Trigemina hat geschrieben:Nikolic macht im Grunde dasselbe wie ich es auch
gemacht habe: Er reiht verschiedene Minkowski-Räume, für jeden radialen Abstand einen, aneinander und erhält eine globale nicht-euklidische Metrik des rotierenden Körpers, die sich ins inertiale Laborsystem transformieren lässt und zum erwähnten Paradoxon führt.
Laut Nicolic ist aber der Umfang des Rings im Laborsystem genauso lang wie der Umfang der Rinne, während Ihren Aussagen nach der Umfang des Rings kürzer als die Rinne ist, wobei der Ring gleichzeitig in die Rinne passt. Bei Nicolic ist paradox, dass sich Atome verkürzen und Atomabstände verlängern. Bei Ihnen ist paradox, dass der Ring gleichzeitig kongruent zur Rinne und kürzer als die Rinne ist.
Sie geben zu, dass Ihre Beschreibung dessen, was angeblich mit Ring und Rinne passiert, paradox ist. Sie geben damit zu, dass Sie nicht ernsthaft Physik betreiben, sondern mathematisch Absurditäten konstruieren. Nicolic bemerkt offenbar nicht, dass seine verlängerten Atomabstände nicht SRT-konform sind und er damit im Widerspruch zur SRT steht.
Trigemina hat geschrieben:Seine technische Erklärung im Kapitel 4 der relativistischen Längenkontraktion hätte ich persönlich so zwar nie geschrieben (ich hätte diese einzig auf die Projektion einer nicht-euklidischen Minkowski-Mannigfaltigkeit auf die inertiale und euklidische Geometrie im Laborsystem zurückgeführt), jedoch trifft seine Quintessenz, “Jeder einzelne Stab ist relativistisch kontrahiert, der Ring hingegen nicht“, als qualitative Beschreibung dieser paradoxen Laborsituation voll zu.
Bisher hatten Sie aber immer behauptet, der rotierende Ring sei im Laborsystem kürzer als die Rinne. Darf ich diese Ausführungen jetzt als Meinungsumschwung Ihrerseits auffassen? Ist Ihre aktuelle Meinung nun: Der Ring ist nicht verkürzt, es gilt U = 2*pi*R?
In diesem Fall passen im Fahrzeugsystem die Zähne der Zahnradbahn nicht zur Zahnschiene, weil die Zahnschiene im Fahrzeugsystem verkürzt erscheint.
Trigemina hat geschrieben:Wenn wir – hypothetisch natürlich – die paradoxe Laborsituation als gegeben voraussetzen, erfüllt sie genau den Tatbestand eines perfekten ineinander Übergreifens der Zahnkränze in jedem Bezugssystem.
Jetzt sprechen Sie offenbar wieder von Ihrer bisherigen Auffassung U < 2*pi*R und nicht von der Auffassung von Nicolic mit U = 2*pi*R, der Sie gerade erst zugestimmt hatten.
Trigemina hat geschrieben:In den beiden Ruhesystemen von Zahnrad und Zahnstange beträgt die Relativgeschwindigkeit der Zahnkränze an den Berührungspunkten Null, im Laborsystem werden die Umfangslinie des Zahnrads und die Zahnstange gleichermassen Lorentz-kontrahiert gemessen, so dass sie auch dort zusammen passen.
Bei hypothetischer Annahme ihrer paradoxen Auffassung, akzeptieren wir, dass die Zahnschmerzen beseitigt sind. Die Frage war: wie sieht es mit den lila Kügelchen aus? Das Paradox der lila Kügelchen bleibt mit Ihrer Auffassung ungelöst. Sie schweigen sich dazu trotz erneuter Nachfrage weiterhin aus. Gut, vergessen wir das. Sie nennen ihre Auffassung ja selbst Paradox.
Trigemina hat geschrieben:Ich selber, als überzeugter Relativist sowieso, gehe indessen nicht von einer Hypothese aus, sondern halte den Ansatz über die Minkowski-Mannigfaltigkeiten als die einzig praktikable Lösung zur Beschreibung rotierender Körper in der SRT.
Sie bekennen inzwischen selbst offen, dazu dass Ihre Auffassung paradox ist. DIe SRT ist ad absurdum geführt und sie bleiben weiterhin überzeugter Relativist. Ein Widerspruch in ihrer eigenen angeblichen Lösung des Ehrenfest-Paradoxons stört Sie nicht die Bohne. Sie lösen ein Paradoxon mit einem anderen Paradoxon und fühlen sich in Ihrer Überzeugung bestätigt, ein Paradoxon aufgelöst zu haben.
Meine Empfehlung: Schreiben Sie in Esoterikerforen!
Gruß
Faber