pauli hat geschrieben:
Zitat:
Zitat Lopez:
Weil Ihr aus Eurer Truppe von Alpha Centauri für das Zitieren dieser Verse mich als -----, Antisemitin, Rassistin, Holocaustleugnerin, Holocaustrelativiererin, Kriegsverbrecherin und Unmensch seit Jahren in der Forenlandschaft hetzt und verfolgt und mich dafür mit § 130 Volksverhetzung droht.
War es nicht eher so, dass galileo2609 dir mit ausführlicher Begründung und Quellennachweisen versucht hat zu erklären, warum du das Gedicht nicht für dich vereinnahmen solltest?
Glaubst du, dass deine Situation mit der von Celan vergleichbar war/ist?
Was der notorische Haßprediger "
galileo2609" für Quellennachweisen über einen Dichter recherchiert und was für Begründungen er bringt, mich das Zitieren eines Dichters zu verbieten interessiert mich nicht die Bohne. Glaubst Du etwa im Ernst, ich würde das Verbot von einem „
galileo2609“ oder von sonst jemandem annehmen, ein Gedicht zu zitieren??!! Der Haßprediger "
galileo2609" wäre sogar wohl der Letze im Internet, den ich als Vorbild für meine persönlichen Einstellungen und Handlungen nehmen würde. Celan hat weder speziell für "
galileo2609", noch für mich, noch für Juden, noch für Nicht-Juden, noch für Deutschen noch für Nicht-Deutschen, noch für Holocaustopfer, noch für Nicht-Holocaustopfer sein Gedicht geschrieben. Er hat es für die Menschen geschrieben, wie alle anderen Dichter auch. Ich bin ein Mensch, er hat es also auch für mich geschrieben. Kein Mensch kann ein Gedicht "
vereinnahmen". Du plapperst nur Dummzeug aus "
Alpha Centauri" nach.
Und da Du meinen „
Gammelblog“ nicht liest, dann kopiere ich extra für Dich, wie das eben war, mit dem Verbot von "
galileo2609" mir gegenüber, das Gedicht von Celan zu zitieren:
Deutschland, Heimat der Dichter und Denker?Zitat:
Zitat von Jocelyne Lopez:
Warum sollte man denn in Deutschland über die Todesfuge von Paul Celan schweigen?
Ich muß sagen, dass ich bis vor 5-6 Jahren dieses Gedicht überhaupt nicht kannte, nur durch eine kurze Erwähnung der Worte „Celan” und „schwarze Milch der Frühe” in einer - gehobenen - Forumsdiskussion bei Wissenschaft-online. Ich habe nicht verstanden, was diese seltsamen Worte in dieser Diskussion bedeuteten (es ging übrigens überhaupt nicht um Naziherrschaft und um Holocaust) und ich kannte den Namen „Celan” auch nicht. Ich habe nachgefragt. Man hat mir einen Hinweis gegeben, ich solle bei Google unter „Paul Celan Todesfuge” suchen.
Ich habe dann das Gedicht im Internet völlig unvoreingenommen und frei von fremden Interpretationen, Schulunterrichten und bibliographischem Wissen über das Leben und das Werk des Autors gelesen und aufgenommen. Dass es sich um eine Symbolik der Leiden der Juden unter der Naziherrschaft und um die Ermordung von KZ-Insassen handelte brauchte mir natürlich keiner zu erklären, das habe ich ja sofort erkannt. Dass es sich um die Worte eines Überlebenden handelte, der das persönlich erlebt hatte, habe ich auch erkannt oder zumindest stark vermutet, ohne zu wissen, dass der Autor es in der Tat persönlich erlebt hatte. Das erkennt man irgendwie an seine Worte, obwohl - und vielleicht deshalb, weil das Gedicht nur aus Metaphern besteht. Die Symbolik dieser einen Metapher „schwarze Milch der Frühe“, habe ich gleich unmittelbar persönlich empfunden. Symbolik beschreibt meistens gleichzeitig mehrere Ebenen der Wirklichkeit, das ist das Faszinierende - und manchmal auch das Unheimliche bei der symbolischen Sprache.
