Der Trick der Lorentztransformation

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Sa 27. Jul 2013, 21:53

Der Trick der Lorentztransformation (LT), oder was die Spezielle Relativitätstheorie (SRT) wirklich ist:

Aus dem Postulat von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im ruhenden Inertialsystem folgt eine der wesentlichen Grundlagen der SRT: die Relativität der Gleichzeitigkeit. Mit der Frage nach dem Sinn dieser mysteriösen Einrichtung erhalten wir auch Antworten auf die Frage nach dem Sinn der Zeitdilatation und der Längenkontraktion.

Die Relativität der Gleichzeitigkeit besagt, dass zwei räumlich getrennte gleichzeitige Ereignisse im Ruhesystem eines Inertialsystems (IS) nicht gleichzeitig in einem dazu relativ bewegten IS wahrgenommen werden können. Die Zeitpunkte für den Eintritt zweier Ereignisse müssen daher in beiden Systemen unterschiedlich sein - und mit der LT kann man diese ungleichzeitigen Zeitpunkte (im Gegensatz zu den gleichzeitigen im ruhenden IS) berechnen. Wir werden uns hier ansehen, was diese veränderten Zeitpunkte für einen Zweck haben und weshalb Einstein die Relativität der Gleichzeitigkeit (RdG) in die SRT eingeführt hat.

Die unterschiedlichen Zeiten in relativ zueinander bewegten IS stehen zueinander in einer geschwindigkeitsabhängigen und reziprok verknüpften Beziehung über den "Lorentzfaktor". Mit der LT ergeben sich Zeitdifferenzen, die sich konkret auf die Zeitabläufe in den IS beziehen, was einen Vergleich der ermittelten Werte erlauben muss. Die Begriffe "früher" und "später", "vorher" und "nachher" ergeben sich daher eindeutig aus solchem Vergleich: Ergibt die LT für ein Ereignis in einem IS - bezogen auf ein anderes IS! - einen "früheren" Zeitpunkt, abzulesen an einer Uhr, so kann das kein Zeitpunkt aus der Fantasie sein, sondern es definiert einen tatsächlich früheren Zeitpunkt, bezogen auf die Zeit in jenem IS, in welchem das Ereignis eben dementsprechend später eintritt. Wäre es nicht so, könnte man weder von Relativität der Zeit noch der RdG ausgehen, sondern müsste die SRT nur auf die unterschiedlichen Zeitanzeigen von Uhren zurückführen und das wäre nicht im Sinne des Erfinders, weil die Theorie damit physikalisch bedeutungslos wäre.

Um das Folgende besser zu verstehen, muss man zuerst einmal wissen, wo dieser geheimnisvolle Lorentzfaktor herkommt. Um dies zu demonstrieren, sehen wir uns die bekannte Lichtuhr an, aus welcher auch die Zeitdilatation (ZD) und Längenkontraktion (LK) hergeleitet werden kann.

Bild Bild

Die Animationen sollen zeigen, dass die Zeit in einer bewegten Lichtuhr (rechte Animation) langsamer vergeht als in einer ruhenden Uhr (linke Animation). Abgesehen davon, dass eine derartige Uhr nicht funktionieren würde (ruhend und bewegt ist nach dem RP identisch und bewegt müsste ein Winkel vorgegeben werden, um die Spiegel zu treffen, ruhend aber nicht), leiten wir von dieser Uhr nun den Lorentzfaktor ab, weil wir ihn später noch brauchen werden.
Weil das Licht in den diagonalen Laufstrecken (rechte Animation.) auch c (=die Lichtgeschwindigkeit, LG) nicht überschreiten darf, tickt die bewegte Uhr langsamer als die ruhende. Alle Laufstrecken sind deshalb gegeben durch c*t. Wir müssen nun ein wenig rechnen (wer nicht rechnen will, muss es eben glauben) und legen zuerst fest:

A=ct
C=ct'
B=ct
Die Strecken B/C verhalten sich wie v/c, die Strecken A/C verhalten sich wie t/t'. In der bewegten Lichtuhr gilt zwischen den Strecken A, B und C der Satz des Pythagoras:
A²+B²=C²
Wir teilen durch C²:
A²/C²+B²/C²=1
und weiter:
A²/C²= 1-B²/C²
A/C=sqrt(1-B²/C²); wir setzen für A/C t/t' und für B/C v/c ein:
t/t'=sqrt(1-v²/c²)
t'/t=1/sqrt(1-v²/c²)
t'=t*sqrt(1-v²/c²) ; t=t'/sqrt(1-v²/c²) !

