Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Kurt » Mi 31. Okt 2012, 18:46

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Doch, deshalb kommt ja das oben mit 10,229999995453 MHz gesendete Signal unten mit 10,23 MHz an.


Es kommt unten kein Signal, das mit 10,22 gesendet wurde, mit 10,23 an.

Doch. Genau so wurde es gemessen.


Wo wurde das wie gemessen?
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon DerDicke » Mi 31. Okt 2012, 20:18

Harald Maurer hat geschrieben:die von den Uhren generierte Freqenz von 10,23 MHz, die als Grundlage für alle anderen gesendeten Frequenzen dient

Damit ist Ihr Einwand vom Tisch. Die uhrenbkorrektur betrifft auch die Sendefrequenz. Das Signal wird a priori richtig "gestreckt".



Harald Maurer hat geschrieben:Ach, und im anderen System geht sie falsch?

Aber klar doch. Wenn Sie im eigenen Ruhesystem richtig geht, dann geht sie in einem anderen (Potentialmäßig verschobenen) System falsch.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Kurt » Mi 31. Okt 2012, 20:40

DerDicke hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:die von den Uhren generierte Freqenz von 10,23 MHz, die als Grundlage für alle anderen gesendeten Frequenzen dient

. Die uhrenbkorrektur betrifft auch die Sendefrequenz. Das Signal wird a priori richtig "gestreckt".


Was bedeutet das?
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Harald Maurer » Mi 31. Okt 2012, 20:42

DerDicke hat geschrieben:Damit ist Ihr Einwand vom Tisch. Die uhrenbkorrektur betrifft auch die Sendefrequenz. Das Signal wird a priori richtig "gestreckt".

Nein, damit ist mein Einwand nicht vom Tisch! Denn mit der Uhrenkorrektur und dem schnelleren Lauf der Uhr im Orbit wird die Sendefrequenz bereits im Orbit auf 10,23 MHz korrigiert. Und so wird das Signal am Boden empfangen! Die Blauverschiebung des Signals auf dem Weg nach unten (10,23 MHz oben müssten unten etwas höher ankommen) findet offenbar nicht statt!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Kurt » Mi 31. Okt 2012, 20:56

Harald Maurer hat geschrieben:. Und so wird das Signal am Boden empfangen! Die Blauverschiebung des Signals auf dem Weg nach unten (10,23 MHz oben müssten unten etwas höher ankommen) findet offenbar nicht statt!


Hallo Harald, das stimmt nicht, es findet nicht offenbar nicht statt, es findet beweisbar nicht statt!

Oben wird das gesendet was herunten ankommt, sind es oben10,23 dann sind es herunten auch 10,23



Gruss Kurt
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Ernst » Mi 31. Okt 2012, 21:00

DerDicke hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Ach, und im anderen System geht sie falsch?

Aber klar doch. Wenn Sie im eigenen Ruhesystem richtig geht, dann geht sie in einem anderen (Potentialmäßig verschobenen) System falsch.

Da wirst du alle Relativisten erzürnen. Denen ist nämlich jeder transformierte Wert gleichermaßen wahr.
Insofern haben sie allerdings recht; wenn die Transformation falsche Werte ergäbe, dann wäre die ganze schöne RT falsch.
.
.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Harald Maurer » Do 1. Nov 2012, 00:14

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Die Uhr im Orbit (UO) wird auf 10,229999995453 MHz justiert. Die Uhr auf der Erdoberfläche (UE) wird auf 10,23 MHz justiert.

Bringt man die Uhr UE von der Erdoberfläche in den Orbit, läuft UE immer noch mit 10,23 MHz, die Uhr, die schon im Orbit war (UO), immer noch mit 10,229999995453 MHz.

Bringt man die Uhr UO aus dem Orbit auf die Erdoberfläche, läuft sie immer noch mit 10,229999995453 MHz und die Uhr die schon auf der Erdoberfläche war (UE) immer noch mit 10,23 MHZ.

Nach ART läuft für einen Beobachter auf der Erdoberfläche die Uhr UE mit 10,23 MHz und die Uhr im Orbit UO ebenfalls mit 10,23 MHz (blauverschoben). Wäre ein Astronaut bei der Uhr im Orbit, sähe er UO mit 10,229999995453 MHz laufen und die Uhr auf der Erdoberfläche UE ebenfalls mit 10,229999995453 MHz (rotverschoben).


