Der Trick der Lorentztransformation

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Mo 29. Jul 2013, 21:54

Ernst hat geschrieben:Wieso sollte der Gehalt einer Transformation von dessen zu transformierenden Parameter abhängen.

Weil die Werte, die sich mit der Transformation ergeben, von den zu transformierenden Parametern abhängen! x'=x-vt/gamma , x' hängt ab von vt und jedenfalls von x! x und x' haben offenbar unterschiedliche Entfernungen zu den Koordinatenursprüngen der Systeme, wenn die Werte unterschiedlich sind.
t'=t-(v/c²)x/gamma, t' hängt ab von allen möglichen Parametern und jedenfalls von t! Aus den Werten x' und t' kann ich entnehmen, dass das Ereignis bei x' zu einer anderen Zeit gemessen wird, und zwar zu einer Zeit, die sich auf den Ausgangsparameter t=0 bezieht, denn dieser wurde transformiert. Ist t'=-0,57735 s, dann ist das eben eindeutig früher als t=0. Es liegen, weil die Werte unterschiedlich sind, offenbar unterschiedliche Intervalle zwischen dem Ereignis und dessen Messung vor. Das Problem ist aber, dass die Messung des Ereignisses im IS S' vor dessen Messung im IS S liegt, schon daran erkennbar, dass der gemeinsame Zeitparameter für beide Systeme anfangs t=t'=0 lautet. Es ist das Postulat, das diesen früheren Zeitpunkt erzwingt, weil ohne die Hinwegrechnung des v aus c+v kein c=const herauskommt. Wer das nicht sieht, ist blind. Und interessant sind bloß die metaphysischen Erklärungen, die da aufgetischt werden, um diesen Sachverhalt und den Kausalitätsbruch zu vertuschen.
Damit kann man mich aber nicht einlullen. Denn es liegt alles auf der Hand.
Ein im IS S einschlagender Blitz auf x=1 Ls t=1 s mit den Startkoordinaten einer im Koordinatenursprung beider Systeme befindllichen Stoppuhr x=x'=0, t=t'=0 (!) wird im IS S' gemessen auf x'=0,57735 LS und t'=0.57735 s - also eindeutig früher, als der Blitz überhaupt einschlägt (die LT rechnet damit das c aus c-v weg!) Das kann man doch nicht einfach wegwischen mit der Behauptung, man dürfe die Zeiten nicht vergleichen. Natürlich darf man das, denn die Ausgangszeit war t=t'=0 ! Und was die Uhren danach treiben, ist mit dem Lorentzfaktor zueinander bezogen als ZD: die 0,57735 s entprechen zeitdilatierten 0,5 s im System S! Und das ergibt sich angeblich auch durch Vergleich der Uhren in den Systemen! Der Blitz wird früher gemessen, als er einschlägt. Die Stoppuhr im IS S' steht da auf 0,57735 s und die Stoppuhr im IS S auf 0,5 s, läuft aber weiter bis 1 s und der Blitz schlägt jetzt ein! Das ist die absurde Welt der SRT!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon fallili » Mo 29. Jul 2013, 22:01

Harald Maurer hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Ein Vergleich von x mit x' (x'>x) bzw. von y mit y' (y'<y) sagt nichts aus.

Natürlich sagt das etwas aus. Anhand dieser Koordinaten kann ich ermitteln, dass es sich um 2 zueinander verdrehte Koordinatensysteme handelt und den Winkel berechnen. Es sei denn, eines der Systeme befindet sich in einem Paralleluniversum!

Da haben wir auch ein schönes Bildchen:
Bild
Und wie ich sehe, fährt der Zug schräg durch den Bahndamm. Da muss man wohl extra Geleise dafür verlegt haben, oder der Zug befindet sich auch in einem Paralleluniversum. Dann steige ich in den lieber nicht ein, denn wer weiß, ob er mich auch wieder zurück bringt. Übrigens sieht man, dass der Zug zuerst vorne im Bahndamm ankommt, da steht die Uhr auf Null und jene des Zugs auf -0,57735 s, dann bleibt die Bahndammuhr stehen und wartet, bis das andere Ende des Zugs den Bahndamm erreicht, zeigt immer noch Null und jene des Zugs 0,57735 s. Tolle Sache! Ich sag's ja immer, Einsteins Uhren, die können was!

