Also was denn nun?
1) Ist der Wärter anfangs ruhend definiert und der Schaffner bewegt, schlagen die Blitze beim Wärter-Detektor gleichzeitig und beim Schaffner-Detektor ungleichzeitig ein?
2) Ist der Schaffner anfangs ruhend definiert und der Wärter bewegt, ist es genau umgekehrt?
3) Bewegen sich beide Systeme voneinander symmetrisch weg (kann nur aus einem dritten IS festgestellt werden), dann schlagen sowohl beim Wärter und beim Schaffner die Blitze ungleichzeitig ein?
Die Beurteilung aus einem dritten IS kann aber sowohl dem Wärter als auch dem Schaffner egal sein, sie wissen gar nichts davon.
Also definiert sich der Wärter ruhend und der Schaffner bewegt sich. Fall 1) ?
Oder der Schaffner definiert sich als ruhend und der Wärter bewegt sich. Fall 2) ?
Nur für den dritten Beobachter ergibt sich Fall 3) Und wenn es ihn nicht gibt, dann Fall 1) oder Fall 2)
Die armen Detektoren!
Also was messen die Detektoren???
Die Animation von fb... setzt übrigens eine materielle Längenkontraktion voraus. Die gibt es aber real nicht, sondern es ist bloß ein Messeffekt. Wie soll das funktionieren?
Aber am meisten interessiert es mich, was die Detektoren anzeigen werden. Es gibt nur die Relativgeschwindigkeit. Die "Ruhe" eines IS ist nur eine Definition. Je nach Definition sollte das Messergebnis der Detektoren unterschiedlich sein? Wissen die Detektoren, was eine Definition ist und richten sich danach?
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben: Im „Ruhe“ IS der Lampe sehen nur jene Beobachter etwas, die im Ruhe IS der Lampe ruhen.
Die Lampen ruhen nur in Bezug zum 3. Beobachter! Sie erzeugen daher einen Blitz an beiden Seiten der IS, die für den dritten Beobachter gleichzeitig einschlagen, da für ihn beide Systeme gleichermaßen verkürzt gemessen werden und fb....s Animation sowieso nicht funktionieren könnte, weil sie sich tatsächlich nicht verändern.
Daher die Frage 1), 2) oder 3).
Detektoren messen, was tatsächlich geschieht. Sie messen keine Definitionen.
Das Szenario kann ja von vornherein aus der Sicht des Schaffners beschrieben werden. Dann müsste der Wärter die Signale ungleichzeitig empfangen. Man kann als Ausgangssituation jedes der beteiligten IS als Ruhesystem wählen.
Was kommt denn dann heraus? Ein heilloses Durcheinander?
Einstein postuliert c=const in jedem ruhenden IS! Jedes kann als Ort der Beschreibung des Szenarios dienen und in diesem sind dann die Blitze gleichzeitig eingeschlagen.
Grüße
Harald Maurer