Ja, so sollte es nach ART sein!
"Die Uhr im Orbit (UO) wird auf 10,229999995453 MHz justiert..."
"Bringt man die Uhr UO aus dem Orbit auf die Erdoberfläche, läuft sie immer noch mit 10,229999995453 MHz ..."
Die Uhr UO läuft daher unten wie oben immer mit 10,229999995453 MHz! Sie wird daher - vom Orbit auf den Boden zurück gebracht - um keinen Deut vorgelaufen sein!
Die GPS-Uhren laufen im Orbit aber tatsächlich schneller - ebenso wie die Uhren von Hafele & Keating, die von ihrer Reise zurückgekehrt ja angeblich anzeigten, dass sie konkret vorgelaufen sind! Und das bestätigt eben nicht die ART, in welcher die Uhrsignale von einem anderen Gravitationspotenzial aus rot-bzw. blauverschoben ankommen sollten und der Gang der Uhr aufgrund dessen langsamer oder schneller erscheint. Die relativistischen Effekte Einsteins sind Relativeffekte und teils überhaupt nur Synchronisationseffekte, sie treten nicht in den Eigensystemen auf, sondern sollten nur von einem anderen Bezugssystem so wahrgenommen bzw. so gemessen werden. Das schließt eine reale Gangänderung der Uhren aus, was ja auch logisch ist, denn eine Uhr kann ja nicht gleichzeitig mit einer Nominalfrequenz und mit einer höheren oder geringeren Frequenz laufen. Zeigt nach einem Experiment eine Uhr an, dass sie vorgelaufen oder zurückgeblieben ist, dann ist sie auch in ihrem Eigensystem verändert gelaufen - und dann ist das kein Relativeffekt, sondern ein Absoluteffekt.
Entweder ist die ZD der ART darauf zurück zu führen, dass Uhren abhängig vom Gravitationspotenzial absolut (!) unterschiedlich laufen, dann ergibt sich nur daraus schon die Frequenzverschiebung im von der ART vorgesehenen Ausmaß. Oder die Uhren laufen nicht unterschiedlich, dann ergibt sich die Frequenzverschiebung durch Änderung der Frequenz selbst auf ihrem Weg durch die "Raumzeitkrümmung". Beides zugleich ist nicht möglich und ergäbe Werte, die den Gleichungen der RT nicht entsprechen und das Äquivalenzprinzip (das in der ART ohnedies auf Messwerte eingeschränkt ist ) vollends über den Haufen wirft. Wir haben mit der ART daher eine Theorie vor uns, die widersprüchlich argumentiert, und nur blindgläubige "Wissenschaftler" werden hier die Objektivität der Wissenschaft nicht vermissen!


Grüße
Harald Maurer
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Do 1. Nov 2012, 08:48

Zwei völlig baugleiche Uhren UE und UO stehen auf der Erdoberfläche nebeneinander. Sie laufen genau gleich schnell (d.h., sie sind beide auf die SI-Sekunde geeicht). Sie zeigen exakt die gleiche Zeit.

UO wird in den Orbit verfrachtet

Mit UE wird ein Oszillator OE auf der Erdoberfläche geeicht und zwar so, dass der Oszillator OE in 11 Tagen, 13 Stunden, 46 Minuten und 40 Sekunden (gemessen mit UE) genau 10.230.000.000.000mal schwingt.

Mit UO wird ein Oszillator OO im Orbit geeicht und zwar so, dass der Oszillator OO in 11 Tagen, 13 Stunden, 46 Minuten und 40 Sekunden (gemessen mit UO) genau 10.230.000.000.000mal schwingt.

Bringt man den Oszillator OE in den Orbit, stellt man fest, dass er exakt genau gleich schnell schwingt wie der Oszillator OO. Beide schwingen in 11 Tagen, 13 Stunden, 46 Minuten und 40 Sekunden (gemessen mit UO) genau 10.230.000.000.000mal.

Bringt man den Oszillator OO auf die Erdoberfläche, stellt man fest, dass er exakt genau gleich schnell schwingt wie der Oszillator OE. Beide schwingen in 11 Tagen, 13 Stunden, 46 Minuten und 40 Sekunden (gemessen mit UE) genau 10.230.000.000.000mal.

Der Oszillator OO im Orbit schickt im Takt seiner Schwingung ein Signal zur Erdoberfläche. Im Orbit werden in 11 Tagen, 13 Stunden, 46 Minuten und 40 Sekunden (gemessen mit UO) genau 10.230.000.000.000 Takte von OO gezählt. Auf der Erdoberfläche werden in 11 Tagen, 13 Stunden, 46 Minuten und 40 Sekunden (gemessen mit UE) genau 10.230.000.004.547 Takte von OO gezählt, jedoch immer noch nur 10.230.000.000.000 Takte von OE. Das SIgnal von OO ist also blauverschoben.

Der Oszillator OE auf der Erdoberfläche schickt im Takt seiner Schwingung ein Signal in den Orbit. Auf der Erdoberfläche werden in 11 Tagen, 13 Stunden, 46 Minuten und 40 Sekunden (gemessen mit UE) genau 10.230.000.000.000 Takte von OE gezählt. Im Orbit werden in 11 Tagen, 13 Stunden, 46 Minuten und 40 Sekunden (gemessen mit UO) genau 10.229.999.995.453 Takte von OE gezählt, jedoch immer noch nur 10.230.000.000.000 Takte von OO. Das SIgnal von OE ist also rotverschoben.

