Uli hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Dass man auch Unsinn mathematisch formell beschreiben und berechnen kann ist nicht neu und ändert auch nichts daran, dass Unsinn Unsinn bleibt und (auch von den Mathematikern) als Unsinn anzusehen ist.
Was ist denn so unsinnig daran, dass 2 Uhren nicht mehr synchron sind, wenn eine von beiden eine Reise tat ?
Dies ist eine Beobachtung, welche die RT qualitativ und quantitativ richtig erklären kann.
Dass diese Beobachtung nicht deiner intuitiven Erwartung entspricht, ist völlig nebensächlich.
Unsinnig ist in erster Linie daran, eine Hypothese mit mathematischen Formeln zu beschreiben,
die für eine ganz andere Hypothese konzipiert wurden!
Die SRT ist nicht die Lorentz-Äthertheorie!! Sie unterscheidet sich grundlegend davon, in ersten Linie, weil die physikalischen Eigenschaften eines Äthers in der SRT nicht vorkommen und nicht vorkommen dürfen, sowie Reziprozität vorausgesetzt wurde! Siehe weiter oben. Die Lorentz-Transformationen haben also in der SRT nichts zu suchen und führen in dieser Theorie zu Unsinn. Es fehlt hier in erster Linie die
physikalische Kausalität für die hergeleiteten und berechneten Effekte. Was sollte denn in der SRT die bewegten Objekten verkürzen und die Uhren dilatieren lassen, bitteschön? Magie? Die Mathematik kann das auf gar keinen Fall bewirken, das steht fest.
Ich erinnere auch daran, dass Lorentz die SRT scharf kritisiert hat, siehe zum Beispiel Belege durch G.O. Mueller:
http://www.jocelyne-lopez.de/blog/2008/ ... tstheorie/Zitat:
G.O. Mueller - Kapitel 1 – Einleitung – Seite 34
Als schönstes Beispiel ist auf die massive Kritik von H. A. Lorentz hinzuweisen, den die Relativisten gern als einen der Väter der Speziellen Relativitätstheorie reklamieren wollen, was ihnen angesichts der Ahnungslosigkeit der Fachleute wie der Öffentlichkeit auch gelingt, ohne Widerspruch zu ernten. Lorentz hat bereits in seinen Göttinger Vorträgen von 1910 und noch entschiedener in seinen Vorlesungen in Teylers Stiftung in Haarlem, die 1914 in deutscher Sprache erschienen sind, eine massive Kritik an den Grundlagen der Speziellen Relativitätstheorie vorgetragen: sie ist von den Relativisten nur mit Schweigen quittiert worden, ihrem Erfolgsrezept.
Lorentz weist in seinen Vorlesungen nach, daß die zum Relativitätsprinzip gehörende Reziprozität zu unauflösbaren Widersprüchen führt und ein Kernpunkt der Speziellen Relativitätstheorie, die angebliche Relativierung der Gleichzeitigkeit, aufgegeben werden muß, da eine absolute Gleichzeitigkeit existiert, unabhängig von Meßprozeduren.
Dieser zentrale Kritikpunkt ist die schlüssige Widerlegung der Theorie. Die Theorie scheitert an der Reziprozität, die zum Inhalt des Relativitätsprinzips gehört, und zwar in zweierlei Hinsicht: entweder die Theorie beachtet konsequent die Reziprozität, dann ist sie mit widersprüchlichen Aussagen konfrontiert, die sie nicht entscheiden kann; oder sie verletzt die Reziprozität und behauptet einseitige reale Effekte, dann kann sie nicht begründen, warum überhaupt und in welchem von zwei Systemen ein realer Effekt auftreten soll. Beobachtete Effekte, die erklärt werden müßten, liegen ohnehin nicht vor.
Rund fünfzig Jahre später hat Herbert Dingle dieselbe Frage zugespitzt formuliert und in Großbritannien eine öffentliche Antwort gefordert. Er hat alle Autoritäten der Reihe nach zu Stellungnahmen aufgefordert und keine öffentliche Antwort erhalten. In seinem Buch „Science at the crossroads” (1972) hat er detailliert seine Erfahrungen und den beschämenden Zustand seiner Branche geschildert.
Jocelyne Lopez