Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon Harald Maurer » Mo 26. Aug 2013, 17:36

Kurt hat geschrieben:Er wird oben 10,2999x messen.
Jede andere Uhr die oben misst, auch.

Nein! Einstein war sich sehr wohl bewusst, dass ungleiche Frequenzen oben und unten das Kontinuitätsprinzip verletzen! Lesen wir doch mal, wie er in seiner ersten Arbeit zur ART das Problem gelöst hat:
ART_1911_Seite_905.jpg
ART_1911_Seite_905.jpg (215.1 KiB) 6586-mal betrachtet

Was schreibt er da? Es geben nicht beide Uhren (z.B. jene am Erdboden und jene im GPS-Satelliten!) die Zeit richtig an! Will man die Frequenz oben richtig messen, muss man eine Uhr verwenden, die im Vergleich neben der Uhr am Boden um den Faktor 1+Φ∕c² (1916 geändert auf 1+2Φ∕c²) langsamer läuft! Dann ergibt die Messung oben wie unten dieselbe Frequenz! D.h. laut Einstein zeigt dann im GPS-Sat erst die am Erdboden die um diesen Faktor verlangsamte Uhr die Zeit richtig an. Dadurch wird dieselbe Frequenz empfangen wie gesendet und das Kontinuitätsprinzip ist gewahrt! Das heißt nichts anderes, als dass für eine Messung die eingesetzten Uhren synchron zu laufen haben, wie dies für eine Messung wohl selbstverständlich ist!
Und da die Uhr im Sat genau eine solche ist, die am Erdboden um den Faktor 1+2Φ∕c² langsamer läuft, ergibt sich nach Einsteins Messvorschrift oben die Frequenz 10,23 MHz! Alles andere wäre eine Verletzung des Kontinuitätsprinzips, weil dies das Auftauchen zusätzlicher Perioden und damit Energie aus dem Nichts bedeuten würde!
Und eine weitere Folge ist daraus, dass die Lichtgeschwindigkeit lt. ART nicht konstant ist!

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Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon Harald Maurer » Di 27. Aug 2013, 00:21

Lübecker hat wieder viel geschrieben. Leider decken sich seine Ausführungen nicht mit den Ausführungen Einsteins, wie man aus meinem vorher gehenden Beitrag und der Kopie aus Einsteins Arbeit "Über den Einfluss der Schwerkraft über die Ausbreitung des Lichtes", Seite 905, entnehmen kann. Wahrscheinlich hat Lübecker weder Einstein noch meinen vorher gehenden Beitrag gelesen und sich seine eigene Variante der Relativitätstheorien zusammen gebastelt. Lübecker kann wohl auch mit dem Kontinuitätsprinzip nichts anfangen und es scheint ihn daher nicht zu stören, dass Energie und Perioden aus dem Nichts gezaubert werden, wenn eine oben gesendete Frequenz von 10,229999995453 MHz unten mit 10,23 MHz ankommt. Einstein sah hingegen diese Absurdität sehr wohl und erklärte unmissverständich, dass eine Uhr im höheren Gravitationspotenzial nur dann richtig läuft, wenn sie zuvor um den Faktor 1+2Φ∕c² verlangsamt wird! Aber Lübecker kurbelt nur seine Gebetsmühlen weiter an und orientiert seine Ansichten über die RT leider nicht am Erfinder dieser Theorien. So ist zu befürchten, dass er auch weiterhin Falsches von sich geben wird. Lübecker, vor unrichtigen Interpretationen der ART sollte man sich doch zuerst die Arbeiten Einsteins anschauen! Wie und mit welcher Uhr eine Frequenz im höheren Gravitationspotenzial gemessen werden muss, hat Einstein genau beschrieben!

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Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon Harald Maurer » Di 27. Aug 2013, 01:01

Lübecker hat geschrieben:Tatsache ist und bleibt, der Sender sendet oben mit 10,229999995453 Mhz

Da gibt's wieder Lübeckers Problem mit der Logik. Ein Oszillator, der langsam schwingend 10,229999995453 Mhz generiert, kann nicht dieselbe Frequenz generieren, wenn er schneller schwingt! Und genau das tut er im höheren Gravitationspotenzial. Läuft aus gleichem Grund eine Uhr schneller, dann sind nicht die Sekunden kürzer, sondern die Uhr bemisst die Sekunde falsch. Die Uhr gibt dann mit Einsteins Worten "nicht die richtige Zeit an"!

Die Definition: „Eine Sekunde ist das 9.192.631.770-fache der Periodendauer der dem Übergang zwischen den beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustandes von Atomen des Nuklids 133Cs entsprechenden Strahlung“ ist auf Höhe des Meeresspiegels aufgestellt und eine Sekunde ist nur dann eine Sekunde, wenn diese Definitionsvorgabe zutrifft. Verändert sich oben genannter Übergang aus irgendwelchen Gründen, dann ist das Resultat eben keine Sekunde!

