Das Michelson-Morley-Experiment

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Joachim Stiller » Sa 14. Sep 2013, 05:59

@ Harald Mauerer und Co...

Machen wir doch mal Nägel mit Köpfen. Wenn ihr die Konstanz der LG in Frage stellt, müsst ich auch das Michelson-Morley-Experiment in Frage stellen... Denn das bestätigt ja doch die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit. Was veranlasst Euch, das Michelson-Morley-Experiment nicht anzuerkennen? Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Kurt » Sa 14. Sep 2013, 08:34

Joachim Stiller hat geschrieben:@ Harald Mauerer und Co...

Machen wir doch mal Nägel mit Köpfen. Wenn ihr die Konstanz der LG in Frage stellt, müsst ich auch das Michelson-Morley-Experiment in Frage stellen... Denn das bestätigt ja doch die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit. Was veranlasst Euch, das Michelson-Morley-Experiment nicht anzuerkennen? Gruß Joachim Stiller Münster


Wieso hat das MMI mit der -Konstanz der LG- zu tun?
Das musst du schon klarlegen.

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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Joachim Stiller » Sa 14. Sep 2013, 15:16

Schade, dass ich kein Englisch kann... Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Joachim Stiller » Sa 14. Sep 2013, 15:30

@ Chief,

gemessen wirde eine Konstanz der Lg. Aber warum sollte deshalb darauf schließen, dass die Erde den Äther einfach mitnimmt? Es gibt nicht einmal "Indizien" für eine soche Theorie... Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Joachim Stiller » Sa 14. Sep 2013, 17:47

Doch.... Es ist einfach eine Frage des Abstraktionsvermögens... Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Kurt » Sa 14. Sep 2013, 17:56

Joachim Stiller hat geschrieben:Doch.... Es ist einfach eine Frage des Abstraktionsvermögens... Gruß Joachim Stiller Münster


Was vermögest du da hervorzubringen.
Wieso ist mit dem MMI die Lichtgeschwindigkeit messbar?
Wie wird das gemacht?


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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Joachim Stiller » Sa 14. Sep 2013, 21:46

Gegenfrag: Was soll denn daran falsch sein? Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Harald Maurer » Sa 14. Sep 2013, 22:32

Joachim Stiller hat geschrieben:gemessen wirde eine Konstanz der Lg. Aber warum sollte deshalb darauf schließen, dass die Erde den Äther einfach mitnimmt? Es gibt nicht einmal "Indizien" für eine soche Theorie

Gemessen wurde eine Isotropie der Lichtausbreitung in Bezug zur Erdoberfläche. Eine Invarianz oder Konstanz der LG wurde hingegen nicht gemessen, weil dies mit einem im gleichen Bezugssystem ruhenden Beobachter nicht möglich ist. DIe auf die Erdoberfläche bezogene Ausbreitung kann als Indiz für ein mitgeführtes Medium gewertet werden, sie kann auch als Bestätigung der Emissionstheorie gewertet werden und sie kann auch den Lorentzschen Äther verbunden mit LK und ZD bestätigen. Es wird also praktisch nichts und alles bestätigt und in Wahrheit kann ein Versuch dieser Art von vornherein keinen Lichtäther messen, weil bei Vorhandensein eines Mediums die bei Emission und Reflexion auftretenden Doppler-Effekte die Geschwindigkeit des Apparats bezogen zum Medium exakt kompensieren.

Michelson selbst war keinesfalls der Ansicht, das zu geringe Ergebnis seines Experiments wäre ein Beweis für die Nichtexistenz des Äthers, sondern führte den missglückten Versuch auf die angewandte Methode selbst zurück. So schrieb er in seinem Paper zum zweiten Experiment (1887) auf der vorletzten Seite:

"If it were possible to measure with sufficient accuracy the velocity of light without returning the ray to its starting point, the problem of measuring the first power of the relative velocity of the earth with respect to the ether would be solved. This may not be as hopeless as might appear at first sight, since the difficulties are entirely mechanical und may possibly be surmounted in the course of time."

Deutsch: "Wenn es möglich ist, mit ausreichender Genauigkeit die Lichtgeschwindigkeit ohne Rücksendung des Strahls an seinen Ausgangspunkt zu messen, würde das Problem der Messung der ersten Potenz der relativen Geschwindigkeit der Erde in Bezug auf den Äther gelöst werden. Das ist vielleicht nicht so hoffnungslos, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag, weil die Schwierigkeiten rein mechanisch sind und möglicherweise im Laufe der Zeit überwunden werden können."

Einstein selbst berief sich nicht auf das MM-Experiment, und das zu Recht, denn das Ergebnis kann - wie oben erwähnt - mit jeder Theorie erklärt werden und hat daher keinerlei Bedeutung.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Kurt » Sa 14. Sep 2013, 23:02

Joachim Stiller hat geschrieben:Gegenfrag: Was soll denn daran falsch sein? Gruß Joachim Stiller Münster


Es ist technisch nicht möglich.

Überlege mal: lass die LG auf die Hälfte schrumpfen, die Verhältnisse in den Armen werden immer noch die gleichen sein, einzig die Ringe oder Striche dürften sich vergrössern.
Das ist aber auch schon alles.

Also, mit eine MMI kann die LG nicht gemessen werden.
Nichtmal annähernd geschätzt, denn dazu müssten sämtliche Verhältnisse an den Spiegeln und die absoluten Längen bekannt sein.
Unmöglich!!

Ich versuche mit meiner "runden Lichtuhr" diese Nachteile zu umgehen.
Die kann zwar auch nicht die LG messen, muss sie ja auch nicht, aber sie vermeidet die Nachteile die das MMI zur Bedeutungslosigkeit verdammt haben.
Deswegen weil es technisch unvollkommen ist, damals, als sie eingesetzt wurde, die -Probleme- wohl noch nicht bekannt waren.
Heute sind sie es wahrscheinlich, heute versucht man andere Methoden anzuwenden.
Aber auch da lauern Fallstricke.

Das MMI ist unter keinen Umständen in der Lage irgendwas zu einer konstanten LG auszusagen, diesbezügliche Behauptungen wurden "hineininterpretiert" und als Wahrheit verkauft.


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Re: Das Michelson-Morley-Experiment

Beitragvon Joachim Stiller » So 15. Sep 2013, 04:39

Kurt,

O.k. Du behauptest, die Aparatur des Michelson-Morley-Experimentes messe "immer" Lichtgeschwindigkeit... Vielleicht ist ja gar keine Lichtgeschwindigkeit gemessen worden, sondern nur die Interferenz über zwei unterschiedliche Wege. Dann könnte man allerdings nur dagen, dass die Technik niemals Interferenz produziert, in wahrheit aber die LG gar nciht gemessen worden ist. Vielleicht war die Lg bei den unterschiedlichen Messungen ja ganz unterschiedlich, aber da man sich auf die Interferenzkonzentriert hat, hatte man praktisch überhaupt kein Ergebnis.... :D Gruß Joachim Stiller Münster
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