Grüße
Harald Maurer


Harald da hast Du etwas sehr wichtiges sehr richtig erkannt.
Übrigens sieht man, dass der Zug zuerst vorne im Bahndamm ankommt, da steht die Uhr auf Null und jene des Zugs auf -0,57735 s, dann bleibt die Bahndammuhr stehen und wartet, bis das andere Ende des Zugs den Bahndamm erreicht,

Es bleibt aber die Bahnhofsuhr auch in der SRT NICHT stehen, sondern die geht AUCH weiter.

Und daher wird, wenn das Ende des Zuges diesen Punkt ( fälschlicherweise als A A' bezeichnet - richtig wäre nur A') erreicht,
die Bahnhofsuhr schon viel "weiter oben im Diagramm " sein - wenn der Zug bei +0,577 ist, ist daher auch die Bahnhofsuhr NICHT mehr bei Null und dieses Zusammentreffen von A mit A' gibt es da unten NICHT.

Aber ich hab ja schon 1000 mal geschrieben - Scheiss Lübecker (ich muss es inzwichen so hart ausdrücken, er bleibt da wie vernagelt bei dieser Zeichnung) der immer wieder dieses Schwachsinn zeichnet.

Tatsache ist und bleibt, und da wird wohl jeder mir zustimmen - das die Zeit nicht nur in EINEM IS vergeht sondern natürlich in allen IS. Vielleicht unterschiedlich schnell (da gibt es ja Auffassungdifferenzen) aber die Zeit VERGEHT in beiden IS!

Die im ruhendem System vergehende Zeit mag ich gar nicht angeben, weil Lübecker mit seinem 2,3 ls langen Zug die Situation noch verkompliziert.

Falsch UND kompliziert ist eine tödliche Situation, die jede Diskussion bis zur Unführbarkeit erschwert.
Wie Harald da ganz richtig beschreibt - so wie es gezeichnet ist, bleibt die Uhr stehen und "wartet" bis das Zugende kommt.

Also zumindest ist das da oben aber eine sehr verrückte Uhr - oder aber sie ist sehr faul und denkt sich "Ach bis der Zug kommt mach ich mal gar nix und bleib einfach so stehen" (bestochen von Lübecker wäre auch noch eine Erklärung)

Zusatz für Harald: Der Zug ist nicht "schräg" - das ist nur eine zeichnerische Folge des schiefwinkligen Koordinatensystemes für das bewegte System also den Zug.

Wenn Du ein Quadrat in ein schiefwinkliges x y Diagramm zeichnest "siehst" Du beim hinschaun als Erstes eine Raute.
Erst wenn Du aus den schiefwinkigen Diagramm die Koordinaten für alle 4 Eckpunkte ermittelst, merkst Du, dass es ja doch ein ganz normales Quadrat ist (bzw. wer mit schiefwinkligen Koordinaten wirklich arbeitet, sieht da sofort das Quadrat).
Zuletzt geändert von fallili am Mo 29. Jul 2013, 22:10, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Mo 29. Jul 2013, 22:22

fallili hat geschrieben:Esbleibt aber die Bahnhofsuhr auch in der SRT NICHT stehen, sondern die geht AUCH weiter.

Natürlich. Beide Uhren in den Systemen beginnen bei -0,57735 s zu laufen, als vorderes Zugende und vorderes Bahnhofsende sich decken und der Schaffner sieht schon den Blitz welcher nachdem beide Uhren weiter gelaufen sind und auf Null stehen in den Bahndamm einschlägt und sich gerade die beiden, Wärter und Schaffner gegenüberstehen. Dann laufen beide Uhren weiter bis 0,57735 s und jetzt erst berühren sich die hinteren Enden Bahndamm und Zug und der Schaffner sieht den zweiten Blitz, der aber schon vor 0,57735 s nämlich bei t=0 gleichzeitig mit dem anderen Blitz in den Bahndamm eingeschlagen hat. Da hat jetzt jeder seine eigenen Blitze. Der Wärter jene, wo zwischen den Einschlägen keine Zeit vergeht, und der Schaffner hat sogar einen, den er früher sieht, bevor der Blitz auf der Welt ist. Das kommt heraus, wenn man die Werte der LT, die einer Verdrehung der Koordinaten zwar entsprechen, ohne dass diese Verdrehung existiert, in ein Bildchen eben verdreht hineinzeichnet. Und da springt einem der Kausalitätsbruch schmerzhaft ins Auge!

