Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Mo 10. Jun 2013, 10:42

Bild

Lübecker hat geschrieben:Denn die Uhren unten und auch die Uhren in der oberen Reihe sind ja Angaben aus der Sicht des Wärters im Ruhesystem des Wärters. Ganz deutlich, alle Uhren zeigen das was der Wärter real im Ruhesystem des Wärters (IS_gleis) sieht.


Na endlich. Genau das erkläre ich dir dauernd.

Die LT von S (unteres System) nach S' (oberes System) ergibt die oben angegebenen ortsabhängigen Zeiten. Und diese transformierten Zeiten sieht der in S ruhende Wärter.

Folglich gilt:

Die Ergebnisse der LT von S nach S' gelten für den in S ruhenden Beobachter und eben nicht für den in S' ruhenden Beobachter. Die LT von S nach S' ergibt daher nicht die Realität für den Beobachter in S', sonder jenen in S.

Ich nehme mal an, du verstehst nun endlich annähernd den Gehalt der LT.
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Zuletzt geändert von Ernst am Mo 10. Jun 2013, 11:11, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 10. Jun 2013, 10:42

julian apostata hat geschrieben:

Beispiel:
Bild



Du bist plötzlich mit Deinen Graphiken wieder in die Diskussion eingesprungen, nachdem Chief eine sehr anschauliche Animation über das zeitversetzte Empfangen der Blitze durch einen bewegten Beobachter gepostet hat.

Dabei muss man doch feststellen, dass Deine eigene obige Animation für einen gegen das Licht bewegten Beobachter überhaupt nicht anschaulich ist - um es ein bisschen forsch zu sagen, man versteht Bahnhof aus Deiner Animation... :(

Und das ist ausgerechnet die Aufgabe einer Animation, eine bestimmte Konstellation anschaulich zu machen, sprich für Dich als Relativisten anschaulich zu machen, dass in der SRT der bewegte Beobachter stets die beiden Blitze gleichzeitig empfängt, und nicht zeitversetzt wie in der klassischen Physik. :(

    - Womit ist der bewegten Beobachter in Deiner animierten Graphik gut erkennbar dargestellt, der in der Animation von Chief als gut erkennbares grünes Kreuz dargestellt wurde? Ich kann ihn bei Dir nicht erkennen. :(

    - Womit sind die Lichtsignale in Deiner Graphik dargestellt, die in der Animation von Chief gut erkennbar mit zwei sich ausdehnenden Kreisen um die Lichtquellen dargestellt werden? Ich kann sie bei Dir nicht erkennen. :(

    - Womit soll man erkennen, dass der bewegte Beobachter gemäß Aussage von Thomas Bührke an Ralf Maeder die Blitze
    zeitversetzt empfängt? :(

Kannst Du nicht lieber eine Animation wie die von Chief liefern, wo die Bewegung des Beobachters und der Lichtsignale ohne Uhren, ohne Tisch, ohne Queue und ohne Zahlen einfach nur rein optisch von jedermann sofort erkannt werden können?

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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Mo 10. Jun 2013, 11:07

Lübecker hat geschrieben:Die SRT sagt ganz klar und eindeutig, im Grund schon unmissverständlich, der erste laufende Schaffner sieht die Blitze gleichzeitig, der im Zug ruhende Schaffer nicht. So schaut es aus

Es sieht eher so aus, daß du mit der SRT immer noch nicht klar kommst.
Denn du machst hier wieder den gleiche Fehler.
Die transformierten Werte sind nicht die Realität in S' (laufender Schaffner), sondern in S (ruhender Schaffner). Wie im Bild mit den Uhren.

D.h. der ruhende Schaffner sieht die Blitze beim laufenden Schaffner ungleichzeitig ankommen. Der laufende Schaffner selbst empfängt die Blitze dagegen gleichzeitig.
Das ist ja gerade der Widerspruch, welchen die SRT damit begründet, daß die LG in beiden Systemen konstant c ist.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon julian apostata » Mo 10. Jun 2013, 12:25

Harald Maurer hat geschrieben:Also wie ist das nun? Nimmt der Beobachter in der Mitte seines ruhenden IS die beiden gleichzeitig von den Endpunkten des IS emittierten Lichtimpulse gleichzeitig wahr, und der inmitten des bewegten Zugs befindliche Beobachter nicht


http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=533&start=450#p55419

julian apostata hat geschrieben:Wir haben also einen Bahndamm, der ist 1200 Meter lang, die Zuglänge beträgt 1500 Meter.

Am Bahndamm schlägt ein Blitz ein zum Zeitpunkt t=0 und x=-600 Meter und x=+600 Meter.

Klar, für den blauen Beobachter in K bei x=0 kommt das Licht gleichzeitig an.

Und jeder Blinde mit Krückstock sieht doch sofort, dass sich die Situation für den grünen Beobachter gänzlich Anders darstellt.

Das rechte Licht startet bei t’=-1,5us und das linke Licht bei +1,5us also 3 us früher!

Das ist doch so klar wie Knödelsoße, dass das rechte Licht eher ankommen muss.