Damit haben wir den Lorentzfaktor (Formelzeichen γ) erhalten. Er drückt die geschwindigkeitsabhängige Beziehung zwischen den Zeiten t und t' aus. t' ist somit die (langsamer verstreichende) Zeit in der bewegten oder vom bewegten Beobachter betrachteten Lichtuhr. Derselbe Faktor drückt auch die Beziehung zwischen den Laufstrecken für das Licht aus, diese Strecken sind ja in den beiden Uhren nicht gleich. Wir werden später noch einmal auf diese Lichtuhr zurück kommen und über diese ungleichen Laufstrecken nachdenken.

Nachdem wir nun durch ein (fragwürdiges) Schema erfahren haben, weshalb in zueinander bewegten Inertialsystemen die Zeit unterschiedlich verstreichen sollte, begeben wir uns in den absoluten Äther der klassischen Physik und sehen uns an, was passiert, wenn wir in einem im Äther ruhenden Inertialsystem eine Uhr mit Licht synchronisieren und diese Uhr auch von einem bewegten IS aus betrachtet wird. Vom Koordinatenursprung beider Systeme lassen wir einen Lichtstrahl zu einer Uhr laufen, die 1 Lichtsekunde (LS) entfernt ist. Gleichzeitig bewegt sich das zweite IS' in positiver Richtung davon. Also etwa so:

Bild

In der Animation sind die beiden IS übereinander abgebildet, man muss sich aber vorstellen, dass sie auf der gleichen Ebene liegen. Wir symbolisieren ein Photon der Wellenfront mit einem roten Punkt und sehen, dass die 1 LS entfernte Uhr nach 1 Sekunde vom Licht getroffen wird. Wir sehen auch, dass dieses Ereignis im dazu parallel bewegten IS' auf einer anderen Koordinate liegt, und fragen uns nun, wann dieses Ereignis in diesem IS' stattfindet. Wir betrachten das ganz klassisch mit der Galileitransformation (GT) und nehmen eine Relativgeschwindigkeit von 0,5 c (=149896,229 km/s) an.

Weil das Licht auf den Äther und somit auf das darin ruhende IS bezogen bleibt, ergibt sich für das bewegte IS' klassisch eine LG von c-v und die Uhr wird auch hier nach 1 s getroffen. Die Uhr kommt im IS' dem Licht entgegen, und das Ereignis findet im IS' auf der Koordinate x'=0,5 LS statt (nicht maßstabsgerecht in der Animation). Einsteins Postulat lautet nun aber, dass die LG in jedem IS c beträgt. c-v darf es im IS' daher nicht geben, und wir sollten daher auch im IS' die LG mit c vorfinden. Die auf 0,5 LS verkürzte Strecke im IS' müsste daher mit c durchlaufen werden, und die Uhr müsste daher im IS' das Ereignis mit 0,5 s anzeigen. Wir sind aber nach wie vor im ruhenden Äther, haben c-v und sollen erreichen, dass die Uhr im IS' die Zeit mit 0,5 s anzeigt. Wie erreichen wir das?

Wir ermitteln die Zeitdifferenz zwischen der klassischen Variante und jener der SRT mit "konstanter" LG und diese beträgt 0,5 s. Die LG c-v muss zum Verschwinden gebracht werden, und wir machen uns das leicht: wir schicken das Lichtsignal "nur für das IS'" um 0,5 s später los!
Die Uhr läuft also auch um 0,5 s später los und das Licht wird mit c-v (!) die Uhr nach 0,5 s erreichen! Wir können nun behaupten, das Licht hätte vom Koordinatenursprung des IS' die 0,5 LS in 0,5 s zurückgelegt, also mit c!

