Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 7. Mai 2013, 18:30

julian apostata hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Es geht nicht, dass die zuständige und verantwortliche Behörde für die Synchronisation der Uhren beim CERN-Experiment antwortet, sie wisse nicht, wie die Uhren synchronisiert wurden... :shock:


Natürlich geht das, dass Verwaltungsfachangestellte über physikalische Einzelheiten nicht Bescheid wissen.


Hier die Ausbildung und der Lebenslauf unserer Ansprechpartner bei der PTB:

Vonwegen „Verwaltungsfachangestellte, die über physikalische Einzelheiten nicht Bescheid wissen"...


Die Ausbildung der beiden hat die Bevölkerung Deutschlands finanziert - und sie ist nicht billig...
Die Arbeit der beiden bei der PTB finanziert die Bevölkerung Deutschlands - und sie ist nicht billig...
Die CERN-Versuchsanlage und die Durchführung des Experiments hat die Bevölkerung Deutschlands finanziert - und sie sind nicht billig...

Dafür wissen die beiden nicht, wie sie die Uhren synchronisiert haben, die sie im Auftrag der Bevölkerung Deutschlands synchronisiert haben...

Dafür wollte die PTB Gebühren erheben für die Beantwortung der Frage, wonach sie nicht wissen, wie sie die Uhren synchronisiert haben...

Dafür "wissen" die beiden ganz genau, dass die SRT bei diesem Experiment hochpräzis bestätigt wurde... Ist schon klar...

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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Ralf Maeder » Mi 8. Mai 2013, 04:36

Lübecker hat geschrieben:
Ralf Maeder hat geschrieben:Ich bedaure, dass du leider im Thread "Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?" nicht an der Diskussion teilgenommen hattest. Dort blieben mir als interessierter Laie mehr offene Fragen als Antworten, und einige neue Verwirrungen in Bezug auf die SRT.

Welche Fragen und Verwirrungen?


Dankbar nehme ich dein Angebot an, bei einigen Verstaendnisproblemen der SRT auszuhelfen. Damit auch andere eventuell Interessierte das Thema mitverfolgen koennen (oder zu einem spaeteren Zeitpunkt), wuerde ich empfehlen, dass ich meine Fragen dort im Thread "Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?" stelle. Einverstanden? Ich erwarte dich dort.

Gruss Ralf.
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 8. Mai 2013, 05:41

Chief hat geschrieben:
Und wie werden die Uhren synchronisiert? Wird die Laufzeit nach L/(c+-v) oder nach L/c berechnet?


Das Schweizer Metrologie-Institut METAS, das zusammen mit der PTB die Uhren für das CERN-Experiment synchronisiert hat, antwortete ganz unkompliziert und unbürokratisch auf die Frage von Dr. Wolfgang Engelhardt, dass bei der Synchronisation der Uhren die Lichtgeschwindigkeit mit c+v gemäß Sagnac angesetzt wurde.

Viele Grüße
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 8. Mai 2013, 14:33

Lübecker hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Das Schweizer Metrologie-Institut METAS, das zusammen mit der PTB die Uhren für das CERN-Experiment synchronisiert hat, antwortete ganz unkompliziert und unbürokratisch auf die Frage von Dr. Wolfgang Engelhardt, dass bei der Synchronisation der Uhren die Lichtgeschwindigkeit mit c+v gemäß Sagnac angesetzt wurde.


Die Lichtgeschwindigkeit ist c. Licht bewegt sich im Vakuum immer mit c.


Stimmt ... gemäß Postulat der SRT.

Der anerkannte Sagnac-Effekt beweist jedoch experimentell, dass ein bewegter Beobachter c +/- v für die LG misst, je nach Bewegungsrichtung. Und dieser Sagnac-Effekt c +/-v wurde für die Synchronisation der Uhren beim CERN-Experiment laut Aussage von METAS zugrunde gelegt, und nicht c=const.

Übrigens: Auch bei dem berühmten Michelson-Experiment, das nachgewiesen haben soll, dass c=const immer gilt und worauf die SRT basiert, wurde die Lichtgeschwindigkeit nicht gemessen, das staunst Du aber, oder? :)

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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 8. Mai 2013, 15:39

Lübecker hat geschrieben:
Im Experiment von Sagnac wird die Geschwindigkeit des Lichtes überhaupt nicht gemessen.


Für die Synchronisation von Uhren mit dem Licht misst man auch nicht die Lichtgeschwindigkeit, sondern man setzt sie voraus:

    - Entweder wird vorausgesetzt, dass die Uhren synchronisiert sind, wenn man die LG mit c=const ansetzt, egal wie schnell und in welche Richtung der Beobachter sich bewegt, sprich dass die LG unabhängig von der Geschwindigkeit des Beobachters ist (Einstein)

    - Oder wird vorausgesetzt, dass die Uhren synchronisiert sind, wenn man die LG mit c+v ansetzt, sprich dass die LG abhängig von der Geschwindigkeit des Beobachters ist (Sagnac).

Das sind zwei grundverschiedene Annahmen und zwei grundverschiedene Geschwindigkeiten der LG.

