Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 4. Jul 2013, 09:45

Jondalar hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Nein, ein bewegter Beobachter kann auch etwas messen: Zum Beispiel kann die Polizei aus einem bewegten Fahrzeug die Geschwindigkeit eines anderen Fahrzeugs messen (sprich die Relativgeschwindigkeit zwischen den beiden). Allerdings existierte diese Meßmethode (mit der Reflektion des Lichts) zur Zeit Galilei nicht.


Das ist ein einfaches Beispiel, das zeigt, dass die Formelen für ruhende B schlichtweg einfacher sind. Wenn die Polizei steht und nur misst, wie schnell sich das Auto dagegen bewegt, muss man nur ermitteln, wie schnell der Laser/Radar wieder beim Absender eintrifft. Im bewegten Polizeifahrzeug muss man noch die Eigengeschwindigkkeit addieren.


Hier würde der Limburger "Protagonist" sagen, Du verstehe Bahnhof von Physik und möchte Dir ein Grundbuch für 1. Klässler kaufen, weil es so etwas wie eine "Eigengeschwindigkeit" des fahrenden Polizeiautos nicht gibt. ;) Es kann für den Limburger "Probanden" sowieso in der Natur nicht die Konstellation existieren, die Du so locker aus der la main erfunden hast, dass zwei bewegte Beobachter sich in Relation befinden : "die den Bezug zweier gegenseitig Bewegter Systeme darstellen will, komplizierter sein muss, als die benutzte mit nur einem bewegten BS/IS". So was kann es nicht geben gemäß dem Limburger Protagonisten, Du hast eine abstruse Fantasie. ;)


Jondalar hat geschrieben:
Das ist hier kein großer Akt, aber bei mehreren Körpern die sich in verschiedene Richtungen mit verschiedenen v gegeneinander bewegen kann so eine Formel ganz schnell sehr kompliziert werden.


Nun, wenn die Mathematiker sich weigern, Berechnungen durchzuführen, weil sie zu kompliziert sind, wozu haben wir Mathematiker?
Sorry, aber 1+1=1 oder 3+2=3 kann ich auch so aus der la main selbst berechnen, ich brauche kein Mathematikstudium dafür. :P

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Jondalar » Do 4. Jul 2013, 09:55

Jocelyne Lopez hat geschrieben:So was kann es nicht geben gemäß dem Limburger Protagonisten, Du hast eine abstruse Fantasie. ;)


Naja, ohne weiter hetzen zu wollen, aber gerade weil ich so eine Phantasie habe, kann ich mir die RT wohl auch vorstellen. Eine völlig phantasielose Limburger-Formelsammlung kennt nur nackte Zahlen und sieht nicht, wie reichhaltig und bunt das Universum abseits der Zahlenkolonnen ist.

Manche Leute, wie ja auch der Harald, haben keinerlei Probleme, sich 4 Sphären bei zwei Ereignissen vor zu stellen, andere sind schon überfordert sich überhaupt eine Sphäre vor zu stellen :)

Wäre ja auch kein Verbrechen, ich kann z.B. nicht zeichnen oder Diagramme erstellen, da bin ich eine Totalniete und gebe das auch gerne zu, aber zu behaupten, man hätte etwas besser verstanden als jeder Andere und dann nur Mist oder unzusammenhängende, nicht legitime Beispiele zu bringen, das sollte schon als Verbrechen geahndet werden.

;)

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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Jondalar » Do 4. Jul 2013, 10:03

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Nun, wenn die Mathematiker sich weigern, Berechnungen durchzuführen, weil sie zu kompliziert sind, wozu haben wir Mathematiker?
Sorry, aber 1+1=1 oder 3+2=3 kann ich auch so aus der la main selbst berechnen, ich brauche kein Mathematikstudium dafür. :P


Das nehme ich mal extra raus, weil es ein Extraproblem ist, das ich noch nicht einmal den Mathematikern in die Schuhe schioeben möchte. Bei hochkomplizierten Formeln - Beispielsweise einer Wetterberechnung - genügt es nicht mehr, die Formel in einen PC zu stecken und zu warten was er ausspuckt - das könnte bei einer "nur" deutschlandweiten Wetterprognose über 4 Tage schon gut und gerne mal 2000-3000 Jahre erfordern.

