Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Harald Maurer » So 21. Jul 2013, 22:31

Artie hat geschrieben:Das sage ich doch die ganze Zeit, du verstehst es nicht.

Das machst du gut, man kann das Posting nicht mehr von chief unterscheiden!
Was kommt als nächstes?
Du unterbietest Kurt?

OK,
Der Antwort nach habe ich ins Schwarze getroffen!

Wär's nicht zweckmäßiger, mir hinsichtlich Relativitätsprinzip etwas Nachhilfe zu geben und mir zu erklären, wieso sich ein System ruhend definieren kann und das andere System nicht? Ich habe das noch nie vernommen und bin schon sehr bestrebt, meine Bildungslücke hier zu schließen. Nur Du kannst das erklären. Also lasse mich nicht im Ungewissen zurück!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Jondalar » Mo 22. Jul 2013, 07:45

fallili hat geschrieben:Ohne nun auf den Rest Deines Beitrages einzugehen -von dem ich vieles verstehen und gut heißen kann - nur zu diesem einen Satz da oben:

Zug ruhend HEISST Bahnhof bewegt !!!
UNd Bahnhof bewegt HEISST Zug ruhend !!!

Im Gegensatz zu vielem was Du sonst aussagst, ist das daher eine sehr doofe Anforderung - oder hab ich übersehen, dass Du es sarkastisch meinst?
Kann ich mir kaum vorstellen, weil dies mit dem "das hat uns so aber nicht zu interessieren" nicht in sarkastischem Sinne zusammenpasst.

Also hab ich die von Dir geforderten Diagramme ja sowieso bereits dargestellt und aus irgendwelchen, mir absolut nicht verständlichen Gründen, kannst Du nicht verstehen, dass es genau das darstellt was Du in diesem Satz da oben forderst.

Bin also verwirrt - das hätte ich jetzt so von Dir nicht erwartet.

Viele Grüße

PS: Limburger hin oder her - weiß auch nicht was Du damit sagen wolltest, aber bevor man ZWEI Systeme diskutiert sollte man schaun dass man mit EINEM System klarkommt.


Nein, das hat schon sehr viel damit zu tun, auch mit der abartigen Aussage, dass nur einer sich als ruhend betrachten darf. Genau darum funktioniert ja auch die RT so reibungslos, aber so grottenfalsch, dass es eigentlich schon weh tun müsste.

DU sitzt am Bahnhof und misst/untersuchst aus dem IS Bahnhof heraus. ICH sitze im Zug und messe aus dem IS Zug heraus. D.H. Du transformierst nach "IS-Zug" und ich transformiere nach "IS-Bahnhof" - das hat ja sogar der Relativistengott in ein paar Beiträge weiter vorne richtig formuliert - einmal muss ich ihm also recht geben - GENAU SO ist es und nicht anders. Wer behauptet, dass man zwei IS aus einem heraus gültig beschreiben kann, hat in der Tat die RT nicht verstanden, wie man an meinen obigen Links sehen kann. Vielleicht sollte man die IS-se einfach mal anders benennen.

So, jetzt misst also Du aus Deinem "IS-Fallili" am Bahnhof sitzend heraus was in meinem "IS-Jondalar" FÜR DICH so mit dem Zug in "IS-Fallili" abläuft. Der Zug ist nämlich auch in "IS-Fallili" physikalisch vorhanden, er lässt sich nur nicht direkt beschreiben, weil er sich in "IS-Jondalar" bewegt - darum muss er transformiert werden. Was ist dann mit meiner Realität, mit meiner Position als ruhender Beobachter? Verflüchtige ich mich in ein Paralleluniversum oder löse ich mich einfach in nichts auf, oder gilt plötzlich nicht mehr, was ich sage? Ich habe unser "Experiment" absichtlich so gewählt, weil man da mit Ausreden der Relativisten nicht weiter kommt, da muss Logik und Verstand her.

