HD116657 hat geschrieben:
natürlich hat Einstein auch geschrieben (in Fußnote), aber Jocelyne und Chief verstehen das beide nicht..................
Doch doch, das Beispiel Einsteins zur Erläuterung seiner zugrundelegenden Gleichzeitigkeitsdefinition habe ich sehr wohl verstanden, es ist auch sehr einfach zu verstehen, das könntest Du sogar auch, vielleicht:
Beispiel Einsteins zur Veranschaulichung seines Gleichzeitigkeitsbegriffs:
Zitat Albert Einstein, Zur Elektrodynamik bewegter Körper, 1905, „Definition der Gleichzeitigkeit“ – Seite 893-894:
Wenn ich z. B. sage: “Jener Zug kommt hier um 7 Uhr an,” so heißt dies etwa: “Das Zeigen des kleinen Zeigers meiner Uhr auf 7 und das Ankommen des Zuges sind gleichzeitige Ereignisse. Befindet sich im Punkte A des Raumes eine Uhr, so kann ein in A befindlicher Beobachter die Ereignisse in der unmittelbaren Umgebung von A zeitlich werten durch Aufsuchen der mit diesen Ereignissen gleichzeitigen Uhrzeigerstellungen.
Einstein bescbreibt hier, dass die Gleichzeitigkeit dieser zwei Ereignisse im Bahnhof A durch alle Beobachter im Bahnhof A, sowie durch alle Beobachter in unmittelbarer Umgebung vom Bahnhof A (in Sichtweite) durch optischen Vergleich des Geschehens der zwei physikalischen Ereignisse festgestellt wird: Der Zug kommt an A zum gleichen Augenblick an, wo der kleine Zeiger der Bahnhofsuhr auf 7 zeigt (bzw. wo der große Zeiger auf 12 springt).
Zitat Albert Einstein:
Es ist aber ohne weitere Festsetzung nicht möglich, ein Ereignis in A mit einem Ereignis in B zeitlich zu vergleichen; wir haben bisher nur eine “A-Zeit” und eine “B-Zeit”, aber keine für A und B gemeinsame “Zeit” definiert.
Einstein beschreibt hier, dass die Gleichzeitigkeit dieser zwei Ereignisse im Bahnhof A für Beobachter im Bahnhof B nicht festzustellen ist, die visuell weder das Ankommen des Zugs an A noch die Uhr an A sehen können und dementsprechend von der Gleichzeitigkeit dieser zwei Ereignisse im Bahnhof A keine Ahnung haben.
Einstein kommt also ganz gut mit der Gleichzeitigkeit zu Recht, wie jedermann auch, wenn er gemeinsam mit anderen Beobachtern eine einzige Uhr verwendet und ein Ereignis mit der Zeigerstellung dieser Uhr vergleicht. Dann ist er ganz happy, dieser Vergleich zeigt ihm die Gleichzeitigkeit, ist doch genial.
Er kommt aber in großen Schwierigkeiten mit der Gleichzeitigkeit, der arme Kerl, wenn die Beobachter so weit von der Uhr entfernt sind, dass sie ihre Zeigerstellung nicht sehen können. Sie brauchen dann eine zweite Uhr, und die Probleme Einsteins und der Menschheit fangen an... Einstein hat eine gute Idee und schickt ein Lichtsignal Richtung B zum Zeitpunkt der geschehenen Gleichzeitigkeit an A und ist weiterhin ganz happy.

Wenn aber das Signal an den entfernten Beobachter an B ankommt, ist das nicht die gleiche Zeigerstellung wie an A, das ist absolut schrecklich, der reinste Horror.

Was ist denn passiert? Einstein kratz sich am Kopf und versteht die Welt nicht mehr. Wo ist "
die gemeinsame Zeit" geblieben? Mist, warum ist es denn nicht die gleiche Zeigerstellung an der 2. Uhr, wenn es die Gleichzeitigkeit schon gibt? Einstein ist ganz traurig und grübbelt über die Ursache und über eine Lösung dieses schreckliches Problems, das die Menschheit völlig aus der Bann wirft.
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