Ein Hochleistungsrechenzentrum zu buchen setzt aber zwei Dinge voraus - einerseits muss gerade Rechenzeit frei sein, was alleine schon nicht sehr wahrscheinlich ist. Irgendwie wollen alle möglichen Leute da was rechnen lassen und die Zeiten sind ähnlich begehrt, wie eine Beobachtungszeit an einem der großen Teleskope. Andererseits kostet diese Rechenzeit auch dementsprechend viel an Geld. Es kostet nicht ganz so viel als würde man 2000 PC´s anschaffen und die rechnen lassen, aber es ist in Näherung ein ganz guter Vergleich.

Die wenigen Mathematiker, die ich persönlich kenne, wären durchaus froh, alle möglichen Sachen berechnen lassen zu können, aber das geht eben nicht so leicht. In der ganzen Physik - sicherlich auch in anderen Bereichen der Wissenschaft - nimmt man daher bestimmte, nicht relevante, Aspekte und Parameter heraus und rechnet "nur" mit den relevanten Daten. Das kritisiere ich auch oft, aber es geht halt nicht anders.

Herzliche Grüße
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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 4. Jul 2013, 10:09

Harald Maurer hat geschrieben:
Wesentlich war mir, dass auch ein Polizist in einem fahrenden Polizeiauto ein "ruhender Beobachter" ist - er ruht ja in seinem Koordinatensystem.


Es wäre aber trügerisch bzw. irreführend zu behaupten, dass das Meßergebnis der Geschwindigkeitsmessung eines Verkehrsteilnehmers auf der Autobahn aus einem fahrenden Polizeiauto durch einen ruhenden Beobachter zustande gekommen sei.

Man kann hier nur sagen, dass die Geschwindigkeitsmessung sehr wohl von einem bewegten Beobachter vorgenommen wurde, jedoch in zwei getrennten Messschritten:

- Erster Schritt: Der bewegte Polizist misst selbst die Relativgeschwindigkeit zwischen dem bewegten Polizeiauto und dem bewegten Verkehrsteilnehmer (Laser).

- Zweiter Schritt: Der bewegte Polizist misst selbst die Eigengeschwindigkeit des bewegten Polizeiautos (durch einen Blick auf den Tacho) und addiert bzw. zieht sie ab.

Es handelt sich also sehr wohl um eine Messung durch einen bewegten Beobachter, jedoch in zwei getrennten Messschritten (beide Messmethoden mit Laser und Tacho existierten zur Zeit Galileis nicht).

Viele Grüße
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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Harald Maurer » Do 4. Jul 2013, 10:27

Jocelyne Lopez hat geschrieben:- Erster Schritt: Der bewegte Polizist misst selbst die Relativgeschwindigkeit zwischen dem bewegten Polizeiauto und dem bewegten Verkehrsteilnehmer (Laser).

- Zweiter Schritt: Der bewegte Polizist misst selbst die Eigengeschwindigkeit des bewegten Polizeiautos (durch einen Blick auf den Tacho) und addiert bzw. zieht sie ab.


Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man solche Vorgänge in der Alltagssprache beschreibt. In der Physik muss man sich präziser ausdrücken, ohne die Bezugssysteme zu vermischen. In der Regel wird dies aus dem Bezugssystem des Messenden beschrieben. Der Polizist ruht demnach und das Messobjekt als auch die Straße sind relativ zu ihm bewegt. Die Straße könnte er auch mit der Laserpistole messen (einfach ein auf der Straße ruhendes Objekt anvisieren). In der Alltagssprache gibt es zwar eine "Eigengeschwindigkeit", in der Physik wäre das ein schlampiger Ausdruck. Die Eigengeschwindigkeit gibt es aber in der Astronomie, wenn man die Geschwindigkeit einer Galaxie absolut definiert (was in der Astronomie kein Problem ist).

Grüße aus meinem Ruhesystem
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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 4. Jul 2013, 10:43

Harald Maurer hat geschrieben:
Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man solche Vorgänge in der Alltagssprache beschreibt. In der Physik muss man sich präziser ausdrücken, ohne die Bezugssysteme zu vermischen. In der Regel wird dies aus dem Bezugssystem des Messenden beschrieben. Der Polizist ruht demnach und das Messobjekt als auch die Straße sind relativ zu ihm bewegt. Die Straße könnte er auch mit der Laserpistole messen (einfach ein auf der Straße ruhendes Objekt anvisieren). In der Alltagssprache gibt es zwar eine "Eigengeschwindigkeit", in der Physik wäre das ein schlampiger Ausdruck. Die Eigengeschwindigkeit gibt es aber in der Astronomie, wenn man die Geschwindigkeit einer Galaxie absolut definiert (was in der Astronomie kein Problem ist).