Grüße
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon fallili » Mo 29. Jul 2013, 23:34

Lübecker hat geschrieben:Um gleichzeitige Punkte aus dem System des Schaffners zu finden, muss mit t' gearbeitet werden. Dazu wurden doch nun extra dicke grüne Linien eingezeichnet, die unterste zeigt bei t' = - 0,57735 s alle gleichzeitigen Punkte aus dem System des Schaffners als B bei B' ist. Dann extra noch mal in rot hervorgehoben:

Bild

Da ist deutlich zu sehen, für den Schaffner ist A' noch vor dem Wärter bei A. Nur das Ende B' hat "Kontakt" mit B.

Bild

Dann genau 0,57735 s später bei t' = 0 s die rote Linie zeigt nun ganz deutlich, nur der Wärter in der Mitte O steht beim Schaffner in der Mitte O', A' hat noch immer nicht A erreicht und B' ist schon an B vorbeigefahren.

Bild

Und dann der dritte Zeitpunkt t' = + 0,57735 s, nun ist endlich das Zugende A' beim Wärter A angekommen, aber der Schaffner bei O' ist schon an O vorbei gefahren und der Schaffner bei B' noch weiter.



Und die ganze Zeit ist A und A' zusammen sowie B und B' !

Und der Bahndamm ruht also nicht nur am selben Ort - nein, er ruht auch in der Zeit.

Tolle Sache so ein Bahndamm - da geh ich hin - und da keine Zeit vergeht werd ich nicht älter.
Wäre bei Antwortschreiben auf Deine Beiträge ganz besonders schön, der Zeitaufwand wird mir nun definitiv zu hoch - aber wenn ich es alles in "Nullzeit" schreiben kann, mach ich gern weiter und wiederhole mich auch gerne bis Du es endlich verstehst.

Da muss ich aber noch einen Mathematik- Profi fragen: NULL Zeitaufwand mal unendlich "Verstehzeit" ist doch noch immer NULL für mich, oder ist es ein unbestimmter Wert?
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Mo 29. Jul 2013, 23:41

Lübecker hat geschrieben:So mal wieder wie üblich, wenn er pöbeln mag, mache er alleine weiter, es wurde wirklich aus den Vorgaben des Beispiels genommen, die Ruhelänge des Zuges ergibt sich wirklich so. Wenn es anders gesehen wird, steht es frei es sachlich zu begründen,

Das wurde von mir sachlich begründet und exakt vorgerechnet. Was der Protagonist Lübecker für die Enden des Zugs hält, sind die Enden des Bahndamms im Koordinatensystem des Schaffners und sie liegen deshalb weiter auseinander, weil sie der Schaffner ungleichzeitig misst! Und das hat nichts mit der Ruhelänge des Zugs zu tun. Wie oft noch wird sich der Protagonist Lübecker mit seiner falschen Behauptung hier blamieren?
Allein weitermachen ist ein guter Vorschlag. Denn der Protagonist Lübecker wiederholt sich ja nur noch ständig. Jetzt wissen wir schon ausgiebigst, was die SRT Lübeckers aussagt. Sie macht zum Beispiel Züge länger, damit sie zum vom Schaffner ungleichzeitig gemessenen Bahndamm passen. Allerdings wurde von mir der Zug mit 2 LS vorgegeben, nämlich damit, dass die Blitze gleichzeitig in diesem Abstand in den Bahndamm einschlagen und dabei auch die Enden des Zugs erwischen. Aber die personifizierte Rechthaberei Lübecker kann das auch nicht erkennen.
Im übrigen lösche ich Beleidigungen hier nur raus, wenn sie sich gegen Personen richten, die namentlich bekannt sind. Nicks kann man nicht beleidigen.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon fallili » Di 30. Jul 2013, 00:04

Harald Maurer hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:Esbleibt aber die Bahnhofsuhr auch in der SRT NICHT stehen, sondern die geht AUCH weiter.

