Harald Maurer hat geschrieben:Highway hat geschrieben:Nee, nee mein Herr, dadurch leben Myonen nicht länger! Das ist ja gerade der springende Punkt. Ist es eine Ansichtssache im Sinne einer optischen Täuschung oder ist es eine Tatsache mit physikalischen Konsequenzen wie verlängerte Lebensdauer von Myonen.
Dazu habe ich gerade etwas in den Blog von Kritische Stimmen zur Relativitätsheorie geschrieben, und zwar:
Dieser Myonen-Beweis ist völlig wertlos für die SRT. Auch wenn sich das Myon mit nahezu c zur Erde bewegt, ist es in seinem Ruhesystem ja ruhend und es bewegt sich die Erde mit nahezu c zum Myon. Da braucht das Myon zwar nur auf die Erde zu warten, aber die Zeit auf der Erde müsste um das 22-fache dilatiert sein.
Unsinn. Wie schon öfters hier geschrieben, sind ZD und LK SPEZIALFÄLLE der LT für ganz bestimmte Ereigniskombinationen. I.A. muss man die Ereignisse mittels LT in das jeweilige IS transformieren, wenn man an einer richtigen Darstellung interessiert ist. Offenbar bist du daran nicht interessiert, weil du immer wieder den falschen Weg einschlägst, einfach die ZD und/oder die LK anzuwenden, ohne zu prüfen, ob das im betrachteten Fall zum richtigen Ergebnis führt (was sowieso die vollständige Rechnung mit LT erfordert).
So geht es richtig:

- Myon.png (63.43 KiB) 5751-mal betrachtet
Das IS Erde ist so gewählt, wie im Bild dargestellt. Das IS' Myon hat eine x' paralle zur x-Achse des IS Erde und IS Myon bewegt sich mit 0,995c in Richtung der positiven x-Achse.
Das Myon entsteht im IS Erde bei x=0 t=0, IS' hat dort x'=0 und t'=0.
IS Erde:
Ereignis E1: Myon entsteht: x1 = 0 km, t1 = 0 μs
Ereignis E2: Myon zerfällt: x2= 10 km, t2 = 33,5 μs (= 10.000 m / 0.995 c)
IS' Myon:
Ereignis E1': Myon entsteht: x1' = 0 km, t1' = 0 μs
Ereignis E2': Myon zerfällt: x2' = 0 km, t2' = 3,35 μs
Zum Zeitpunkt befindet t1' = 0 μs sich die Erdoberfläche bei xE' = 1 km und bewegt sich mit 0,995 c in Richtung der negativen x'-Achse.
Harald Maurer hat geschrieben:Beide Betrachtungsweisen sind gleichermaßen berechtigt. Wir müssten den herabfallenden Myonen daher dankbar sein, weil wir durch sie länger leben. Die Sache hat noch einen zusätzlichen Haken: für den Beobachter auf der Erde ist das bewegte Myon verkürzt, aber nicht nur das Myon, sondern das gesamte Bezugssystem, und demnach müssten die Myonen in einer Höhe von rund 600 m entstehen. Bekanntlich ist das nicht der Fall! Aber aufgrund der Kontraktion der Strecke müstsen sie auch nicht länger leben. Zeitdilatation und Längenkontraktion sind ein untrennbares Paar, nimmt man die ZD an, dann kommen die Myonen aus 600 m Höhe und haben gar keinen Grund, 22-mal länger zu leben, bis sie die Erde erreichen!
All das hat mit der SRT nichts zu tun, siehe meine Erklärung oben.
Harald Maurer hat geschrieben:Alle "Bestätigungen" der SRT stammen aus einer einseitigen, dem Relativitätsprinzip widersprechenden Betrachtungsweise mit Bevorzugung eines der Systeme.
Unsinn. Das ist nur in deinen Augen so. Wie die vielen Beiträge dieses Threads zeigen, betrachtest du immer alle IS aus der Sicht der gültigen Galilei-Transformation mit einer absoluten Zeit. Deshalb versuchst du auch immer Koordinaten unterschiedlicher IS miteinander zu vergleichen, ohne die LT zu verwenden. Da kommt nichts Sinnvolles heraus. Warum ist auch leicht erklärt. Was du machst ist, ein IS als Absolutsystem auszuzeichnen (zumeist ein relativ zur Erdoberfläche ruhendes IS). Dann transformierst du Ereignisse aus diesem IS per LT in ein gleichförmig bewegtes IS. Dann "vergleichst" die Koordinaten der transformierten Koordinaten mit den originalen Koordinaten (zumindest die Zeitkoordinaten), was ja nichts anderes bedeutet, als dass du die mit LT erhaltenen Koordinaten im bewegten IS mittels GT (t=t') wieder in dein ursprüngliches (bevorzugtes, absolutes) IS zurück transformierst. Also Hintransformation mit Lorentz-Transformation, Rücktransformation mit Galilei-Transformation. Das führt zwangsläufig zu Widersprüchen aufgrund falscher Anwendung der Theorie Mit der SRT hat das nichts zu tun.
