Das Raketenseilparadoxon

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Das Raketenseilparadoxon

Beitragvon julian apostata » Mo 3. Sep 2012, 08:25

Chief hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:...

Das ist ebenfalls falsch (wir reden von GPS-Kreisbahn)!


Ach, was sind wir heute aber wieder albern!

julian apostata hat geschrieben:(v_kreis)²=M*G/r
ergo 1-w(1-v²_kreis/c²)~M*G/(2*c²*r)


Hier noch ein klein wenig Aufklärung zum Thema Zeitdilatation

http://de.wikipedia.org/wiki/GPS

Der relative Gangunterschied (Δt/t) zu einer irdischen Uhr liegt zwar bei nur 4,4·10−10, er ist jedoch deutlich größer als die relative Ganggenauigkeit von Cäsium-Atomuhren, die besser als 10−13 sind.



Dazu wird die Schwingungsfrequenz der Satelliten-Uhren auf 10,229999995453 MHz verstimmt, so dass trotz der relativistischen Effekte ein synchroner Gang mit einer irdischen Uhr mit 10,23 MHz gewährleistet ist



Mit anderen Worten, man lässt quasi die Satellitenuhren absichtlich ein wenig langsamer laufen, damit sie synchron mit den Erduhren ticken.
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Das Raketenseilparadoxon

Beitragvon Harald Maurer » Mo 3. Sep 2012, 09:19

julian apostata hat geschrieben:Mit anderen Worten, man lässt quasi die Satellitenuhren absichtlich ein wenig langsamer laufen, damit sie synchron mit den Erduhren ticken.

Die GPS-Uhren werden am Boden auf 10,229999995453 MHz verstimmt. Sie laufen in den Satelliten dann mit 10,23 MHz. Aufgrund der gravitativen Blauverschiebung der ART müssten die Signale dann am Boden mit 10,230000004547 MHz ankommen. Das hätte die doppelte Korrektur auf 10,229999990906 MHz erfordert. Das GPS funktioniert dennoch und wird lediglich zur RT-Propaganda missbraucht.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3218
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Das Raketenseilparadoxon

Beitragvon julian apostata » Mo 3. Sep 2012, 11:49

@HaraldDa bringst du aber jetzt voll was durcheinander! Nicht nur, dass du aus dem Artikel fasch zitiert hast und quasi Bodenuhren mit Satellitenuhren vertauschst.

Das hier ist die Sendefrequenz

Aufgrund der Relativbewegung zwischen Empfänger (Erddrehung) und Satellit (Bahnbewegung) unterliegen die Signale dem relativistischen Dopplereffekt. Bei einer Trägerfrequenz von 1,5 Ghz…


Die 10,23 Mhz beziehen sich auf den Takt der Satellitenuhren.

Das ist in etwa so, als ob man bei einer Pendeluhr das Pendel verlängerte, damit sie langsamer läuft.
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Das Raketenseilparadoxon

Beitragvon Harald Maurer » Mo 3. Sep 2012, 14:48

julian apostata hat geschrieben:Die 10,23 Mhz beziehen sich auf den Takt der Satellitenuhren.

Das ist schon richtig, aber alle anderen Frequenzen werden von diesen 10,23 MHz abgeleitet! Der Gang der Uhr und die darauf angewendete Korrektur wirkt sich daher auf alle Frequenzen aus.
Embacher hier: http://homepage.univie.ac.at/franz.embacher/rel.html
"Die vom Empfänger gemessenen Frequenzen müssen daher rechnerisch um 4.44 ×10−8 Prozent verkleinert werden. Um sich Korrekturfaktoren bei der Datenanalyse zu sparen, wurde ein cleverer Trick angewandt: Die Satellitenuhren werden nicht auf 10.23 Mhz, sondern auf die etwas kleinere Frequenz 10.229999995453 Mhz geeicht..."
Die Uhr stellt den Oszillator für sämtliche vom Satelliten verwendeten Frequenzen dar!