Natürlich. Beide Uhren in den Systemen beginnen bei -0,57735 s zu laufen, als vorderes Zugende und vorderes Bahnhofsende sich decken und der Schaffner sieht schon den Blitz welcher nachdem beide Uhren weiter gelaufen sind und auf Null stehen in den Bahndamm einschlägt und sich gerade die beiden, Wärter und Schaffner gegenüberstehen. Dann laufen beide Uhren weiter bis 0,57735 s und jetzt erst berühren sich die hinteren Enden Bahndamm und Zug und der Schaffner sieht den zweiten Blitz, der aber schon vor 0,57735 s nämlich bei t=0 gleichzeitig mit dem anderen Blitz in den Bahndamm eingeschlagen hat. Da hat jetzt jeder seine eigenen Blitze. Der Wärter jene, wo zwischen den Einschlägen keine Zeit vergeht, und der Schaffner hat sogar einen, den er früher sieht, bevor der Blitz auf der Welt ist. Das kommt heraus, wenn man die Werte der LT, die einer Verdrehung der Koordinaten zwar entsprechen, ohne dass diese Verdrehung existiert, in ein Bildchen eben verdreht hineinzeichnet. Und da springt einem der Kausalitätsbruch schmerzhaft ins Auge!

Grüße
Harald Maurer

Nein, nein, nein.

Nicht "Beide Uhren in den Systemen beginnen bei -0,57735 s zu laufen, als vorderes Zugende und vorderes Bahnhofsende sich decken" sondern eine Uhr steht bei -0,5777 die andere bei NULL.

Und daher kann ich auf den Rest gar nicht besonders eingehen - Deine Vorstellung des Anfanges ist ja nicht richtig. Und daher kommt auch kein Moment wo BEIDE auf Null stehen und schon gar kein Moment wo BEIDE auf +0,577 stehen.

Die SRT gibt für diese Relativbewegung von 0,5 c folgende Werte an:

Uhr ruhend 0 s - Uhr bewegt -0,577 s
Uhr ruhend +0,5 s - Uhr bewegt 0 s
Uhr ruhend + 1s - Uhr bewegt +0,577 s

Da gibts daher keine Kausalitätsverletzung!

Viele Grüße und für heute gute Nacht
fallili
 
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Di 30. Jul 2013, 01:07

fallili hat geschrieben: Deine Vorstellung des Anfanges ist ja nicht richtig. Und daher kommt auch kein Moment wo BEIDE auf Null stehen und schon gar kein Moment wo BEIDE auf +0,577 stehen.

Das ist nicht meine Vorstellung. Das ergibt sich aus dem Bildchen, denn da gibt es den Moment, wo beide Uhren auf Null stehen. Das ist in der Mitte der beiden Systeme, da stehen auch Schaffner und Wärter. Sieh mal:
Bild
Die beiden Zeitkoordinaten t=0 und t'=0 kreuzen sich inmitten beider Systeme. Und wenn das so ist, muss man um zu vermeiden, dass die Bahndammuhr stehen geblieben ist, eben annehmen, dass sie gleich läuft wie die Zuguhr. Ich wollte nur die arme Bahndammuhr aus ihrer Starre befreien.
fallili hat geschrieben:Uhr ruhend 0 s - Uhr bewegt -0,577 s
Uhr ruhend +0,5 s - Uhr bewegt 0 s
Uhr ruhend + 1s - Uhr bewegt +0,577 s

Das Bildchen sagt, Zug kommt, berührt vorderes Ende Bahndamm, die Uhren stehen auf t=0, t'=-0,57735 s.
Zug fährt weiter bis sich die Zeitkoordinaten mittig kreuzen, Bahndammuhr steht immer noch auf t=0, Zuguhr steht jetzt auch auf t'=0.
Zug fährt weiter, berührt hinteres Ende des Bahndamms. Bahndammuhr steht immer noch auf t=0, Zuguhr steht auf t=0,57735 s.
Du sagsr etwas anderes und damit, das Bildchen ist falsch. Okey, ist mir auch recht und gefällt mir noch besser. Jetzt bin ich ja gespannt, wie sich da die beiden Ereignisse zuordnen!
fallili hat geschrieben:Da gibts daher keine Kausalitätsverletzung!