Das ist ja ein übler Trick, werden Sie sagen, einfach für das IS' einen anderen, späteren Zeitpunkt für den Lichtstart anzunehmen, damit an der Uhr die 0,5 s herauskommen! Tatsächlich wendet aber die Lorentztransformation genau diesen "üblen Trick" an! Bevor wir das überprüfen, gehen wir noch einer anderen Überlegung nach:

Im bewegten IS' vergeht die Zeit - wie wir an der Lichtuhr gesehen haben - ja langsamer, die Zeit muss im ruhenden IS also größer sein, und wir erinnern uns an den Lorentzfaktor. Wenn der Beobachter im IS' das Ereignis im ruhenden IS beurteilt, muss daher für die 0,5 s und die Koordinate 0,5 LS ein größerer Wert herauskommen. Wir setzen den Lorentzfaktor ein und erhalten t'=0,57735 s und x'=0,57735 LS.
Und jetzt schauen wir mal, was die LT dazu sagt. Wir transformieren die Anfangssituation, also wenn sich die beiden IS noch gegenüber stehen, mit den Formeln:

Bild ; Bild

Und nehmen dabei an, dass im ruhenden IS die Zieluhr gleichzeitig mit der Startuhr auf "0" steht. Beide Uhren beginnen also bei 0 Uhr zu laufen, die Zieluhr auf der Koordinate x=1 LS. Wir erhalten mit der LT zu Beginn den Ort dieser Uhr mit x'= 1,1547 LS und die Zeit mit t'= 0,57735 s! Die Uhr wird aus Sicht des IS' also um 0,57735 s später mit der Anzeige "0" zu laufen beginnen! Das ist genau der Wert, welcher das c-v zum Verschwinden bringt! Denn die Uhr kann nur noch 0,57735 s lang laufen, bis sie vom Licht erreicht wird. Und so ergibt die LT für dieses Ereignis auch prompt, dass die Uhr auf der Koordinate x'=0,57735 LS nach t'= 0,57735 s vom Licht getroffen wird. Der "üble Trick" wird daher tatsächlich eingesetzt. Das Licht bewegt sich ebenso wie in der klassischen Variante nur im IS mit c, hat im IS' c-v, und dieses "v" wird zum Verschwinden gebracht, indem die Uhr einfach um den Betrag später startet, welcher nötig ist, um im IS' das gewünschte Ergebnis, nämlich c=const zu erzielen. Aber es kommt noch etwas schlimmer!

Ebenso, wie hier gezeigt, das c-v durch den Korrekturwert 0,57735 s weggezaubert wird, wird auch ein c+v zum Verschwinden gebracht, indem ein Ereignis im IS' um 0,57735 s früher stattfindet als im IS! Wir nehmen einfach an, dass ein Licht in umgekehrter Richtung von der Zieluhr zur Startuhr läuft und transformieren diese Anfangssituation. Und da kommt für die Startzeit aus Sicht des IS' t'=-0,57735 s heraus! Das Minus vor dem Zeitpunkt bedeutet, das Ereignis im IS findet im IS' um 0,57735 s früher statt! Klar, dass die LG c+v dann verschwunden ist. Wohlgemerkt, wir befinden uns nach wie vor im klassischen Absolutäther, haben c+/-v und die Konstanz der LG wird damit erreicht, dass Ereignisse aus Sicht des IS' geradeso später oder früher stattfinden, dass sich jedenfalls nach den Anzeigen der Uhren auch in diesem IS' die LG stets mit c ergibt!

Das ist nicht nur eine gewaltige Mogelpackung, sondern dieses "früher" hat es in sich! Denn es muss tatsächlich früher sein als im anderen IS, die Zeiten sind nicht an den Haaren herbei gezogen, sondern stehen zueinander in Beziehung. Der Begriff früher hat nur dann einen Sinn, wenn es heißt, "früher als ...". Logischerweise früher als im anderen System. Ist z.B. das Ereignis ein Blitzeinschlag, so sieht der Beobachter im IS' den Blitz praktisch bereits, bevor er überhaupt einschlägt!

Die LT und damit die SRT nimmt daher eine Kausalitätsverletzung in Kauf, um die LG in jedem der beiden IS mit c erscheinen zu lassen! Aus diesem früher und später wird in weiterer Folge, eben gerade darum, weil sich aus der angenommenen Konstanz der LG in beiden Systemen eine unterschiedliche Synchronisation der Uhr ergeben sollte, die berühmte RdG, die offensichtlich die Folge einer Mogelpackung ist und daher selbst auch nichts anderes darstellt.

Die Korrekturwerte für jede Relativgeschwindigkeit tauchen immer in der LT auf, wenn c+/-v verschwinden soll. Für ein in 1 LS entferntes Ereignis ergibt sich dieser Wert z.B. bei v=100000 km/s mit 0,353828781 s, für v=180000 km/s mit 0,750811746 s, für 250000 km/s mit 1,811922138 s usw. Immer handelt es sich um die Differenz von der klassischen Transformation zu der LT mit "c=const".

