SI-Sekunde versus TAI-Sekunde

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: SI-Sekunde versus TAI-Sekunde

Beitragvon Hannes » Di 24. Sep 2013, 11:15

Harald Maurer hat geschrieben:Deutlicher könnte es nicht bestätigt werden, dass die Atomuhren korrigiert werden.

Zeitdilatation braucht man daher nicht.
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Re: SI-Sekunde versus TAI-Sekunde

Beitragvon fallili » Di 24. Sep 2013, 11:29

Harald Maurer hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:Bestätigt dies nun die Aussagen von Harald oder die von Lübecker?

Es bestätigt meine Aussage:
"Damit das Skalenmaß von TAI tatsächlich so gut wie möglich mit der auf Meereshöhe realisierten SI-Sekunde übereinstimmt, wird an den Gängen der primären Atomuhren, die in der Höhe h über dem Geoid aufgestellt sind, eine Korrektion von -1,09 •10^-16 •(h/m) angebracht. Sie beträgt beispielsweise -8,2 •10^-15 für die Uhren der PTB. Damit wird berücksichtigt, dass die z. B. mit CS2 in der Atomuhrenhalle der PTB auf einer Höhe von 75 m realisierten Sekundenintervalle um 8,2 •10^-15 s kürzer sind, als wenn CS2 auf der Höhe h = null aufgestellt wäre."

Deutlicher könnte es nicht bestätigt werden, dass die Atomuhren korrigiert werden.

Grüße
Harald Maurer


Deswegen blicke ich ja absolut nicht mehr durch.
Ja - die Atomuhr muss korrigiert werden. Wenn es nicht so wäre und wir mit einer Atomuhr auf Meereshöhe und auf 1000 m Höhe die Tageslänge bestimmen würden käme oben eine längere Zeit heraus (weil die Uhr ja, wie hier fast alle zugeben, definitiv schneller geht). Wäre zwar nur im Bereich von 10 hoch -irgendwas (deswegen müssen die Japaner auch keine verschiedenen Uhren für Holland und Österreich herstellen), aber eben dennoch länger.

Also hast Du mit der Korrektur sicher recht.

Andererseits schreibst Du (zu Lübecker):
Er versteht auch nicht, dass die SI-Sekunde eine abstrakte Definition ist, die aufgrund der definierten Voraussetzungen von keiner Atomuhr an ihrem Ort realisiert wird.

Und da möchte ich aber sagen, dass meiner Meinung nach der Satz lauten muss:
"dass die SI-Sekunde eine abstrakte Definition ist, die aufgrund der definierten Voraussetzungen von JEDER Atomuhr an IHREM Ort realisiert wird."

Und darauf verweist ja auch Lübecker mit seinem Zitat von:
"Die Definition der Sekunde im internationalen Einheitensystem (SI) nimmt völlig zurecht keine Notiz von der Relativitätstheorie: Sie definiert die "Eigenzeit-Sekunde", und jede ideale Uhr - wie oben definiert - realisiert in ihrer Eigenzeit SI-Sekunden, unabhängig von ihrem Bewegungszustand und ihrer Aufstellung."

Wie schon mehrfach gesagt: Lübecker schreibt so viel, das ich mir schwer tue herauszufinden, was er nun genau bemängelt an Deinen Aussagen.
Du wiederum schreibst mal Dinge die ich vollkommen bejahe (das nun mit der Korrektur oder dass die Zeit in der Höhe schneller vergeht) und dann wiederum Aussagen die nicht mit dem zusammenpassen (oder zumindest versteh ich es nicht) was Du sonst so schreibst.

Also für mich ist das sehr verwirrend.
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Re: SI-Sekunde versus TAI-Sekunde

Beitragvon Kurt » Di 24. Sep 2013, 11:32

julian apostata hat geschrieben:

…Aufgrund der relativistischen Zeitdilatation, die im Schwerefeld der Erde auftritt, würde die SI-Sekunde ohne zusätzliche Korrektur nur von einer Atomuhr realisiert werden, die auf dem Geoid aufgestellt ist. Zum Ausgleich der gravitativen Zeitdilatation wird an den Gängen der primären Atomuhren, die in der Höhe h über dem Geoid aufgestellt sind, eine Korrektion von -1,09 · 10-16 · (h/m) angebracht.


9.81m/s²*1m/(9*10^16m²/s²)=1,09*10^-16

Dies konnte die SRT schon vor über 100 Jahren ermitteln, obwohl man es noch nicht messtechnisch nachweisen konnte.



Da wurde überhaupt noch nichts ermittelt.
Erst jetzt kommt man in die Nähe überhaupt solche Unterschiede quantitativ zu messen.

Ich warte seit Jahren darauf dass endlich Messwerte zum unterschiedlichem Uhrengang vorliegen, denn dann erst wird es möglich aufzuzeigen dass das nichts mit Gravitation zu tun hat, sondern mit den Ortsumständen.
Gravitation ist ein Produkt der unterschiedlichen Ortsumständen im Nahbereich den ein BT ausfüllt.
Sowohl der veränderte Gang einer Uhr als auch die Eigenbeschleunigung von Materie sind Sekundärereignisse die von der Taktung der Atombausteine herrühren.
Dass die Gravitation nichts mit dem verändertem Uhrengang zu tun hat ist ja schon dadurch ersichtlich dass bei "Ausschaltung" der Gravitation bei einer GPS-Uhr diese trotzdem schneller zu gehen scheint.

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Re: SI-Sekunde versus TAI-Sekunde

Beitragvon Kurt » Di 24. Sep 2013, 11:35

fallili hat geschrieben:Also für mich ist das sehr verwirrend.


Du brauchst ja nur mitzugehen mit dem was ich dich frage, da wird's dann sonnenklar.

