Das Michelson-Morley-Experiment

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Joachim Stiller » Mo 21. Okt 2013, 17:48

Das halte ich erst einmal für Unsinn, aber ich habe mir die Arbeiten auch noch nicht angesehen... Nach meinen Überlegeungen zum MMI kann man damit generell gar keinen Ätherwind messen, auch wenn der 1000 km/s wäre...

Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Ernst » Mo 21. Okt 2013, 17:56

Joachim Stiller hat geschrieben:Das halte ich erst einmal für Unsinn, aber ich habe mir die Arbeiten auch noch nicht angesehen... Nach meinen Überlegeungen zum MMI kann man damit generell gar keinen Ätherwind messen, auch wenn der 1000 km/s wäre...

Du hast ja auch nicht das Genie von Michelson.
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Joachim Stiller » Mo 21. Okt 2013, 18:39

Ich weiß jetzt allerdings nicht, ob Du das nur im Scherz sagst, oder ernst meinst... Deine Äußerung ist ohne Bekenntnis zu einer der hier im Forum vertretenen Fraktionen absolut ambivalent... Michelson war jedenfalls ein ziemlicher xxx... Ich sage nur: Avanti dilettanti... :D Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Ernst » Mo 21. Okt 2013, 19:01

Joachim Stiller hat geschrieben: Michelson war jedenfalls ein ziemlicher xxx...

Sind da in Münster noch mehr Mausehirne?
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Ernst » Mo 21. Okt 2013, 19:10

Joachim Stiller hat geschrieben:Meines Erachtens ist das Problem aber ncoh viel einfachecher: Wir bewegen das MM-Instrument gegen den Äther. Und wir legen die Äthertheorie zugrunde. Auf dem Hinweg ist das Licht langsamer, und daher die Wellenlänge kleiner. Auf dem Rückweg ist das Licht natürlich schneller, und daher die Wellenlänge größer. Beide Differenzen, und zwar sowohl die der Wellenlängen, als auch die der Geschwindigkeiten kürzen sich raus. Man erhält also mit dem MMI "immer" eine konstnate LG. Und darum ist der Versuch eben unbrauchbar...
.............<-------------------------------- Ätherbewegung
.............Hinweg: ------------->..........kleine LG
...........Rückweg: <----------------------.große LG
....Tatsächliche LG <---------------->

:lol: :lol: :lol:

Hamburg-München
Hin mit 155km/h
Rück mit 5km/h
Mausehirn aus Münster sagt:
Mittel 80km/h

:lol: :lol: :lol:
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 21. Okt 2013, 19:33

Joachim Stiller hat geschrieben:
Das halte ich erst einmal für Unsinn, aber ich habe mir die Arbeiten auch noch nicht angesehen... Nach meinen Überlegeungen zum MMI kann man damit generell gar keinen Ätherwind messen, auch wenn der 1000 km/s wäre...



Man kann eigentlich die hochqualifizierten und erfahrenen Experimentalphysiker Michelson (Nobelpreisträger), noch Miller noch Allais (auch Nobelpreisträger) für xxx halten: Das ist die internationale Spitzenklasse, die von allen Physikern der internationalen Spitzenklasse dieser Zeit bis heute noch untersucht und analysiert wurde. Sie haben sich schon was dabei gedacht und wusste schon vorher, dass man mit dieser Versuchsanordnung die jeweilige Geschwindigkeit auf den Hinweg und auf den Rückweg nicht direkt einzeln ermitteln kann.

Ich habe schon mal im Forum versucht mit einer Analogie zu veranschaulichen, wie ich das Prinzip der Meßreihen von Michelson und Miller verstanden habe, die sich über mehrere Jahren erstreckt haben:

Man könnte das Prinzip des Versuches per Analogie mit einem Boot vergleichen, das in einem Fluß mit derselbe Motorkraft hin-und zurück fährt. Durch die Messung der Gesamtdauer der Hin-und Rückreise kann man nicht feststellen, dass das Boot flußabwärts schneller war als flußaufwärts. Auch wenn man Messungen gleich hintereinander wiederholt, wird man dasselbe Ergebnis für die Gesamtdauer der Reise erhalten, weil immer die gleiche Kompensation der Geschwindigkeit des Stromes abwärts/aufwärts stattfindet.

Wenn man aber die Hin-und Rückreise zu einer anderen Jahreszeit misst, zum Beispiel im Frühling, wo im Fluß wegen Schneeschmelze ein schnellerer Strom vorhanden ist, wird man bei der Messung der Hin-und Rückreise feststellen, dass das Boot schneller war als bei den Messungen im Sommer, wo der Strom viel langsamer war. Daher der Vorteil, die jeweilige Gesamtdauer der Reise zu kennen bzw. zu messen. Man kann dann Rückschlüße auf die Veränderung der Geschwindigkeit des Stromes ziehen und sie auch quantitativ bestimmen, oder nicht?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Ernst » Mo 21. Okt 2013, 19:58

Jocelyne Lopez hat geschrieben: Man kann dann Rückschlüße auf die Veränderung der Geschwindigkeit des Stromes ziehen und sie auch quantitativ bestimmen, oder nicht?