Wetten dass! Oder die RdG bleibt auf der Strecke...

Grüße
Harald Maurer
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Di 30. Jul 2013, 01:43

Lübecker hat geschrieben:Wo wurde das vorgerechnet und sachlich begründet?

Hier:
viewtopic.php?f=6&t=562&p=58803#p58803
Ich schrieb:
Der Schaffner misst das eine Ende des für ihn auf 1,732 LS verkürzten Bahndamms um t'=-0,57735 s bei x'=1,1547 LS. Das zweite Ende misst der Schaffner 1,1547 s später, inzwischen hat sich der Bahndamm negativ mit 0,5 c weiter bewegt. Das ergibt eine Strecke von 173085,17... km oder 0,57735 LS. Wenn der Schaffner das andere Ende des Bahndamms misst, befindet sich das bereits gemessene Ende an diesem Ort, also bei x'=0,57735 LS. Das andere Ende des auf 519255,76... km verkürzten Bahndamms befindet sich bei der zweiten Messung daher gerade auf 519255,76 - 173085,1756263 = x'= -346170,51... km oder -1,1547 LS! Und genau diesen Wert und den Zeitpunkt 0,57735 s gibt die LT auch an.

Es ist der Bahndamm und nicht der Zug,
der eben jetzt Dein banges Hirn durchdrang
und fährt des Nachts auf dem Geleise dort
auf des Bahndamms gestrecktem Weg.
(Shakespeare, relativistisch)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon fallili » Di 30. Jul 2013, 03:41

Lübecker hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:Nicht "Beide Uhren in den Systemen beginnen bei -0,57735 s zu laufen, als vorderes Zugende und vorderes Bahnhofsende sich decken" sondern eine Uhr steht bei -0,5777 die andere bei NULL.

Nein, nein, nein. (Offenbar ist der Glaube hier, dass drei mal „nein“, überzeugender ist)

Wie auch immer, wenn eine Uhr im Zug t' = 0,57735 s zeigt, zeigen alle Uhren im Zug diese Zeit, den die Uhren im Zug wurden ja synchronisiert und zeigen immer gleiche Zeiten im Zugsystem für den Schaffner. Im Bahndammsystem zeigen hingegen die Zuguhren zum Zeitpunkt t = 0 s bei A = + 0,57735 s, bei O = 0 s und bei B = - 0,57735 s an.


fallili hat geschrieben:Und daher kann ich auf den Rest gar nicht besonders eingehen - Deine Vorstellung des Anfanges ist ja nicht richtig. Und daher kommt auch kein Moment wo BEIDE auf Null stehen und schon gar kein Moment wo BEIDE auf +0,577 stehen.

Richtig ist, dass die Aussage von Anfang an Kappes ist, dennoch zeigen im Zug für den Schaffner immer alle Uhren gleich Zeiten an.


fallili hat geschrieben:Die SRT gibt für diese Relativbewegung von 0,5 c folgende Werte an:

Uhr ruhend 0 s - Uhr bewegt -0,577 s
Uhr ruhend +0,5 s - Uhr bewegt 0 s
Uhr ruhend + 1s - Uhr bewegt +0,577 s

Wie kommt es zu diesen Werten? Eine Uhr im Zug ohne Angabe der x-Koordinate am Bahndamm ist nicht eindeutig. So passt es:

Uhr ruhend (Bahndammsystem) 0 s - Uhr bewegt (Zugsystem) im Bahndammsystem bei B - 0,57735 s
Uhr ruhend (Bahndammsystem) 0 s - Uhr bewegt (Zugsystem) im Bahndammsystem bei B + 0,00000 s
Uhr ruhend (Bahndammsystem) 0 s - Uhr bewegt (Zugsystem) im Bahndammsystem bei B + 0,57735 s


fallili hat geschrieben:Da gibts daher keine Kausalitätsverletzung!

Es gibt in der SRT natürlich eh keine Verletzung der Kausalität.


Also ob ichs geahnt hätte und deshalb wieder aufgewacht bin.