In diesem Punkt, das nur mal nebenher zur Klarstellung, stimme ich mit Kurt völlig überein. Du kannst logisch denken und Du siehst selber, dass bei manchen Beispielen (Auf meinen Kontrollsatelliten gehst Du ja auch noch immer nicht ein !!!) etwas per se nicht stimmen kann. Anstatt aber nun Deinen Verstand zu nutzen und darüber nach zu denken, warum die RT hier nicht recht haben KANN, suchst Du Ausreden und windest Dich herum - hier schliesse ich mich Harald an und sage: Du machst das schon genauso wie der Limburger und setzt einfach mal A=B, obwohl das nirgends definiert ist. Vor Allem kommt dann in der Konklusion plötzlich, dass B<A ist, weil DU aus A heraus beschreibst. Das geht aber so nicht, das sind ganz faule Tricks der Relativisten - das hast DU auch gar nicht nötig !

Über die abartige Meinung eines Relativisten, dass nur einer sich als ruhend betreachten darf - denk mal bitte selber über so Aussagen nach und was sie für die RT für Folgen haben.

Und, ja, ich habe ein wenig Sarkassmus einfliessen lassen, aber der Satz mit dem "das interessiert uns aber nicht" war auch tatsächlich ernst - sei da nicht verwirrt und verzeih, wenn ich manchmal zu viel Spass einfliessen lasse. Ich weiss, das Thema hat es nicht verdient, sich darüber lustig zu machen, aber so Aussagen von wegen nur einer darf sich als ruhend betrachten, lösen bei mir manchmal so Anfälle von Sarkassmus aus.

Herzliche Grüße

Nachtrag:

Ich erkläre Dir das nochmal anders, anschaulicher. Du beschreibst in Deinem Diagramm, was der Beobachter in IS-Fallili sieht. Einmal ruht der Beobachter in IS-Fallili, einmal bewegt er sich mit dem Zug mit. Das erkennt man daran, dass einmal der Zug nach rechts bewegt wird, und einmal der Bahnhof nach links. Du bist also immer auf der Ebene des Bahnhofs. Wenn Du im IS-Jondalar sitzt, wirst du nämlich - oh Wunder - AUCH den Bahnhof nach rechts wandern sehen und nicht nach links. Eine Beschreibung des ruhenden Zuges und des bewegten Bahnhofes aus IS-Jondalar heraus liefert ganz exakt das gleiche Diagramm, wie eine Beschreibung des ruhenden Bahnhofs und des bewegten Zuges aus IS-Fallili heraus, das sind vollsymmetrische Situationen. Das rechte Diagramm ist also in jedem Fall falsch. Das könnte man NUR dann hernehmen, wenn man den bewegten Zug aus IS-Jondalar und den bewegten Bahnhof aus IS-Fallili beschreiben möchte. Das ist aber auch schon per se Unsinn. Ich hoffe, das erklärt Dir, warum die Diagramme so sowieso nicht stimmig sind und daher für diese Betrachtung wertlos. Das haben auch schon mehrfach Leute für Limburgers Diagramme angemahnt, aber der kapiert das hartnäckig nicht ;).
Zuletzt geändert von Jondalar am Mo 22. Jul 2013, 09:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon M.S » Mo 22. Jul 2013, 09:11

Jondalar hat geschrieben:....
So, jetzt misst also Du aus Deinem "IS-Fallili" am Bahnhof sitzend heraus was in meinem "IS-Jondalar" FÜR DICH so mit dem Zug in "IS-Fallili" abläuft. Der Zug ist nämlich auch in "IS-Fallili" physikalisch vorhanden, er lässt sich nur nicht direkt beschreiben, weil er sich in "IS-Jondalar" bewegt -

Selbstverständlich lässt sich der Zug im "Is-Fallili" (und auch in jedem denkbaren IS) beschreiben.

Jondalar hat geschrieben:
darum muss er transformiert werden.
...

Transformiert muss nur dann werden, wenn man wissen will, was der Beobachter im Is-Jondalar misst/sieht.