Könntest du mir mal erklären, was an meinen Ausführungen unklar sein sollte?

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Du bist plötzlich mit Deinen Graphiken wieder in die Diskussion eingesprungen, nachdem Chief eine sehr anschauliche Animation über das zeitversetzte Empfangen der Blitze durch einen bewegten Beobachter gepostet hat.


Die Animation hat auch nur indirekt was mit dem Thema zu tun. 2 völlig grundverschiedene mathematische Ableitungen kommen zum selben Ergebnis.

Überhaupt bräuchte wir uns da gar nicht erst großartig rumstreiten.

Die LT macht völlig klare und unmissverständliche Aussagen über die Relativität der Gleichzeitigkeit.

Beispiel: Zwei Ereignisse werden in K gleichzeitig registriert.

In K’ werden sie an den Orten a’ und b’ registriert.

Bild

Jetzt braucht man nur (III) nach t’ auflösen und wir bekommen

t’=t*wurzel(1-v²/c²)-x’*v/c²

Jetzt setzen wir die Örter a’und b’ in die Gleichung ein und erhalten als Zeitunterschied (t fliegt aus der Gleichung raus wegen Gleichzeitigkeit in K)

t’_a-t’_b=(b-a)*v/c²

Man kann ja die LT für Schmarrn halten.

Wenn dem tatsächlich so wäre, dann würde sie halt saudoofe, aber klare Aussagen machen.

Da aber die LT kein Schmarrn ist, macht sie intelligente klare Aussagen.

So oder so: Wer diese klaren Aussagen nicht sieht, der muss sich den Verdacht gefallen lassen, dass er nicht in der Lage ist, einfache arithmetische Umformungen durch zu führen.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Harald Maurer » Mo 10. Jun 2013, 12:44

Lübecker hat geschrieben:Damit ist gezeigt, als die Zuguhren im Zug gleichzeitig starten, stehen die Gleisuhren an den Gleisen auf - 0,334 s und 1 s.

Des Redeschwalls kurzer Sinn: Lübeckers Rechnung ist falsch - wie zu erwarten.
Wenn in einem mit v=0,5 c bewegten Zug mit der Länge von 2 Lichtsekunden von der Mitte aus zwei Lichtimpulse an Vorder- und Hinterwand gesendet werden, und für den mitbewegten Beobachter gleichzeitig dort ankommen, so tritt für einen dagegen ruhenden Au0enbeobachter die Relativität der Gleichzeitigkeit in folgendem Ausmaß auf:
Die Zuguhren starten gleichzeitig.
Die Außenuhren registrieren die Ankunft der Lichtimpulse mit den Zeiten: t1'= 0,57735 und t2'=1,7320508, somit mit der Zeitdifferenz von 1,1547 Sekunden, um welche die Uhr auf der Koordinate x=29979458 km früher startet als die andere!
Lübecker, Deine von Beitrag zu Beitrag schlimmere Selbstdemontage erweckt bereits Mitleid in mir. :cry:

Grüße
Harald Maurer
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 10. Jun 2013, 12:57

julian apostata hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Du bist plötzlich mit Deinen Graphiken wieder in die Diskussion eingesprungen, nachdem Chief eine sehr anschauliche Animation über das zeitversetzte Empfangen der Blitze durch einen bewegten Beobachter gepostet hat.


Die Animation hat auch nur indirekt was mit dem Thema zu tun. 2 völlig grundverschiedene mathematische Ableitungen kommen zum selben Ergebnis.


Soll das heißen, dass Du mit Deiner mathematischen Ableitung zum selben Ergebnis kommt, das von Chief mit seiner Animation ohne Mathematik und ohne Worte gezeigt hat:

Ein gegen das Licht bewegter Beobachter empfängt die Lichtblitze zeitversetzt (wie in der klassischen Physik) und nicht gleichzeitig (wie in der SRT) ?

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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Mo 10. Jun 2013, 13:08

Lübecker hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:Aber Ereignisse, die in einem IS an unterschiedlichen Orten gleichzeitig stattfinden, sind in einem relativ dazu bewegten IS nicht gleichzeitig.
Das ist die RdG der SRT! Da läuft alles so ab, dass die Lichtgeschwindigkeit in jedem IS konstant auftritt, unabhängig von Ruhe und Bewegung - die LG ist daher invariant. Jedenfalls ist das die Basis der SRT.

Wie nun? Genau das wurde bisher immer bestritten, ist das nun nur ein Schreibfehler? Es wurde behauptet, dass nach der „relativistischen“ RdG die Blitze, welche im IS_gleis gleichzeitig an den Zugenden einschlagen, auch im (zum IS_gleis) bewegten IS_zug gleichzeitig einschlagen. Nun heißt es auf einmal, sie sind im bewegten IS_zug nicht gleichzeitig. Könnte sich da mal entschieden werden? Was ist damit:
Harald Maurer hat geschrieben:Die Blitze schlagen in beiden Inertialsystemen gleichzeitig an den Zugenden ein, wenn man voraussetzt, dass die Blitze einschlagen in dem Moment, in welchem sich die Koordinatensysteme gerade decken.

