Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Ernst » So 14. Jul 2013, 11:36

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Zum Zeitpunkt des gleichzeitigen Blitzeinschlages in den Bahnhof sieht der vordere Wärter im Zug alle Uhren auf -0,577s und der hintere Wärter alle Uhren im Zug auf +0,577s.
Da sind sich beide Wärter später einig, daß im Zug die Uhren während ihrer Beobachtung um 1,14s weitergelaufen sind.

Wie kann der vordere Beobachter im Zug den Blitz 0,577 s früher sehen, wenn der Blitz in den Bahndamm noch gar nicht eingeschlagen hat? Zauberei? Wie steht's mit der Kausalität? Kann man etwas sehen, bevor es existiert?

Du betrachtest, wie ich schon früher anmerkte, immer noch eine absolute Zeitskala, auf welcher du "früher" oder "später" zwischen den Zeitskalen unterschiedlicher IS vergleichst. Das ist in der SRT unzulässig, weil eine absolute Zeit nicht existiert..

Also, wie ist das? Und wie ist es möglich, dass irgendjemand mit Hirn so etwas ernst nimmt?

Weiß ich nicht.
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Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Ernst » So 14. Jul 2013, 11:53

Harald Maurer hat geschrieben:Und meine bescheidene Meinung dazu war und ist, dass die Vorgabe, die Blitze können nur in den Bahndamm einschlagen, willkürlich ist und sie auch im gleichen Moment in den Zug einschlagen können, wenn die beiden Beobachter sich gegenüber stehen und die Blitze durch beide Koordinatensysteme durchfahren! Das heißt, eine zu Beginn neutrale Situation wird durch freie Wahl zu einer bestimmten SItuation festgelegt, damit aber auch der jeweils physikalische Prozess im anderen IS. Diese freie Wahl steht jedem der Beobachter zu. So wie das hier aber dargestellt und gerechnet wird, ist das Bahndammsystem absolut und ausgezeichnet. Die Möglichkeit, dass der Schaffner die Blitze in seinen Zug einschlagen sieht, wird von vornherein ausgeschlossen. Und das verstößt gegen das Relativitätsprinzip.

Nein. Zwei singuläre einzelne Ereignisse (Blitzeinschläge) können immer nur in einem IS gleichzeitig sein. Das gilt global für alle IS. Sind die beiden Blitze in einem speziellen IS gleichzeitig, dann sind sie in allen anderen IS ungleichzeitig. Das ist das Prinzip der RdG.
Deine Vorstellung, zwei singuläre Ereignisse könnten in zwei IS gleichzeitig sein, ist nach SRT unmöglich.
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Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Harald Maurer » So 14. Jul 2013, 12:01

Ernst hat geschrieben:Du betrachtest, wie ich schon früher anmerkte, immer noch eine absolute Zeitskala, auf welcher du "früher" oder "später" zwischen den Zeitskalen unterschiedlicher IS vergleichst. Das ist in der SRT unzulässig, weil eine absolute Zeit nicht existiert..

Ich vergleiche die Zeitskalen der beiden unterschiedlichen IS !!! Und keine davon mit einer absoluten Zeit! Die Zeitskalen der beiden IS stehen in Beziehung zueinander! Eine bewegte, dilatierte Uhr läuft langsamer ALS die Uhr im ruhenden System. Et vice versa! Und daher können diese Uhren miteinander verglichen werden. Nach der RdG läuft die Zieluhr FRÜHER ALS die Uhr im anderen IS an - und daher können wiederum die Uhren in den Systemen verglichen werden, müssen sogar verglichen werden, weil andernfalls die Begriffe "langsamer als", "früher als", "gleichzeitg contra ungleichzeitig" gar keinen Sinn hätten! Als H&K ihre Uhren nach dem Experiment verglichen und einen Unterschied (angeblich) feststellen (wollten), haben sie da irgend etwas mit einer absoluten Zeit am Hut gehabt? Sie haben die Uhren zueinander in Beziehung gesetzt und verglichen - und ich mache nichts anderes!