Mehr ist da nicht, es ist wirklich so einfach.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon fallili » Mo 22. Jul 2013, 10:56

Jondalar hat geschrieben:Nein, das hat schon sehr viel damit zu tun, auch mit der abartigen Aussage, dass nur einer sich als ruhend betrachten darf. Genau darum funktioniert ja auch die RT so reibungslos, aber so grottenfalsch, dass es eigentlich schon weh tun müsste.
.........
Nachtrag:

Ich erkläre Dir das nochmal anders, anschaulicher. Du beschreibst in Deinem Diagramm, was der Beobachter in IS-Fallili sieht. Einmal ruht der Beobachter in IS-Fallili, einmal bewegt er sich mit dem Zug mit. Das erkennt man daran, dass einmal der Zug nach rechts bewegt wird, und einmal der Bahnhof nach links. Du bist also immer auf der Ebene des Bahnhofs. Wenn Du im IS-Jondalar sitzt, wirst du nämlich - oh Wunder - AUCH den Bahnhof nach rechts wandern sehen und nicht nach links. Eine Beschreibung des ruhenden Zuges und des bewegten Bahnhofes aus IS-Jondalar heraus liefert ganz exakt das gleiche Diagramm, wie eine Beschreibung des ruhenden Bahnhofs und des bewegten Zuges aus IS-Fallili heraus, das sind vollsymmetrische Situationen. Das rechte Diagramm ist also in jedem Fall falsch. Das könnte man NUR dann hernehmen, wenn man den bewegten Zug aus IS-Jondalar und den bewegten Bahnhof aus IS-Fallili beschreiben möchte. Das ist aber auch schon per se Unsinn. Ich hoffe, das erklärt Dir, warum die Diagramme so sowieso nicht stimmig sind und daher für diese Betrachtung wertlos. Das haben auch schon mehrfach Leute für Limburgers Diagramme angemahnt, aber der kapiert das hartnäckig nicht ;).
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Keine Ahnung was Lübecker will, aber JEDER darf sich als ruhend betrachten.

Aber dass Deine Auffasung nicht verstanden wird kann ich nachvollziehen - ich verstehe sie auch nicht.

"Einmal ruht der Beobachter in IS-Fallili, einmal bewegt er sich mit dem Zug mit"

Was soll dieser Satz? Wenn der Beobachter sich mit dem Zug mitbewegt, dann WÄRE er auch IM Zug - dann wäre er nicht mehr "fallili" sondern "Jondalar".

Man kann das GANZE Initialsystem als ruhend oder bewegt definieren.
ICH bin am Bahnhof - definiere mich als ruhend (linkes Minkowski Bild) und der Zug fährt an mir von links nach rechts vorbei.
Ich bin am Bahnhof, definiere mich als nach links bewegt (daher das rechte Minkowski Bild) und der Zug fährt immer noch an mir von LINKS nach RECHTS vorbei.
Wieso, soll sich an der Situation etwas ändern nur weil ich mich mal so und mal so definiere.

DU sitzt im Zug - definierst Dich als bewegt und der Bahnhof saust für Dich von vorne nach hinten vorbei. Jetzt ist "rechts und links" blöderweise abhängig davon wie Du stehst.

Daher mal eine "normale räumliche" Darstellung:

Bahnhofende -------- ich --------------- Bahnhofanfang
Zugende --------------Du -----------------Zuganfang

Das wäre die Situation, bei der der Zug von rechts nach links durch den Bahnhof fährt.
Und das wäre daher auch die Situation, bei der - wenn der Zug als ruhend angenommen wird - sich der Bahnhof für Dich von rechts nach links bewegen sollte.
Und wenn DU Dich als bewegt definierst siehst Du den Bahnhof auch von rechts nach links an Dir "vorbeisausen".
Wie gesagt "rechts und links" sind eigentlich doofe Begriffe.
Aber bei DIR wird zuerst der Zuganfang das Bahnhofsende erreichen - egal ob Du Dich als ruhend oder bewegt definierst UND bei MIR wird AUCH zuerst der Zuganfang das Bahnhofsende erreichen - egal ob ich mich als ruhend oder bewegt definiere.