Harald Maurer hat geschrieben:Alle Experimente wurden nicht in Inertialsystemen und außerdem unter nicht inertialen, sondern beschleunigten Bewegungen durchgeführt (sowohl atmosphärische Myonen als auch jene im Teilchenbeschleuniger sind exzessiv beschleunigt, ebenso wie die Teilchen im Beschleuniger schlechthin). Beschleunigte Bewegungen sind absolut - und daraus resultierende Effekte sind daher absolut und nicht relativ! In keinem Laboratorium der Welt ist die Lichtgeschwindigkeit konstant (zumindest dem Sagnac-Effekt nach) und Einstein hat die Gültigkeit seines Postulats 1916 insofern eingeschränkt, dass dieses Postulat jedenfalls mit Sicherheit nur in unendlich kleinen Räumen angenommen werden kann. Es gibt demnach keinen Grund, alle diese präsentierten "Beweise" ernst zu nehmen.
Doch, viele Gründe gibt es. Umgekehrt ist es richtig. Für alle deine Aussagen gibt es keinen Beweis. Liefere bitte eine Abschätzung für die von dir behaupteten Effekte und zeige, dass die Abweichungen so groß, dass damit die bisherigen Annahmen der Physiker falsch sind, wie du behauptest. Z.B. ist die gravitativ bedingte Zeitdilatation auf der Erdöberfläche im Vergleich zu 10 km Höhe etwa 1,11 10^-10 Prozent. Dieser Effekt ist nicht gerade riesig.
Harald Maurer hat geschrieben:Die SRT ist also nicht die bestbestätigte Theorie der Welt, sondern es gibt überhaupt keine Bestätigung.
Unsinn. Die SRT liefert Vorhersagen und Erklärungen für so unterschiedliche physikalische Phänomen und Prozesse wie
- Die Lorentz-Kraft
- Den Zusammenhang zwischen elektrischem und magnetischem Feld
- Der Hyperfeinstruktur des Wasserstoffs
- Den Myonenzerfall in der Atmosphäre
- Das magnetische Moment des Elektrons
- uvm.
Insbesonders das gyromagnetische Moment des Elektrons ist ein unschlagbare Bestätigung für die SRT.
Ohne SRT liefert die Schrödinger-Gleichung einen theoretische Wert für das gyromagnetische Moment des Elektrons von g_e = 2. Mit der Dirac-Gleichung (Schrödinger-Gleichung plus SRT) liefert die Theorie einen Wert für das gyromagnetische Moment des Elektrons von g_e = 2,002 319 304 8 (8). Der gemessene Wert ist g_e = 2,002 319 304 361 53 (53). Aber auch dazu fällt dir sicher wieder eine phantasievolle Erklärung ein, warum das die Physiker falsch gemacht und/oder verstanden haben und das mit der SRT überhaupt nichts zu tun hat.
Harald Maurer hat geschrieben:Lorentz war hingegen so intelligent, die mit der Poincaré-Synchronisation ermittelten "Ortszeiten" (die im Äther bewegungsabhängig ausfallen) nicht als Relativität der Zeit sondern lediglich als Hilfsvariable zu betrachten. Damit vermied er all die vielen Paradoxa der SRT, welche bei genauem Hinsehen keinesfalls immer konsistent mit der SRT aufgelöst werden können.
Unsinn. Die Formeln von Lorentz und die Formeln der SRT sind identisch. Damit kann die Lorentz-Äther-Therorie keine anderen Aussagen und Vorhersagen machen, als die SRT.
Harald Maurer hat geschrieben:Die SRT ist längst tot, es hat sich nur noch nicht herumgesprochen

Das ist deine Meinung, nichts sonst. Und die steht im Widerspruch zu unzähligen Erkenntnissen der modernen Physik und Chemie.