Myonenposition zum Zeitpunkt t)


Das sind dann die weiter oben angegebenen Zielkoordinaten in S' [x1'=0 , t1'=t/γ].

x'(0,t)=-vtγ (Myonen-Geburtsort x=0 in S' zum Zeitpunkt t )


Ab hier ist der ganze Rattenschwanz falsch. Es sind alle Parameter in S' bereits definiert. Die Start-/Zielkoordinaten liegen fest. Dein x'(0,t)=-vtγ als Versuch die Laufstrecke der Erde in S' zu bestimmen ist falsch.
Richtig ist Δx'=v*Δt'=v*Δt/γ (mit Δt'=t1' resp. Δt=t1)

Du hast die Laufzeit in S' richtig berechnet. Die Relativgeschwindigkeit v ist bekannt. Damit lässt sich doch allgemein über s=vt die Laufstrecke der Erde in S' berechnen, also das oben angegebene

Δx'=v*Δt'=v*Δt/γ

Es ist so einfach: man nimmt die Koordinaten in S [0 , 0] und [vt , t] und transformiert diese nach S'. Wozu eine falsche Skizze zeichnen die zu falschen Interpretationen verführt? Und diese Trafo nach S' ergibt dann [0 , 0] und [0 , t/γ]. Das Myon hat wie erwartet seine Position in S' nicht verändert (Ruhesystem). Stattdessen eilt ihm die Erde entgegen. Und das wie gesagt mit der Geschwindigkeit v und in der Zeit t/γ. Und Strecke = Geschwindigkeit mal Zeit!

Deine angeblich nicht angreifbare richtige Rechnung mit Systembrüchen (v≠v')und Überlichtgeschwindigkeiten hat nichts mit der SRT zu tun, nicht einmal mit elementarer Kinematik.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Do 28. Nov 2013, 11:10

Trigemina hat geschrieben:Eine Indexierung der beiden Ereigniskoordinaten wäre übersichtlicher gewesen.

ok
x'(x=0;t=0)=0
t'(x=0,t=0)=0

Ernst hat geschrieben:Das Myon ruht im Ursprung von S'. Dieser liegt in S zur Zeit t auf der Position x=vt

Das Myon ruht also keineswegs auf der Position x=vt.

Es "ruht" nicht, es befindet sich zur Zeit t in S auf der Position x=vt.

x'(0,t)=-vtγ (Myonen-Geburtsort x=0 in S' zum Zeitpunkt t )


Dein x'(0,t)=-vtγ als Versuch die Laufstrecke der Erde in S' zu bestimmen ist falsch.

Nein, das ist die exakte Anwendung der Koordinatentransformation ala LT.

Die Relativgeschwindigkeit v ist bekannt. Damit lässt sich doch allgemein über s=vt die Laufstrecke der Erde in S' berechnen, also das oben angegebene
Δx'=v*Δt'=v*Δt/γ

Das ist ja der Gipfel. Die Relativgeschwindigkeit w=Δx'/Δt' wird gesucht :!:
Wenn du das Ergebnis Δx'/Δt'=v vorgibst, kommt es wieder raus. Erstaunlich, nicht wahr? Das sind solche durchschaubaren Tricks.

Richtig bleibt (mit der von dir gewünschten besseren Deklaration der Startparameter):

x'=(x-vt)γ
t'=(t-vx/c²)γ

x'(x=0;t=0)=0
t'(x=0,t=0)=0

Das Myon ruht im Ursprung von S'. Dieser liegt in S zur Zeit t auf der Position x=vt

x'(vt;t)=x'(vt-vt)γ=0 (Myonenposition in S' zum Zeitpunkt t)
t'(vt;t)=(t-tv²/c²)γ=t/γ (t' an der Myonenposition zum Zeitpunkt t)

x'(0,t)=-vtγ (Myonen-Geburtsort x=0 in S' zum Zeitpunkt t )

Die Strecke in S' vom Myonengeburtsort x=0 bis zum momentanen Myonenort x=vt ist
x'(vt;t)-x'(0,t)=vtγ
Das ist die Strecke Start-Ziel in S, transformiert nach S'

Die Zeit zwischen Myonengeburt und momentanem Leben beträgt
t'(vt;t)-t'(0,0)=t/γ

Damit ergibt sich in S' die Geschwindigkeit auf der Strecke vom Myonengeburtsort in S bis zum momentanen Myonenort in S zu
Δx'/Δt' =[x'(vt;t)-x'(0,t)]/[t'(vt;t)-t'(0,0)]=vtγ²/t=vγ²


Myon n.PNG
Myon n.PNG (7.82 KiB) 3226-mal betrachtet

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Zuletzt geändert von Ernst am Do 28. Nov 2013, 17:19, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon julian apostata » Do 28. Nov 2013, 11:56

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=600&start=1430#p65156

Ernst hat geschrieben:Die Daten Entstehungshöhe, Startzeit, Fallhöhe und Zielzeit werden in S (im System Erde) bei ortsunabhängiger gleicher Zeit t ermittelt.