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3218
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Das Raketenseilparadoxon

Beitragvon Kurt » Mo 3. Sep 2012, 15:00

julian apostata hat geschrieben:Die 10,23 Mhz beziehen sich auf den Takt der Satellitenuhren.

Das ist in etwa so, als ob man bei einer Pendeluhr das Pendel verlängerte, damit sie langsamer läuft.


Ist es denn nicht so dass die Frequenz der Pendeluhr durch verlängern des Pendesl verlangsamt wird?

Gruss Kurt


Nochwas.
Ich dachte die "Blauverschiebung im Gravitationsfeld" wäre schon längst verschwunden.
Denn das ist ein Hirngespinnst das keine Relevanz in der Natur hat.
Kurt
 
Beiträge: 21797
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Das Raketenseilparadoxon

Beitragvon Harald Maurer » Mo 3. Sep 2012, 15:21

julian apostata hat geschrieben:@HaraldDa bringst du aber jetzt voll was durcheinander! Nicht nur, dass du aus dem Artikel fasch zitiert hast und quasi Bodenuhren mit Satellitenuhren vertauschst.

Ich habe weder etwas zitiert noch etwas vertauscht. Ich schrieb:
"Die GPS-Uhren werden am Boden auf 10,229999995453 MHz verstimmt. Sie laufen in den Satelliten dann mit 10,23 MHz."
Das ist doch wohl klar, dass die Frequenzen der GPS-Uhren zuerst am Boden verstimmt werden, ehe die Uhren mit den Satelliten hochgeschossen werden. Wo habe ich was vertauscht?
In welcher Sprache muss man hier schreiben, um verstanden zu werden?

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3218
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Das Raketenseilparadoxon

Beitragvon julian apostata » Mo 3. Sep 2012, 21:50

Harald Maurer hat geschrieben:"Die GPS-Uhren werden am Boden auf 10,229999995453 MHz verstimmt. Sie laufen in den Satelliten dann mit 10,23 MHz."
Das ist doch wohl klar, dass die Frequenzen der GPS-Uhren zuerst am Boden verstimmt werden, ehe die Uhren mit den Satelliten hochgeschossen werden. Wo habe ich was vertauscht?
In welcher Sprache muss man hier schreiben, um verstanden zu werden?


Okay, jetzt versteh ich, was du meinst. Die Satellitenuhren werden verstimmt und zwar schon auf der Erde.

Ist auch egal, letztendlich wollte ich zeigen, wie man über 2 scheinbar völlig unterschiedliche Gedankenexperimente (Raketenseil und Drehscheibe) ein und den selben Effekt ableiten kann und in realen Experimenten bestätigt findet.

Kurt hat geschrieben:Ist es denn nicht so dass die Frequenz der Pendeluhr durch verlängern des Pendesl verlangsamt wird?


Wo hab ich denn was Anderes behauptet?
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Das Raketenseilparadoxon

Beitragvon Kurt » Mo 3. Sep 2012, 21:56

julian apostata hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Ist es denn nicht so dass die Frequenz der Pendeluhr durch verlängern des Pendesl verlangsamt wird?


Wo hab ich denn was Anderes behauptet?


Hm, da hab ich wohl etwas falsches hineininterpretiert.
Ok

Gruss Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21797
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Das Raketenseilparadoxon

Beitragvon julian apostata » Di 4. Sep 2012, 09:43

Chief hat geschrieben:Das ist immer noch falsch weil sich Gravitationsbeschleunigung und Zentrifugalbeschleunigung zu NULL addieren.


Das Unterstrichene ist zwar richtig, hat aber mit der Sache nichts zu tun.

Nochmal: Bring eine Uhr nach oben. Notier die Arbeit die dabei verrichtet werden muss, teile das Ergebnis durch die Uhrenmasse und durch c² und raus kommt der Anteil, um den die obere Uhr gegenüber der Unteren schneller läuft.