Dass meine Interpretation Anlaß zu unglaublich brutalen Angriffen von Users aus dem Internet gegeben hat habe ich immer noch Schwierigkeiten zu verstehen.
Ich gebe z.B. nachstehend einen Austausch über diese Interpretation vor ein paar Tagen im Forum Politikforum.de wieder:
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galileo2609:
Sehen sie, Frau Lopez, sie werden ohne eine tiefere Kenntnis des Überlebens Celans nie eine ‘Begegnung’ (sein Schlüsselwort für die Beziehung von Gedicht und Leser) mit dessen Lyrik haben. In seinen eigenen Worten:
“Glauben Sie mir - jedes Wort ist mit direktem Wirklichkeitsbezug geschrieben. Aber nein, das wollen und wollen Sie nicht verstehen.”
Celans Texte beinhalten eine wahre Anamnese von ‘Daten’, die den Gedichten als komplexer konstituierender Vorgang vorausging und in ihnen aufging. Sie beinhaltet vor allem in der ‘Todesfuge’ die individuelle traumatische Erfahrung des Autors, die im Massenmord an den europäischen Juden kulminierte. Ohne die Einsicht in diese Schreckenserfahrung können diese Texte nicht gelesen werden. Und auch dann, werden sie an seinem “Sprachgitter” scheitern:
“Ich stehe auf einer anderen Raum- und Zeitebene als mein Leser; er kann mich nur “entfernt” verstehen, er kann mich nicht in den Griff bekommen, immer greift er nur die Gitterstäbe zwischen uns.”
Sehen sie, Frau Lopez, sie sprechen sogar schon wieder die Unwahrheit im ‘Rausch ihrer Seele’. Sie aufgrund des Missbrauchs der ‘Todesfuge’ wegen Volksverhetzung verklagen zu wollen, werden sie in keinem meiner Texte finden. Ich “entrüste” mich über ihre moralische Flatline, die in diesem Fall für ihre billige Selbststigmatisierung die Opfer des Zivilisationsbruchs verhöhnt und diesen banalisiert.
Erweisen sie sich selbst einen Gefallen, in dem sie das in Zukunft unterlassen. Und beenden sie diesen unsäglichen Missbrauchs Celans, auch und gerade auf ihrem Blog.
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Jocelyne Lopez:
Nein, Haßprediger “galileo2609“, ich sehe gar nichts…
In Deiner ganzen Analyse des Lebens und des Werkes von Paul Celan kann ich immer noch nicht erkennen, wie Deine persönliche Interpretation der Metapher “Schwarze Milch der Frühe wir trinken und trinken” ist. Symbolen interpretiert man nicht aus Litteraturbüchern oder aus Biographien, sie sprechen direkt jeden einzelnen an. Und darum geht es doch die ganze Zeit. Ich habe Dir meine Interpretation gegeben und begründet. Du aber immer noch nicht.
Was ist also für Dich die “Schwarze Milch der Frühe“? Was hat Paul Celan damit symbolisch umgeschrieben? Das ist doch keine echte Milch, wir sind uns hier einig, nicht wahr? Das ist auch keine Milch, die man schwarz gefärbt hat, oder? Das ist bestimmt auch keine “Durst wegen Bretzeln“, nicht?
Also sag uns bitte endlich, was es Deiner Meinung nach symbolisch bedeutet. Wie interpretierst Du persönlich diese Metapher? Darum geht es doch die ganze Zeit.
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galileo2306:
Sie bleiben schon wieder im “Sprachgitter” hängen, Frau Lopez. Lassen sie es einfach sein. Celan ist eine Nummer zu gross für sie. Mindestens eine.
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Jocelyne Lopez:
aha.
Also meinst Du vielleicht auch, wie Dein Kumpel “MontyHall - Jew of the Day“, für wen die Sprache Celans wahrscheinlich keine “Nummer zu gross ist“, dass seine Metapher bedeutet: “Diese Bretzeln machen verdammt Durst“?
aha.
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MontyHall:
Wer keinen Humor hat, versteht natürlich den jüdischen Humor nicht.
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Jocelyne Lopez:
Aha.