    1) CERN sagt aus, dass der Sagnac-Effekt bei der Auswertung der Meßdaten nicht berücksichtig wurde, und dass man die PTB darüber fragen sollte, weil der Sagnac-Effekt sich bei der Synchronisation der Uhren viel deutlicher auswirkt als bei der Messung der Laufzeiten zwischen Schweiz und Italien: Die Strecke des Lichts ist nämlich viel länger bei der Synchronisation der Uhren (die Uhren werden ja über Satelliten synchronisiert) als bei der Messung der Laufzeiten auf der Erdoberfläche: 730 km zwischen CERN und LNGR und 20000 km über die Erdoberfläche für die Satelliten.

    2) Die PTB weiß nicht, wie man die Uhren beim CERN-Experiment synchronisiert hat, und ob man c=const oder c+v zugrunde gelegt hat

    3) Die Schweizer METAS sagt aus, dass man für die Synchronisation der Uhren c+v gemäß Sagnac zugrunde gelegt hat.

Siehe die Ausführungen von Dr. Wolfgang Engelhardt im Blog von Markus Pössel aus dem Jahre 2012:
Dr. Wolfgang Engelhardt über das Neutrino-Experiment

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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 8. Mai 2013, 16:24

Lübecker hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Lübecker hat geschrieben:Im Experiment von Sagnac wird die Geschwindigkeit des Lichtes überhaupt nicht gemessen.

Für die Synchronisation von Uhren mit dem Licht misst man auch nicht die Lichtgeschwindigkeit, sondern man setzt sie voraus:

    - Entweder wird vorausgesetzt, dass die Uhren synchronisiert sind, wenn man die LG mit c=const ansetzt, egal wie schnell und in welche Richtung der Beobachter sich bewegt, sprich dass die LG unabhängig von der Geschwindigkeit des Beobachters ist (Einstein)

    - Oder wird vorausgesetzt, dass die Uhren synchronisiert sind, wenn man die LG mit c+v ansetzt, sprich dass die LG abhängig von der Geschwindigkeit des Beobachters ist (Sagnac).

Das sind zwei grundverschiedene Annahmen und zwei grundverschiedene Geschwindigkeiten der LG.

Falsch! Richtig ist nur, dass die Lichtgeschwindigkeit nicht mehr gemessen werden muss, da sie ja bekannt ist und immer konstant c beträgt, alles andere ist falsch.


Jo, das sagtest Du schon mehrmals.

.
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 9. Mai 2013, 09:10

Chief hat geschrieben:
Lübecker hat geschrieben:... Auch die Behauptungen über die PTB sind ja schon falsch. Die Behörde erklärt schon länger auf einer Seite wie Uhren mit GPS synchronisiert werden und auch in der Antwort steht ganz deutlich, dass der Sagnac-Effekt berücksichtigt wurde. Die Behauptung die PTB würde also nicht wissen, wie die Uhren synchronisiert ist falsch.
...

In welchem Sinne wird Sagnac-Effekt berücksichtigt? Wird die "LIchtlaufzeit" nach t=Entfernung/(c+-v) oder nach t=Entfernung/c berechnet? Wo kann man deine deutliche Antwort nachlesen? :lol:


Du fragst zu viel, die PTB weiß nicht wie der Sagnac-Effekt beim Neutrino-Experiment berücksichtigt wurde...
http://www.kritik-relativitaetstheorie. ... esanstalt/

20.03.2013 - Zitat PTB:

Sehr geehrte Frau Lopez,

Sie hatten sich erneut an uns gewandt, um Auskunft über die Behandlung des Sagnac-Effektes in der Software in den Zeitvergleichs-Satellitenmodems zu erhalten. Da wir dort den Quellcode nicht besitzen, können wir nichts zur konkreten Implementierung aussagen. Sie müssten sich dazu an die Programmierer der Software wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Robert Wynands
———–
Priv.-Doz. Dr. Robert Wynands
Leitung Präsidialer Stab / Head: Presidential Staff
Physikalisch-Technische Bundesanstalt


Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 9. Mai 2013, 12:04

Chief hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Du fragst zu viel, die PTB weiß nicht wie der Sagnac-Effekt beim Neutrino-Experiment berücksichtigt wurde...
...

Vielleicht weiß es der ehemalige Stalker? :?


Wieso ehemaliger?

Aber ja, ganz bestimmt weiß er, was die PTB nicht weiß. :mrgreen:
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Do 9. Mai 2013, 13:17

In rotierenden Bezugssystemen ist der Raum nicht isotrop. Das gilt für die klassische Mechanik ebenso, wie für die Elektrodynamik und alle anderen physikalischen Phänomene. Sein Gezeter darüber an der Lichtausbreitung festzumachen zeigt nur die zugrunde liegende Ahnungslosigkeit.
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 9. Mai 2013, 13:23

Chief hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Wieso ehemaliger?


Er ist nicht mehr so aggressiv, ...


Naja, das hat sich öfter ganz schnell geändert in den letzten 7-8 Jahren... :(

Aber zu bemerken ist immerhin, nachdem sein Guru Markus Pössel das Wort "crank" für die Kritiker der Relativitätstheorie explizit aufgegeben und durch den idiotischen Ausdruck "unorthodoxe Kritiker" ersetzt hat (wo sind denn die "orthodoxen Kritiker"???), verwendet er zurzeit auch nicht mehr das Wort "crank" für die Kritiker, sondern das Wort "Zweifler", was in der Tat weniger aggressiv und herabsetzend klingt. Hierzu zum Beispiel aus der aktuellen etablierten Wissenschaft: Es lebe der Zweifel. Kommen die "Zweifler" etwa in Mode? ;)
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