Ich erinnere an die 3 Fragen, die ich an die PTB am 31.05.2012 gestellt habe - bei deren Formulierung mit der fachlichen Unterstützung vom Fachmann Dr. Wolfgang Engelhardt nach seinen gescheiterten eigenen Bemühungen, eine eindeutige Antwort zu bekommen:
http://www.kritik-relativitaetstheorie. ... esanstalt/ Zitat Lopez:
1) ob entsprechend dem Postulat der Speziellen Relativitätstheorie angenommen wurde, dass unabhängig von der Bewegung sowohl des Senders als auch des Empfängers c = const gilt, d.h. die Zeitdifferenzen zwischen Aussendung und Empfang eines Zeitsignals nach der Formel Lk /c =delta tk berechnet werden, wobei Lk die zu irgendeinem Zeitpunkt bekannten Abstände zwischen dem Satelliten und den Bodenstationen in CERN bzw. LNGS bedeuten,
2) oder ob entsprechend den Messungen von Michelson und Gale (1925) in Übereinstimmung mit dem Sagnac-Effekt, aber im Widerspruch zur Speziellen Relativitätstheorie, angenommen wurde, dass die Ausbreitungs-Geschwindigkeit des Lichts auf der Erde c ± v beträgt, je nachdem ob sich das Licht in West- oder in Ostrichtung ausbreitet.
3) Es ist mir bekannt, dass N. Ashby c = const nur im nicht-rotierenden Inertialsystem annimmt und für dieses System Zeitdifferenzen berechnet. Diese müssen dann allerdings auf das rotierende System transformiert werden, in dem die Messungen tatsächlich erfolgen. Ashby verwendet hierfür die Galilei-Transformation t´= t, die natürlich der Lorentztransformation widerspricht. Welche Transformation verwendet die PTB, um Zeitdifferenzen, die im nicht-rotierenden System berechnet werden, auf das rotierende System Erde zu übertragen?
Die PTB antwortet erst einmal am 28.06.12 nach einer Erinnerung, dass die „
relevanten Effekte“ der Relativitätstheorie (also c=const) zugrunde gelegt wurden.
Vom Sagnac-Effekt gar keine Rede:
Zitat PTB:
Sie hatten sich an die Physikalisch-Technische Bundesanstalt gewandt, um zu fragen, ob bei der GPS-Kalibrierung für die Neutrino-Laufzeitmessungen des OPERA-Experimentes alles korrekt verlaufen ist. Um es kurz zu machen: Ja.
Die Kalibrierung von GPS-Zeitsynchronisationsverbindungen ist seit Jahren eine Routineangelegenheit für die Zeitlaboratorien dieser Welt. Die hohe Präzision, die dort erreicht wird, ist nur möglich, indem alle relevanten Effekte von Relativitätstheorie, von Atmosphärenphysik und von der Elektronik in den Satellitenterminals berücksichtigt werden. Sie können also beruhigt sein, dort ist nichts schief gegangen. [...] Ergebnis: Die Neutrinos laufen nicht schneller als das Licht. Nach Reparatur ihres Aufbaus kann das nun auch OPERA bestätigen — das ursprüngliche Problem ist also vollständig geklärt, und in dieser Hinsicht ist die Welt wieder in Ordnung.
Nach meiner Rückfrage, ob doch noch der Sagnac-Effekt als Korrektur der relativistischen Effekte der SRT zugrunde gelegt wurde, antwortet die PTB am 20.07.2012, dass sie davon ausgeht, obwohl sie es nicht genau bestätigen kann, weil sie die angewandte Software nicht genau kennt:
Zitat PTB:
Wir haben es nie in Frage gestellt, dass sowohl der Hersteller unseres Empfängers als auch der Autor der R2CGGTTS-Software, die vom BIPM gepflegt und verteilt wird, den Sagnac-Effekt korrekt einrechnen.[...] Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen über den inneren Aufbau fremder Software einfach deshalb keine weitere Auskunft geben können, weil wir selber ja auch nicht mehr wissen. Wie gesagt, weil alle Ergebnisse konsistent zusammenpassen, haben wir keinen Grund zur Annahme, dass die Software des BIPM einen Fehler bei der Korrektur der relativistischen Effekte (Sagnac) enthalten könnte.
Da ist natürlich eine wesentliche Antwort gegenüber der zahlenden Öffentlichkeit fällig:
Womit nun "
passen die Ergebnisse konsistent zusammen"? Mit c=const oder mit c+v?
Man muss sich nämlich entscheiden, beide schließen sich logischerweise gegenseitig aus.
Wie würdest Du sonst die fällige Frage an die PTB formulieren? Hast Du einen besseren Vorschlag für eine Frage?
Jocelyne Lopez