Ist jetzt c in jedem IS konstant oder werden bloß die Uhren unterschiedlich eingestellt und damit das v in c+/-v hinweg gezaubert? Natürlich muss gezaubert werden, denn eine in allen IS konstante LG ist ein Ding der Unmöglichkeit, wie man an der Kausalitätsverletzung sofort erkennen kann. Dieser Kausalitätsverletzung könnte man nur entgehen, wenn man einfach annimmt, dass in den IS einander gegenüber stehende Uhren sich nur in ihren Zeitanzeigen immer um die vorhin genannten Zeitdifferenzen unterscheiden. Beruht die SRT auf diesen Umstand, so ist sie physikalisch bedeutungslos und all die ihr zugeschriebenen Effekte sind nur durch verstellte Uhranzeigen konstruierte Behauptungen.

Kommen wir noch mal kurz zur Lichtuhr zurück. Dass sie eigentlich nicht funktionieren könnte, habe ich schon angemerkt. Aber das ist noch nicht alles, was dazu zu sagen ist. Mit einer näheren Betrachtung dieser Uhr kommen wir auch zur mysteriösen Längenkontraktion - und was es mit dieser für eine Bewandtnis hat.

Betrachten wir eine ruhende Lichtuhr mit zwei Spiegeln im Abstand von 1 LS, dann legt der Lichtstrahl pro Tick (einmal rauf und wieder runter) eine Strecke von 2 LS mit c zurück. Bewegt sich die Uhr relativ zu uns mit 0,5 c, dann legt der Lichtstrahl für uns pro Tick klassisch gerechnet mit 2*sqrt(1²+0,5²) = 2,236 LS mit c zurück. Die bewegte Uhr scheint für uns langsamer zu ticken.

Die bewegte Uhr könnte nun auch umkippen und sich liegend weiter bewegen, aber nun fällt die schöne Zickzacklinie in der Animation weg, und jetzt bekommen wir aber ein Problem mit dieser Uhr, denn sie muss sich nun verkürzen, um mit der Herleitung aus c+v und c-v im gleichen Maße langsamer zu werden wie im senkrechten Zustand.

Rechnen wir wieder ein wenig:

Zeiteinheit 1 s, v= 0,5 c, Spiegelabstand 1 LS, ein Tick ruhend 2,00 s.
Aufrecht bewegt mit o,5 c: t'= 2l/c*1/sqrt 1/(1-v²/c²) = 2l/c * 1,1547344 = 2,31 s.
Liegend bewegt mit o,5 c: t' = 2l/c * 1/(1-v²/c²) = 2/1 * 1/1-o,5²/1²) = 2*1,33 = 2,66 s.

Die Uhr ist offensichtlich zu lang. Von einer Uhr erwartet man, dass sie unabhängig von ihrer Lage läuft. Wir gehen her und machen die Uhr einfach kürzer. Wir verkürzen den Spiegelabstand der liegend bewegten Uhr gerade so viel, dass ein Tick auch in waagrechter Lage 2,31 Sekunden dauert.
Ausgehend von diesen 2,31 s, die das Licht in der mit 0,5 c im Äther (!) bewegten waagrecht liegenden Uhr einmal hin mit c-v und zurück mit c+v brauchen darf, erhalten wir für c-v: 1,7320508 s und für die Strecke zurück mit c+v: 0,57735027 s, macht in Summe 2,31 s. Die Uhr muss dazu auf 259627,883 km verkürzt werden.
Das Dumme dabei ist aber, wenn wir die Uhr wieder aufstellen, wäre sie zu kurz und die Zeiten stimmen erst recht nicht überein! Die Uhr müsste sich sehr seltsam verhalten. Wenn wir sie aufstellen, müsste sie wieder länger werden und wieder kürzer, wenn wir sie umlegen.
Und sollte die umgelegte Länge etwas mit der Längenkontraktion der SRT zu tun haben? Dann müssten sich die 259627,883 km, die wir mit c+/-v erhalten haben, auch mit der LK-Formel der SRT ergeben. Versuchen wir es einmal: l'=l*sqr(1-v²/c²), oder kurz l*γ (γ ergibt sich für 0,5 c mit 0,8660254), also 1 LS * γ = 299792,458 * 0,8660254 = 259627,883 ! Tatsächlich, mit der Formel der SRT erhalten wir denselben Wert, den wir mit c+/-v im Äther erhalten haben.

