Das Michelson-Morley-Experiment

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon All » Di 29. Okt 2013, 17:35

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
All hat geschrieben:
Nur mal so.

Welche Farbe hat die Farbe?



Die Farben sind nur Worte, die keine Auskunft über die reale Farbe eines Gegenstandes geben, aus dem guten Grund, weil ein Gegenstand keine absolute Farbe hat. Die Farbe eines Gegenstandes ist lediglich eine sprachliche Konvention in einer Menschengemeinschaft. (Hervorhebung durch mich)


Das ist richtig. Es gibt nichts ABSOLUTES.

In deiner Aussage liegt eine wesentliche Erkenntnis, die du auf alles anwenden kannst, was die Sprache hergibt. Alles was sprachlich gestaltet ist, ist konstruiert.
Das war es schon.

Wenn du z.B. die geistigen mathematischen Konstruktion beweisen willst, dann musst du technische Konstruktionen bauen, die nach dem geistigen mathematischen Vorbild "gerechnet" wurden. In der Folge hast du dann das Ergebnis technisch nachgebaut, was du vorher geistig konstruiert hast. Man findet das, was man finden wollte. Das ist auch bei CERN so.

Man hat ja nicht erst CERN gebaut und dann gegrübelt wie man CERN einsetzen kann, sondern man hatte klare Zielsetzungen dieses Teilchen mit einer dafür vorgesehenen Mechanik (CERN) zu finden. Dass man es gefunden hat, beweist nur, das vorher richtig gerechnet wurde. Mehr nicht.

Das ist aber auch eine Eigenschaft der Mathematik. Mathematik kann Voraussagen treffen, die heute noch gar nicht technisch erfüllt werden können und deren Einsatzgebiet man noch gar nicht kennt. Ursache ist der Formalismus (formales System) mit seinen Umwandlungsvorschriften. Du kannst sogar ohne Kenntnis der der Bedeutung der Strukturen eine Symbolkette erstellen und weiterführen. Gute Mathematiker beherrschen das. Die Regeln unterliegen einer Mechanik die formal angewendet werden.

Die Anwendung von Grenzgeschwindigkeiten hinsichtlich der maximalen Lichtgeschwindigkeit im Vakuum, kann natürlich in einer Theorie angewendet werden, ist aber nur eine technische mechanische Aussage, weil ein formales System nur mechanisch funktioniert.
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon All » Mi 30. Okt 2013, 09:46

Nachfolgende noch mal die Kurzbeschreibung der SRT:

Ereignisse mit raumartigen Abständen können nach der SRT keinen Einfluss aufeinander ausüben. Dies ist begründet in c als Grenzgeschwindigkeit für die Ausbreitung von Informationen.

Eine Anwendung auf das Universum, welches nicht vollständig über räumliche Abstände zu definieren ist, schränkt die SRT doch schon insoweit ein, dass sie lediglich auf technische Aussagen beziehen kann.

Zum Teilchenbeschleuniger und LK/ZD:

Ich bin mir mittlerweile sogar sicher, dass sich die LK/ZD in solchen Teilchenbeschleunigern „beweisen“ lässt. Die raumartigen Abstände bedeuten ja nichts anderes, als eine Trennung der Ereignisse voneinander. Da aber das Universum aber selbst ein zusammenhängendes Ereignis ist, muss man Vorrichtungen bauen um diese räumliche Trennung darzustellen. Es handelt sich dabei aber um eine isolierte Betrachtungsweise, die der räumlichen Trennung geschuldet ist.

Um diese räumliche Trennung darstellen zu können, benötigt man Teilchenbeschleuniger. Hier wird ein störungsfreier Raum geschaffen, der eine isolierte Betrachtungsweise zulässt. Nehme ich also so ein Teilchen und beschleunige es auf fast Lichtgeschwindigkeit, so tritt in Bezug auf diese Teilchen eine Verformung auf (Plättung in Flugrichtung).

Diese Kontraktion geht zu Lasten der Wegstrecke die länger wird. Der Weg wird zeitlich dilatiert. Beides ist also nur im Paket zu bekommen.

Man beschreibt, wenn man diese Erkenntnis auf das nicht räumliche getrennte Universum anwendet lediglich, dass sich das Universum ausdehnt und zusammenzieht. In der Gesamtheit dehnt es sich aus, bei gleichzeitiger „örtlicher“ Zusammenziehung.

