Lübecker hat geschrieben:Das ganze ist nach der SRT hier:
http://de.wikibooks.org/wiki/A._Einstei ... l:_%C2%A72
recht ausführlich mit Rechnung beschrieben. Am Ende gibt es dazu auch Bilder. Es geht hier ja um die Frage, was sagt die SRT genau aus, was ist die RdG. Das wird eben erklärt. Einige verstehen es und andere eben nicht. Die Erklärungen sind wie gezeigt aber alle konform zur SRT und der RdG.
Ja, lieber Lübecker, in Wikibook ist es ausführlich beschrieben - und sogar mit schönen Bildchen. Ernst und ich verstehen die Bildchen richtig und beschreiben das Szenario schon lange richtig, und Du verstehst die Bildchen und die Beschreibung leider immer noch nicht.
Schauen wir uns das mal an: Wiki schreibt:
Gegeben zwei relativ zu einander bewegte Bezugssysteme (v = 100 000 km/s) in der so genannten Ausgangssituation. In diesem Moment (also gleichzeitig) sollen in den Punkten A und B (im System S) bzw. in A' und B' (im System S') zwei Blitze einschlagen.Dazu das Bild der Ausgangssituation:

- ausgangssituation.jpg (6.58 KiB) 3320-mal betrachtet
Dazu schreibt Wiki:
Wenn die Punkte 300 m rechts bzw. links von O und O' liegen, treffen die von den Blitzen ausgehenden Lichtimpulsen nach 1 µs in der Mitte zusammen. Aber: In der Mitte von AB oder von A'B'?. Je nach Standort des Beobachters hat sich nämlich inzwischen das System S' um 100 m nach rechts oder das System S um 100 m nach links bewegt – und mit dem System auch die Einschlagpunkte der Blitze.Und zeigt zuerst die Situation
aus der Sicht des Beobachters O in S::

- beobachter_S.jpg (6.96 KiB) 3441-mal betrachtet
Und danach die Situation
aus der Sicht des Beobachters O' in S':

- beobachter_S'.jpg (7.11 KiB) 3450-mal betrachtet
Dazu der Kommentar:
Die Lichtimpulse treffen also nur für einen der beiden Beobachter in der Mitte zusammen, für den anderen legen bis zum Zusammentreffen unterschiedlich lange Wege zurück. Folglich haben die Blitze für diesen Beobachter nicht gleichzeitig eingeschlagen.Was bedeutet das?
Für den Beobachter O in S treffen die Lichtimpulse gleichzeitig ein, er folgert aber, dass für den Beobachter O' in S' die Lichtimpulse ungleichzeitig eintreffen (das kann er nur annehmen, beobachten für den anderen Beobachter kann er ja nicht!)
Das nächste Bild zeigt die Situation des Beobachters O' in S':
Für den Beobachter O' in S' treffen die Lichtimpulse auch gleichzeitig ein. Hier nimmt dieser Beobachter aber vom
anderen Beobachter in S an, dass dieser ungleichzeitig von den Lichtimpulsen erreicht werden müsste.
Beide aufeinanderfolgenden Bilder zeigen die Transformation vom IS S in das IS S'
Beide Beobachter nehmen
in ihren Ruhesystemen die Lichtimpulse gleichzeitig wahr, sowohl der in S als auch der in S'. Jeder Beobachter folgert für den anderen, dass dieser die Lichtimpulse ungleichzeitig empfangen müsste - aber diese Folgerung ist falsch.
Kein Beobachter kann für den anderen beobachten sondern nur seine eigenen Beobachtungen machen. Aber die Beobachter könnten Detektoren mithaben und danach vergleichen.
Die Detektoren werden laut SRT beide das gleichzeitige Eintreffen der Lichtimpulse registriert haben! Falls die SRT zutrifft, natürlich!
Verstehst Du's?
Wenn man nur die eine Seite der Medaille darstellt, so wie bei Bührke, so ist das unvollständig und irreführend, denn dann ist das nur die Situation aus einem der IS betrachtet - und das ist dann nur die klassische Situation. Bührke hätte auch die Situation aus dem anderen IS zeigen müssen, so wie man es bei Wiki findet. Da klärt sich der Fall wohl auf:
Der Beobachter O und der Beobachter O' empfangen
in ihren Ruhesystemen die Lichtimpulse
gleichzeitig, aber jeder nimmt vom anderen an, dass diesen die Lichtimpulse ungleichzeitig erreichen. Bei einer Lorentztransformation von einem IS S in das andere IS S' wird man also auf jeweils einen Beobachter stoßen, welcher die Lichtimpulse gleichzeitig empfängt. Ergebnis: jeder Beobachter nimmt die Blitze gleichzeitig wahr. Wie wir Cranks die ganze Zeit behaupten und die Pseudorelativisten nicht kapieren wollen.
Und wer hat's jetzt immer noch nicht verstanden?
Grüße
Harald Maurer