Die Sache hat aber einen Haken, denn wir haben festgestellt, dass die verkürzte Uhr aufrecht stehend nun falsch läuft!
Daraus müssen wir den Schluss ziehen, dass die Längenkontraktion der SRT nichts Reales ist. Denn eine Uhr, die ihre Länge danach richtet, ob sie waagrecht liegt oder senkrecht steht, kann es natürlich nicht geben.

Wir haben nun aber zumindest erkannt, dass die Längenkontraktion zusammen mit der ZD den Zweck hat, das c+/-v der LG verschwinden zu lassen!
Die SRT macht damit also nichts anderes, als wir hier durch unsere Überlegungen heraus brachten: c+/-v muss weg - und die LK sollte keinen Widerspruch zulassen, wenn man waagrechte Lichtstrahlen mit senkrechten vergleicht.
Die mathematisch komplette Lösung für das Problem geht also davon aus, dass die Länge der waagrecht liegenden, im Äther bewegten (!) Lichtuhr einmal mit c-v durchmessen wird, also

t1=L/c-v
und zurück mit
t2=L/c+v
Die Gesamtzeit ist dann t1+t2, also
t_g=(L/c-v)+(L/c+v)
Im Äther ruhend wäre die Gesamtzeit hingegen einfach
t_ruhend = 2L/c
und nun kommt der mathematische Trick an der Sache, man setzt einfach die Zeit aus der klassischen Äther-Situation gleich mit jener, die sich berechnet mit dem Lorentzfaktor ergibt. Da steckt natürlich ein Zirkelschluss verborgen, denn dieser Faktor wurde ja durch Längenvergleich über den Pythagoras ermittelt. Sehen wir uns das an:
Die dilatierte Gesamtzeit ergibt sich aus der ruhenden Zeit mal dem Lorentzfaktor:
t_g = 2L/c*1/γ
und nun der Trick: wir setzen einfach beide Gesamtzeiten gleich (obwohl sie nicht gleich sind!):
(L/c-v) - (L/c+v) = 2L/c*1/γ
und rechnen, nachdem wir mit diesem Trick die Längenkontraktion bereits hinein geschwindelt haben, einfach lustig weiter
L((1/c-v)-(1/c+v)) = 2L/c*1/γ
L(c+v+c-v)/(c+v)*(c-v)= 2L/c*1/γ
L*(2c/c²-v²) = 2L/c*1/γ
L=2L/c*1/γ*(c²-v²)/2c
L=L/c*(c²-v²)/c*1/γ
L=(c²-v²)/c²*1/γ*L_ruh
L=((c²/c²)-(v²/c²))*1/γ*L_ruh
L=(1-v²/c²)*1/γ*L_ruh
L=γ*γ*1/γ*L_ruh
L=L_ruh*γ !

Damit haben wir den Lorentzfaktor heraus kristallisiert, den wir zuvor hinein gesteckt haben und diesen Faktor, der eigentlich ein Winkel zwischen einer diagonalen und einer waagrechten Strecke ist (Pythagoras), auf die waagrechte Strecke runtergeschrumpft (projiziert).

Und was hätte das mit einer realen Verkürzung einer Länge zu tun? Gar nichts. Es ist einfach die mathematische Lösung des künstlich geschaffenen Problems, dass aufrecht stehend bewegte Lichtuhren anders laufen als waagrecht liegend bewegte!