Dieses Ergebnis erhältst du nicht nur durch die beiden Gedankenexperimente die ich hier präsentiert habe

(vielleicht hat noch jemand andere Gedankenexperimente parat und möchte sie hier reinstellen, dann aber bitte mit möglichst einfacher Mathematik)

Und da gibt es natürlich auch noch jede Menge realer Experimente.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gravitationsrotverschiebung#Gravitative_Rotverschiebung


Die Entwicklung von Atomuhren hat es möglich gemacht, den Einfluss der Gravitation auf die Zeit auch direkt zu messen. Im Prinzip ist diese Messung eine Variation der Nachweise der gravitativen Rotverschiebung. 1971 wurde durch J. Hafele und R. Keating (Hafele-Keating-Experiment) mit Caesiumuhren in Flugzeugen der durch die Gravitation verursachte Gangunterschied von Uhren in verschiedenen Höhen gemäß der allgemeinen Relativitätstheorie mit etwa 10 % Genauigkeit eindeutig nachgewiesen. Durch ein ähnliches Experiment von C. Alley (Maryland-Experiment) konnte die Genauigkeit 1976 auf 1 % gesteigert werden. R. Vessot und M. Levine publizierten 1979 Ergebnisse eines ähnlichen Experiments mit Hilfe von Raketen und gaben eine Genauigkeit von 0,02 % an. Beim heutigen satellitengestützten GPS-Navigationssystem müssen sowohl Korrekturen gemäß der speziellen als auch der allgemeinen Relativitätstheorie berücksichtigt werden, wobei Effekte durch die allgemeine Relativitätstheorie überwiegen. Umgekehrt kann dies auch als Bestätigung dieser Theorien angesehen werden.


Für euch sind das natürlich reine Lügenmärchen, nur habt ihr wenigstens eine anständige Verschwörungstheorie parat, wie man Tausende von Experimentalphysikern auf der ganzen Welt dazu bringt, die Ergebnisse der Experimente ständig zu fälschen?

Ist zufällig ein Experimentalphysiker hier und kann uns da aufklären.

Aber nein, das geht ja nicht, denn dann werden ja eure Angehörigen mit Sippenhaft bedroht, wenn ihr irgendwelche Geheimnisse ausplaudert.
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Das Raketenseilparadoxon

Beitragvon julian apostata » Mi 5. Sep 2012, 09:02

Chief hat geschrieben:Es gibt/gab auch viele nadere, z.B. H. Dingle.


http://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Dingle

Danach behauptete er, dass die Voraussagen der SRT empirisch falsch seien, obwohl die Experimente das Gegenteil zeigten


Ich habe von der internationalen Verschwörung der Experimentalphysiker geredet!

Wo hat Dingle sie experimentell widerlegt?

Dass auch der Physiklaie zumindest in Gedanken die SRT bestätigen kann, hab ich ja schon öfter gezeigt. Es geht mit rudimentären Mathekenntnissen. Man muss es nicht so ausführlich machen, wie Jürgen Freund (siehe Seite 170)

http://books.google.de/books?id=HBf9I2VRtnQC&pg=PA81#v=onepage&q&f=false

Gedanklich experimentell kann also der Laie selbstständig leicht zeigen(siehe Seite 1), dass der Energieinhalt eines Photons proportional zu seiner Frequenz ist.

Glauben muss man lediglich den Realexperimentatoren, was die Proportionalkonstante angeht.

h=6,63*10^-34Js,

Genau so wie der Physiklaie selber ableiten kann, wie Uhren auf Kreisbahnen zu ticken haben, die reale Messung der Ableitung muss man wieder den GPS-betreibern glauben.

Gibt es eigentlich "SRT-Kritiker", die in ihren Experimenten je über Zwillingsparadoxon und co hinaus gekommen sind?
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 27 Gäste