Und daher brauch ich auch nicht 4 Minkowski Diagramme zu zeichnen, sondern 2 reichen um alles zu zeigen.
Die x Achse entspricht der "Natur" +1 ist vorne und -1 ist hinten. Und daran ändert sich nichts, egal wer sich als ruhend definiert.

Daher versteh ich auch diesen Teil von Dir nicht:
"Das erkennt man daran, dass einmal der Zug nach rechts bewegt wird, und einmal der Bahnhof nach links. Du bist also immer auf der Ebene des Bahnhofs. Wenn Du im IS-Jondalar sitzt, wirst du nämlich - oh Wunder - AUCH den Bahnhof nach rechts wandern sehen und nicht nach links"

Wenn der Zug nach "rechts" (also nach vorne) fährt, kann man auch annahmen: Der Zug ruht und der Bahnhof "fährt nach links" (also nach hinten).

Wenn ich im IS Jondalar sitze, stelle ich fest "Ich, Jondalar fahre nach rechts (also nach vorne) der Bahnhof "fährt nach links" (also nach hinten).

Wie Du auf die Idee kommst, das der Bahnhof plötzlich nach "rechts wandern" sollte ist mir völlig schleierhaft. Da müsste dann der Bahnhof plötzlich vor Dir "herfahren" und dann natürlich irgendwann vorne "verschwinden".

NEIN - der Bahnhof "fährt" IMMER von Dir aus gesehen nach "links" und wird IMMER von Dir aus gesehen hinten "verschwinden".
Genauso wie der Zug immer nach vorne (oder rechts) fahren wird und irgendwann vorne "verschwinden" wird.

Und daher komme ich mit Deinem gesamten letzen Beitrag absolut nicht zurecht - da stimmt doch nichts.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon fallili » Mo 22. Jul 2013, 12:20

Jondalar, die Situation ist eigentlich ganz einfach.

1) Die SRT sagt aus, das zwei Ereignisse die in einem IS gleichzeitig sind, NIEMALS in einem anderen IS auch gleichzeutig sind.

Es ist also nicht möglich, dass "Deinen" 4 Kontaktplatten sich vorne und hinten gleichzeitig treffen.
Denn dann würde der Beobachter am Bahndamm (ich) feststellen, das es gleichzeitig ist UND der Beobachter im Zug (Du) würde auch feststellen, dass es gleichzeitig ist. Wir reden ja beide von den selben 4 Kontaktplatte.
Laut SRT geht das also NICHT, DARF NICHT GEHEN - egal was man auch versucht (so wie Lübecker mit seiner höheren Ruhelänge).

2) Wir alle haben schon Züge, Bahnhöfe, Kontaktplatten gesehen.
Und nach unserer menschlichen Erfahrung MUSS bei einem Experiment mit einem Zug, der vorne und hinten Kontaktplatten hat, IRGENDWANN eine Situation eintreten in der sich diese Kontaktplatten GLEICHZEITIG berühren.

Jeder kann sich diese 4 Platten vorstelln und jeder kann sich vorstellen, dass die beiden vorderen zum Kontakt gebracht werden und aber auch die beiden hinteren. Und dies - zumindet mal in einem ruhenden Bezugsystem - gleichzeitig.

Aber 1 und 2 widerspricht sich vollkommen und ich möchte herausfinden warum?

Ich fürchte, das wir mit dem ganzen herumtransformieren und diskutieren, wer was wohin transformiert, uns nur weiter in ein Unverständnis "hineinreiten".

Daher schlage ich vor, dass wir den Zug vorläufig ganz weglassen.
Nehmen wir einfach statt der Zugspitze eine Draisine, die eben diese Kontaktplatte hat und statt des Zugendes eine zweite Draisine die auch diese Kontaktplatte hat.