Lübecker will uns eine Schrumpf- oder Dehnsekunde verkaufen wie ein Händler, der uns 1000 Erbsen , die frisch geerntet 1 kg wiegen, nach wie vor als 1 kg andrehen will, obwohl die Erbsen inzwischen geschrumpft und vertrocknet sind, mit dem Argument, 1 kg Erbsen wäre eben nun mal mit 1000 Erbsen definiert.

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Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon Harald Maurer » Di 27. Aug 2013, 01:52

Lübecker kann nicht lesen oder nicht verstehen, was er liest!
Einstein schreibt:
Nach dem soeben Gesagten müssen wir aber an Stellen verschiedenen Gravitationspotentials uns verschieden beschaffener Uhren zur Zeitmessung bedienen. Wir müssen zur Zeitmessung an einem Orte, der relativ zum Koordinatenursprung das Gravitationspotential ɸ besitzt, eine Uhr verwenden, die – an den Koordinatenursprung versetzt – (1 + ɸ/c²) mal langsamer läuft als jene Uhr, mit welcher am Koordinatenursprung die Zeit gemessen wird.

Alles klar, Lübecker? Die Zeitmessung an einem Orte, der relativ zum Koordinatenursprung das Gravitationspotenzial ɸ besitzt - also Zeitmessung z.B. im Orbit eines GPS-Satelliten! - eine Uhr verwenden, die, würde man sie an den Koordinatenursprung versetzen - also auf die Erde stellen! - langsamer läuft als jene Uhr (nämlich jene, die am Erdboden steht!) mit welcher am Koordinatenursprung, also am Erdboden, gemessen wird. Das heißt im Klartext, man muss im Orbit mit einer Uhr messen, die im Vergleich auf dem Erdboden mit der dort befindlichen Uhr 1 + ɸ/c² mal langsamer wie diese läuft!
Oder mit Einsteins Worten an anderer Stelle:
"Die Uhren in S1 und S2 geben also nicht beide die ,,Zeit“ richtig an. Messen wir die Zeit in S1 mit der Uhr U (Anmerkung: das ist unten, U ist die Uhr unten), so müssen wir die Zeit in S2 (Anmerkung: das ist oben) mit einer Uhr messen, die 1 + ɸ/c² mal langsamer läuft als die Uhr U, falls sie mit der Uhr U an derselben Stelle verglichen wird."

Unglaublich, dieser Lübecker! Er versucht alles um 180 Grad zu verdrehen, nur um Recht zu behalten! Jetzt dreht er sogar Einstein das Wort im Mund um! :twisted:

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Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon julian apostata » Di 27. Aug 2013, 09:13

Harald Maurer hat geschrieben:Einstein schreibt:

Nach dem soeben Gesagten müssen wir aber an Stellen verschiedenen Gravitationspotentials uns verschieden beschaffener Uhren zur Zeitmessung bedienen. Wir müssen zur Zeitmessung an einem Orte, der relativ zum Koordinatenursprung das Gravitationspotential ɸ besitzt, eine Uhr verwenden, die – an den Koordinatenursprung versetzt – (1 + ɸ/c²) mal langsamer läuft als jene Uhr, mit welcher am Koordinatenursprung die Zeit gemessen wird.


Na und? Genau das wird doch gemacht. Man verwendet im Orbit Uhren, die auf der Erde pro Sekunde um 444 Picosekunden nachgehen würden und im Orbit halbwegs mit Erduhren synchron gehen.

Diese 444 Picosekunden konnte die SRT schon vor 100 Jahren ausrechnen. Die klassische Physik konnte das nicht.

Wenn du mir beim letzten Satz widersprechen möchtest, dann solltest du mir vorrechnen können, wie man bei einem Wechsel von 9,81 m/s² auf 0 m/s² auf diese 444 Picosekunden kommt, beziehungsweise auf eine Quelle verweisen, wie Newton das gerechnet hätte.

444 Picosekunden können natürlich nur eine Grobkorrektur darstellen, allein wegen des nicht vollkommen homogenen Gravitationsfeldes.

Aber das kennt man doch auch aus dem Alltag. Wenn ich weiß, meine Wanduhr geht pro Woche etwa eine Minute nach, dann fahr ich ein paar Monate ganz gut damit, wenn ich sie wöchentlich wieder um eine Minute vorstelle, ohne auf die offizielle Zeit zu schauen. Hin und wieder muss ich aber doch mal ein paar “Schaltsekunden” einfügen.

Harald will uns einfache Alltagsphänomene als Beweis gegen die RT verkaufen.

Harald Maurer hat geschrieben:Die Uhren in S1 und S2 geben also nicht beide die ,,Zeit“ richtig an.


Beim GPS ist es also so, dass die Erduhren die richtige Standortzeit zeigen, die Orbituhren müssen natürlich die falsche Orbitzeit anzeigen, damit sie mit den Erduhren halbwegs synchron ticken.
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Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon Ernst » Di 27. Aug 2013, 10:31

julian apostata hat geschrieben:Man verwendet im Orbit Uhren, die auf der Erde pro Sekunde um 444 Picosekunden nachgehen würden und im Orbit halbwegs mit Erduhren synchron gehen.
Diese 444 Picosekunden konnte die SRT schon vor 100 Jahren ausrechnen. Die klassische Physik konnte das nicht.