Grüße
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Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Harald Maurer » So 14. Jul 2013, 12:29

Lübecker hat geschrieben:Es wird wohl nicht gelingen, es ist bedauerlich, es kann wirklich nicht begriffen werden, sich nicht von der Vorstellung, der Annahme, dem Glauben an eine absolute Zeit gelöst werden. Auf ewig darin gefangen. Für die Schaffner zeigen ihre Uhren immer gleiche Zeiten, wie die Uhren der Wärter für die Wärter auch immer gleiche Zeiten zeigen. Aber die Wärter sehen entlang des Bahndammes unterschiedliche Zeiten auf den Uhren im Zug, wie die Schaffner im Zug bei den Wärtern unterschiedliche Zeiten sehen. So ist eben die Aussage der SRT, kann verstanden werden, kann bestritten werden, ändert aber nichts an der Aussage.

Das ist nicht die Aussage der SRT, sondern den Unsinn glaubst Du, weil Du die Abbildung der oberen Uhrenzeile nicht verstehst!
Bild
Die Uhren stehen aber nicht gleichzeitig so da, wie man aus dem Bild entnehmen könnte, sondern nacheinander zeigen alle Uhren synchron jene Zeiten, wie sie von den Uhren von rechts nach links symbolisiert werden. Niemals sieht irgendein Beobachter alle diese fortlaufenden Zeiten gleichzeitig an den Fenstern eines Zuges oder sonstwo!

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Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Ernst » So 14. Jul 2013, 12:50

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Du betrachtest, wie ich schon früher anmerkte, immer noch eine absolute Zeitskala, auf welcher du "früher" oder "später" zwischen den Zeitskalen unterschiedlicher IS vergleichst. Das ist in der SRT unzulässig, weil eine absolute Zeit nicht existiert..

Ich vergleiche die Zeitskalen der beiden unterschiedlichen IS !!! Und keine davon mit einer absoluten Zeit! Die Zeitskalen der beiden IS stehen in Beziehung zueinander! Eine bewegte, dilatierte Uhr läuft langsamer ALS die Uhr im ruhenden System.


Es ist wegen der Relativität der Zeit unzulässig, absolute Zeitwerte in einem Is mit absoluten Zeitwerten in einem anderen IS bezüglich "früher" oder "später" zu vergleichen. So ein Vergleich ist immer nur innerhalb eines IS möglich

Bild

Im oberen IS ist 1,5µs später als -1,5µs.
Zu sagen, unten 0s ist "später" als -1,5µs oben, ist nicht zulässig. Ansonsten könnte die SRT ja auch wegen Verletzung der Kausalität sofort einpacken.
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Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Harald Maurer » So 14. Jul 2013, 13:44

Ernst hat geschrieben:Es ist wegen der Relativität der Zeit unzulässig, absolute Zeitwerte in einem Is mit absoluten Zeitwerten in einem anderen IS bezüglich "früher" oder "später" zu vergleichen. So ein Vergleich ist immer nur innerhalb eines IS möglich

Du musst dich jetzt entscheiden zu einem eindeutigen Standpunkt! Als ich schrieb, da wäre nur ein und derselbe Blitzschlag mit zwei Uhren unterschiedlicher Zeitanzeige markiert, hast Du protestiert und betont, da läge ein echter Zeitunterschied dazwischen. Wie kamst Du darauf ohne den Vergleich der beiden Zeiten zueinander, um festzustellen, es wären "echte" Zeiten? Und weshalb beträgt der Zeitunterschied gerade das Ausmaß, um c+/-v zu eliminieren?
Also was nun? Zwei unterschiedliche Zeitanzeigen am gleichen Ort zum gleichen Augenblick - dann ist die SRT nur mit Zeitanzeigen konstruiert. Oder tatsächliche Intervalle zwischen den Wahrnehmungen der Beobachter - dann beziehen sich die Differenzen auf ihre Uhren und ergeben sich durch den Vergleich der Uhren. Die lahme Ausrede, die Uhren dürften nicht verglichen werden, dienen nur dem Zweck, der Verletzung der Kausalität zu entgehen!

