Ernst hat geschrieben:Man lege einen Zollmaßstab und einen Metermaßstab parallel nebeneinander, jedoch mit der Bemaßung in entgegengesetzter Richtung.
Nun schiebe man beide so gegeneinander, daß Null auf Null liegt. Was liest man dann bei 4Zoll? Richtig -10cm.
Und du meinst: -10cm liegt vor 10 Zoll
Nee, das meine ich nicht. Wenn ich mir 10 Zoll Stoff abschneide, schneide ich 25,40 cm ab. Ist gehupft wie gesprungen.
Wenn ich in Wien um 20,30 ins Flugzeug steige und komme in New York um 23,30 an, so ändert das nichts daran, dass der Flug 9 Stunden gedauert hat und nicht 3, wie man meinen könnte!
DIe Ankunftszeiten der Lichtsignale beim Schaffner im Bahnhofsstem ergeben mit LT transformiert im Zug die Zeiten 0,577 s für das Licht von vorn und 1,73205 s für das von hinten. Weil man mit dem Licht mit c über die gleichen Strecken dessen Startzeitpunkte durch Zurückrechnen mit c bestimmen kann,
muss das Licht hinten 0,57735 s
später nach t=0 gestartet sein, und das von vorn 0,57735 s
früher als t=0. Und die Null hat in beiden Systemen überein gestimmt. Also kann +0,57735 s
nach Null nur bedeuten, um diese Zeitspanne
nach dem Bahndamm-Blitz und -0,57735 bedeutet dann eben diese Zeitspanne
vor dem Bahndamm-Blitz. Existieren diese Zeitspannen nicht - und sie sind deshalb schon unmöglich, weil die Einschlagsmomente durch das Schlagen der Blitze in Zug
und Bahndamm zueinander fixiert sind - dann schlagen die Blitze bloß bei Uhren mit unterschiedlicher Zeitanzeige ein, ohne dass ein "früheres" oder "späteres" Einschlagen der Blitze in den Zug erfolgt. Dann aber funktioniert die RdG eben nicht, weil das Licht ungeachtet jeglicher Zeigerstellung irgendwelcher Uhren eben mit c über die gleichen Strecken im Zug zur Mitte saust.
Petry schreibt ganz dezidiert, der eine Blitz schlägt
vor t=0 ein und der andere
nach der Zeit t=0 und bezieht sich dabei auf t=0 - was in beiden Systemen übereinstimmt. Und das könnte er eben nicht behaupten, wenn er die Zeitpunkte im Zug nicht auf t=0 bezieht - und damit auch auf die Zeit im Bahndamm. Er definiert damit völlig eindeutig eine Zeitdifferenz. Gibt es die, haben wir den Kausalitätsbruch, gibt es sie nicht, haben wir keine RdG. So einfach ist das.
Die relativistischen Effekte sind überhaupt nur durch Vergleich der Werte in den beiden Koordinatensystemen erkennbar. Darf man sie nicht vergleichen, sind die Werte bedeutungslos. Eine langsamere Uhr ist nur im Vergleich mit einer schnelleren langsamer, eine Relativität der Gleichzeitigkeit kann nur mit dem Vergleich der Gleichzeitigkeit bei ein und derselben Ereignisse in einem anderen IS erkennbar sein. Anhand der Werte selbstverständlich!
Ernst hat geschrieben:Die beiden Koordinatensysteme unterscheiden sich erheblich.
Und wie stellt man den Unterschied fest?
Durch Vergleich!Grüße
Harald Maurer