Lübecker, Du kannst aber schon lesen was Harald schreibt:
Harald: Beide Uhren in den Systemen beginnen bei -0,57735 s zu laufen, als vorderes Zugende und vorderes Bahnhofsende sich decken

Er redet von ZWEI Uhren also die zwei die sich vorne am Bahnhof und vorne am Zug befinden.

Und in Deiner - Deiner Meinung nach richtigen Antwort steht (meine ist ja mal wieder falsch wie Du meinst):

Uhr ruhend (Bahndammsystem) 0 s - Uhr bewegt (Zugsystem) im Bahndammsystem bei B - 0,57735 s
Uhr ruhend (Bahndammsystem) 0 s - Uhr bewegt (Zugsystem) im Bahndammsystem bei B + 0,00000 s
Uhr ruhend (Bahndammsystem) 0 s - Uhr bewegt (Zugsystem) im Bahndammsystem bei B + 0,57735 s

AHA, das find ich ja sehr interessant - während bei einer Uhr die Zeit vergeht, bleibt die andere Uhr stehen.
Und seit wann ist die bewegte Uhr im Bahndammsystem?
Oder soll ich das so interpretieren, dass EINE Uhr im Bahndammsystem konstant 0 s anzeigt, während EINE bewegte Uhr dann, vom Bahndammsystem aus betrachtet, eine der 3 angegebenen Zeiten anzeigt?

Denn mehr als zwei Uhren sollten es nach Haralds Vorgabe nicht sein und Du hältst Dich ja so streng an Vorgaben.
Welche Zeit dann? Machen wir hier im Forum eine Abstimmung - der am meisten "gewünschte" Wert ist dann der richtige?


Für Harald:
Nicht böse sein, aber Du verlangst wirklich, dass beim Zugbeispiel vorne UND hinten die Blitze in Zug UND Bahdamm gleichzeitig einschlagen.
So etwas erlauben natürlich andere Alternativtheorien und die Äthertheorie, aber die SRT ERLAUBT das nicht.
In so einem Fall würden ja logischerweise (für ALLE hier außer Lübecker) der Schaffner die Blitze gleichzeitig sehen MÜSSEN und der Wärter aber AUCH. Geht ja gar nicht anders.

Nur Lübecker nimmt etwas, dass in der SRT NICHT SEIN KANN her und sagt, "ICH Lübecker, krieg das schon hin und beweise, dass auch bei so einer Annahme entweder Wärter oder Schaffner die Blitze ungleichzeitig sehen".

Und ich bin dann eigentlich doppelt "sauer" weil Jondalar und ich eben dieses Kontaktbeispiel "erfunden" haben und ich - obwohl ich genau weiß, das die SRT hier eine gleichzeitigen Kontakt für beide System nicht erlaubt - nicht und nicht herausfinden kann, WARUM es nicht gehen sollte - aber ich geb natürlich noch nicht auf ;-)
Lübecker kommt wieder mit seiner Desynchronistaion der Uhren - aber auch das ist nachweisbar falsch (für Lübecker natürlich nicht nachweisbar).

Und schon werden wegen Lübecker wieder mal die Threads "auseinadergerissen und zerfleddert" weil er eben eine Situation, welche von Anfang an in der SRT nicht erlaubt, dann unbedingt mit der SRT behandeln will.

Hier gibt es viele, die nicht anerkennen dass c invariant ist sodern c +-v existiert.
Und daher könnte Lübecker genausogut mal hergehen und sagen: OK ich betrachte mal die Situation, dass es c+-v wirklich gibt im Rahmen der SRT und zeige dann, dass die SRT auch damit umgehen kann.
Nur das Lübecker wenigstens die Minimalintelligenz hat, um zu SEHEN das man nicht mit c+-v anfangen darf, wenn man die SRT erklären oder verteidigen möchte.
Das versteht sogar er, dass eine Aussage wie " OK WENN die SRT Geschwindigkeiten von c+-v ERLAUBEN würde, dann würde die SRT aussagen, dass c invariant ist" völlig schwachsinnig ist.