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Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Harald Maurer » So 14. Jul 2013, 13:54

Lübecker hat geschrieben:Eben, wie schon geschrieben, es kann nicht verstanden werden, klar scheitert es dann auch komplett an der SRT. Selbstverständlich würden Beobachter entlang des Bahndammes unten stehend bei jeder Uhr mit t = 0 s gegenüber die Uhren im Zug an den Fenstern real mit den Zeiten der oberen Reihe sehen. Sie könnten theoretisch sogar Fotos von sich mit ihren Uhren und den Uhren im Zug machen, auf jedem Foto wäre dann die Uhr unten und die Uhr im Zug oben so zu sehen.

Kompletter Blödsinn! Die Uhren im Zug laufen synchron und klappern nicht hinter einander die Zeit ab. Weißt Du, wie synchron laufende Uhren in einem Zug aussehen? So:
BildBildBildBild
Unfassbar, wie weit die Märchengläubigkeit reichen kann!

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Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Ernst » So 14. Jul 2013, 14:05

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Es ist wegen der Relativität der Zeit unzulässig, absolute Zeitwerte in einem Is mit absoluten Zeitwerten in einem anderen IS bezüglich "früher" oder "später" zu vergleichen. So ein Vergleich ist immer nur innerhalb eines IS möglich

Du musst dich jetzt entscheiden zu einem eindeutigen Standpunkt! Als ich schrieb, da wäre nur ein und derselbe Blitzschlag mit zwei Uhren unterschiedlicher Zeitanzeige markiert, hast Du protestiert und betont, da läge ein echter Zeitunterschied dazwischen.

Das war ungenau formuliert.

Ein absoluter Zeitvergleich zwischen den beiden IS würde die Kausalität verletzen.
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Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Harald Maurer » So 14. Jul 2013, 14:09

Lübecker hat geschrieben:Falsch, durch die Definition, dass die Blitze bei A und B in die Enden des Zuges schlagen, ist die Länge des Zuges vorgegeben.

Die Blitze schlagen ja definitiv nicht in die Zugenden ein. Genau das wird doch die ganze Zeit bestritten. Das sei nicht möglich, wird behauptet. Sie schlagen in den Bahndamm ein. Das muss fein säuberlich getrennt werden, denn schlagen die Blitze in den Zug ein, schlagen sie nämlich dort gleichzeitig ein! Und dann stehen wir wieder am Anfang der Litanei!
Die Blitze schlagen in den Bahndamm ein. Die vom Wärter zugeteilten Koordinaten erhalten im IS Schaffner andere Werte. Die wären ungeachtet der Zuglänge immer dieselben bei v=0,5 c. Die Zuglänge ist völlig egal. Da dürfen die Blitze ja nicht eingeschlagen haben!
Die Rechnung geht nur auf, wenn man den Einschlag der Blitze in den Bahndamm festlegt (willkürlich festlegt, wenn die Blitze dabei auch die Enden des Zuges erwischen!) und diese Einschlagsorte dort verbleiben. Und genau um diese willkürliche Festlegung geht es mir!

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Re: Beitrag zur Conclusio.. (für Harald)

Beitragvon Harald Maurer » So 14. Jul 2013, 14:23

Ernst hat geschrieben:Ein absoluter Zeitvergleich zwischen den beiden IS würde die Kausalität verletzen.

Ein Zeitvergleich ist ein Zeitvergleich! Was soll denn das Gegenteil des "absoluten" Zeitvergleichs sein? Worauf bezieht sich denn die Zeitangabe der LT mit -0,57735 s ??? -0,57735 zu was??? Zur Uhr in meiner Küche?
Kausalitätsverletzung? Jaaa! Da ist eine! Die beiden Beobachter sind beim Blitzeinschlag nur 0,1547 LS voneinander entfernt, und einer der Beobachter sieht den Blitz früher als der andere, um 0,57735 s! Und nachdem es sich Deiner Ansicht nach nicht um Uhren mit unterschiedlicher Zeitanzeige handelt, sondern eine echte Dauer dazwischen liegt, sieht der Schaffer einen Blitz, der definitiv beim Wärter 0,57735 s später einschlägt! Oder aber der Blitz schlägt einmal ein, beide sehen zugleich den Blitz, aber ihre Uhren sind nicht synchron zueinander. Und dann ist es nur eine Spielerei mit Uhren und keine ernst zu nehmende Physik.

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