Welchen Schluss müssen wir aus diesen Überlegungen und Feststellungen ziehen? Die Einsteinsche SRT ist nichts anderes als die Äthertheorie von Lorentz mit einer anderen aufgesetzten Interpretation. Deswegen konnte Einstein einfach die Formeln von Lorentz übernehmen. Es ist also nicht überraschend, dass beide Theorien übereinstimmende Aussagen produzieren. Einstein hat damit den Äther nicht abgeschafft, denn die LT berücksichtigt den Äther mathematisch und beseitigt exakt das c+/-v der LG nur mit den entsprechenden Zeitanzeigen von Uhren, widerlegt sich aber selbst mit Kausalitätsverletzungen. Und die Raumzeit Minkowskis ist dazu ein esoterisches Interpretationskunstwerk. Die SRT existiert also nur als Formeläquilibristik auf Papier oder in Gedankenexperimenten und ist physikalisch bedeutungslos - ebenso wie die Lorentzsche Theorie, die noch die ad hoc Annahmen einer realen Längenkontraktion und die relative Ortszeit enthält. Beide Theorien verschwinden, wenn man einmal mit einem wirklich tauglichen Experiment nachweist, dass sich das Licht ausschließlich konstant zum Äther oder moderner gesagt zum Absolutraum ausbreitet.
Noch gibt es keine Beweise dafür, dass eine der beiden Theorien die "richtige" sei, denn alle diesbezüglichen experimentellen Resultate wurden in Nichtintertialsystemen erbracht und sind keine Relativ- sondern Absoluteffekte, die auftreten, wenn sich das Medium, in welchem sich der Kosmos abspielt, auf physikalische Prozesse auswirkt. Mit den Überlegungen zum Higgs-Feld ist man nahe daran, wie das funktionieren könnte.
Die Relativitätstheorien stellen also nur ein mathematisches Gerüst dar, das mit der Natur selbst in keiner Beziehung steht.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon fallili » Sa 27. Jul 2013, 23:18

Harald Maurer hat geschrieben:
Um das Folgende besser zu verstehen, muss man zuerst einmal wissen, wo dieser geheimnisvolle Lorentzfaktor herkommt. Um dies zu demonstrieren, sehen wir uns die bekannte Lichtuhr an, aus welcher auch die Zeitdilatation (ZD) und Längenkontraktion (LK) hergeleitet werden kann.

Bild Bild

Die Animationen sollen zeigen, dass die Zeit in einer bewegten Lichtuhr (rechte Animation) langsamer vergeht als in einer ruhenden Uhr (linke Animation). Abgesehen davon, dass eine derartige Uhr nicht funktionieren würde (ruhend und bewegt ist nach dem RP identisch und bewegt müsste ein Winkel vorgegeben werden, um die Spiegel zu treffen, ruhend aber nicht),


Zu dem Rest des Beitrages fällt mir vielleicht auch noch etwas ein - nur nach diesem Absatz von Dir muss ich mich sofort einschalten.
Seit wann muss ein "Winkel" vorgegeben werden, damit eine sich kugelförmig ausbreitende Welle etwas trifft ?????????
Nur weil Du da einen Strich zu zeichnen gedenkst, wird sich die Lichtwelle NICHT NUR nur nach Deinem Strich ausbreiten.
Und wenn Du der Meinung bist, dass Einstein so blöd war eine Lichtuhr anzunehmen, die ja sowieso nie funktioniert, will ich den Rest Deines Beitrages gar nicht lesen.

Sorry, falls ich Dich damit nun beleidige - ich hab heute so viel Schwachsinn lesen müssen, dass ich nicht mehr ganz so geduldig bin.
fallili
 
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon Jondalar » Sa 27. Jul 2013, 23:34

fallili hat geschrieben:Sorry, falls ich Dich damit nun beleidige - ich hab heute so viel Schwachsinn lesen müssen, dass ich nicht mehr ganz so geduldig bin.


Das muss Dich aber nicht dazu verleiten, nun ebenfalls Schwachsinn zu schreiben oder?

Das Licht breitet sich geradlinig aus, ein Strahl in Haralds Beispiel ist also ganz korrekt und richtig dar gestellt. Der Strahl, der nach "oben" geht, würde niemals beim Empfänger ankommen.

Reg Dich mal ab, schlaf Dich aus und denk dann nochmal darüber nach :)

Herzliche Grüße
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon Kurt » Sa 27. Jul 2013, 23:35

fallili hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:
Um das Folgende besser zu verstehen, muss man zuerst einmal wissen, wo dieser geheimnisvolle Lorentzfaktor herkommt. Um dies zu demonstrieren, sehen wir uns die bekannte Lichtuhr an, aus welcher auch die Zeitdilatation (ZD) und Längenkontraktion (LK) hergeleitet werden kann.

Bild Bild

Die Animationen sollen zeigen, dass die Zeit in einer bewegten Lichtuhr (rechte Animation) langsamer vergeht als in einer ruhenden Uhr (linke Animation). Abgesehen davon, dass eine derartige Uhr nicht funktionieren würde (ruhend und bewegt ist nach dem RP identisch und bewegt müsste ein Winkel vorgegeben werden, um die Spiegel zu treffen, ruhend aber nicht),


Zu dem Rest des Beitrages fällt mir vielleicht auch noch etwas ein - nur nach diesem Absatz von Dir muss ich mich sofort einschalten.
Seit wann muss ein "Winkel" vorgegeben werden, damit eine sich kugelförmig ausbreitende Welle etwas trifft ?????????


