Für alle, die Galilei Transformation nicht kennen, diese nochmal im Kontext mit Voigt- und Lorentz Transformation
----- Voigt Transformation ---------------
xi_1 = x1 - chi*t
eta_1 = y1 * q
zeta_1 = z1 * q
tau = t - chi/omega^2 * x1
----- Lorentz Transformation ---------------
x' = x1/q - chi*t/q
y' = y1
z' = z1
t' = t/q - chi/(omega^2*q) * x1
für die gewohnte Notation setze man chi->v; omega->c, 1/q->gamma
----- Galilei Transformation ---------------
x'=x-v*t
y'=y
z'=z
t'=t
Die o.g. Transformationen sind durch googeln leicht nachprüfbar.
Daß die Lorentz Transformation durch die Substitution x'=xi_1/q, y'=eta_1/q, z'=zeta_1/q, t'=tau/q aus der Voigt Transformation hervorgeht ist ebenfalls leicht nachprüfbar. Wer das nicht auf die Reihe kriegt mag dem Autor glauben:
Voigt hat geschrieben:
Dies ist bis auf den für die Anwendungen irrelevanten Faktor q genau die Lorentz-Transformation vom Jahre 1904.
Daß letzteres ausgerechnet von einem der sog. "Kritiker der RT" in Frage gestellt wird wundert doch stark vor dem Hintergrund, daß gerade die sog. "Kritiker" Voigt als den tatsächlichen Vater der Lorentz Transformation propagieren.
Voigt sei ...
Chief hat geschrieben:
Ich habe gesagt Galilei in 3D.
wie oben leicht ersichtlich falsch. t/tau wird unter Galilei nicht transformiert
Chief hat geschrieben:
Es ist klar dass senkrecht dazu mit "sqrt" gerechnet werden muss (Kosinussatz)?
Nun wirds richtig abenteuerlich: Galilei verlange eine Längenkontraktion quer zur Relativgeschwindigkeit. Auf geheimnisvolle (jedoch nicht weiter beschriebene) Weise zwinge ihn der Kosinussatz dazu.
Chief hat geschrieben:
DerDicke hat geschrieben:
An dieser Stelle müßte der aufmerksame Leser bereits bemerkt haben, daß bei Voigt die Zeit transformiert wird, was bei Galilei nicht der Fall ist.
Blödsinn, bei Voigt geht es um Doppler-Effekt.
Doppler-effekt oder nicht, Voigt transformiert die Zeit:
Voigt hat geschrieben:
tau = t - chi/omega^2 * x1
Chief hat geschrieben:
Der aufmerksame Leser merkt gleich dass tau = t - chi/omega^2 * x1 nichts anderes als Dopplersche Änderung der Periodendauer ist.
Mit x1=omega*t folgt daraus tau=t*(1-chi/omega).
Das tut weh. DerDicke ist zwar, wie auch Chief omega als Zeichen für die Kreisfrequenz gewohnt, aber bei Voigt ist omega nun mal die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen (d.h. Lichtgeschwindigkeit/Schallgeschwindigkeit etc.)
Das müßte einem der mitdenkt ja schon bei der Maßeinheitenbetrachtung auffallen.