Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Fr 7. Jun 2013, 14:55

Highway hat geschrieben:Das widerspricht aber der Aussage, das die Transformation in das Ruhesystem des Schaffners hinein transformiert und das die Transformierte damit die Wahrnehmung des Schaffners beschreibt.

Du schilderst es jetzt umgekehrt und sagst, die Transformierte beschreibt die Scheinwahrnehmung des Fahrgastes. Oder habe ich dich missverstanden?

Wat denn nu? ;)


Die Transformation aus S nach S' (S' = f(S)) sagt, welchen Koordinaten in S (x,t) die Koordinaten in S'(x',t') entsprechen.

Oder anders ausgedrückt: Die Koordinaten in S' existieren aus Sicht von S. Und umgekehrt.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ralf Maeder » Fr 7. Jun 2013, 15:51

Artie hat geschrieben:Dazu passt auch folgendes:
Ralf Maeder hat geschrieben:Gerade habe ich mal versucht, im Internet Beispiele zu finden, die die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit veranschaulichen und bin zu dem erstaunlichen Ergebnis gekommen, dass es nichts dergleichen gibt.

Merkwürdig, ich finde dieses Zugbeispiel sehr regelmäßig und oft...

Ralf Maeder hat geschrieben:All unsere Ueberlegungen, wann wo von wem ein Blitz oder zwei empfangen wird hat offensichlich noch niemanden interessiert (?). Da wird vornehmlich die Relativitaet der Gleichzeitigkeit thematisiert.

:shock:
:lol:
Da wurde die Lösung gefunden und man hat es nicht bemerkt.;)
Hatte ich doch schon vor einigen Postings gesagt, das die RdG den Schlüssel zu den Blitzen darstellt.
@Ralf, das ist lustig, aber ich lache dich nicht aus.

Ja Artie, Zugbeispiele gibt es zuhauf, und die werden mal laut Buehrke interpretiert, mal laut Harald (hier im Forum). Ich muss zugeben, dass ich im Moment etwas verwirrt bin und nicht genau weiss, wo ich das Problem zu fassen bekomme um es zu verstehen. Deshalb wuerde ich es mir wuenschen, auch andere Beispiele anzuschauen und zu analysieren (habe aber auf die Schnelle nur Zuege gefunden, vielleicht gibt es Abhilfe?). Ich bin mir auch (noch) nicht sicher, ob die RdG wirklich das wichtige Element sein sollte, die mir sagt, ob ein Beobachter nun die beiden Blitze gleichzeitig oder zeitversetzt wahrnimmt? Auch interessiert es mich noch nicht, ob die nun angeblich am selben Ort eingeschlagen sind oder nicht, sondern wann und wo erreichen den Beobachter die Lichtfronten.

Insofern und nach deinen Worten ist bei mir der Groschen noch nicht gefallen. :?

Gruss Ralf.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon max 82 » Fr 7. Jun 2013, 16:25

So jetzt versteh ich gar nichts mehr ! Was ist nun ein IS System ? Der Zug?
Bahnsteig ? Und ist das Beispiel mit den Sternen nicht EIN IS wos dann ja eigentlich nur um Lichtlaufzeiten geht ? Und im Zug befindet sich nun ein Fahrgast und ein Schaffner der sich im Zug bewegt ? Und was passiert eigentlich in dem Moment indem die Blitze einschlagen wenn sich Zug und Bahnsteig genau mittig zueinander befinden? Lösen die beiden Blitze wieder ein Signal aus welches dann zur Zug oder BahnsteigMitte eilt denn nur so kann es den Gast in der Zugmitte gleichzeitig erreichen ? Denn wenn man nun annimmt dass es im Moment der Begegnung außerhalb des Zuges blitzt, und der Zug ja weiterfaehrt und die Lichtstrahlen von aussen zur Zugmitte müssen ,dann kann er sie ja wohl nicht gleichzeitig in der Mitte empfangen !

Grüße
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Kurt » Fr 7. Jun 2013, 16:35

max 82 hat geschrieben:Und was passiert eigentlich in dem Moment indem die Blitze einschlagen wenn sich Zug und Bahnsteig genau mittig zueinander befinden? Lösen die beiden Blitze wieder ein Signal aus welches dann zur Zug oder BahnsteigMitte eilt denn nur so kann es den Gast in der Zugmitte gleichzeitig erreichen ? Denn wenn man nun annimmt dass es im Moment der Begegnung außerhalb des Zuges blitzt, und der Zug ja weiterfaehrt und die Lichtstrahlen von aussen zur Zugmitte müssen ,dann kann er sie ja wohl nicht gleichzeitig in der Mitte empfangen !


