Lieber Yukterez,
wie ich bereits [eine Nummerierung der Beiträge wäre nicht schlecht] in meinem letzten Beitrag über das mathematische Konzept "Schwarzes Loch" geschrieben habe, handelt es sich dabei nicht um das Ergebnis einer Beobachtungstatsache, sondern um ein mathematisches Konzept.
Materie lässt sich nicht zusammen drücken, alle Versuche Materie (Atome) irgendwie zusammen zu pressen scheitern. Die Coulomb-Abstoßung ist etwa 10^36-mal stärker, als die scheinbare Gravitationskraft, d.h. zwei Protonen stoßen sich so stark ab, wie sich 10^36 Wasserstoffatome durch die scheinbare Gravitation anziehen. 10^36 Atome sind etwa 10^13 Mol, bei atomaren Wasserstoff also 10^13 Gramm, 10^10 Kilogramm, 10^7 Tonnen ungefähr die Masse des Asteroid Apophis, ein Felsbrocken mit einem Durchmesser von rund 330 Meter.
Um sich das mal richtig vorzustellen, ein Felsbrocken mit 330 Meter Durchmesser entwickelte gerade so viel Gravitationskraft, dass die Coulomb-Abstoßung zwischen zwei einzelnen Protonen ausgeglichen wird.
Was passiert, wenn man 1 Gramm Protonen zusammenpressen will, welche Masse ist dann notwendig?
1 g Protonen setzt sich aus 6,022*10^23 Protonen zusammen, also sind wir rechnerisch bei rund 10^33 kg angelangt.
Die Sonne wiegt aber nur 10^30 kg, ist also um drei Größenordnungen zu leicht, um auch nur ein Gramm Protonen zusammen zu drücken. Fusion ausgeschlossen, jedenfalls nach der gängigen Fusions-Theorie.
Da wir noch nie ein Schwarzes Loch beobachtet haben, ist es ziemlich absurd zu behaupten, es gäbe Schwarze Löcher. Ein mathematisches Konzept zu verdinglichen hat nichts mehr mit Wissenschaft zu tun.
Warum sich die Sterne im Zentrum der Milchstraße augenscheinlich nicht entsprechend der vorhandenen Masse bewegen, liegt vielleicht einfach daran, dass die Massen nicht der entscheidende Faktor für die Bewegung sind. Auch wenn ich mich wiederhole, das Gravitations-Gesetz wurde fast 100 Jahre vor der "Entdeckung" der EM-WW aufgestellt und es wurde anhand unseres Sonnensystems entwickelt. Hätte man das Gravitations-Gesetz anhand der Milchstraße entwickelt, erlaube mir die Frage, würde man dann heute Dunkle Energie und Dunkle Materie zwischen der Erde und dem Mond und der Sonne postulieren? Das Galaxien-Gravitations-Gesetz funktioniert nämlich nicht, wenn man es auf unser Sonnensystem überträgt.
Man hat einfach nicht geschnallt, dass es außer der unfassbar schwachen Gravitationskraft noch eine 10^36-mal stärkere Kraft gibt, welche alles durchdringt und aus der Gravitation im Endeffekt nur eine Scheinkraft macht - die elektromagnetische Wechselwirkung.
Yukterez,
dein Beispiel à la 10^53 kg ist meiner Ansicht gut gewählt. Unsere Milchstraße dürfte etwa mit 10^41 bis 10^42 kg haben, wie groß ist dann der mathematische Schwarzschild-Radius? Angenommen es gibt noch eine Billion Galaxien, wie die unsere, also 10^53 kg

. Gutes Beispiel!
A ha! Wir leben im Inneren eines Schwarzen Lochs, jetzt ist es endlich raus! Der Schwarzschild-Radius wäre nach deinen Angaben 16 GLyr, das wäre völlig konform mit dem Urknall-Universum.
Schwarzschild-Radius = 2*G*m/c²
Der unserer Milchstraße wäre etwa 20 Lichttage groß, also wesentlich kleiner als die Milchstraße. Der Schwarzschild-Radius des von Urknall-Theoretikern angenommenen Universums, ist größer als das Universum selbst, das wird dann schon ein Problem oder nicht? Im Inneren eines Schwarzen Lochs versagt doch die bekannte Physik und nichts dringt nach außen, die Zeit steht bereits am Ereignishorizont still, läuft sie dann im Inneren rückwärts? ich meine, das sind doch Fragen, die man sich als Urknall-Theoretiker stellen müsste, nicht wahr?
McDaniel-77