Was bist du nur schwerfällig. Für die Aussage der Gleichzeitigkeit in einem IS muß ein Bezugs IS angegeben werden :!:

Im Ruhesystem des Wärters und im Ruhesystem des Fahrgastes sind die Blitzeinschläge gleichzeitig.
Im Ruhesystem des Wärters sind im Ruhesystem des Fahrgastes die Blitze ungleichzeitig.
Im Ruhesystem des Gastes sind im Ruhesystem des Wärters die Blitze ungleichzeitig.

Das sollte dir aus der Uhrengalerie klar sein. Und dazu aus Symmetriegründen. Deine Bevorzugung des Bahnhofs als Ruhesystem ist total willkürlich. Es ist nämlich ohne diese Wahl ununterscheidbar, ob die Blitze in den Zug oder den Bahnsteig einschlagen. Denn die Einschlagpunkte sind singuläre Raumpunkte, die keinem IS zuordenbar sind.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon M.S » Mo 10. Jun 2013, 13:33

Ernst hat geschrieben:Im Ruhesystem des Wärters und im Ruhesystem des Fahrgastes sind die Blitzeinschläge gleichzeitig.

Das ist eine Aussage, die ich verstehe.
Darf ich das mal aufdröseln:
1.) Im Ruhesystem des Wärters sind die Blitzeinschläge gleichzeitig
2.) Im Ruhesystem des Fahrgastes sind die Blitzeinschläge gleichzeitig


Ich verstehe nun nicht, was die folgenden Aussagen nützen sollen:
Ernst hat geschrieben:Im Ruhesystem des Wärters sind im Ruhesystem des Fahrgastes die Blitze ungleichzeitig.
Im Ruhesystem des Gastes sind im Ruhesystem des Wärters die Blitze ungleichzeitig.


Kann man das Problem nicht beschreiben, indem man die Zuordnung einfach an ein Is knüpft?
Worin liegt der Sinn vom "Ruhesystem des Wärters im Ruhesystem des Fahrgastes" zu sprechen. Gibt es da keine Umformulierung, die sich nur auf ein IS bezieht?
Oder anders gefragt: ist eine derartige, (für mich eigentlich: verkomplizierende) Formulierung eigentlich auch im MainStream üblich, oder ist das "Kritikerjargon" ?
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Mo 10. Jun 2013, 14:22

M.S hat geschrieben:Kann man das Problem nicht beschreiben, indem man die Zuordnung einfach an ein Is knüpft?
Worin liegt der Sinn vom "Ruhesystem des Wärters im Ruhesystem des Fahrgastes" zu sprechen. Gibt es da keine Umformulierung, die sich nur auf ein IS bezieht?
Oder anders gefragt: ist eine derartige, (für mich eigentlich: verkomplizierende) Formulierung eigentlich auch im MainStream üblich, oder ist das "Kritikerjargon" ?


"Ruhesystem des Wärters im Ruhesystem des Fahrgastes" bedeutet einfach: Wie der Fahrgast das Geschehen am Wärter sieht.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Mo 10. Jun 2013, 14:37

Lübecker hat geschrieben:Dazu macht er eine Transformation der Werte aus seinem Ruhesystem S in das Ruhesystem des anderen zu ihm ja bewegten Schaffners in S'. Das kann er mit der LT oder mit der GT machen, ändert nichts daran, dass die neuen Werte genau das beschreiben, was der andere Schaffner in S' real in seinem Ruhesystem sieht. Aus der in S ruhenden Uhr wird in S' eine bewegte und die in S bewegte Uhr wird in S' zu einer Ruhenden Uhr. Und genau das ist nun das, was der Schaffner mit dem Ruhesystem S' real auch dort beobachtet. Es ist ganz sicher nicht das, was der Beobachter der in S ruht glaubt sehen zu müssen, was der Beobachter in S' aber gar nicht beobachtet.

Du verstehst nichts.
Ich erkläre es dir jetzt zum dritten und letzten an dem Bild von Julian:

Bild

Unten ist der Bahnsteig mit Bahnhofsuhren.
Oben ist der Zug mit Uhren in den Fenstern.
Beides sieht der Bahnhofswärter.
Die Uhrzeiten oben ergeben sich aus der LT vom Bahnsteig in den Zug.

Das alles ist die Realität für den Bahnhofswärter.
Aber nicht jene des Fahrgastes. Der sieht seine Uhren alle mit gleicher Zeit, aber nun die Uhren am Bahnhof mit ortsabhängiger Zeit.

Niemand bemerkt in seinem Ruhesystem Uhren, welche unterschiedliche Zeit anzeigen. Ansonsten müßten unsere Uhren auch alle unterschiedliches anzeigen, weil wir ja gegenüber der Sonne bewegt sind. Und wieder anderes, weil wir gegen Alpha centauri bewegt sind.

Das alles ist das kleine 1x1 der SRT. Wenn der Groschen nun nicht fällt, dann nie.
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Zuletzt geändert von Ernst am Mo 10. Jun 2013, 14:39, insgesamt 1-mal geändert.
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