Bei bekannter Länge L des Weges und bekannter Geschwindigkeit des Bootes relativ zum Wasser c kann man aus der gemessenen Laufzeit t hin+rück direkt auf die Strömungsgeschwindigkeit v schließen, indem man daraus v errechnet:

t = L/(c+v)+L/(c-v)
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 21. Okt 2013, 20:51

Ernst hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben: Man kann dann Rückschlüße auf die Veränderung der Geschwindigkeit des Stromes ziehen und sie auch quantitativ bestimmen, oder nicht?

Bei bekannter Länge L des Weges und bekannter Geschwindigkeit des Bootes relativ zum Wasser c kann man aus der gemessenen Laufzeit t hin+rück direkt auf die Strömungsgeschwindigkeit v schließen, indem man daraus v errechnet:

t = L/(c+v)+L/(c-v)


Dass Michelson-Morley und Miller Rückschlüsse auf die Geschwindigkeit des Ätherwinds durch Messungen zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten gewonnen haben, kann ich zwar selbst nicht rechnerisch nachvollziehen, es ist wohl extrem komplex, aber es waren eben Profis: Die Abweichungen sind sowohl vom Wert als von der Regelmäßigkeit her signifikant, wie z.B. Maurice Allais in mehreren Nachuntersuchungen der Originalmessdaten es bestätigt:
Very significant regularities in the interferometric observations of Dayton C. Miller 1925-1926
New very significant regularities in the interferometric observations of Dayton C. Miller 1925-1926

Der Autor Wigbert Winkler stellt es allgemeinverständlich in einem Artikel dar: The Silent Bang of the Big Bang

Zitat Wigbert Winkler:

Das 1881 und 1887 von Albert Abraham Michelson und Edward Morley durchgeführte Experiment zum Nachweis eines Mediums, das Lichtwellen leiten kann, gilt heute als eines der bedeutendsten Experimente in der Geschichte der Physik. Wer ein modernes Physikbuch konsultiert, wird diesen Versuch als ein Experiment mit einem Nullresultat zitiert finden. Es wird als das Experiment dargestellt, das eindeutig bewies, dass es keinen Lichtäther gibt. Unter Lichtäther versteht man eine sehr feine Materieform, die so dicht ist, dass sie Lichtwellen übertragen kann. Natürlich ist es schwierig, sich ein Medium vorzustellen, das einen Impuls mit einer Geschwindigkeit von 300 km/s weitergeben kann.

Wenn man allerdings die 1892 publizierte Originalarbeit liest, findet man den Nachweis eines Ätherwindes in der Größenordnung von 7,5 km/s. (In Zeiten, in der man die Lichtgeschwindigkeit auf den Meter genau messen kann, sind 7500 m/s wahrlich kein Nullergebnis.) Sehr interessant dabei ist, dass die Werte, wie zu erwarten war, im Tagesverlauf schwankten. Damit war zwar erwiesen, dass es keinen „stationären Äther“ gibt, also einen Äther, der sich völlig unabhängig von der Erde bewegt, denn dabei hätte man Werte bis zu 30 km/s gemessen.

Aber jeder von null verschiedene Messwert beweist schon, dass es grundsätzlich einen Äther geben muss, dass das Vakuum des Weltalls nicht leer ist. Die Größenordnung des Messwertes gibt dann darüber hinaus Informationen über die Richtung und die Stärke des Ätherwindes und wie dieser von der Erde und dem Sonnensystem beeinflusst wird.
Der Versuch wurde zwischen 1925 und 1926 von Dayton Miller unter besten Bedingungen wiederholt und eindrucksvoll bestätigt.


Auch Michelson selbst hat veröffentlicht, dass er einen Ätherwind gemessen hat, siehe: Die Experimente von Albert Abraham Michelson

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Joachim Stiller » Mo 21. Okt 2013, 21:23

@ jJocelyne,

einmal davon abgesehen, dass ich mir in dieser Frage schon eine vorläufige Meinung gebildet habe, aber wie erklärst Du Dir die Tatsache, dass Michelson-Morley einen Ätherwind messen, aber heute in praktisch jedem Lehrbuch behauptet wird, Michelson-Morley hätten mit ihrem Experiment die Konatanz der LG bestätigt... Das ist doch eine offensichtliche Ungereimtheit... Und wie stehst Du zu Harlad Maurer? Wenn ich Harrald richtig verstanden hat, hält er das MMI für grundsätzlich ungeeigent, überhaupt irgend etwas nachzuweisen... Und ich selbst sehe das ganz entschieden genau so... Und das unabhängig von der Frage, ob man wie Harlad eine variable LG annimmt, oder wie ich eine konstante LG... Stellst Du hier vielleicht die - lass mich zählen - vierte Fraktion neben Harrald, mir und den Vertretern der Einsteinmafia dar? Eines ist mir jedenfalls ziemlich sicher: Ein mitgeführter Äter ist schlicht dummes Zeug... Entweder Ähter oder kein Äther, aber mitgeführter Äther ist nur eine faule Ausrede... Irgendwie eine pikante Situation... Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Hannes » Mo 21. Okt 2013, 21:37

Und das unabhängig von der Frage, ob man wie Harlad eine variable LG annimmt, oder wie ich eine konstante LG...

konstant zu was ?
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