Ernst hat geschrieben:Es gibt hier keine ortsunabhängige gleichzeitige Zeit in S'.


Sag ich doch immer! Das einzige Argument, was er gegen die LT zu Felde führt, ist eine Verfälschung der LT.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Do 28. Nov 2013, 12:41

julian apostata hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Die Daten Entstehungshöhe, Startzeit, Fallhöhe und Zielzeit werden in S (im System Erde) bei ortsunabhängiger gleicher Zeit t ermittelt.

Ernst hat geschrieben:Es gibt hier keine ortsunabhängige gleichzeitige Zeit in S'.

Sag ich doch immer! Das einzige Argument, was er gegen die LT zu Felde führt, ist eine Verfälschung der LT.

Sag ich doch immer. Das einzige, was du ganz bestimmt nicht verstehst, ist die SRT.

t'=(t-v*x/c²)γ

t'=f(t,x)

Rate mal, was x ist.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon julian apostata » Do 28. Nov 2013, 14:03

Ernst hat geschrieben:t'=(t-v*x/c²)γ

t'=f(t,x)



Er kann halt einfachste Gleichungen nicht lesen und interpretieren. Nach t umgeformt macht das.

Bild

t’ sei vorgegeben. Dann können wir x völlig frei wählen.

Ernst hat geschrieben:Rate mal, was x ist.


(Tatsächlich können wir x über das Los bestimmen)

Es lässt sich dann ohne weiteres ein passendes t finden, so dass das vorgegebe t’ erhalten bleibt.

Mit anderen Worten. Wir können beliebige viele x,t Paare finden, die alle die Gleichzeitigkeit in S’ erfüllen.

Ernst hat geschrieben:Es gibt hier keine ortsunabhängige gleichzeitige Zeit in S'.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Do 28. Nov 2013, 15:38

julian apostata hat geschrieben:Mit anderen Worten. Wir können beliebige viele x,t Paare finden, die alle die Gleichzeitigkeit in S’ erfüllen.

Du bist nicht schwer, sondern überhaupt nicht denkfähig.

Ist die Zeit in S ortsunabhängig, dann ist sie in S' ortsabhängig. Ist die Zeit in S' ortsunabhängig, dann ist sie in S ortsabhängig.
Beides gleichzeitig geht nur in deinem verwirrten Kopf.

Und im aktuellen Fall geht es um Myonen, welche im Erdsystem S bezüglich Weg und ortsunabhängiger Zeit gemessen werden.
Daher ist hier t eine ortsunabhängige Zeit in S und t' eine ortsabhängige Zeit in S'.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Do 28. Nov 2013, 15:49

Ernst hat geschrieben:Ist die Zeit in S ortsunabhängig, dann ist sie in S' ortsabhängig. Ist die Zeit in S' ortsunabhängig, dann ist sie in S ortsabhängig.
Beides gleichzeitig geht nur in deinem verwirrten Kopf.

Doch, das geht beides gleichzeitig. Der Widerspruch ist nur ein scheinbarer, wenn man die Relativität der Gleichzeitigkeit auf der Basis einer absoluten Zeit interpretiert. Aber in der SRT gibt es keine absolute Zeit.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Do 28. Nov 2013, 17:21

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Ist die Zeit in S ortsunabhängig, dann ist sie in S' ortsabhängig. Ist die Zeit in S' ortsunabhängig, dann ist sie in S ortsabhängig.
Beides gleichzeitig geht nur in deinem verwirrten Kopf.

Doch, das geht beides gleichzeitig.

Die Zeit ala SRT kann in S und in S' ortsabhängig sein. Wenn sie aber in einem von beiden ortsunabhängig ist, dann ist sie im anderen zwangsweise ortsabhängig. Anderes gibt die Mathematik der LT nicht her.
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