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Die "Eigengeschwindigkeit" eines Objekts ist in der Physik kein schlampiger Begriff (siehe Wikipedia) und findet sehr wohl in der Alltagssprache bzw. in der Realphysik seine nachvollziehbare Entsprechung zum Beispiel bei der Eigengeschwindigkeit eines Autos auf der Autobahn (sprich relativ zum ruhenden Bezugssystem Autobahn). Jeder weiß sofort, was beschrieben und gemeint ist, wenn ich sage, ein Auto bewegt sich mit Eigengeschwindigkeit 70 km/h.

Um die Relativgeschwindigkeit zwischen Objekten zu bestimmen, die sich mit jeweils einer Eigengeschwindigkeit v>0 zueinander bewegen, ist ein Bezugsystem nicht notwendig, das hast Du vor ein paar Jahren hier im Forum sehr einleuchtend erklärt: viewtopic.php?f=6&t=296&start=2580#p27254

Zitat Harald Maurer:

Für 2 Objekte, die eine Relativgeschwindigkeit zueinander haben, braucht man aber kein drittes Bezugssystem - und die Geschwindigkeiten selbst kann (und muss) man auch nicht kennen, denn es ist ja die Relativgeschwindigkeit, die gemessen werden soll. Diese Relativgeschwindigkeit kann auf einer Straße ebenso auftreten wie im Weltraum oder sonstwo. Sie bezieht sich ja nur auf die Objekte selbst.
[…]
Die Relativgeschwindigkeit zweier Objekte zueinander hat mit einer Straße gar nichts zu tun. Die ist mit oder ohne Straße vorhanden. Es wird ja die Geschwindigkeit der Objekte selbst gar nicht gemessen, sondern lediglich die Relativgeschwindigkeit - und die kann aus unterschiedlichen Geschwindigkeiten in gleicher Größe resultieren. Dass der Polizist diese Relativgeschwindigkeit - und nur diese erhält er mit seiner Laserpistole - letztlich auf die Straße bezieht, hat mit dem Messprinzip der Laserpistole nichts zu schaffen. Die weiß nichts von einer Straße...
[…]
Und dass die Bezugssystem-Zaubereien der SRT nur mathematischer Schnickschnack sind, kann man (zumindest als Gedankenexperiment) mit einer Laserpistolen-Messung demonstrieren, die eine relativistische Geschwindigkeitsaddition niemals bestätigen wird, sondern stets nur das klassische Ergebnis zeigen kann!


Viele Grüße aus meinem leider manchmal bewegten System. ;)
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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Harald Maurer » Do 4. Jul 2013, 11:42

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die "Eigengeschwindigkeit" eines Objekts ist in der Physik kein schlampiger Begriff (siehe Wikipedia)

Tasächlich! Mir scheint, Du bist auch schon unter die Wikipedia-AutorInnen gegangen 8-)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 4. Jul 2013, 11:50

Harald Maurer hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die "Eigengeschwindigkeit" eines Objekts ist in der Physik kein schlampiger Begriff (siehe Wikipedia)

Tasächlich! Mir scheint, Du bist auch schon unter die Wikipedia-AutorInnen gegangen 8-)


Das ist ein Ding der Unmöglichkeit, Wikipedia ist ja vor den "cranks" äußerst streng gehütet. ;)
.
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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Jondalar » Do 4. Jul 2013, 11:54

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Das ist ein Ding der Unmöglichkeit, Wikipedia ist ja vor den "cranks" äußerst streng gehütet. ;)


Nachdem es ja erwiesenermassen kein bevorzugtes IS gibt, bliebe die Frage offen, WER denn nun die Cranks sind? Die Cranks oder die, die sie als Cranks bezeichnen?

:lol: ;)

Herzliche Grüße
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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon julian apostata » Do 4. Jul 2013, 12:22

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Deshalb tun sich die Relativisten extrem schwer seit 100 Jahren zuzugeben, dass diese mathematischen Spekulationen aus Transformationen von konkreten Messungen (Längenkontraktion, Zeitdilatation und Relativität der Gleichzeitigkeit) keine realen, physikalischen Effekte sind, denn sie bedeuten zwangsläufig den Gnadenschuss und die Entsorgung der SRT


Nix und niemand verkürzt sich, nur weil grad irgendein IS vorbei rauscht.

Sollte es irgendwelche Relativisten geben, die damit ein Problem haben, dann sind das eben Schwachköpfe!

Sich mit derartigen Personen zu beschäftigen, stellt dann allerdings keine Kritik an der SRT dar, sondern lediglich negativen Personenkult.

Personenkult gibt es in Religion und Politik.

In der Physik hat Personenkult nichts zu suchen.
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