Die Uhr UO wird wieder auf die Erdoberfläche gebracht. Die Uhren UE und UO laufen genau gleich schnell (d.h., dass beide nach wie vor genau auf die SI-Sekunde geeicht sind). Allerdings zeigen die beiden Uhren nicht mehr die gleiche Zeit. Die Uhr UO geht gegenüber der Uhr UE vor. UO ist im Orbit schneller gelaufen als die Uhr UE auf der Erdoberfläche, obwohl beide immer exakt auf die SI-Sekunde geeicht waren.

PS.: 11 Tage, 13 Stunden, 46 Minuten und 40 Sekunden sind 1.000.000 Sekunden
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon julian apostata » Do 1. Nov 2012, 08:50

Ernst hat geschrieben:Die Satellitenuhren werden am Boden auf 10,229999995453 MHz justiert. Sie werden in den Orbit auf ein höheres Potential gebracht und laufen gemäß deiner WikiGrafik auf diesem Potential unter Berücksichtigung des Bewegungseffektes mit präzise 10,23 MHz. Und genau die 10,23 MHz kommen unten an.


Nein, eine Uhr läuft nicht schneller oder langsamer, nur weil man sie wo anders hin bringt. Und auch Lichtquellen strahlen woanders immer noch genauso, wie sie es vorher taten.

Ein Uhr mit 10,23 Mhz wird auf der Erde so verstimmt, nämlich auf 10,229999995453 MHz

(1-4,44*10^-10)*1,023*10^7 Schwingungen pro Erdseekunde

Und genauso taktet sie im Orbit

(1-4,44*10^-10)*1,023*10^7 Schwingungen pro Orbitseekunde

Nun vergehen aber während (1) Orbitsekunde nur (1-4,44*10^-10) Erdsekunden

Also wird unten folgende Frequenz empfangen:

(1-4,44*10^-10)*1,023*10^7 Schwingungen pro (1-4,44*10^-10) Erdsekunden=10,23 Mhz

Die SRT hat da seit 1911 eine simple Erklärung, nämlich dass wenn “Licht nach unten fällt“, es an kinetischer Energie gewinnt, genau wie bei einem anderen materiellen Gegenstand…

…nur mit dem einen Unterschied, dass Licht nicht schneller werden kann, sondern sich der Energiegewinn über höhere Frequenz zeigt.

Bild

Bild

Die RT konnte also schon vor über 100 Jahren diesen Korrekturfaktor vorhersagen, den ich in der Grafik gekennzeichnet habe.
(Von 10,23MHz auf 10,229999995453 Mhz, also Korrekturfaktor 4,44*10^-10)

Der SRT-Kritiker wird dafür nie eine Erklärung haben, sondern er kann lediglich vage Andeutungen daher bringen, dass es da vielleicht eine Erklärung geben könnte. Wahnsinnig originell.
julian apostata
 
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon absolut » Do 1. Nov 2012, 10:19

julian apostata hat geschrieben:Ein Uhr mit 10,23 Mhz wird auf der Erde so verstimmt, nämlich auf 10,229999995453 MHz
(1-4,44*10^-10)*1,023*10^7 Schwingungen pro Erdseekunde
Und genauso taktet sie im Orbit
(1-4,44*10^-10)*1,023*10^7 Schwingungen pro Orbitseekunde
Nun vergehen aber während (1) Orbitsekunde nur (1-4,44*10^-10) Erdsekunden

:shock:
Aber woher hat unser Physikapostel "Orbitseekunde" und "Erdseekunde" hergezaubert?!
Oder handelt es sich um SeeKunde ... oder ist das nur "Seemansgarn"...?
:?
Wenn eine Uhr sowohl auf der Erde als auch im Orbit dieselbe Frequenz oder "Verstimmung" hat, dann zeigt und mißt, bzw. beschreibt sie sowohl auf der Erde als auch im Orbit dieselbe Zeitspanne, dieselbe Zeiteinheit, dieselbe Sekunde.
Dementsprechend: eine Erdzeiteinheit ist eine Orbitzeiteinheit, eine Erdsekunde ist gleich eine Orbitsekunde, die Erdzeit gleicht der Orbitzeit!
Also kann es keine andere davon abweichende Zeiteinheit, oder Sekunde, geschweige denn "Zeit" geben!
:roll:
... es sei denn man gaukelt diese vor - mit einer anders geeichten, bzw. "verstimmten" Uhr ...
... oder man behauptet, es gäbe zwei verschiedene Zeiteinheiten , ja sogar "Zeiten", obwohl man diese (eigentlich die Uhren) doch selbst "erschaffen" hat (eine durch Eichung, die andere durch "Verstimmung") - die angeblich auch noch genauso funktionieren sollen, in jedem Punkt des Universums...
:o
Also, "andere" Frequenzen ergeben sich nur durch eingebildete oder vorgegaukelte oder "getürkte" Zeiteinheiten ... oder wenn man geeichte mit "verstimmte" Werte derselbigen in derselben Rechnung bringt ...
:mrgreen:
Zuletzt geändert von absolut am Do 1. Nov 2012, 11:13, insgesamt 1-mal geändert.
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