Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Kurt » Sa 30. Mär 2013, 21:07

Kurt hat geschrieben:Denn wenn der Bezug mit der Erde mitrotiert dann gibts diese Differenz, dieses v, nicht.


Weiteres "Nachdenken".

Was passiert wenn ein Lichtsignal auf der Erdoberfläche waagrecht abgesetzt wird (100 m über Gnd.).
Es laufe 1/10 so schnell wie sich die Erde um sich selber dreht.

Frage:
kommt es von der anderen Seite her wieder zum Sendepunkt zurück oder nicht.
Bzw. um wieviel fliegt es dann höher?

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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Kurt » Sa 30. Mär 2013, 21:56

Chief hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:...

Wieso läuft der Beobachter dann dem Lichtstrahl entgegen bzw. von ihm weg wenn gemessen wurde dass kein Unterschied besteht?...

Das wurde nicht gemessen, sondern, es wurde behauptet, dass kein Unterschied festgestellt werden kann.

Beim Neutrino-Experiment wurde mit c+v synchronisiert, also die Behauptung ist falsch!


Welchem v?
Das dem der Erdrotation (wo genau) oder das dem Breitengradunterschied!!

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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Kurt » Sa 30. Mär 2013, 22:20

Chief hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Welchem v?
Das dem der Erdrotation (wo genau) oder das dem Breitengradunterschied!!


v der Erdrotation am Messort.


Gut, das sagt aber noch nicht Ausreichendes aus.

Es geht ja darum die Uhren synchron zu kriegen.
Und dazu ist auch der Signalweg zu berücksichtigen.
Dieser geht nicht von Cern nach I, sondern über die GPS SATs.

Das SAT-Signal kann also, und macht es auch, sehr unterschiedliche Wege genommen haben.
Das ist zu kennen und zu berücksichtigen.
Denn anders kriegt man keine saubere Zeitbereitstellung hin.

Es ist also jedes Signal das von irgendeinem SAT gekommenist entsprechend zu behandeln.
Mit meiner Frage weiter oben versuche ich die Thematik dazu anzukurbeln/aufzuzeigen.


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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 31. Mär 2013, 08:15

Kurt hat geschrieben:
Ehrlich gesagt, ich kann dir nicht folgen.

Du schreibst:
Die Lichtgeschwindigkeit c wurde immer im Bezug auf einen Beobachter gemessen, der auf der Erdoberfläche ruht.


Wenn der Beobachter auf der Erdoberfläche ruht, in jede Richtung c gemessen wurde, dann ergibt sich doch daraus dass das Licht so gelaufen ist als sei der Bezug dafür an die Erdoberfläche angenagelt.
Denn ansonsten müsste sich eine Richtungsabhängikeit von der Lichtlaufrichtung ergeben haben.


Aber nein, das Lichtsignal ist nicht an die Erdoberfläche angenagelt! Sobald das Lichtsignal sich von der Quelle gelöst hat, läuft es frei über die Erdoberfläche von A nach B, wobei die Erdoberfläche während dem freien Lauf des Signals sich bewegt. Es ergibt sich dann logischerweise einen Laufzeitunterschied zwischen Hin- und Rückweg: Länger wenn die Erdoberfläche vor dem Signal wegläuft, kürzer wenn die Erdoberfläche dem Signal entgegen läuft. Okay?

Man hat aber immer c durch eine Zweiweg-Messung mit einem Spiegel an B gemessen, d.h. man hat die gesamte Laufzeit A-B-A gemessen und gemittelt. Wenn man die gesamte Laufzeit mittelt, setzt man eine gleiche Laufzeit auf dem Hinweg und auf dem Rückweg voraus und kann keinen Laufzeitunterschied ermitteln, logisch. Man behauptet dann, dass es keine Laufzeitunterschiede gibt. Sagnac hat das Gegenteil experimentell nachgewiesen - was man eigentlich nicht experimentell nachzuweisen braucht, es ergibt sich einzig aus der Logik, dass die Laufzeit kürzer ist, wenn die Erdoberfläche dem Signal entgegenläuft, und länger ist wenn die Erdoberfläche vor dem Signal weg läuft.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Kurt » So 31. Mär 2013, 09:42

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Ehrlich gesagt, ich kann dir nicht folgen.

Du schreibst:
Die Lichtgeschwindigkeit c wurde immer im Bezug auf einen Beobachter gemessen, der auf der Erdoberfläche ruht.


Wenn der Beobachter auf der Erdoberfläche ruht, in jede Richtung c gemessen wurde, dann ergibt sich doch daraus dass das Licht so gelaufen ist als sei der Bezug dafür an die Erdoberfläche angenagelt.
Denn ansonsten müsste sich eine Richtungsabhängikeit von der Lichtlaufrichtung ergeben haben.


Aber nein, das Lichtsignal ist nicht an die Erdoberfläche angenagelt!


Wogegen läuft es dann?
Gegen einen Äther in dem sich die Erde dreht, oder gegen einen in dem auch die Sonne rotiert, oder die Galaxie?

Jocelyne Lopez hat geschrieben: Sobald das Lichtsignal sich von der Quelle gelöst hat, läuft es frei über die Erdoberfläche von A nach B,


Was bestimmt wie das Licht dann läuft?

Jocelyne Lopez hat geschrieben:wobei die Erdoberfläche während dem freien Lauf des Signals sich bewegt.


Also bewegt sich die Erde gegen den Lichtlaufbezug.

