Ralf Maeder hat geschrieben:Es tut mir leid DerDicke. Vielleicht verstehe ich einfach nicht, was du mir genau sagen willst und wie du es mir sagen willst.
Vielleicht drueckst du dich absichtlich so ausweichend aus, oder du willst nicht dass ich es verstehe oder ich verstehe es eben nicht was du mir sagen willst.
Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich durch deine Antwort leider genauso schlau wie vorher.
Vielleicht darf ich hier auch wieder meine unmassgebliche Meinung dazu einwerfen.
Was der Dicke hiermit ausdrückt, und worin ich ihm völlig zustimmen darf, ist schlicht und einfach das, was ich auch schon ein paar Tage lang hier schreibe. Eine Messung ist eine Messung - nicht mehr, nicht weniger. Ich habe das blöde Beispiel schon angebracht, an dem ich das hier nochmal erklären möchte. Ich messe, dass ich, wenn ich jeden Tag soundsoviele Kalorien weniger esse, soundsoviel Kilo abnehme. Die Kalorien sind dabei nur eine Konstante, das Wiegen ist das Messergebnis.
Aus beiden Parametern erstelle ich eine Gleichung - eine Rechnung. Daraus folgt, dass ich in 10 Jahren Minus 500 Kilogramm wiegen werde. Das ist der mathematische Teil dabei. Unbestechlich und unbestreitbar richtig und unwiderlegbar.
Die Realität schliesst aber - in jedem wissenschaftlichen Bereich - Parameter mit ein, die ich weder bei meiner Messung (wiegen), noch bei meiner Berechnung (Minus 500 Kg) mit einbezogen habe. In diesem Fall die biologischen Umstände, dass ich dabei, würde ich das durchziehen, schon gar keine 10 Jahre mehr leben würde. Die Umstände der Realität können also, müssen aber nicht, meiner Messung und der daraus resultierenden Formel folgen.
Gerade die Physik - auch das habe ich mMn schon erwähnt - KANN gar nicht alle realen Parameter berücksichtigen. Alleine eine einfache Wetterberechnung oder eine Milleniumsimulation braucht eine ungeheuere Rechenzeit auf Rechnern, die von den Ergebnissen her ungefähr dem Wert aller Rechner in Deutschland entsprechen. Eine realistische Wetter- oder Universumssimulation würde auf dem modernsten System das wir zur Zeit zur Verfügung haben, überschlagene 150.000 Jahre Rechenzeit benötigen um ein Ergebnis zu liefern.
Daher lässt man "unwichtige" Parameter - wie z.B. die biologischen - einfach weg und erhält dann die korrekten Minus 500 Kg.
Herzliche Grüße
Nachtrag:
Für Dich Ralf zur weiteren Erklärung, und vielleicht ja sogar als Versuch einer Aussöhnung mit Limburger, Fallili und Konsorten ein ganz einfaches, aber sehr anschauliches Beispiel:
Sowohl Einstein als auch Minkowski - der übrigens in der Tat ein überragender Mathematiker war - ist das Universum und dessen Beschreibung eine Anordnung aus Geraden. Minkowski bewegt sich - vielleicht bin ich ja sogar der Erste, dem das auffällt? - immer in 2D-Räumen und daher kommen diese "Ungereimtheiten" zu Stande. Die Winkelsumme in Dreiecken ist IMMER 180° - auch bei Minkowski. Zeichne ich aber ein Dreieck in einem nichteuklidischen Raum - auf der Erde - dann ergibt die Winkelsumme eines Dreieckes mehr als 180°. Ich weiss jetzt aus dem Gedächtnis nicht den genauen Wert für die Erde, aber auf jeder Kugeloberfläche ist definitiv und nachweisbar die Winkelsumme IMMER mehr als 180°. In einer Hohlkugel innen hingegen ist die Winkelsumme eines Dreieckes IMMER weniger als 180°.
Man kann - wenn man denn will - ALLES, wirklich ALLES mathematisch beschreiben und erklären, auch, dass a^2 + b^2 ungleich c^2 ist - alles nur eine Frage der Geometrie.
Ich hoffe, das hilft Dir bei Deiner persönlichen Suche weiter.