Ich frage jetzt mal in die Runde: Welche neunen verwendbaren Erkenntnisse sollen diese Teilchenbeschleuniger liefern?

Insofern ist LK/ZD nie direkt feststellbar. Man kann es aber konstruieren und beweisen. Wir haben aber nur damit bewiesen, dass das was wir vorher gerechnet auch nachbauen können.

Es ist vergleichbar mit einem Haus, welches wir bauen. Das Haus existiert für uns als Haus. Das Haus existiert aber nicht für das Universum als Haus.

Ich denke, dass man nicht klarer darlegen kann, dass Sprache lediglich dazu dient, etwas zu konstruieren. Nämlich das, was wir wollen.


Gruß

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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon All » Mi 30. Okt 2013, 09:54

Nächste Frage wäre, was beeinflusst diese Teilchen zu einer Bewegung in diesen Teilchenbeschleunigern? Auf diese Teilchen wirkt ja etwas, was sie in Bewegung setzt.
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Ernst » Mi 30. Okt 2013, 09:59

All hat geschrieben:Ereignisse mit raumartigen Abständen können nach der SRT keinen Einfluss aufeinander ausüben.

Das wäre dann das Ende der vernunftbegabten Physik, da die Praxis das Gegenteil beweist.
Das ist so auch nicht richtig.
Laut SRT können Ereignisse nur dann keinen Einfluß aufeinander ausüben, wen sie an unterschiedlichen Orten mit einem zeitlichen Abstand erfolgen, welcher kleiner ist, als die Zeit, welche Licht von einem Ereignisort zum anderen benötigt.

Insofern ist LK/ZD nie direkt feststellbar.

Die sind überhaupt nicht feststellbar, weil es mathematische Konstruktionen sind, welche physikalisch bedeutungslos sind.
.
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon All » Mi 30. Okt 2013, 10:21

Ernst hat geschrieben:
Insofern ist LK/ZD nie direkt feststellbar.

Die sind überhaupt nicht feststellbar, weil es mathematische Konstruktionen sind, welche physikalisch bedeutungslos sind.
.
.


Dann ist das, was ich geschrieben habe ja nicht falsch, dass LK/ZD eine mathematische Konstruktion ist.

Zu dem ersten Teil deiner Aussage muss ich noch nachdenken.

Danke.

Gruß

All
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Guten Tag » Do 31. Okt 2013, 14:16

@ Harald Maurer

Harald Maurer hat geschrieben:
Guten Tag hat geschrieben:Sie irren sich. So ziemlich am Ende von Einsteins Arbeit finden Sie, was er bezüglich Elektronen und deren Massen schreibt. Und da einem Elektron auch in der modernen
Physik eine Masse zugeordnet wird, ist das keine veraltete Modellvorstellung.


Siehe z.B.:
http://de.wikibooks.org/wiki/Spezielle_ ... _der_Masse
In Memoriam: Die so genannte Relativität der Masse
Ein im System S' ruhender Körper werde unter Einwirkung einer Kraft in Richtung der X' -Achse beschleunigt. Betrachtet man diesen Vorgang vom System S aus und untersucht ihn mathematisch, so findet man, dass für einen Beobachter im System S der Körper eine größere Masse zu haben scheint als für einen Beobachter im System S’ . Mit zunehmender Geschwindigkeit scheint seine Masse für einen Beobachter in S unbeschränkt zu wachsen und würde bei Lichtgeschwindigkeit unendlich groß werden. Außerdem scheint der Körper bei Beschleunigung in Bewegungsrichtung eine andere, und zwar wiederum größere Masse zu haben, als bei Beschleunigung quer zur Bewegungsrichtung. Für diese beiden »scheinbaren Massen« wurden lange Zeit die von H. A. Lorentz geprägten Begriffe »longitudinale Masse« und »transversale Masse« gebraucht. Sie sind durch die Ergebnisse der Speziellen Relativitätstheorie hinfällig geworden und werden kaum mehr benutzt. Dagegen haben die Begriffe »Ruhemasse« und »relativistische Masse« (und einige andere) bis heute überlebt, obgleich sie genau so obsolet sind. Denn in Wirklichkeit ändert sich die Masse des Körpers nicht; sie ist eine dem Körper immanente Eigenschaft, die vom Bezugssystem unabhängig ist - genau so wie die elektrische Ladung eines Elektrons. Was sich für einen Beobachter in S (gegenüber einem solchen in S' ) tatsächlich ändert, ist die kinetische Energie des Körpers, die er infolge seiner Geschwindigkeit für einen Beobachter in S besitzt. Wie Albert Einstein in seiner zweiten Veröffentlichung zur Speziellen Relativitätstheorie gezeigt hat (A. Einstein, Ist die Trägheit eines Körpers von seinem Energieinhalt abhängig?, Annalen der Physik 18, 1905), vergrößert sich die Trägheit eines Körpers mit seinem Energieinhalt. Dies wirkt sich zwar so aus, als hätte sich seine Masse vergrößert, aber der Massenzuwachs mE ist die Masse seiner Energie E, und zwar gilt m_E=E/c².
-------------
Aber wenn Sie glauben wollen, man könne durch Wechsel eines Bezugssystems Masse erzeugen, nur zu! Vielleicht bekommt man ein Patent darauf!