Deine Interpretation der Metapher von Paul Celan “Schwarze Milch der Frühe wir trinken und trinken” aus seiner Todesfuge als “diese Bretzeln machen verdammt Durst“, das war jüdischer Humor.
Aha.
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galileo2609:
Nein, Frau Lopez, das meine ich nicht. Unterlassen sie diese tumben Fälschungsversuche einfach. Und lösen sie sich von Celan. Sie haben mit ihm nichts gemein.
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Jocelyne Lopez:
So, ich habe mit Celan nichts gemein?
Ich meine aber, ich habe mit Celan eine ganze Menge gemein.
Zum Beispiel, dass Celan ein Mensch ist, und dass ich auch ein Mensch bin. Das ist schon eine ganze Menge gemein, oder?
Zum Beispiel, dass Celan auch für mich sein Gedicht geschrieben hat, und dass ich es verstanden habe. Das ist schon eine ganze Menge gemein, oder?
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Sixpack:
Ihr moralisches Niveau ist einfach unterirdisch.
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Jocelyne Lopez:
Wieso ist “mein moralisches Niveau einfach unterirdisch“, wenn ich sage, dass Celan sein Gedicht auch für mich geschrieben hat??
Warum ist das bitte “moralisch unterirdisch“??
Für wen denn hat Celan sein Gedicht geschrieben? Nur für eine bestimmte Anzahl von Personen? Für welche Personen denn?
Für wen schreiben Dichter ihre Gedichte, wenn nicht auch für mich? Warum ist es ein “unterirdisches moralisches Niveau” zu sagen, dass Celan sein Gedicht auch für mich geschrieben hat??
Das Gedicht von Celan wird zum Beispiel auch in den Schulen gelesen und interpretiert, oder? Sollen nur bestimmte Schüler an dem Unterricht dann teilnehmen und die Andere müssen erst einmal vor die Tür gehen? Ich wurde nie in der Schule vor die Tür geschickt, wenn Gedichte unterrichten wurden. Du?
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Sixpack:
Sie nix verstehen?
Natürlich hat Celan das Gedicht geschrieben, damit auch Sie es lesen dürfen. Er hat es für die Nachwelt geschrieben, auf das wir uns an das Leid erinnern.
Er hat es aber ganz bestimmt nicht für Sie geschrieben, damit Sie sich mit den Holocaust-Opfer gleichsetzen könne, bloss weil Ihnen in Foren etwas virtueller Widerspruch ins Gesicht bläst.
Sie meinen, ihr kleines persönliches Problemchen, das Sie seit Jahr und Tag freiwillig ins Internet tragen und das nur in Ihrem Kopf existiert, sei gleichbedeutend mit dem Leid der Holocaust-Opfer. DAS ist Ihre unterirdische Moral.
Jocelyne Lopez:
So? Ich habe mich mit den “Holocaust-Opfern gleichgesetzt“? So?
Wo hast Du das denn phantasiert?
Belege bitte. Hole bitte meine Beiträge über die Metapher von Celan im Internet, wo ich mich “mit den Holocaust-Opfern” gleichsetze. Keine leeren Behauptungen. Du wirst auch keine finden.
So, pauli, erzähle mir jetzt mit Deinen eigenen Worten, warum ich durch meine Interpretation der Metapher von Paul Celan
"schwarze Milch der Frühe" als die Haßpropaganda und die Hetze gegen Minderheiten und Andersdenkenden aus der
"menschlichen Wertegemeinschaft" für die Teilnehmer von "
Alpha Centauri" ausgetreten sei?
Und erzähle mir jetzt mit Deinen eigenen Worten, was
Deine eigene, persönliche Interpretation der Metapher "
schwarze Milch der Frühe" ist. Das hast Du immer noch nicht getan.
Und jetzt erzähle mir mit Deinen eigenen Worten, wieso der Hetzer "
MontyHall" sich erlauben kann, unter dem "
moralischen" Schutz des Hetzforums "
Alpha Centauri" mit seiner zynischen Interpretation der Metapher, KZ-Insassen zu verunglimpfen?
Jocelyne Lopez