Highway hat geschrieben:2.) Würde sich in B auch eine Stoppuhr befinden, die auf der Koordinate (1.15 -0.58)_B gestartet und auf der Koordinate (0.58 0.58)_B gestoppt wird, dann würde man auf dieser Stoppuhr 1,15s ablesen.
Das wäre aber schlimm, denn dann würde sich mit dieser Stoppuhr gemessen die Geschwindigkeit des Lichts im IS_B mit 0,5 c ergeben! Oder man müsste folgern, dass man in der Physik keine Stoppuhren verwenden darf!
Die LT ergibt aber den "richtigen" Wert. Denn im IS_B vergehen nun mal 0,577 s bis zum Eintreffen des Lichts an der Uhr. Das heißt aber auch, dass ein Ereignis, das im IS_A sich über eine Dauer von 1 s erstreckt, im IS_B nur 0,577 s dauert! Und das geht weit über die ZD hinaus und ist eine Folge der RdG und die ist wiederum nur eine Folge einer misslungenen Uhrensynchronisation, die man auch anders hätte durchführen können.
Highway hat geschrieben:Was bedeutet es ein Ereignis zu transformieren?
Man transformiert nicht das Ereignis, sondern bloß die Koordinaten. Kein Koordinatensystem kann ein Ereignis beeinflussen. Deshalb dürfen sich Ereignisse nicht durch einen Wechsel des Koordinatensystems verändern. Werden Ereignisse aufgrund irgendeiner Theorie abhängig vom Bezugssystem verändert (wie in meinem Beispiel die Zeitanzeige einer Uhr), dann ist die Theorie falsch, weil das Ereignis selbst verändert wird, je nachdem, von welchem Koordinatensystem man es betrachtet.
Man denkt sich im Allgemeinen nichts dabei, wenn man die Koordinaten irgendeines Ereignisses mit der LT transformiert. Sagt man z.B. im IS_A geht auf der Koordinate x=1 LS zur Zeit t=0 s eine Bombe hoch, dann werden diesem Ereignis vom relativ mit v=0,5 c bewegten IS_B die Koordinaten x'=1,155 LS und t'=-0,577 s zugeschrieben. Das heißt, dass aufgrund der RdG dieses Ereignis im IS_B früher stattfindet. Findet es im IS_A um 11 Uhr statt, dann hat es im IS_B schon 0,577 s vorher stattgefunden - also um 10:59:59,423 Uhr und die Frage ist nun, ist das tatsächlich früher oder hat der Beobachter im IS_B einfach nur eine anders laufende oder falsch eingestellte Uhr, die eben zu diesem Zeitpunkt auf 10:59:59,423 steht. Nun kann man natürlich auch ein Ereignis konstruieren, das seinen Zeitpunkt selbst festhält - also das Eintreffen eines Signals bei einer Uhr. Läuft die Uhr in beiden IS bei t=0;t'=0 los, dann heißt das, dass in dem Moment, in welchem die Ursprünge der beiden Koordinatensysteme mit dem Abschicken des Signals zusammenfallen, an diesem Ort in beiden IS dieselbe Zeitanzeige vorliegt, nämlich t=t'=0 - was auch deshalb logisch ist, weil ja noch nichts geschehen ist und keine Uhr wissen kann, wie sie sich in der Folge bewegen wird. Mit t=t'=0 setzt man also voraus, dass die "Zeit" in diesem Moment in beiden IS übereinstimmt. Dass eine Uhr,die sich auf der Koordinate 1 LS befindet, mit einer Uhr im IS_B nicht übereinstimmt, und zwar um 0,577 s differiert, ist recht uninteressant, denn die Uhr soll einfach die Dauer messen, die bis zum Eintreffen des Signals vergeht. Beim Start war die Zeit in beiden IS übereinstimmend "0" und in der Folge kann sich der Gang der Uhren lt. SRT nur durch die ZD unterscheiden und eine Differenz von 0,5 zu 0,577 kann man ja noch akzeptieren - es stellt sich aber heraus, dass diese Dauer selbst in den IS völlig unterschiedlich ist und um ganze 0,5 s differiert - was eben mit dem Postulat zusammenhängt - und damit ist aber das Ereignis selbst verändert, denn die Dauer zwischen Wirkungen spielt für die daraus abgeleiteten Naturgesetze eine große Rolle. Diese Naturgesetze können daher folglich in den beiden IS nicht mehr gleichlautend sein. Das Postulat bewirkt demnach, dass mit der Transformation der Koordinaten das Ereignis selbst transformiert wird, was unsinnig ist, weil das Ereignis von gedanklich konstruierten Koordinaten gar nicht abhängen kann. Eine Transformation muss das Ereignis selbst unverändert belassen, und das unterschiedliche Zuordnen von Zahlen berührt das Ereignis in keiner Weise. Dann sind aber die aus der unterschiedlichen Manipulation von Koordinaten und den Zeigerstellungen von Uhren gefolgerten Wirkungen, wie z.b. das asymptotische Verhalten kin. Energie oder die "relativistische Masse" sowie LK und ZD völlig aus der Luft gegriffen, denn eine Länge wird sich nicht durch Zuordnung anderer Zahlen materiell verändern und der Lauf der Zeit wird auch gleich bleiben, ungeachtet dessen, was eine Uhr gerade anzeigt.
Und das zeigt mein Szenario mit der Messung der Dauer eines Ereignisses, nämlich die Messung der Dauer, die bis zum Eintreffen eines Signals an einer Uhr vergeht. Denn es ist doch klar, dass diese Dauer in einem von der Natur vorgegebenen Intervall abläuft und diesem lediglich unterschiedliche Zahlen zugeordnet werden, die vom aufgestellten Koordinatensystem abhängen. Jede daraus abgeleitete Schlussfolgerung zu einer Wirkung dieses Koordinaten- und Uhrenspektakels auf die Natur selbst, kann daher nur Unsinn sein. "(-v/c²*dx)/sqrt(1-v²/c²)" verändert die Gleichzeitigkeit von Ereignissen vor dem Hintergrund absoluter Zeit, gegeben durch die Dauer von Wechselwirkungen, in keinster Weise, es verändert bloß Zahlen! Die SRT verändert keine Längen, keine Zeiten und Gleichzeitigkeiten und keine Dauer von Ereignissen, sie verändert nur Zahlen. Den Ereignissen, der Natur und dem Universum ist das ziemlich egal. Alles läuft nach Regeln ab, die nichts mit den Zahlen zu tun haben, die sich aus dieser oder jener Theorie ergeben. Folgt aus einer Theorie die Veränderung von Ereignissen oder Gesetzen, die man aus der Natur abgeleitet hat, dann ist sie falsch.
Die beiden Physiker Marquardt und Galeczki brachten es auf einen Punkt: "Die SRT ist nicht einmal falsch!"
Grüße
Harald Maurer