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Re: SI-Sekunde versus TAI-Sekunde

Beitragvon Kurt » Di 24. Sep 2013, 11:36

Hannes hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:Deutlicher könnte es nicht bestätigt werden, dass die Atomuhren korrigiert werden.

Zeitdilatation braucht man daher nicht.


Hannes, man braucht vieles nicht!
Vieles sind nur Bremsklötze, mehr nicht.

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Re: SI-Sekunde versus TAI-Sekunde

Beitragvon Kurt » Di 24. Sep 2013, 11:56

Lübecker hat geschrieben:Die Sachlage ist eindeutig, aber es wird ganz sicher keine Einsicht geben, scheint wie bei dem Experiment zur Messung der Erdrotation, auch da werden Fakten einfach ignoriert um den eigenen Glauben aufrecht erhalten zu können.


Genau, die Sachlage ist eindeutig, es findet keine Signaländerung statt während das Signal von oben nach unten geht.
Diese Fakten können einfach nicht ignoriert werden, auch wenn sich das mancher noch so sehr wünscht.
Wer welchen Glauben aufrechterhalten möchte ist ja eindeutig sichtbar.

Zu M+G kannst du überhaupt nichts sagen weil du nicht in der Lage bist die Technik die dahinter steht zu durchschauen.

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Re: SI-Sekunde versus TAI-Sekunde

Beitragvon julian apostata » Di 24. Sep 2013, 12:25

Kurt hat geschrieben:Da wurde überhaupt noch nichts ermittelt.


Doch, diese Gleichung wurde schon vor über 100 Jahren ermittelt, ohne sie zunächst beweisen zu können.
t_oben~t_unten*(1+g*h/c²)

Kurt hat geschrieben:Erst jetzt kommt man in die Nähe überhaupt solche Unterschiede quantitativ zu messen.


Sag ich doch!

Eine Widerholung meiner Aussagen ist allerdings keine Antwort auf die Frage nach “SRT-kritischer” Alternativerklärung dieses Phänomens.

Aber von Kurt sind wir ja solche Ausweichmannöver gewoht!

Von seinen Spezln wird aber wohl auch nix kommen!
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Re: SI-Sekunde versus TAI-Sekunde

Beitragvon Kurt » Di 24. Sep 2013, 13:48

julian apostata hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Da wurde überhaupt noch nichts ermittelt.


Doch, diese Gleichung wurde schon vor über 100 Jahren ermittelt, ohne sie zunächst beweisen zu können.
t_oben~t_unten*(1+g*h/c²)


Und?
Du hast eine Formel die auf etwas Unverstandenem aufsetzt, etwas das selber ein Sekundärprodukt der Vorgänge ist.
Welche Werte real sind weisst du nicht, und auch nicht woher sie letztendlich stammen.
Eine irgendwie "relativistische" Ursache kannst du ausschliessen, denn solche existieren nicht.
Es existiert aber eine Aussage die erklärt wie es real geht, zumindest gehen könnte.

Die Erklärung mit den Ortsfaktoren fusst auf den Vorgängen in der Natur, nicht auf Einbildungen/Postulaten/Behauptungen.

Siehst es ja selber, was wird da für ein Wirbel um die nichtexistierende Blauverschiebung gemacht.
Solchen "Umstände" sind das Produkt einer Theorie die nichts mit der Realität zu tun hat.
Also unbrauchbar ist um die Natur zu verstehen, eher bewirkt sie das Gegenteil, wirkt als Bremsklotz.


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Re: SI-Sekunde versus TAI-Sekunde

Beitragvon Ernst » Mi 25. Sep 2013, 16:37

Lübecker hat geschrieben:Es wurde belegt, dass Frequenzen immer in Ortzeit gemessen werden

Belegt wurde gar nichts. Behauptet wurde was. Was allerdings Unsinn ist.
In einem IS erfolgen alle Messungen mit der darin gültigen Zeit. Und wenn ein Beobachter auf der Erdoberfläche ruht, dann mißt er alle Prozesse in der dort gültigen Ortszeit. Und da mißt er das ankommende Signal mit einer bestimmten Frequenz. Und weil sich der Satellit in seinem IS befindet, ergibt sich mit der gleichen Ortszeit die gleiche Frequenz auch als Sendefrequenz. Ansonsten wäre die Kontinuität verletzt.
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Re: SI-Sekunde versus TAI-Sekunde

Beitragvon Ernst » Do 26. Sep 2013, 10:54

Lübecker hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Lübecker hat geschrieben:Es wurde belegt, dass Frequenzen immer in Ortzeit gemessen werden.

Belegt wurde gar nichts. Behauptet wurde was. Was allerdings Unsinn ist. In einem IS erfolgen alle Messungen mit der darin gültigen Zeit. Und wenn ein Beobachter auf der Erdoberfläche ruht, dann mißt er alle Prozesse in der dort gültigen Ortszeit. Und da mißt er das ankommende Signal mit einer bestimmten Frequenz. Und weil sich der Satellit in seinem IS befindet, ergibt sich mit der gleichen Ortszeit die gleiche Frequenz auch als Sendefrequenz. Ansonsten wäre die Kontinuität verletzt.


Im Ernst, es bleibt wie es ist, die Gemeinde der Kritiker und Gegner der Relativitätstheorie (GdR) ist fachlich einfach in Summe nicht ernst zu nehmen.

Der einzige hier, der durchweg nicht ernst zu nehmen ist, nennt sich Lübecker. Statt physikalisch exakten Angaben, kommt lediglich Geschwafel, welches dazu endlos lang ist.

Wie oben beschrieben, verletzt eine Blauverschiebung die Kontinuitätsbedingung. Dazu kommt von dir nichts, vermutlich weil du nicht weißt, was das ist.
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