Highway hat geschrieben:Faber hat geschrieben:Highway hat geschrieben:Natürlich schaut er in das andere System. Was denn sonst? Er beurteilt in "seinen" Koordinaten (Laborsystem), was im anderen System unbewegt ist. Ist das keine Transformation? Dabei kommt er auf (c+v)*T1=L!![]()
Die Realität ist auch gemäß der SRT nur ein einzige. Wenn ich am Straßenrand stehend in ein fahrendes Auto schaue, schaue ich nicht in ein anderes System, sondern ich schaue in ein Objekt, das Teil der einen Realität ist.
Die Lorentztransformation (bzw. die Galileitransformation) transformiert nicht zwischen der Realität und etwa dem Laborsystem, sondern zwischen etwa dem Laborsystem und irgendeinem anderen Inertialsystem.
Lieber Faber, das ist doch spitzfindig! Das Laborsystem ist doch dabei auch ein angenommenes Inertialsystem. Er (FB) schaut definitiv in das andere System und beschreibt die dort unbewegten (inertialen) Koordinaten in seinem Laborsystem. Beides sind Inertialsysteme, wenn nicht, dann ist die SRT eh nicht zuständig und ich wüßte dann nicht was die Rechnung für einen Sinn machen sollte.
Nein, das ist nicht spitzfindig. Die Realität ist die Realität und ein Inertialsystem ist ein gedachtes Bezugssystem, das sich gleichförmig geradlinig bewegt. Eine reale Szene, in der diverse Objekte ruhen oder sich bewegen, kann in bezug auf diverse Inertialsysteme beschrieben werden. Dabei ist es weder erforderlich, dass alle Objekte, noch dass eines oder mindestens eines der Objekte in dem Inertialsystem ruht, in dem ich die gesamte Szene mit allen Objekten beschreibe. Man wählt zwecks Beschreibung zwar gerne ein Inertialsystem, in dem das eine oder andere Objekt ruht, das ist aber nicht erforderlich.
Zurück zur Rechnung von fb557ec2107eb1d6. Er berechnet die Szene in bezug auf ein einziges Inertialsystem gemäß SRT. Eine solche Rechnung gemäß SRT sieht exakt genauso aus wie dieselbe Rechnung unter nicht-relativistischen Bedingungen unter Annahme eines ruhenden Äthers. Ein Unterschied zwischen relativistischer und nicht-relativistischer Darstellung ergibt sich erst, wenn man ein zweites Bezugssystem hinzunimmt. Im nicht-relativistischen Fall ruht der die Szene umgebende Äther in maximal einem Inertialsystem, während im relativistischen Fall sozusagen der Äther in jedem Inertialsystem ruht.
