Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon DerDicke » Fr 1. Nov 2013, 09:48

Ernst hat geschrieben:Die Aussage ist einfach: Das eine Myon lebt genauso lange, wie das andere. Vollkommene Symmetrie.

Darauf kann DerDicke Ihnen nur einen halben Punkt geben.

Richtig wäre gewesen: Das Myon 1 hat gemäß der Zeitskala seines Ruhesystems S dieselbe Halbwertszeit wie das Myon 2 gemäß der Zeitskala seines Ruhesystems S'.

Geht überdies am Problem vorbei. Hier ist die Fragestellung: wie stellen sich die Halbwertszeiten BEIDER Myonen entsprechend der Zeitskala von S dar?
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon All » Fr 1. Nov 2013, 09:57

Guten Tag hat geschrieben:@ All

Korrekt, bis auf Ihre Gleichsetzung von ruhend und absolut.



Mit geht es momentan auch nur darum die Grundlagen der SRT, also die Denkweise dieser Sichtweise zu erfassen.

Ich habe ja auch geschrieben -scheinbar- ruhende Vorraussetzungen. Ruhend ist ja auch nur eine Verwässerung von Stillstand, den es wiederum im Universum nicht gibt.
Der Raum ist ja auch nur Schein. Eine absolute Zeit ist ja auch nur Schein. Schein im Sinne eines Ordnungskonstruktes, welches dazu dient unsere Gedankenwelt zu ordnen.

Wenn man ein Intertialsystem definiert, so ist es überall gleichberechtigt. Was ist mit dem absoluten Raum? Der ist doch auch überall gleichberechtigt. Die Interialsysteme ersetzen sozusagen den absoluten Raum.

Wenn Sie jetzt mal schauen, was diese SRT ausmacht, dann muss man feststellen, dass der absolute Raum und die absolute Zeit immer noch vorhanden sind. Es erfolgt nur eine Bündelung von Raum und Zeit. Raum und Zeit wurden gewissermaßen flexibel gemacht. Ein normaler Zollstock funktioniert da nicht mehr. Ergo muss man eine variablen Zollstock haben, der zwischen diesen absoluten Inertialsystemen vermittelt. Was ist mit der absoluten LG im Vakuum? Sie ist doch nur dort absolut. In dem Sinne stellt das Vakuum einen Raum dar, den man als absolut bezeichnen kann. Infolgedessen führt man mit den Inertialsystemen eine räumliche Trennung ein, wo ein Inertialsystem auf das andere keinen tatsächlichen Einfluss in dem Sinne haben kann.

Beachtet man jetzt, dass die absoluten Grundlagen von Raum und Zeit in der SRT versteckt an anderen Stellen wieder auftauchen, so funktioniert die SRT lediglich mit anderen Verknüpfungen. Andere Verknüpfungen erfordern eine andere Sichtweise.

Worüber wird in diesem Forum also gestritten, wenn hier SRT-Vertreter auftauchen? Um unterschiedliche Ansichten. Eine Ansicht ist lediglich eine Frage des Geschmacks und kann nicht widerlegt werden. Was man machen kann, ist, über die Grundlagen zu diskutieren.

Was sagen fast alle hier unisono? Wir akzeptieren die Postulate Einsteins nicht.

Inwieweit man wirklich die SRT benötigt um Berechnungen durchzuführen die evtl. nicht auch anders funktkionieren könnten, so wäre die SRT ein nettes Ding, aber in dem Fall dan unnötig. Die mathematischen Berechnungen entziehen sich aber meiner Kenntnis und Beurteilung.
Was hat die SRT dann aber mit Physik zu tun? Sie bietet der Physik doch maximal eine andere "Rechengrundlage". Eine andere Sichtweise biete sie allemal. Gut, wem es gefällt. Dann sind wir aber wieder bei Geschmacksfragen.


Mir geht es nicht darum die SRT zu widerlegen, sondern erst mal die Grundlagen zu verstehen. Widerlegen kann ich die SRT nicht, weil mir dazu weiterführende Kenntnisse fehlen.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Fr 1. Nov 2013, 10:22

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Das ist physikalischer Schwachsinn.
Oder meinst du, es wäre physikalisch vorstellbar, daß ein laufendes Pferd seine Schnauze in der Zukunft und seinen Schwanz in der Vergangenheit hat?

