Die perfekte Energiebilanz

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon julian apostata » Do 28. Mär 2013, 10:44

Highway hat geschrieben:
SRT198.PNG


So, und jetzt darfst du dich nochmal über v(a) auslassen.


Genau, hier führt uns Highway die “Trollforderung” noch mal explizit vor Augen.

Dieselbe Gleichung hab ich in meinem Eigenzitat noch mal rot hervor gehoben, nur dass ich statt a(v)=a und statt a0=g=Anfangsbeschleunigung geschrieben habe.

Jeder, der nun etwas von Differentialrechnung versteht, wird sofort bestätigen können, dass sich aus der roten Trollforderung dann die schwarz geschriebenen “Trollgleichungen” ergäben. Und bei den “Trollgleichungen” komme ich auf einen doppelten Beschleunigungsweg, wie wenn die Kraft in einem homogenen elektrischen Feld konstant wäre.

julian apostata hat geschrieben:g sei die Beschleunigung bei v=0

(1) s=(c²/g)*[1-cos(g*t/c)]
(2)v=c*sin(g*t/c)
(3)a=g*cos(g*t/c)=g*wurzel(1-v²/c²)


Der “Trollweg” lässt sich auch ohne Sinus und Kosinus ermitteln, indem man (2) nach dem Kosinus auflöst und diesen Kosinus dann in (1) einsetzt, so erhält man

s=(c²/g)*[1-wurzel(1-v²/c²)]

Der Beschleunigungweg, um c zu erreichen beträgt also c²/g, also nur doppelt so lang, wie wenn man die kraft im elektrischen Feld konstant ließe.

Das sollten wir uns im Plotter noch mal ansehen.

x-Achse=Geschwindigkeit y-Achse =Beschleunigungsweg

Blau=klassisch rot=trollisch grün=relativistisch

Blau und rot erreichen also c. Grün erreicht c nie, egal wie weit man die Grafik nach oben erweitert.

x^2/2
1-sqrt(1-x^2)
1/sqrt(1-x^2)-1
Bild

Also auch bei der “Trollforderung” errechnet sich nur eine endliche Kraft-Weg-Fläche, also eine geringe Energie, die nicht erklären kann, wie aus einer Protonenmasse hunderte von Protonenmassen entstehen können.
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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon julian apostata » Do 28. Mär 2013, 12:59

Schaun’mer uns noch mal an, wie die “Kritiker” versuchen, ihr Zielpublikum hinters Licht zu führen.

Man postuliert eine Forderung, und behauptet, aus dieser Forderung folgt: c könne deswegen nicht erreicht werden.

Deshalb darf nur die “Forderung” grafisch dargestellt werden, nicht aber die Konsequenz dieser Forderung!

Bild

Dabei zeigt ein bisschen Differentialrechnung, dass die “Trollforderung” eben nicht ausreicht, um das Tempolimit c zu begründen!

sqrt(1-x^2)
1-sqrt(1-x^2)
Bild

Man sieht, wenn das Elektron 0,6*c erreicht hat, dann hat es 0,2* Beschleunigungsstrecke hinter sich. Bei 0,8*c hat es 0,4* Beschleunigungsstrecke hinter sich und für c braucht es die volle Beschleunigunsstrecke.
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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon Harald Maurer » Do 28. Mär 2013, 15:56

julian apostata hat geschrieben:Wie soll bei dieser geringen Energie beim Zusammenstoß zweier Protonen ein Teilchen mit über 100 Protonenmassen entstehen (Higgsboson)?

Die entstehen auch gar nicht, denn die Masse ist auch in der SRT eine invariante Größe!
Hier scheinen überhaupt Schwierigkeiten mit dem Verständnis des Begriffes "relativistische Masse" vorzuliegen. Man sollte daher lesen, was Andreas Müller dazu schreibt:
http://www.scilogs.de/kosmo/blog/einste ... der-unsinn

Grüße
Harald Maurer
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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon julian apostata » Fr 29. Mär 2013, 12:20

Da ich gestern versehentlich (und das auch noch nüchtern am Karfreitag!) beim Ändern meinen Beitrag doppelt gepostet habe, versuche ich das nun rückgängig zu machen.
Zuletzt geändert von julian apostata am Sa 30. Mär 2013, 09:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon julian apostata » Fr 29. Mär 2013, 12:25

Highway hat geschrieben:Bild

Schöne Darstellung - nicht? Einfach Klasse! Man sieht sofort wo der Hammer hängt.


