Liebe Ungläubige,
in allen Ehren, aber ich glaube, Du hast nicht gelesen, was ich geschrieben habe.
Zitat:
„Nun nehmen wir eine Wirkungsgeschwindigkeit von c an. Das bedeutet dann, jeder der beiden Körper verspürt den anderen aus einer Position heraus, welche jeweils um su = vu*R/c hinter der tatsächlichen Position des wirkenden Körpers liegt.“
In welcher Position der eine Körper den anderen verspürt ist irrelevant. Die Kraft, die er „schickt“, FOLGT die FELDLINIEN des ANDEREN KÖRPERS. Sind also die zwei Körper in rel. Bewegung zueinander, sind auch die Verläufe der Kräfte entsprechend gebogen, treffen den anderen Körper immer zentral.
Ein Beispiel, so dass Du es sofort verstehst: Du kennst doch die sich selbst lenkende Luft-Luft, oder Boden-Luft Raketten. Einmal das Ziel erfasst, folgt die Rakette das Objekt, egal wo oder wie es fliegt. Hier ist zwar das Prinzip etwas anders – die Lichtstrahlen, meistens infrarot, vom anderen Objekt werden verfolgt.
Nach meiner Vorstellung werden die Feldlinien des anderen Körper verfolgt. Und wenn wir sagen, Feldlinien sind nur eine Vorstellungshilfe, die gibt es nicht, ändert das an der Sache nichts – es wird die Intensität des anderen, fremden Kraftfeldes verfolgt.
Also, wo werden die Kräfte den anderen Körper treffen?
Eine alternative Wirkungsweise: Stelle Dir das Kraftfeld, wie eine große Anzahl von Seilen, Stäben, Stacheln eines Igels. Bleiben wir bei dem Igel: Igel A spürt die Stachel des Igels B – dabei kann er je nach Form der Stachel unterscheiden, ob Igel B ein Weibchen oder Männchen ist (Polarität) und reagiert entsprechend – er oder sie zieht an den fremden Stacheln, wenn der andere Igel gewünscht ist, oder wird die fremden Stachel abstoßen, da unerwünscht. Die Kräfte, durch die Stacheln übertragen, können sich aber nur mit c ausbreiten (primäre Eigenschaft des Feldes), werden aber trotzdem den anderen Igel ganz genau treffen. Der Igel wird also seine eigene Stacheln nicht dort abwerfen, wo ursprünglich der Kontakt zu dem anderen stattfand, er weis nicht mal davon, sondern weiterhin, dort wo sie immer waren, behalten und nach t = s/c eine Kraft abbekommen. Die Richtung dieser Kraft ist eine ganz andere, als zu vorherigen oder momentanen Position des andren Igels. Da aber beide Igel das Gleiche tun oder abbekommen, sind diese zwei Kräfte symmetrisch nach Stärke und Richtung – die resultierende Kraft hat dann eine Richtung, die gradlinig und zentral beiden Körpern verbindet.
Nach dieser lustigen Schilderung, glaube ich, sind Deine Einwende erklärt und das Prinzip ist verstanden.
Liebe Grüße
Ljudmil