"relativistische Effekte" ja/nein?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

"relativistische Effekte" ja/nein?

Beitragvon Kurt » Di 1. Jan 2013, 12:11

Hallo Leute, willkommen in 2013

Alle (fast alle) reden von den sogenannten "relativististischen Effekten", nehmen diese als -naturgegeben- an, glauben das sie existieren.
Es gibt aber keinerlei Beweise dafür, es wurden noch nie welche festgestellt, es sind einfach keine vorhanden!
Wieso krallt man sich an so einer Illusion so lange fest, es ist doch klar dass es diese Effekte nicht gibt, sie nur -hineininterpretiert- werden.
Warum?


Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21774
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Rrelativistische Effekte

Beitragvon rmw » Di 1. Jan 2013, 13:32

Guter Jahresanfang!
Relativistische Effekte gibt es nicht, es gibt nur Dinge die als relativistische Effekte interpretiert werden. Es sind Dogmen wie Religionen halt auch.

Allen alles Gute zum Neuen Jahr!!
rmw
 
Beiträge: 2202
Registriert: Di 6. Jan 2009, 14:05

Re: Rrelativistische Effekte

Beitragvon DerDicke » Fr 1. Feb 2013, 10:58

rmw hat geschrieben:Guter Jahresanfang!
Relativistische Effekte gibt es nicht, es gibt nur Dinge die als relativistische Effekte interpretiert werden. Es sind Dogmen wie Religionen halt auch.

Allen alles Gute zum Neuen Jahr!!

Es ist genau umgekehrt.
Es gibt keine Effekte, die uns zwingen das Postulat der konstanten Lichtausbreitung fallen zu lassen.
Solange das so ist, gebietet Ockham die Beibehaltung der einfachstmöglichen Erklärung, das ist eben die RT.
DerDicke
 
Beiträge: 887
Registriert: So 13. Mai 2012, 21:22

Re: Rrelativistische Effekte

Beitragvon DerDicke » Fr 1. Feb 2013, 14:40

Chief hat geschrieben:Sagnac, Michelson-Gale, GPS, Fizeau, Magnet-Leiter, Michelson-Morley usw... :mrgreen: :mrgreen:

Wie gesagt: Chief macht keine Aussagen, nur Andeutungen.

Aber bitte sehr:
Chief hat geschrieben:... GPS ...

Es hat sich als einfachste Vorgehensweise erwiesen bei Positionsberechnung die konstante Lichtausbreitung anzunehmen und KEINE Relativbewegung gegenüber einem hypothetischen Äther einzubeziehen.
DerDicke
 
Beiträge: 887
Registriert: So 13. Mai 2012, 21:22

Re: "relativistische Effekte" ja/nein?

Beitragvon Lothar Pernes » Sa 2. Feb 2013, 11:36

Chief hat geschrieben:
DerDicke hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:Sagnac, Michelson-Gale, GPS, Fizeau, Magnet-Leiter, Michelson-Morley usw... :mrgreen: :mrgreen:

Wie gesagt: Chief macht keine Aussagen, nur Andeutungen.

Aber bitte sehr:
Chief hat geschrieben:... GPS ...

Es hat sich als einfachste Vorgehensweise erwiesen bei Positionsberechnung die konstante Lichtausbreitung anzunehmen und KEINE Relativbewegung gegenüber einem hypothetischen Äther einzubeziehen.

Du lügst, es wird angenommen (gerechnet) dass sich Satelliten, Erdoberflache und GPS-Empfänger gegen einen relativ zum Erdmittelpunkt ruhenden Äther bewegen. :mrgreen:


Chief, das geht nun doch etwas zu weit. Da lügst jetzt wohl eher Du.
Ein relativ zum Erdmittelpunkt ruhender Äther wird nämlich beim GPS-System wirklich nicht angenommen, sondern genau das, was der Dicke hierzu in einem Satz richtig ausgedrückt hat:
DerDicke hat geschrieben:Es hat sich als einfachste Vorgehensweise erwiesen bei Positionsberechnung die konstante Lichtausbreitung anzunehmen und KEINE Relativbewegung gegenüber einem hypothetischen Äther einzubeziehen.