Du brauchst jemand "normalen"(unabhängigen), einen der Schritt für Schritt mit dir das Zugfahren durch geht.
Dann wird's plötzlich ganz logisch.

Kurt
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon fallili » Fr 7. Jun 2013, 16:52

Bevor ich nun in 2 Stunden in den Urlaub fahre, muss ich einen peinlichen Fehler eingestehen. ich hab in meinem Beispiel angenommen, das ein mit 10 km/s fliegender Astronaut in 2 Jahren 26 mio km weit kommt. Hab vergessen reinzumultiplizieren, dass ein Tag 24 Stunden hat. Peinlich peinlich peinlich.
Er kommt also entweder 24 mal so weit - oder, was aber definitiv einfacher ist, das Beispiel so zu ändern:
Die Geschwindigkeit des bewegten Beobachters ist 10 /24 also 416.6 m/s.

Ist mir übrigens sehr viel lieber so - weil da die relativistischen Effekte sowohl bei SRT (Zeitdifferenz zwichen den Beobachtern) als auch bei ART (für die im Experiment benötigten Beschleunigungsvorgänge) deutlich kleiner werden und noch "vernachlässigbarer" werden.

Und die diversen Beschleunigungen müssen auch nicht mehr mit 100 g erfolgen, was auch alles viel "realistischer" macht.
Und alle anderen Annahmen und Konsequenzen können genauso bleiben wie beschrieben.

Dennoch - PEINLICH
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Fr 7. Jun 2013, 17:21

Highway hat geschrieben:Sag ich doch. Du sagst es ist die Sicht des Beobachters in S wie dieser einschätzt, was der Beobachter in S' sehen müsste, aber nicht sieht.

Genauso ist es und du hast das schön ausgedrückt. :)
Die Transformation von S nach S' (S'=f(S)) ist die Realität von S' in S. Und nicht die Realität in S' selbst.

Das ist aber konträr zu Haralds Auffassung und ich gebe zu das dies auch meine Auffassung ist. Denn er sagt dass von S in das Ruhesystem von S' transformiert wird. Das müsste dann aber die Wirklichkeit in S' sein und nicht nur eine Vermutung aus S. Die SRT legt doch wert darauf das die Effekte wirklich existieren und nicht nur die jeweilige Fata Morgana eines willkürlichen Beobachters ist.

Daß das nicht so sein kann, sagt eine einfachste Überlegung. S' weiß ja nicht, aus welchem IS (davon gibt es ja unendlich viele) in sein IS transformiert wurde. Da müßte er gleichzeitig unendlich viele Realitäten haben. Geht wohl nicht. ;)
Ich glaube auch nicht, daß Harald das so meinte.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Fr 7. Jun 2013, 17:22

Chief hat geschrieben:Nein, wir diskutieren "Einsteinszug" im Sinne der physikalischen Wahrheit!

Die es gar nicht gibt.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ralf Maeder » Fr 7. Jun 2013, 17:38

Was macht denn nun der neue Fahrgast hier auf einmal?
Der sitzt in der Zugmitte, oder? Genau wie der Schaffner!
Was soll es da fuer einen Unterschied zwischen den beiden geben?

:?: Ralf.
Zuletzt geändert von Ralf Maeder am Fr 7. Jun 2013, 17:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ralf Maeder » Fr 7. Jun 2013, 17:47

Ich muss zugestehen, anstatt dass sich die Situation klarer darstellt, wird es immer konfuser fuer mich.

Damit ich nicht von Aepfeln und die anderen von Birnen sprechen oder verschiedenen IS oder Tranformationen, hier noch einmal meine Frage anders gestellt: Ich bin der Schaffner, wie nehme ich die beiden einschlagenden Blitze wahr, gleichzeitig oder zeitversetzt?

Gruss Ralf.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Fr 7. Jun 2013, 17:56

Lübecker hat geschrieben:Werden zwei gleichzeitige aber räumlich getrennte Ereignisse vom einem IS in das andere transformiert, dann sind diese dort nicht mehr gleichzeitig und das gilt natürlich für den Bebachter dort.

Das ist wie alles andere von dir falsch bzw. ist nicht SRT.
Warum das so ist, hatte ich ja gerade beschrieben; es gibt unendlich viele IS, aus welchen in ein spezielles IS transformiert werden kann. Nach deiner Vorstellung wird der Beobachter darin irre, weil er tausend verschieden Ungleichzeitigkeiten mißt.
Es sollte schon klar sein; man kann in ein IS keine beliebige Realität hineintransformieren.
Die Transforamtion nach S' ist die Realität von S' in S aber nicht in S'.
Jedenfalls nach SRT .
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