Tja fallili, das ist wie mit der Rakete.
Wenn die zu überwindende Strecke länger ist dann dauerts halt eben zwei sec für 600'
Das ist hier auch nicht anders.

Siehst du das nicht oder willst du es nicht sehen (weil andere behaupten dass das falsch ist)?
(Welche Gründe mögen die -Anderen- dafür wohl haben?)

Was sagt deine Logik?


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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Sa 27. Jul 2013, 23:47

fallili hat geschrieben:Seit wann muss ein "Winkel" vorgegeben werden, damit eine sich kugelförmig ausbreitende Welle etwas trifft ?????????

Schon mal was von einem Laserstrahl gehört? Die Animation zeigt offenbar einen roten Helium-Laserstrahl. Und was sagst Du nun?
fallili hat geschrieben:Und wenn Du der Meinung bist, dass Einstein so blöd war eine Lichtuhr anzunehmen, die ja sowieso nie funktioniert, will ich den Rest Deines Beitrages gar nicht lesen.

Die Lichtuhr stammt gar nicht von Einstein, sondern war eine Idee von Gilbert Newton Lewis und Richard C. Tolman. Und die zeichneten auch schon einen Lichtstrahl mit einer Linie hin, obwohl sie von einem Laser 1909 gar nichts wussten.
An der bewegten Lichtuhr würden die diagonalen Lichtlaufstrecken übrigens nur bei einer Bewegung in einem Medium zustande kommen. Und die Uhr ist überhaupt eine sehr dumme Erfindung, denn man würde selbstverständlich den Gang einer Uhr nicht mit Lichtlaufzeiten stabilisieren, sondern mit einer Frequenz. Und die bliebe ruhend oder bewegt, mit oder ohne Medium stets konstant.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon fallili » So 28. Jul 2013, 00:16

Harald Maurer hat geschrieben:Die Lichtuhr stammt gar nicht von Einstein, sondern war eine Idee von Gilbert Newton Lewis und Richard C. Tolman. Und die zeichneten auch schon einen Lichtstrahl mit einer Linie hin, obwohl sie von einem Laser 1909 gar nichts wussten.
An der bewegten Lichtuhr würden die diagonalen Lichtlaufstrecken übrigens nur bei einer Bewegung in einem Medium zustande kommen. Und die Uhr ist überhaupt eine sehr dumme Erfindung, denn man würde selbstverständlich den Gang einer Uhr nicht mit Lichtlaufzeiten stabilisieren, sondern mit einer Frequenz. Und die bliebe ruhend oder bewegt, mit oder ohne Medium stets konstant.

Grüße
Harald Maurer


1) Wer hat davon angefangen, dass eine Lichtuhr gar nicht funktionieren kann?
2) Ist Dir aufgefallen, dass die zweite Animation eine Lichtuhr im bewegten System zeigt?
2a) Gehst Du dennoch davon aus, das irgendjemand die Spiegel genau an die Stelle nachführen muss, wo in Deiner Animation dann der Lichtstrahl hintrifft, oder dass da ein "Winkel" einzuhalten ist?


Wenn ich im Zug sitze und neben mir jemandem mit einem Ball auf den Kopf treffen will, muss ich dann je nach Geschwindigkleit des Zuges einen "Vorhaltewinkel" berücksichtigen?

Sorry - aber heute geht mir der hier verzapfte Blödsinn wirklich nur mehr auf die Nerven und ich bin leider nicht mehr freundlich!
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » So 28. Jul 2013, 01:33

fallili hat geschrieben:Wenn ich im Zug sitze und neben mir jemandem mit einem Ball auf den Kopf treffen will, muss ich dann je nach Geschwindigkleit des Zuges einen "Vorhaltewinkel" berücksichtigen?

