Das halte ich erst einmal für Unsinn, aber ich habe mir die Arbeiten auch noch nicht angesehen... Nach meinen Überlegeungen zum MMI kann man damit generell gar keinen Ätherwind messen, auch wenn der 1000 km/s wäre...
Gruß Joachim Stiller Münster
Joachim Stiller hat geschrieben:Das halte ich erst einmal für Unsinn, aber ich habe mir die Arbeiten auch noch nicht angesehen... Nach meinen Überlegeungen zum MMI kann man damit generell gar keinen Ätherwind messen, auch wenn der 1000 km/s wäre...
Joachim Stiller hat geschrieben: Michelson war jedenfalls ein ziemlicher xxx...
Joachim Stiller hat geschrieben:Meines Erachtens ist das Problem aber ncoh viel einfachecher: Wir bewegen das MM-Instrument gegen den Äther. Und wir legen die Äthertheorie zugrunde. Auf dem Hinweg ist das Licht langsamer, und daher die Wellenlänge kleiner. Auf dem Rückweg ist das Licht natürlich schneller, und daher die Wellenlänge größer. Beide Differenzen, und zwar sowohl die der Wellenlängen, als auch die der Geschwindigkeiten kürzen sich raus. Man erhält also mit dem MMI "immer" eine konstnate LG. Und darum ist der Versuch eben unbrauchbar...
.............<-------------------------------- Ätherbewegung
.............Hinweg: ------------->..........kleine LG
...........Rückweg: <----------------------.große LG
....Tatsächliche LG <---------------->
Joachim Stiller hat geschrieben:
Das halte ich erst einmal für Unsinn, aber ich habe mir die Arbeiten auch noch nicht angesehen... Nach meinen Überlegeungen zum MMI kann man damit generell gar keinen Ätherwind messen, auch wenn der 1000 km/s wäre...
Jocelyne Lopez hat geschrieben: Man kann dann Rückschlüße auf die Veränderung der Geschwindigkeit des Stromes ziehen und sie auch quantitativ bestimmen, oder nicht?
Ernst hat geschrieben:Jocelyne Lopez hat geschrieben: Man kann dann Rückschlüße auf die Veränderung der Geschwindigkeit des Stromes ziehen und sie auch quantitativ bestimmen, oder nicht?
Bei bekannter Länge L des Weges und bekannter Geschwindigkeit des Bootes relativ zum Wasser c kann man aus der gemessenen Laufzeit t hin+rück direkt auf die Strömungsgeschwindigkeit v schließen, indem man daraus v errechnet:
t = L/(c+v)+L/(c-v)
Zitat Wigbert Winkler:
Das 1881 und 1887 von Albert Abraham Michelson und Edward Morley durchgeführte Experiment zum Nachweis eines Mediums, das Lichtwellen leiten kann, gilt heute als eines der bedeutendsten Experimente in der Geschichte der Physik. Wer ein modernes Physikbuch konsultiert, wird diesen Versuch als ein Experiment mit einem Nullresultat zitiert finden. Es wird als das Experiment dargestellt, das eindeutig bewies, dass es keinen Lichtäther gibt. Unter Lichtäther versteht man eine sehr feine Materieform, die so dicht ist, dass sie Lichtwellen übertragen kann. Natürlich ist es schwierig, sich ein Medium vorzustellen, das einen Impuls mit einer Geschwindigkeit von 300 km/s weitergeben kann.
Wenn man allerdings die 1892 publizierte Originalarbeit liest, findet man den Nachweis eines Ätherwindes in der Größenordnung von 7,5 km/s. (In Zeiten, in der man die Lichtgeschwindigkeit auf den Meter genau messen kann, sind 7500 m/s wahrlich kein Nullergebnis.) Sehr interessant dabei ist, dass die Werte, wie zu erwarten war, im Tagesverlauf schwankten. Damit war zwar erwiesen, dass es keinen „stationären Äther“ gibt, also einen Äther, der sich völlig unabhängig von der Erde bewegt, denn dabei hätte man Werte bis zu 30 km/s gemessen.
Aber jeder von null verschiedene Messwert beweist schon, dass es grundsätzlich einen Äther geben muss, dass das Vakuum des Weltalls nicht leer ist. Die Größenordnung des Messwertes gibt dann darüber hinaus Informationen über die Richtung und die Stärke des Ätherwindes und wie dieser von der Erde und dem Sonnensystem beeinflusst wird.
Der Versuch wurde zwischen 1925 und 1926 von Dayton Miller unter besten Bedingungen wiederholt und eindrucksvoll bestätigt.
Und das unabhängig von der Frage, ob man wie Harlad eine variable LG annimmt, oder wie ich eine konstante LG...
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