Harald Maurer hat geschrieben: Daher sind Behauptungen wie "der Blitz hat in den Bahndamm eingeschlagen und nicht in den Zug (oder umgekehrt)" völlig sinnlos. Selbstverständlich kann ein Blitz so einschlagen, dass das Licht sich in beiden IS ausbreitet und selbstverständlich kann das auch nach SRT in beiden Systemen gleichzeitig sein, nämlich so wie es Einstein darstellt, aus der Sicht eines 3. Beobachters. Und genau aus dieser Sicht erhebt sich die Frage, für welchen der Beobachter dann nun die Gleichzeitigkeit vorzugeben wäre.
Das ist wieder falsch. Natürlich ist es eine eindeutige Begebenheit, wenn die Blitze gleichzeitig in den Bahndamm einschlagen. Und da kann man so viele IS suchen, wie man will; es bleibt dabei, daß nur am Bahndamm die Blitze gleichzeitig einschlagen und in allen anderen IS eben nicht.
Und damit ist die Sache schon gegessen, denn eine Vorgabe kann auf einen physikalischen Effekt keinen Einfluss nehmen. Wenn eine Theorie so etwas zulässt, dann ist sie Unsinn.
Du verkennst den Sinn einer Vorgabe. Um eine Aufgabe zu lösen, werden Anfangsbedingungen
vorgegeben:
Löse x = a + 5 für die Vorgabe a=3
Berechne die Zieleinlaufzeitdifferenzen zweier Läufer. Vorgaben: einer läuft mit 10m/s und der andere mit 11m/s, Strecke=110m,
gleichzeitiger Start.
Berechne den Zeitversatz der Blitze im Zug. Vorgabe: Die Blitze schlagen am Bahnhof gleichzeitig ein.
Erstaunlich ist nur, dass Menschen mit anzunehmender Vernunft nicht in der Lage sind, das Absurde an dieser Situation, also einer Physik mit "Vorgabe", zu erkennen.
Erstaunlich ist vielmehr, daß mancher nicht erkennt, daß jede spezielle physikalische Aufgabe die Vorgabe von Randbedingungen erfordert.
In unserem Fall ist eine Aufgabe zu lösen, deren Randbedingung lautet: Im Bahnhof finden zwei Ereignisse gleichzeitig statt.
Daß das in der SRT bedeutet, daß diese beiden Ereignisse dann in allen anderen IS ungleichzeitig sind, ist eine fundamentale Aussage der SRT. Diese Aussage ist ganz unabhängig von der Wahl eines beliebigen IS als RuheIS. In allen RuheIS, ausgenommen das zuerets beschriebene, sind die beiden ereignisse ungleichzeitig.
Daß du das verkennst, wundert mich schon sehr.
MS hat geschrieben:Wenn der Schaffner Gleichzeitigkeit sieht (in eurem Beispiel), so schliesst das aus, daß der Wärter "Gleichzeitigkeit" sieht ,und umgekehrt.
Egal, wie du es drehen oder wenden willst, egal wieviel Prosa du da ausschüttest, das ist Standard und das sagt die SRT aus.
So einfach ist das, wenn man sich auf dem Boden der SRT bewegt.
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