Bei einem laufenden Pferd war der Schwanz mal in der Vergangenheit, der Rücken ist in der Gegenwart und die Schnauze wird auch mal in der Zukunft sein, ja. Die Schnauze war auch mal in der Vergangenheit (nur halt an einem anderen Ort). Und in der Gegenwart ist die Schnauze irgendwo zwischen dem Ort der Vergangenheit und dem Ort der Zukunft. Wo genau ist da jezt deiner Meinung nach das Problem?

Falsch.
Bei einem laufenden Pferd ist der Schwanz in der Vergangenheit, der Rücken ist in der Gegenwart und die Schnauze ist in der Zukunft,

Das Problem besteht unabhängig von meiner Meinung darin, daß das Blödsinn ist.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Fr 1. Nov 2013, 10:28

DerDicke hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Die Aussage ist einfach: Das eine Myon lebt genauso lange, wie das andere. Vollkommene Symmetrie.

Darauf kann DerDicke Ihnen nur einen halben Punkt geben.

Richtig wäre gewesen: Das Myon 1 hat gemäß der Zeitskala seines Ruhesystems S dieselbe Halbwertszeit wie das Myon 2 gemäß der Zeitskala seines Ruhesystems S'.

Geht überdies am Problem vorbei. Hier ist die Fragestellung: wie stellen sich die Halbwertszeiten BEIDER Myonen entsprechend der Zeitskala von S dar?

Ach, S ist der Mittelpunkt der Welt; so'ne Art Absolutsystem?
Wie sich die Halbwertszeit beider Myonen entsprechend der Zeitskala von S' darstellt, interessiert daher nicht?
Schon mal was vom Relativitätsprinzip gehört?

Du mußt mal klar denken. Da sind einfach zwei Myonen. Die fliegen mit einer Relativgeschwindigkeit v aufeinander zu. Mehr ist nicht.
Und die Frage ist, welches Myon lebt länger oder wenn du willst, welches hat die größere Halbwertszeit?
Kapito?

Es ist ohenhin alles Humbug wegen

t'= [t(1-v²/c²)-x'v/(gamma*c²)]gamma
.
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Zuletzt geändert von Ernst am Fr 1. Nov 2013, 13:48, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Fr 1. Nov 2013, 10:54

Es ist ohenhin alles Humbug wegen

t'= [t(1-v²/c²)-x'v/(gamma*c²)]gamma

Da das für relativistisch Denkgemusterte offenbar schwer zu verstehen ist, das Bild dazu:

LT der Zeit.PNG
LT der Zeit.PNG (2.62 KiB) 4122-mal betrachtet


Den Esel kann sich jeder in S' selbst einmalen.
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Zuletzt geändert von Ernst am Fr 1. Nov 2013, 13:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon DerDicke » Fr 1. Nov 2013, 11:31

Ernst hat geschrieben:Ach, S ist der Mittelpunkt der Welt;

Die in S (Erdoberfläche) gemessene Dichte des Myonenflusses soll erklärt werden.


Ernst hat geschrieben: so'ne Art Absolutsystem?

non sequitur


Ernst hat geschrieben:Wie sich die Halbwertszeit beider Myonen entsprechend der Zeitskala von S' darstellt, interessiert daher nicht?

Sagen wir's mal so: Daß dergleichen in der Literatur eher rar zu sein scheint hat u.a. wohl damit zu tun, daß Sie auf der Oberfläche eines Myons kein Labor zur Messung eines Myonenflusses unterbringen.
Die Formulierung eines entsprechenden Gedankenexperimentes bleibt Ihnen gleichwohl unbenommen. DerDicke wird Ihnen dabei gerne helfen. Nur zu!


Ernst hat geschrieben:Schon mal was vom Relativitätsprinzip gehört?

Das Relativitätsprinzip hat DerDicke Ihnen bereits erklärt:
DerDicke hat geschrieben:Richtig wäre gewesen: Das Myon 1 hat gemäß der Zeitskala seines Ruhesystems S dieselbe Halbwertszeit wie das Myon 2 gemäß der Zeitskala seines Ruhesystems S'.



