DerDicke hat geschrieben:Kurt hat geschrieben:Haben sie gekurbelt oder nicht?
Klar ham se gekurbelt. Zumindest ist es nötig die Achsen des vor- und rücklaufenden Strahles zur Deckung zu bringen.
Eben nicht!
Die beiden, ab dem erstem Strahlteiler getrennt laufenden Lichtstrahlen, sind so zu lenken dass sie aus verschiedenen Richtungen und aufgeweitet auf die Überlagerungsfläche treffen.
Dabei spielt es z.B keine Rolle ob die erste und die vierundzwangsigste "Welle" verglichen werden, nur das Phasenverhältnis der "Wellen an sich" ist dabei relevant.
Da bedeutet dass:
- die einzelnen Strecken unterschiedlich lange sein können, somit keine Symmetrie der beiden Wege notwendig und! auch erkennbar ist.
- sie dürfen garnicht symmetrisch sein denn dann gäbs keine Interferenz, sondern nur ein Mischprodukt der beiden Signal am Auftreffpunkt.
Wenn also keine Phasendrehung der beiden Signale stattgefunden hätte, die Wegstrecken absolut gleich sind (oder eine Wellenlänge verschoben) wäre der Lichtpunkt doppelt so hell wie nur bei einer Umlaufrichtung.
Damit konnten sie aber garnichts anfangen, denn sie brauchten ja ein Strichmuster.
Das geht aber nur wenn die beiden Signale flächenmässig verteilt und aus unterschiedlichen Richtungen auf die Fläche fallen.
Denn nur so ergibt sich ein (Strich)Muster.
Muster bedeutet Veränderung der Phasenlagen der beiden Signal zueinander an dem jeweiligem Flächenpunkt.
Hält es jemand für möglich dass man das einfach aufbaut, ohne Kurbeln es schon perfekt so ist?
Oder meinen die die Kurbeln annehmen, dass das das blind einzukurbeln ist, nach dem Einschalten einfach so perfekt passt.
Es geht immerhin um die Kleinigkeit einer tausendstel Wellenlänge.
Oder ist es nicht so dass man, egal wo man das Muster hinschiebt, nicht wissen kann um wieviel es sich wegen der vermuteten Erdrotation verschoben hat?
Die Erde anzuhalten ist damit man die Linienlage vor sich hat wenn sie sich nicht dreht.
Auch wenn man den vermeintlich von der Erdrotation unbeeinflussten -kleinen Lichtweg verwendet das Problem trotzdem bestehen bleibt, denn man weiss ja immer noch nicht welche Strichlage der -grosse Weg- hervorbringt wenn die Erde rotiert und wenn sie nicht rotiert.
Hier ein paar Anregungen für alle zum Nachdenken.
Ich habe die Frage schon gestellt, eine Antwort habe ich nicht gesehen, oder hab ich sie übersehen?
Ein M+G Sagnac wird aufm Äquator aufgebaut, halbe/halbe.
Welche Strichverschiebung wird hier wegen der Erdrotation erwarte und gemessen?
Dann:
Ein M+G ähnliches, oder ein anderes (echtes) Sagnacinterferometer wird drehend gelagert aufgebaut, eingestellt und ein Strich markiert.
Nun wird das ganze gedreht, die Strichverschiebung ist sichtbar.
Nun wird gestoppt.
Frage: ist nun der Strich am selben Ort wie vorher, und zwar bei jedem beliebigem Winkel zur Ausgangslage?
Ja oder nein?
(Hintergrund der "Frage")
Wenn das M+G funktionieren würde dann wäre die Strichlage Winkelabhängig.
Wäre sie Winkelabhängig dann müsste sich die Beatfrequenz während der Drehung zeigen, denn je nach Drehwinkel werden entsprechende Phasendurchgänge/Zustände ja verglichen/durchlaufen.
Überlegt mal wie das beim Laserkreisel ist!!
Kurt