Jocelyne Lopez hat geschrieben: Es ergibt sich dann logischerweise einen Laufzeitunterschied zwischen Hin- und Rückweg: Länger wenn die Erdoberfläche vor dem Signal wegläuft, kürzer wenn die Erdoberfläche dem Signal entgegen läuft. Okay?


Logischerweise ja.

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Man hat aber immer c durch eine Zweiweg-Messung mit einem Spiegel an B gemessen, d.h. man hat die gesamte Laufzeit A-B-A gemessen und gemittelt. Wenn man die gesamte Laufzeit mittelt, setzt man eine gleiche Laufzeit auf dem Hinweg und auf dem Rückweg voraus und kann keinen Laufzeitunterschied ermitteln, logisch.

Nein, nicht logisch weil falsch.
Die Streckenüberquerung dauert immer länger je schneller die rotierende Erde ist.
Würde die Erde im Lichtleitbezug rotieren so würde eine Richtungsabhängigkeit in der Laufzeit auftreten.
Und zwar ein Unterschied zwischen OW und NS.

Kurt
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 31. Mär 2013, 10:03

Kurt hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Man hat aber immer c durch eine Zweiweg-Messung mit einem Spiegel an B gemessen, d.h. man hat die gesamte Laufzeit A-B-A gemessen und gemittelt. Wenn man die gesamte Laufzeit mittelt, setzt man eine gleiche Laufzeit auf dem Hinweg und auf dem Rückweg voraus und kann keinen Laufzeitunterschied ermitteln, logisch.

Nein, nicht logisch weil falsch.
Die Streckenüberquerung dauert immer länger je schneller die rotierende Erde ist.


Die Erde rotiert immer bei allen Messungen mit der gleichen Geschwindigkeit.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Hannes » So 31. Mär 2013, 10:14

Hallo Kurt !
Nein, nicht logisch weil falsch.
Die Streckenüberquerung dauert immer länger je schneller die rotierende Erde ist.
Würde die Erde im Lichtleitbezug rotieren so würde eine Richtungsabhängigkeit in der Laufzeit auftreten.
Und zwar ein Unterschied zwischen OW und NS.

Du hast recht. Nur hast du Jocelyne deine Meinung zu kompliziert erklärt.
Ausserdem ist eine solche Differenz der LG schon sehr schwer zu messen.
Mit Gruß
Hannes
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon julian apostata » So 31. Mär 2013, 10:36

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Einstein dagegen setzt c=const,


Nein setzt er nicht. C=konstant gilt nur für inertialsysteme.

Mein Gott, wie albern muss man sein, um diesen Müll ständig zu widerholen!
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Yukterez » So 31. Mär 2013, 11:08

Chief hat geschrieben:
Yukterez hat geschrieben:Genau so, wie die Wurfparabel auch noch gültig bleibt, wenn man sie um den Luftwiderstand erweitert.

Bild, Yukterez.

Die bleibt nicht gültig.

Lol Chief (: Daß du die Wurfparabel mit Luftwiderstand nicht hinbekommst, bedeutet nicht, daß die im Vakuum deshalb ungültig wird (: Wie willst du dich zur RT äußern, wenn du noch nicht mal nach Newton rechnen kannst (:
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Kurt » So 31. Mär 2013, 20:11

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Man hat aber immer c durch eine Zweiweg-Messung mit einem Spiegel an B gemessen, d.h. man hat die gesamte Laufzeit A-B-A gemessen und gemittelt. Wenn man die gesamte Laufzeit mittelt, setzt man eine gleiche Laufzeit auf dem Hinweg und auf dem Rückweg voraus und kann keinen Laufzeitunterschied ermitteln, logisch.

Nein, nicht logisch weil falsch.
Die Streckenüberquerung dauert immer länger je schneller die rotierende Erde ist.


Die Erde rotiert immer bei allen Messungen mit der gleichen Geschwindigkeit.


Naja schon.
Rotiert sie am Äquator mit dem gleichem v wie im Hofbräuhaus?

Diese Anmerkung
Die Streckenüberquerung dauert immer länger je schneller die rotierende Erde ist.


ist auf deine Anmerkung hier
Wenn man die gesamte Laufzeit mittelt, setzt man eine gleiche Laufzeit auf dem Hinweg und auf dem Rückweg voraus und kann keinen Laufzeitunterschied ermitteln, logisch

bezogen, denn das stimmt nicht.

Je grösser das Differenz-v ist desto länger dauert die Gesamtlaufdauer.
Es müsste sich also ein Unterschied zwischen OW und NS Richtung messen lassen.
Mir ist aber nicht bekannt dass das schon mal erfolgt ist.

Wenn du das voraussetzt:
setzt man eine gleiche Laufzeit auf dem Hinweg und auf dem Rückweg voraus

dann hast du kein v gegen den Lichtleitbezug.
Denn sobald ein v im Spiel ist sind die Laufdauern unterschiedlich.
Und das summiert sich zu einer Gesamtverlängerung der Laufdauer des Signals auf dem Hin + Rückweg.

Ich weiss noch nicht wie du das Lichtsignal anschaust.
So wie du schreibst rotiert die Erde im Träger.

Kannst du das näher erläutern was du als Bezug fürs Lichtlaufen annimmst/ansiehst.
Ein Bezug ist notwendig denn sonnst kannst du keine Geschwindigkeitsangabe fürs Lichtlaufen machen.


Kurt
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