Da gibt es ja absolut keine Diskussion darüber, dass es möglich ist, dass die 4 Kontaktplatten zusammenkommen.

Die SRT sagt dann aus, dass dieses Zusammenstoßen der Platten für die beiden Draisinen NICHT gleichzeitig ist, weil sich unterschiedliche Zeiten ergeben.

WARUM?
Draisinen die sich auf einem Gleis in der selben Richtung mit der selben Geschwindigkeit bewegen bilden doch ein Inertialsystem, oder seh ich das falsch?
Und daher müsste - wenn man die Daisinen mit Uhren ausstattet, diese auch synchron gehen und in der Draisine vorne und Draisine hinten die selbe Zeit angezeigt werden, wenn die Draisinen an den Kontaktplatten vorbeikommen, oder?
Also müssen die Ereignisse auch aus der Sicht der Draisinen gleichzeitig sein.

Und ich kann doch zwischen den Draisinen dann nach und nach Wagons einfügen bis ich wieder einen "Zug" habe.

Wie gesagt - nur mal ein Vorschlag, das Beispiel etwas anders zu gestalten - ich versteh die SRT anscheinend immer weniger.
Das kommt mir nämlich alles mehr als unerklärlich vor.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Jondalar » Mo 22. Jul 2013, 13:32

fallili hat geschrieben:Jondalar, die Situation ist eigentlich ganz einfach.

1) Die SRT sagt aus, das zwei Ereignisse die in einem IS gleichzeitig sind, NIEMALS in einem anderen IS auch gleichzeutig sind.

2) Wir alle haben schon Züge, Bahnhöfe, Kontaktplatten gesehen.
Und nach unserer menschlichen Erfahrung MUSS bei einem Experiment mit einem Zug, der vorne und hinten Kontaktplatten hat, IRGENDWANN eine Situation eintreten in der sich diese Kontaktplatten GLEICHZEITIG berühren.


Die SRT sagt dann aus, dass dieses Zusammenstoßen der Platten für die beiden Draisinen NICHT gleichzeitig ist, weil sich unterschiedliche Zeiten ergeben.


Das kommt mir nämlich alles mehr als unerklärlich vor.


1) Nein, das sagt die RT NICHT voraus. Die RT sagt voraus, dass sich beide Betrachter, der eine in System A, der andere in System B, NICHT EINIG sind, was gleichzeitig ist. Ich sehe, dass DU verkürzt bist, und Du siehst, dass ICH verkürzt bin. Wir sind uns also NICHT einig, was hier abläuft - ganz genau entsprechend der RT.

2) Ja, aber immer noch will keiner der Relativisten - zu denen ich Dich jetzt auch einfach mal zähle - verstehen, dass genau mit diesem Beispiel die RT ERFÜLLT ist. WIR SIND UNS NICHT EINIG! Das ist das, was die RT vorher sagt!

3) Nein, das sagt die RT auch nicht voraus. Sie sagt, dass wir uns nicht einig sind, was da passiert - da wir uns bisher immer noch nicht einig sind, ist das eine der wenigen exakten Voraussagen der RT !!!!!

4) Das ist nur unerklärlich, wenn man die RT als "Wahrheit" annimmt und nicht versteht, dass sie Paradoxe produziert. Wenn ich ALLES nur aus MEINEM IS-Jondalar beschreibe ist alles gut, aber wenn ich beginne aus IS-Fallili zu beschreiebn, fangen die Probleme an.

Denk einfach mal - wie bereits angeregt - logisch und schlüssig, dann löst sich das alles in Wohlgefallen, bzw Mist auf.