Richtig! Nur Highway sieht es nicht. Man setze a_v=0. Wann wird 0-Beschleunigung erreicht?

Tipp: Man löse die Gleichung nach v auf. Dass Highway das nicht kann, lässt tief blicken.

Harald Maurer hat geschrieben:Hier scheinen überhaupt Schwierigkeiten mit dem Verständnis des Begriffes "relativistische Masse" vorzuliegen. Man sollte daher lesen, was Andreas Müller dazu schreibt:
http://www.scilogs.de/kosmo/blog/einste ... der-unsinn


Und dazu sollte man sich auch mal den relativistischen Pythagoras ansehen. Eigentlich habe ich es ja schon im Eingangsposting erklärt aber ich liebe es doch, mich ständig zu wiederholen.

Bild

Da hab ich doch schon den relativistischen Pythogoras nach m umgeformt.

Bild

Den Ausdruck E/c² hab ich umgetauft in “relativistische Masse”.

Relativistische Masse ist aber nicht real, genauso wenig wie die relativistische Längenkontraktion real ist.

Real werden die Effekte erst bei einem Wechsel des Bezugsystems.

Das kommt leider bei Andreas Müller nicht so richtig raus, und deswegen werd ich morgen vielleicht auch mal dort meinen Senf zum Thema zu geben.

Und jetzt führe man mir noch mal vor, wo irgendjemand einen Widerspruch zu Energiebilanz, Impulsbilanz und relativistischem Pythagoras findet.

Bild

Und vor Allem. Wo sieht hier jemand einen Zuwachs von relativistischer Masse?

Ich habe lediglich einen Zuwachs von Masse eingezeichnet, das allerdings erst nach dem Stoß (=Wechsel des Bezugsystems).

Also genau das, was man in Cern beobachtet.[/quote]
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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon Kurt » Sa 30. Mär 2013, 00:36

julian apostata hat geschrieben:Also genau das, was man in Cern beobachtet.


Soso, ist es nicht so dass man da beobachtet dass es nicht schneller geht als der lokale Lichtleitbezug es hergibt!
Also: der Wirkungsgrad der Beschleunigung von Materie immer mehr absinkt je schneller es an die lokal Grenze geht?

Warum einfach wenn es kompliziert auch geht? (gibt wohl denfür manche notwendigen Kick her)


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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon julian apostata » Sa 30. Mär 2013, 09:16

Highway hat geschrieben:Noch Fragen Trollinchen?


Nein, denn um eine Antwort zu erhalten müsste der Gefragte selbst wissen, was er tut, (warum er beispielsweise die Geradengleichung a_v=a_0*v/c einzeichnet)

Kurt hat geschrieben:Also: der Wirkungsgrad der Beschleunigung von Materie immer mehr absinkt je schneller es an die lokal Grenze geht?


Und der kapiert sowieso rein gar nix.

Für Alle anderen noch einmal: (weil ich mich halt gar so gern wiederhole)

Dies ist die relativistische Gleichung für konstante Beschleunigung.

Höchstgeschwindigkeit in Cern=0.999999991*c. Das in folgende Gleichung eingesetzt und nach g aufgelöst macht eine durchschnittliche Beschleunigung von

Bild

6.211*c/s also ungefähr 1,86 Millonen km/s²

Und jetzt noch mal die Trollforderung (also der von Kurt und co geforderte geringere Wirkungsgrad)

(1) s=(c²/g)*[1-cos(g*t/c)]
(2)v=c*sin(g*t/c)
(3)a=g*cos(g*t/c)=g*wurzel(1-v²/c²)

Das Rote ist die Trollforderung und aus dem Roten folgt (newtonsche Mathematik) folgt das Schwarze, so dass auch das zur Trollforderung gehört.

v=c*sin(g*t/c)

Für v=c eingesetzt und nach t aufgelöst ergibt

t=(c/g)*(Pi/2)=(Eine Sekunde)/6.211*1.57~0.25Sekunden

Nochmal: Nur eine Viertelsekunde Beschleunigung trotz geringeren Wirkungsgrades!