Ernst hat geschrieben:Du mußt mal klar denken. Da sind einfach zwei Myonen. Die fliegen mit einer Relativgeschwindigkeit v aufeinander zu. Mehr ist nicht.
Und die Frage ist, welches Myon lebt länger oder wenn du willst, welches hat die größere Halbwertszeit?

Entsprechend der Zeitskala eines beliebigen IS hat dasjenige Myon die größere Halbwertszeit, das zu diesem IS am schnellsten relativbewegt ist.


Ernst hat geschrieben:Es ist ohenhin alles Humbug

Daß nicht sein kann, was nicht sein darf ist dann auch das einzige Ihrer Argumente das Ihnen bleiben wird.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon All » Fr 1. Nov 2013, 11:34

Chief hat geschrieben:
All hat geschrieben:... Wir akzeptieren die Postulate Einsteins nicht.

...


Postulat 2 ist erwiesenermaßen (GPS) falsch!

Einstein hat geschrieben:2. Jeder Lichtstrahl bewegt sich im „ruhenden“ Koordinatensystem mit der bestimmten Geschwindigkeit V...


Ich bin momentan noch dabei, das alles erst mal sprachlich einzuordnen. Berücksichtigt man, so wie ich es schon oft geschrieben habe, dass eine mathematische Beschreibung erst mal abhängig von einem interpretierten System ist, so kann man, wenn man aus dieser Interpetation dann eine mathematischen Formel konstruiert, diese dann nicht ohne weiteres wieder in Sprache zurück umwandeln . Mathematik stellt ja lediglich die Relation, also das Verhältnis zwischen den Strukturen dar, sonst nichts.

Führt man aber ein mathematisches sowieso nicht verstandenes Ergebnis wie LK/ZD zurück in die Sprache, dann muss man auf eindeutige Strukturen verzichten und alles miteinander mischen. Das verletzt meiner Ansicht nach die Regeln der Physik, da die Physik von klaren Strukturen ausgeht, die man mechanisch ordnen kann. Das ist ja Aufgabe der Physik, sonst nichts. Das man die Regeln der Sprache dabei verletzt und ändern muss, ergibt sich von selbst.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon contravariant » Fr 1. Nov 2013, 11:36

Ernst hat geschrieben:Falsch.
Bei einem laufenden Pferd ist der Schwanz in der Vergangenheit, der Rücken ist in der Gegenwart und die Schnauze ist in der Zukunft
.

Du machst denselben Fehler wie Harald. Du vergleichst die Zeitkoordinaten aus zwei verschiedenen Inertialsystemen. Das ist allerdings weder für Raum- noch die Zeitkoordinaten sinnvoll.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Fr 1. Nov 2013, 12:25

DerDicke hat geschrieben:Daß dergleichen in der Literatur eher rar zu sein scheint hat u.a. wohl damit zu tun, daß Sie auf der Oberfläche eines Myons kein Labor zur Messung eines Myonenflusses unterbringen.
Die Formulierung eines entsprechenden Gedankenexperimentes bleibt Ihnen gleichwohl unbenommen. DerDicke wird Ihnen dabei gerne helfen. Nur zu!

Nee, Dicker, du hast entweder Alz oder Legasthenie oder auch nur kein Abstraktionsvermögen.
Für Schwerfällige wie Dich hatte ich die beiden Myonen auf Tennisbällen angesiedelt. Da wohnen noch Lilliputaner mit kleinen Meßgeräten und Uhren.
Kannst nun verstehen, was da vorgeht. Symmetrisch?
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Fr 1. Nov 2013, 12:28

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Falsch.
Bei einem laufenden Pferd ist der Schwanz in der Vergangenheit, der Rücken ist in der Gegenwart und die Schnauze ist in der Zukunft
.

Du machst denselben Fehler wie Harald. Du vergleichst die Zeitkoordinaten aus zwei verschiedenen Inertialsystemen. Das ist allerdings weder für Raum- noch die Zeitkoordinaten sinnvoll.

Ich vergleiche gar nichts. Ich stelle nur fest, was in S' zum Zeitpunkt t in S vorliegt.
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