Gerhard Kemme hat geschrieben:Erstmal wäre bei einer Diskussion das Medium zu berücksichtigen. Wenn jemand in einem Chat ist und mindestens eine Differentialgleichung pro Zeile schreibt, dann ist das irgendwo unplatziert. Und ein Diskussionsforum wie dieses sollte auch nicht unbedingt der Ort für unzusammenhängende Auszüge aus einer physikalischen Doktorarbeit sein.
Es mag ja sein, dass Sie einiges nicht nachvollziehen können. Mir geht es bei einigen Themen auch so. Was die Debatten angeht, die ich hier geführt habe, so habe ich den Eindruck gewonnen, dass ich zumindest von den hauptsächlich Beteiligten im wesentlichen gut verstanden werde.
Ich lese hier auch einige Beiträge, aus denen ich keinen Gewinn ziehen kann. Ich käme aber nicht auf die Idee, von mir auf andere Beitragende und Leser zu schließen.
Gerhard Kemme hat geschrieben:Irgendwie klingt das alles etwas so als ob da eine "Wissenschafts-Rolle" gespielt, aber keine Wissenschaft betrieben wird. So werden einfach wohlklingende Begriffe aufgereiht nebeneinander ins Spiel gebracht und erlangen dadurch Bedeutung, dass sie immer wieder genannt werden. Hinter jedem Term steckt eine ganze Welt - dies ist bei unstrittigen Theorien unproblematisch - bei strittigen wie der ART wäre es aber interessant, einmal die Grundlagen solcher Ausführungen zu überprüfen.
Aber genau damit bin ich beschäftigt. Grundlagen, Behauptungen, Aussagen überprüfen.
Die erste Behauptung, die ich für falsch hielt, war, die SRT sei widerspruchsfrei. Das habe ich hinterfragt und so lange gebohrt, bis ich ein Beispiel fand, das das Gegenteil zeigt, für das es keine widerspruchsfreie Lösung gibt.
Eine weitere Absurdität habe ich dargelegt. Die ART kennt einen Newtonschen Grenzfall aber keine instantane Gravitation.
In beiden Fällen stellt sich heraus: Ist alles schon bekannt. Nur halt mir und einigen anderen nicht, weil solcherlei nicht an den Bildungsinstituten gelehrt wird und sich nicht dazu in den Enzyklopädien findet.
Gerhard Kemme hat geschrieben:Aber da existieren halt unterschiedliche Meinungen und wenn ich etwas intensiver und offensiver wäre, würde ich ständig fragen, wie du deine Aussagen denn begründest.
Fragen Sie! Nur zu! Es ist praktisch unmöglich, spontan Begründungen zu verfassen, die jeden Leser zufriedenstellen. Ich orientiere mich meist an demjenigen, dem ich antworte, bzw. an meiner Einschätzung zu dessen Background. Daher ist Nachfragen angesagt.
Gerhard Kemme hat geschrieben:Die Rückbegründung auf die Autorität irgendeiner Kapazität des vorigen Jahrhunderts wäre dann allerdings nicht wissenschaftlich sondern nur gläubig.
Ja, so wäre das, wenn ich die Aussagen einer Autorität als wahre Naturbeschreibung blind akzeptierte.
Ich argumentiere hier allerdings in bezug auf Widersprüche innerhalb der ART. Dabei spielt nichts anderes eine Rolle, als die Aussagen entsprechender Autoritäten. Es geht mir um die Widersprüche zwischen Aussagen von Autoritäten. Und um nichts sonst.
Daher nehme ich anerkannte Aussagen von Autoritäten ungeprüft als wahr an, nur um Folgerungen daraus zu ziehen und dann zu zeigen, dass sich Widersprüche ergeben. Das hat so seine Richtigkeit und hat nichts mit blindem Glauben zu tun.
Gerhard Kemme hat geschrieben:Wenn andere früher kein Gravitationsmodell entworfen haben, dann existiert keines und du würdest auch keinesfalls an eine solche Aufgabe heran gehen wollen.
Bei mir läuft das normalerweise so: entweder mir fällt eine Idee zu, so dass ich sie dann verfolge. Oder die Umstände zwingen mich, eine Aufgabe zu bearbeiten. Beides ist mir, was ein Gravitationsmodell angeht, nicht gegeben.
Gerhard Kemme hat geschrieben:Allerdings sollen es dann riesige Mathematikungetüme sein, die das völlig unbekannte Phänomen nunmehr beschreiben sollen. Diesen Weg halte ich bei Aufrechterhaltung eines wissenschaftlichen Anspruches für schwer gangbar.
Die Mathematik sollte m.E. genau so getüm bzw. ungetüm wie das Phänomen sein.
Gerhard Kemme hat geschrieben:An anderer Stelle wird dann wiederum darüber geklagt, warum gerade solch ein Typ wie ich das völlig Naheliegende - die Modellierung von Entstehung, Übertragung und Verarbeitung des Phänomens Gravitation - vornehmen muss.
Irgendwo jammert immer irgendwer.
Gerhard Kemme hat geschrieben:Genau wie beim Äther sind es einfach doch nur etwas leichthin gesagte Sätze, dass es keine Modelle momentan gibt und vermutlich auch keine in Zukunft geben wird.
Tut mir leid, dass mir meine Kenntnisse und meine Phantasie zumindest zur Zeit nicht mehr erlauben, als vage subjektive Einschätzungen zu Ihrer Frage zu formulieren.
Gerhard Kemme hat geschrieben:Also Modellvorstellung Gravitation:
Das Entstehen und Vergehen von Materie ist dem Wasserkreislauf in der Natur ähnlich. Es existiert im Weltraum Feinmaterie, die von den Atomkernen ständig angezogen verdichtet wird, so dass sich dessen hohe Dichte erklärt. Bei einer Auflösung des Atomkerns, z.B. bei hohen Temperaturen von Sonnen, entsteht wieder Feinmaterie, welche die zuvor von den Atomkernen verarbeitete ersetzt. Die Strömung der Feinmaterie zu den Atomkernen wird im weitesten Sinne als Gravitation bezeichnet. Die Gravitation breitet sich mit hoher Geschwindigkeit aufgrund einer ziehenden Wirkung aus, d.h. man kann es damit vergleichen, dass irgendwo an einem Stab gezogen wird und somit die Wirkung sehr schnell das andere Ende erreicht, aber der Stab sich nur minimal bewegt.
Wenn ich Sie recht verstehe, dann erklären Sie hier die Gravitation, sprich die Anziehung der Materie, durch "ziehende Wirkung zwischen Feinmaterie", sprich durch "Feingravitation"!?
Gruß
Faber