Falsch dagegen ist die Schlußfolgerung des Dicken, daß dies die Relativitätstheorie bestätige.
Die Annahme invariant-konstanter Lichtgeschwindigkeit beim GPS ist nämlich nur eine die Berechnung vereinfachende Annahme einer "Pseudogeschwindigkeit" c, die nur deshalb das richtige Ergebnis liefert, weil zugleich auch eine entsprechend modifizierte (entsprechend falsche) "Pseudo-Laufzeit" angenommen wird. Der bei der Lichtgeschwindigkeit fehlende Korrektur-Faktor wird nämlich bereits bei der Laufzeitmessung automatisch erfaßt, so daß sich als Entfernung stets das richtige Ergebnis wie folgt ergibt:

Das Meßsystem, welches die Laufzeit des Signals zwischen Satellit und Empfänger mißt, ermittelt nicht die tatsächliche Laufzeit t, sondern die Pseudolaufzeit tps= t*(1±v/c), weil das ausgewertete Signal dopplergeändert in die Messung eingeht.
Diese Doppleränderung braucht - und darf - dann nicht mehr berücksichtigt werden, wenn man statt der tatsächlichen Signalgeschwindigkeit die Pseudogeschwindigkeit c verwendet.

Um die richtige Distanz zwischen Satellit und Empfänger zu erhalten, muß also deshalb diese Pseudo-Laufzeit tps mit der Pseudo-Signalgeschwindigkeit c multipliziert werden:

Es gilt
D = c*tps = c*t*(1±v/c) = c*(1±v/c)*t = (c±v)*t

Die GPS-Berechnung ergibt somit, obwohl man die Pseudolaufzeit tps und die Pseudo-Signalgeschwindigkeit c einsetzt, die Distanz, die sich genau nach der Emissionstheorie mit der echten Laufzeit t und der echten Lichtgeschwindigkeit LG =(c±v) ergibt!

Der GPS-Empfänger rechnet also genau nach der Emissionstheorie und bekommt erst dadurch die besten Ergebnisse, was die Richtigkeit der Emissionstheorie beweist.

Das habe ich hier im Mahagforum schon ausführlich dargelegt:
http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=8&t=268


Falsch ist auch die folgende Behauptung des Dicken:
DerDicke hat geschrieben:Es gibt keine Effekte, die uns zwingen das Postulat der konstanten Lichtausbreitung fallen zu lassen.
Solange das so ist, gebietet Ockham die Beibehaltung der einfachstmöglichen Erklärung, das ist eben die RT.

Hierzu sind folgende Effekte anzuführen, welche die Invarianz der LG widerlegen:
Der Delta-Lambda-Effekt der Emissionstheorie, die spektroskopischen "Doppel"-Sterne, die "Pulsations"-Veränderlichen, die Quasare, die kosmische Rotverschiebung, die "Expansion" des Universums, der "Urknall", die Pulsare, GPS, die Pioneer-Anomalie, die Rotverschiebungsperiodizitäten und die Myonen-Halbwertszeit.

Wen es interessiert: Auf meiner Homepage nachzulesen
http://www.lothar-pernes.de/39994/home.html

Mit freundlichen Grüßen L.Pernes
Lothar Pernes
 
Beiträge: 258
Registriert: Do 18. Mär 2010, 10:19

Re: "relativistische Effekte" ja/nein?

Beitragvon Kurt » Sa 2. Feb 2013, 13:33

Chief hat geschrieben:
Ashby hat geschrieben:In the GPS, the Sagnac effect arises because the primary reference
frame of interest for navigation is the rotating Earth-Centered, Earth-
Fixed frame, whereas the speed of light is constant in a locally inertial
frame, the Earth-Centered Inertial frame.


Bei GPS wird ein Koordinatensystem verwendet dessen Nullpunkt am Erdmittelpunkt angetackert ist, das mit der Erde mitrotiert.

Die Empfängerposition wird dadurch ermittelt dass Laufzeiten ausgewertet werden die den Abstand zu diesen Punkten feststellen.
Dabei wird davon ausgegangen dass das gesendete Signal sich mit c im Koordinatensystem bewegt.

Das heisst dass der Bezug fürs Signallaufen identisch mit dem Koordinatensystem ist.
Ein angenommener Äther würde sich also mit der Erde mitdrehen.

Ich gehe davon aus dass der Träger nicht mitrotiert, sondern dass sich innerhalb des Trägers ein eigener Bezug bildet der dann mit der Erde synchron mitrotiert.
Das geht auf die Überlegung zurück dass Masse den Lichtleitbezug für in ihrer Nähe laufendem Lichtes bestimmt.

Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21774
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: "relativistische Effekte" ja/nein?

Beitragvon DerDicke » Sa 2. Feb 2013, 15:03

ein earth "centered inertial frame" rotiert NICHT mit.
Wenn er rotieren würde, dann wäre er nämlich nicht inertial, und zwar schon simpel nach Newton nicht. Nachzuweisen nicht mit einem Laser o.ä. sondern einem Stein + 20m Blumendraht aus dem Baumarkt.
DerDicke
 
Beiträge: 887
Registriert: So 13. Mai 2012, 21:22

Re: Rrelativistische Effekte

Beitragvon Kurt » Sa 2. Feb 2013, 16:42

DerDicke hat geschrieben:
rmw hat geschrieben:Guter Jahresanfang!
Relativistische Effekte gibt es nicht, es gibt nur Dinge die als relativistische Effekte interpretiert werden. Es sind Dogmen wie Religionen halt auch.

Allen alles Gute zum Neuen Jahr!!

Es ist genau umgekehrt.
Es gibt keine Effekte, die uns zwingen das Postulat der konstanten Lichtausbreitung fallen zu lassen.


Es gibt keine Effekte die uns zwingen das Postulat der konstanten, besonders der invarianten Lichtausbreitung aufrecht zu erhalten.
Es existiert kein einziger Beweis oder Hinweis dass sowas wie Lichtinvarianz existiert/stattfindet.

Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21774
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: "relativistische Effekte" ja/nein?

Beitragvon Kurt » Sa 2. Feb 2013, 16:48

Chief hat geschrieben:Nein, es wird davon ausgegangen dass in diesem (mitrotierenden) System die LG gleich c-v und c+v ist.


GPS setzt darauf auf dass alle Signale, egal in welche Richtung, so laufen dass das verendete Koordinatensystem direkt für die Laufzeitauswertung verwendet werden kann.
Da gibts kein +/- v oder sonstwas.
Da Koord. System dreht sich mit der Erde mit, somit auch der Lichtleitbezug den die gesendeten, in ihm laufenden Signale, verwenden.

GPS funktioniert nur wenn die beiden (Koordintensystem und Lichtleitbezug) identisch sind.
Da bleibn nur zwei Annahmen übrig:
- "Äther" rotiert mit
- Lichtleitbezug ist an die Erde angenagelt

Das Verhalten von -reisender- Materie zeigt aber dass der "Äther" nicht mitrotiert.


Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21774
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: "relativistische Effekte" ja/nein?

Beitragvon DerDicke » Sa 2. Feb 2013, 18:35

Kurt hat geschrieben:Da Koord. System dreht sich mit der Erde mit, somit auch der Lichtleitbezug den die gesendeten, in ihm laufenden Signale, verwenden.

Das ist Ashby's "frame of interest", nicht der Lichtleitbezug
demgegenüber ist nach Ashby
"speed of light is constant in a locally inertial frame, the Earth-Centered Inertial frame."
letzterer dreht sich nicht mit, sonst wäre er nämlich nicht "inertial"


Kurt hat geschrieben:GPS funktioniert nur wenn die beiden (Koordintensystem und Lichtleitbezug) identisch sind.
Da bleibn nur zwei Annahmen übrig:
- "Äther" rotiert mit
- Lichtleitbezug ist an die Erde angenagelt

das sind 2 Systeme und die müssen auch für die GPS Auswertung keineswegs identisch sein. Jeder Handyprozessor kann spielend pro Sekunde ein paar Millionen mal zwischen beiden Systemen hin und herturnen.



Kurt hat geschrieben:Es gibt keine Effekte die uns zwingen das Postulat der konstanten, besonders der invarianten Lichtausbreitung aufrecht zu erhalten.
Es existiert kein einziger Beweis oder Hinweis dass sowas wie Lichtinvarianz existiert/stattfindet.

Wenn Michelson kein Beweis ist, ein Hinweis ist das auf jeden Fall.
Im übrigen verwendet man die kompliziertere Hypothese nur, wenn es zumindest einen Hinweis gegen die einfachstmögliche Hypothese (konstante Lichtausbreitung) gibt. Der fehlt bis heute vollständig.
DerDicke
 
Beiträge: 887
Registriert: So 13. Mai 2012, 21:22

Nächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 21 Gäste