Herzliche Grüße
Jondalar
 
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon fallili » Mo 22. Jul 2013, 15:40

Jondalar hat geschrieben:1) Nein, das sagt die RT NICHT voraus. Die RT sagt voraus, dass sich beide Betrachter, der eine in System A, der andere in System B, NICHT EINIG sind, was gleichzeitig ist. Ich sehe, dass DU verkürzt bist, und Du siehst, dass ICH verkürzt bin. Wir sind uns also NICHT einig, was hier abläuft - ganz genau entsprechend der RT.

2) Ja, aber immer noch will keiner der Relativisten - zu denen ich Dich jetzt auch einfach mal zähle - verstehen, dass genau mit diesem Beispiel die RT ERFÜLLT ist. WIR SIND UNS NICHT EINIG! Das ist das, was die RT vorher sagt!

3) Nein, das sagt die RT auch nicht voraus. Sie sagt, dass wir uns nicht einig sind, was da passiert - da wir uns bisher immer noch nicht einig sind, ist das eine der wenigen exakten Voraussagen der RT !!!!!

4) Das ist nur unerklärlich, wenn man die RT als "Wahrheit" annimmt und nicht versteht, dass sie Paradoxe produziert. Wenn ich ALLES nur aus MEINEM IS-Jondalar beschreibe ist alles gut, aber wenn ich beginne aus IS-Fallili zu beschreiebn, fangen die Probleme an.

Denk einfach mal - wie bereits angeregt - logisch und schlüssig, dann löst sich das alles in Wohlgefallen, bzw Mist auf.

Herzliche Grüße


Ich muss Dir da aufs heftigste widersprechen.

1) Die SRT sagt NICHT aus, dass sich die Beobachter uneinig sind!
Wir haben schon x Beispiele gebracht, daher muss ich keines wiederholen.
Aus der SRT geht z.B. hervor, dass zwei Ereignisse von Dir gleichzeitig gesehen werden und von mir ungleichzeitig.
Wenn man so ein Experiment dann macht (oder durchdenkt) findet man, dass es auch GENAU SO ist. Du siehst die zwei Ereignisse gleichzeitig - ich sehe sie ungleichzeitig.

NIEMALS passiert es, das ich sage "Jondalar sieht dies laut STR gleichzeitig" und DU DANN beim Experiment sagst " Ich hab es aber ungleichzeitig gesehen".

Daher sind sich die Beobachter IMMER darin EINIG was jeder von beiden sehen / messen / erfahren wird. Auch wegen, oder vielleicht gerade mit Hilfe der SRT.

Ich sehe Dich verkürzt, weiß aber dass DU DICH NICHT verkürzt empfindest - und ich weiß auch warum, weil sich an der Ruhelänge nichts ändert. Wir sind uns als EINIG darüber, dass ich Dich verkürzt sehe und Du Dich nicht!

Du siehst mich verkürzt, weißt aber auch, das ich mich nicht verkürzt sehe.
Da ist daher absolut kein Widerspruch und auch keine unterschiedliche Beurteilung der "wirklichen" Sachlage.

2) Dazu sag ich nix, ist auch nicht notwendig

3) Genau wie bei 1)
Wir SIND uns EINIG was passiert! Alles was jeder von uns über den Anderen mit Hilfe der SRT voraussagt, trifft für den Anderen auch genauso ein. Die SRT macht vielleicht unverständliche Aussagen aber keine widersprüchlichen Aussagen.
Das habe ich in x Beispielen gezeigt und mich manchmal selber gewundert wie "perfekt" und einfach das alles ausgeht und stimmt.
Das was die SRT für einen bewegten und einen ruhenden Beobachter voraussagt, wird dann der bewegte und der ruhende Beobachter auch ganz genauso sehen / messen / erfahren.

Was ich in diesem Forum ständig erlebe ist aber:
Die SRT sagt aus, dass es gleichzeitig gesehen wird, Ich glaube aber, dass es nicht gleichzeitig gesehen wird - ERGO: Die SRT ist widersprüchlich!
Oder umgekehrt: " Die SRT sagt aus, das es ungleichzeitig gesehen wird, ich bin der Meinung, dass es aber gleichzeitig gesehen wird - ERGO: Die SRT ist widersprüchlich.