Wo bleibt eine vernünftige Verschwörungstheorie zum Thema Cern?
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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon Kurt » Sa 30. Mär 2013, 11:02

julian apostata hat geschrieben:
Und jetzt noch mal die Trollforderung (also der von Kurt und co geforderte geringere Wirkungsgrad)


Nicht gefordert, sondern real vorhanden.
Das ist was passiert, nicht irgendwelche Möchtegernumstände, gefordert von Trollen!

Für jeden der auch nur einen Funken Naturahnung hat ist es selbstverständlich dass der Wirkungsgrad sinkt wenn die Differenz geringer wird.
Nur manche wollen es halt nicht wahrhaben weil es ihrem "Fähnchen" widerspricht.

Mal die das Schaltbild einer Ladeschaltung für einen Kondensator hin der mit konstanter Spannung über einen Widerstand geladen wird.
Die Verlustleistung die am Widerstand abfällt ist direkt als Wirkungsgrad zu verwenden.


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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon julian apostata » Sa 30. Mär 2013, 11:46

Highway hat geschrieben:Das ist wieder eine deiner dreisten Behauptungen und du wurdest schon mehrfach aufgefordert das zu belegen, dass aus "dem Roten, das Schwarze" folgt. Kommt da noch was oder willst du das auch wieder als hohles Geschwätz stehen lassen? :evil:

Also konkret: cos(g*t/c) != sqrt(1-v²/c²) und deshalb ist deine Behauptung mal wieder pures unhaltbares Gelaber!


Ein echter Troll kann halt das Trollen nicht lassen!

julian apostata hat geschrieben:
g sei die Beschleunigung bei v=0

(1) s=(c²/g)*[1-cos(g*t/c)]
(2)v=c*sin(g*t/c)
(3)a=g*cos(g*t/c)=g*wurzel(1-v²/c²)


Wer meinen Rechnungen nicht glaubt kann auch Folgendes probieren.

http://www.ableitungsrechner.net/

Die Stammfunktion (also den Weg) eingeben.

(c²/g)*[1-cos(g*t/c)]

Und dann nur noch (Optionen) Ableitungsvariable t wählen und darunter bis Ableitung 2 eingeben.

Man sieht an der 1. und 2. Zeitableitung, dass die “Trollforderung” (wegen des Zusammenhang Sinus-Kosinus) hervorragend erfüllt ist, also a=g*wurzel(1-v²/c²)


Bild

Das Blaue stelle die Beschleunigung dar.

g=c/(1Sunde)~83275m/s².

Sie sinkt nach 1,5708 Stunden auf Null, und zwar nach der Gesetzmäßigkeit, wie es die Trolle fordern.

Das Grüne ist die Geschwindigkeit. Sie steigt von 0 auf c innerhalb von 1,5708 Stunden.

Man zeige mir eine Stelle in der Grafik wo nicht gilt: a=g*wurzel(1-v²/c²)

Last Not least noch der zurückgelegte Weg(Rot)=1 Lichtstunde

1-cos(x)
sin(x)
cos(x)
Bild
Zuletzt geändert von julian apostata am Sa 30. Mär 2013, 15:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die perfekte Energiebilanz

Beitragvon Kurt » Sa 30. Mär 2013, 11:54

julian apostata hat geschrieben:
Wer meinen Rechnungen nicht glaubt kann auch Folgendes probieren.


Wer deinen Rechnungen glaubt ist aufgeschmissen.
Denn du rechnest etwas was in der Realität nicht geschieht/existiert.
Be-Rechnungen sollten sich an der Realität, an den real stattfindenden Vorgängen, nicht an Möchtegernem orientieren.


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