Aber dass man mit deiner Aussage - "dass Blitze in Bahndamm und Zug GLEICHZEITIG einschlagen (was bedeutet, dass man damit anfängt, dass Schaffner und Wärter die Blitze auch gleichzeitig sehen) " - NICHT anfangen darf wird er nie kapieren.
Denn die Aussage: "OK, wenn in der SRT die Blitze für Wärter UND Schaffner gleichzeitig möglich wären, dann würde die SRT aussagen, dass das gleichzeitige sehen der Blitze für Wärter UND Schaffner NICHT möglich ist".

NEIN, NEIN, NEIN (3 mal für Lübecker): Die SRT bricht sofort zusammen wenn man annimmt dass c nicht invariant ist.
Und genauso bricht die SRT zusammen. wenn bei A und A' SOWIE bei B und B' Blitze gleichzeitig einschlagen KÖNNTEN.

Harald versucht zu zeigen, dass diese gleichzeitigen Einschläge möglich sein müssten, ich versuche zu zeigen, dass dies unmöglich ist (und ich tu mir auch schon ohne Lübecker genügend schwer damit).

Und wenn Lübecker nicht ständig mit seinem Schwachsinn dazwischenfunken würde - anders kann ich es nicht nennen, wenn man schon krankhaft einen Zug von 2,3 ls braucht um überhaupt eine (nicht mal ausreichende) Ähnlichkeit zu der von Harald "gewünschten" Ausgangssituation herbeizuführen, könnten Harald und ich (und Andere) irgendwann in dieser Frage "möglich oder unmöglich - SRT in Ordnung oder gäbe es doch was Besseres? " vielleicht sogar weiterkommen.
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon Jondalar » Di 30. Jul 2013, 06:06

Lübecker hat geschrieben:
Bild



Guten Morgen,

ausgehend von Kurts wirklich wahrem und edlem Hinweis:

Kurt hat geschrieben:Und was noch viel wichtiger ist, ich sehe Ehrlichkeit und Logik.

Das macht den Menschen aus, und es ist schön zu sehen dass es sowas/solche noch gibt.



muss ich mich hierzu jetzt auch mal äussern. An sich wollte ich nicht, weil ich keinerlei Antrieb habe, Limburger bei seinem Gewäsch auch noch zu unterstützen, aber Wahrheit soll schon auch Wahrheit bleiben, ungeachtet der Person die sie vertritt.

WENN, und ich betone nochmal WENN, die Vorgaben so waren:

Lübecker hat geschrieben:Nach diesen Vorgaben ist das Szenario eindeutig definiert und vorgegeben, die Länge der Strecke AB = 2 Ls im Bahndammsystem und da zum Zeitpunkt t = 0 die Blitze bei A und B gleichzeitig in die Zugenden A' und B' einschlagen, müssen wohl die Zugenden a' und B' zu diesem Zeitpunkt bei A und B sein.

Und damit ist die Länge des Abstandes der Zugenden mit A'B' = AB = 2 Ls vorgegeben.

A'B' ist somit die Länge des Zuges im Sytem des Wärters und der Zug ist mit 0,5 c in diesem System bewegt, daraus ergibt sich zwingen dann die Ruhelänge des Zuges im Ruhesystem des Schaffners S' (Zugsystem) mit (A'B')' = 2,3094 Ls.



Dann hat der Limburger leider in diesem Fall recht. Nach RT sieht der Bahnhof den Zug verkürzt, wenn der Zug also fahrend 2Ls hat, muss er zwangsläufig eine grössere Ruhelänge haben. In diesem Punkt irrt also Ihr, nicht er.

Was trotzdem Unfug bleibt ist, dass der Bahnhof in seinem Diagrammchen immer bei t=0 stehen bleibt, das spottet jeglicher Beschreibung. Der Bahnhof kann natürlich bis in alle Ewigkeit in x ruhen, aber niemals in t. Darum habe ich
a) schon dutzendfach erklärt, dass man so keinen Minkowski zeichnen kann, und
b) Limburger für seine Auslegung eben dieses Diagrammes auch schon mehrfach verlacht.

Richtig ist einzig das Bildchen, das ich am Anfang zitiert habe. Wenn O und O' sich decken, sieht man, in welchen t der Zuganfang und -ende ist. Alles andere ist Unfug.

Danke Kurt für die Erinnerung, IMMER für die Wahrheit ein zu treten, und herzliche Grüße
Jondalar
 
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