Grüße
Harald Maurer


Ihre Methode ist in meinen Augen nicht ganz lauter. Ich zitiere aus einem Wikipediaartikel, Zitat:
"Die moderne Physik formuliert die Begriffe Masse und Energie mithilfe der Energie-Impuls-Beziehung der speziellen Relativitätstheorie: Demnach hat jedes abgeschlossene physikalische System (im Folgenden „Körper“ genannt) eine Gesamtenergie E und einen Impuls \vec p = (p_x, p_y, p_z), deren Werte je nach dem gewählten Bezugssystem verschieden sein können, sowie eine unveränderliche Masse m, die eine vom Bezugssystem unabhängige Eigenschaft des Körpers ist." Zitatende, Hervorhebung von mir

Nun formuliere ich Ihren letzten Satz um:
Aber wenn Sie glauben wollen, man könne durch Wechsel eines Bezugssystems Energie/Impuls erzeugen, nur zu! Vielleicht bekommt man ein Patent darauf!

Es mag aus praktische Gründen manchmal einfacher sein, die Masse eines Körpers prinzipiell gleich der Ruhemasse zu setzen. Wie läßt sich dann der Massendefekt formulieren?
D.h. die Masse eines Atomkerns ist kleiner der Summe der Massen seiner Bestandteile?
Im Endeffekt ist es doch wurscht ob man annimmt die Energie ändert sich oder die Masse. Die Begriffe sind äquivalent. Erklärt man also die Farbe des Goldes mit relativistischer Massenänderung,
so ist das ok und in dem Sinne richtig, wie eine physikalische Theorie richtig sein kann. Das entscheidende ist der relativistische Effekt der für die Erklärung herangezogen wird!
Haben Sie eine bessere, falsifizierbare Theorie mit Voraussagekraft?

Guten Tag
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Guten Tag » Do 31. Okt 2013, 17:11

Na Chief, mal wieder Zeit für Ihren täglichen 2-Worte-Rundumschlag gehabt.
Lesen Sie doch einfach(und zitieren Sie) alles relevante.
Wie ich schon in meinem Beitrag sagte, natürlich kann man die Masse als invariant gegenüber der LT annehmen. Dann ist aber Energie/Impuls abhängig vom BS.
Und, sind Sie und H.Maurer damit einverstanden? Es geht rein um den relativistischen Effekt. Definieren Sie doch mal Masse, Sie Oberschlauer und ich zeige Ihnen dann,
daß es einen Massezuwachs gibt, wenn ich Ihre Definition zu Grunde lege oder, daß Sie Unsinn definieren.
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Ernst » Do 31. Okt 2013, 18:39

Guten Tag hat geschrieben:Na Chief, mal wieder Zeit für Ihren täglichen 2-Worte-Rundumschlag gehabt.
Lesen Sie doch einfach(und zitieren Sie) alles relevante.
Wie ich schon in meinem Beitrag sagte, natürlich kann man die Masse als invariant gegenüber der LT annehmen. Dann ist aber Energie/Impuls abhängig vom BS.
....Es geht rein um den relativistischen Effekt.

Und was wäre daran relativistisch?
.
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Guten Tag » Do 31. Okt 2013, 18:43

Die Abhängigkeit von Energie/Impuls oder Masse von der Geschwindigkeit.
Guten Tag
 
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Ernst » Do 31. Okt 2013, 18:56

Guten Tag hat geschrieben:Die Abhängigkeit von Energie/Impuls oder Masse von der Geschwindigkeit.

:lol: :lol: :lol:
Das erste soll relativitisch ein?
Schon mal was von Newton gehört?
Bezüglich Masse ist das Quatsch.
.
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