Und dies ist, mit Verlaub gesagt, mir zu wenig, um darauf eine Diskussion aufzubauen, wenn dann von einer Seite immer nur "Glaube" als Argument gebracht wird und der SRT Aussagen untergeschoben werden welche die SRT aber nie macht.

Und da muss ich auch Deine Aussage von oben dazu zählen:
Nochmals: Die SRT sagt NICHT aus, dass sich die Beobachter uneinig sind!
Die Beobachter sind sich im Rahmen der SRT absolut darüber einig wie jeder von Ihnen die Situation beurteilen /sehen / messen wird!


Nur wenn hier die SRT von vonherein abgelehnt wird, dann sind daher die Gegner der SRT sich nicht mit den Befürworter der SRT darüber einig wie eine Situation zu beurteilen ist. Das ist aber etwas völlig anderes und weder Hinweis noch Beweis "dass die SRT widersprüchliche Aussagen" machen würde.

Daher möchte ich ja nun dieses Plattenbeispiel von Dir wirklich genauer betrachten.
Und eben auch in "kleinen" Schritten.

Noch schaut es so aus, als würde da etwas passieren was nicht passieren kann.
Das kann aber auch an einer falschen Überlegung oder Vorstellung von mir (oder uns) liegen.

Und daher will ich eben da so einfach wie möglich vorgehen.
Ein Bahnsteig und 4 Kontaktplatten muss doch durchdiskutierbar sein, und zwar zuerst ohne irgendwelche "Transformationen".
4 Platten sind real und man muss auch was Reales sehen!

Das ganze "Transformationsgedönse" dient ja dazu, um etwas das man REAL sieht/ mißt/ erfährt, mit einer Theorie DANN beschreiben zu können.
Nicht das was ICH REAL SEHE muss ich der Theorie anpassen, sondern die Theorie muss das, was ich REAL sehe, richtig beschreiben können.

Und daher möchte ich (von mir aus auch nur für mich selbst) klären, was ich bei Deinem Platten-Beispiel real sehen werde.
Dann erst kann man schaun ob die SRT da etwas anderes voraussagt, als das was ich real sehe.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon fallili » Mo 22. Jul 2013, 16:58

An Jondalar und Lübecker und auch die anderen die interessiert sind:

Dieses Plattenbeispiel ist /wird hochinteressant - und kann noch vereinfacht werden, was die Diskussion wesentlich erleichtern würde.
Da mir inzwischen etwas wirklich interessantes dazu eingefallen ist, frage ich nach ob weiterhin Interesse daran besteht dies zu diskutieren.
Hab eine Situation im Kopf - bei denen vor allem "die Relativisten" gefordert sind.
Ich hoffe ja, dass die Situation sich im Rahmen der SRT erklären lassen wird - ICH schaffe es aber nicht.

Frage 1: Also - weitermachen ?
Frage 2: Einverstanden mit neuem Thread?
Ist wirklich ein völlig getrennt zu behandelndes Beispiel, wo man alles über das Zugbeispiel behandelte völlig weglassen kann, simples Beispiel aber wie gesagt für mich derzeit im Widerspruch zur SRT?
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Hannes » Mo 22. Jul 2013, 17:28

Hallo Lübecker !
Doch genau das sagt die SRT voraus. Wer anderes behauptet, kann es ja mal nachweisen, die Aussagen von Einstein und der SRT wurden zu diesem Punkt hier schon zigmal richtig zitiert.

Die Nachweispflicht liegt doch hier eindeutig bei den Erfindern und Vertretern der SRT.
Behaupten kann ich viel..............
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Harald Maurer » Mo 22. Jul 2013, 17:52

fallili hat geschrieben:Frage 1: Also - weitermachen ?
Frage 2: Einverstanden mit neuem Thread?

Ja!
Ja!

Grüße
Harald Maurer
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