Die fundierte Alternative:
Man verwendet Pendeluhren, welche auf der Erde pro Sekunde 10 Sekunden vorgehen würden und im Orbit halbwegs mit Erduhren synchron gehen.
Diese 10 Sekunden konnte die Klassik schon vor 500 Jahren ausrechnen.
.
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Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon Kurt » Di 27. Aug 2013, 11:12

Harald Maurer hat geschrieben:Unglaublich, dieser Lübecker! Er versucht alles um 180 Grad zu verdrehen, nur um Recht zu behalten! Jetzt dreht er sogar Einstein das Wort im Mund um! :twisted:


Typisch Wendehals halt, keine Ehrlichkeit, keine Wahrheitsliebe, keine Bremse wenns ums Fähnchenverteidigen geht.

Bei den Uhren mit den 30 cm da haben sie "richtig" gemessen, auch wenn er vorher genau festgelegt hat wie denn zu messen sei.
Hätten sie sich daran gehalten, also -richtig- gemessen, dann wäre nämlich herausgekommen dass die beiden Uhren gleich schwingen.

Bei den SATs ists plötzlich umgekehrt, da muss unten und oben gemessen werden damit das Idiotenpostulat der "gravitatorischen Rotverschiebung" eingehalten werden kann.

Aus seiner Sicht sind wohl alle als ... zu behandeln/ zu verkaufen.


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Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon Kurt » Di 27. Aug 2013, 16:28

Lübecker hat geschrieben:Und das ist eben der entscheidende Punkt, der Sender sendet immer mit derselben Frequenz, und die wird mit einer Uhr gemessen, die seinem Gravitationspotenzial entspricht. Wird also der Sender mit seiner Uhr von unten nach oben gebracht, zeigt die Uhr natürlich immer den Gang entsprechend der Gravitation auf der aktuellen Höhe und somit immer eine Sendefrequenz von 10,229999995453 Mhz an.


Und welches ist dann die richtige Aussendung?

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Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon Kurt » Di 27. Aug 2013, 16:44

Lübecker hat geschrieben:Und das ist eben der entscheidende Punkt, der Sender sendet immer mit derselben Frequenz, und die wird mit einer Uhr gemessen,....



Chin-Wen Chou und seine Kollegen vom National Institute of Standards and Technology in Boulder verbanden zwei nahezu identische optische Atomuhren mit einem 75 Meter langen Lichtwellenleiter...
Die Wissenschaftler hoben nun eine der beiden Uhren um rund 30 Zentimeter an und verglichen dann das "Ticken" der beiden Zeitmesser. Die relative Frequenzverschiebung lag lediglich in der Größenordnung von 10^-17, dennoch war eindeutig nachzuweisen, dass die obere Uhr schneller ging als die untere.


Dass heisst dann klipp und klar dass sie unterschiedliche Uhren verwendet haben, denn bei gleich gehenden Uhren kann keine Differenz in der Frequenz auftreten.
Denn auch eine geringe Frequenzverschiebung von 10^-17 ist eine andere Frequenz.
Es gab eine Frequenzänderung, das war eindeutig nachzuweisen.

Du behauptest aber dass die Frequenz überall gleich ist, sie haben also das Geld der Steuerzahler mit kaputten Uhren zum Fenster rausgeworfen.
Mit Uhren die falsch gingen oder haben sie möglicherweise falsch gemessen?


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Re: Relativitätstheorie: Zeitdilatation im Labor gemessen

Beitragvon Kurt » Di 27. Aug 2013, 17:20

Lübecker hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Du behauptest aber dass die Frequenz überall gleich ist,...

Schwachsinn,


Tja, genau das ist das was du schreibst.

Die Frage mit welcher Frequenz ein Sender sendet, wird durch eine Messung der Frequenz vor Ort am Sender mit einer Uhr die wie definiert die Zeit vor Ort misst beantwortet.

So ist das in der Physik, und somit weiß jeder Physiker (und einige andere Menschen auch), was gemeint ist, wenn ein Sender eine Sendefrequenz von x Mhz besitzt.


Tja, so ist das in der Physik, sie hatten zwei Uhren, diese haben sie (hoffentlich nach den eindeutigen Vorgaben, die du so sehr hochältst, gemessen.

Wieso können sie nun behaupten dass die Frequenzen unterschiedlich sind?
Haben sie falsch gemessen oder gingen die Uhren falsch?


von Kurt » Di 27. Aug 2013, 16:28
Lübecker hat geschrieben:Und das ist eben der entscheidende Punkt, der Sender sendet immer mit derselben Frequenz, und die wird mit einer Uhr gemessen, die seinem Gravitationspotenzial entspricht. Wird also der Sender mit seiner Uhr von unten nach oben gebracht, zeigt die Uhr natürlich immer den Gang entsprechend der Gravitation auf der aktuellen Höhe und somit immer eine Sendefrequenz von 10,229999995453 Mhz an.

Und welches ist dann die richtige Aussendung?


Wann gibt's die Antwort?

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