Nein, beim Ball nicht, denn er hat eine Trägheit, und alles verhält sich im inertial bewegten Zug gleich als ob er ruhend wäre. Das Licht hat keine Trägheit und ist unabhängig von der Quelle. Schießt man also ein Photon auf einen bewegten Spiegel, muss man nachdem man den Spiegel anvisiert hat, die endliche Lichtgeschwindigkeit berücksichtigen und auch, dass der Spiegel sich weiter bewegt, nachdem man ihn anvisiert hat. Also gibt man einen Winkel vor. Ob man sich dabei auch weiter bewegt, spielt keine Rolle, weil es dem Photon egal ist, wenn sich die Quelle weiter bewegt. Es bleibt in seiner einmal eingeschlagenen Richtung. Das sieht man schön in der Astronomie, wo z.B. das Licht vom Jupiter von einem Ort kommt, wo er vor 42 Minuten war! Richte ich einen Laserstrahl auf den Jupiter, so muss ich ihn dorthin richten, wo der Jupiter in 42 Minuten sein wird und nicht dorthin, wo ich ihn sehe. Und zwischen der Sichtlinie zum Ort, wo ich den Jupiter sehe und der Linie zu dem Punkt, wo ich ihn der Laser treffen wird, gibt es einen Winkel. Von diesem ist die Rede. Und schließlich kann ich mir eine Lichtuhr ja so groß vorstellen, wie ich will!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon Ralf Maeder » So 28. Jul 2013, 03:15

Ich finde Haralds Artikel durchaus interessant und auf den ersten Blick sehe ich da noch nichts, von dem ich mich von vornherin distanzieren wollte. Zum jetzigen Zeitpunkt und vom eigenem Wissensstand ausgehend, moechte ich gerne spater zu den Ausfuehrungen Haralds zurueckkehren, wenn ich mich sicherer in der Materie fuehle. Ich bin aber durchaus offen, die Phaenomene der ZD und LK von allen Seiten zu betrachten und das bedeutet eben auch, sie in Frage stellen zu koennen.
PS: Meine Kommentare waren in den letzten Tagen ziemlich sparsam, aus Zeitmangel und nicht aus Desinteresse.

Gruss Ralf.
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon All » So 28. Jul 2013, 08:07

Ralf Maeder hat geschrieben:Ich bin aber durchaus offen, die Phaenomene der ZD und LK von allen Seiten zu betrachten .......
Gruss Ralf.



Wenn du das machst, dann stellst du fest, dass alles eine Frage der Betrachtungsweise ist. Je nach Standpunkt(ort) kommt alles auf dich zu, dann kontrahiert es oder du bist außerhalb dieses Vorgangs, dann entfernt es sich von dir.

Ist ein wenig schwer sich das vorzustellen, aber mit der Zeit geht das.
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon All » So 28. Jul 2013, 08:51

Chief hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:Wenn ich im Zug sitze und neben mir jemandem mit einem Ball auf den Kopf treffen will, muss ich dann je nach Geschwindigkleit des Zuges einen "Vorhaltewinkel" berücksichtigen?

Nein, beim Ball nicht, denn er hat eine Trägheit, und alles verhält sich im inertial bewegten Zug gleich als ob er ruhend wäre. Das Licht hat keine Trägheit und ist unabhängig von der Quelle. Schießt man also ein Photon auf einen bewegten Spiegel, muss man nachdem man den Spiegel anvisiert hat, die endliche Lichtgeschwindigkeit berücksichtigen und auch, dass der Spiegel sich weiter bewegt, nachdem man ihn anvisiert hat. Also gibt man einen Winkel vor. Ob man sich dabei auch weiter bewegt, spielt keine Rolle, weil es dem Photon egal ist, wenn sich die Quelle weiter bewegt. Es bleibt in seiner einmal eingeschlagenen Richtung. Das sieht man schön in der Astronomie, wo z.B. das Licht vom Jupiter von einem Ort kommt, wo er vor 42 Minuten war! Richte ich einen Laserstrahl auf den Jupiter, so muss ich ihn dorthin richten, wo der Jupiter in 42 Minuten sein wird und nicht dorthin, wo ich ihn sehe. Und zwischen der Sichtlinie zum Ort, wo ich den Jupiter sehe und der Linie zu dem Punkt, wo ich ihn der Laser treffen wird, gibt es einen Winkel. Von diesem ist die Rede. Und schließlich kann ich mir eine Lichtuhr ja so groß vorstellen, wie ich will!

Grüße
Harald Maurer

Damit hast du gleichzeitig das Wesentliche zum MM-Experiment erklärt!

Gruß


Und er hat erklärt, dass es lediglich nur um Informationen geht. Wer benötigt Informationen? Der Mensch. Die Natur nicht. Sie ist unabhängig von all unseren Hilfsmitteln und benötigt auch keine Informationen..
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