Hannes hat geschrieben:„Es handelt sich also um die ganz normale Ausbreitungsgeschwindigkeit eines Lichtstrahles relativ zur Erdoberfläche. Allerdings als Mehrwegmessungen mit Spiegeln, also ein gemittelter Wert hin- und zurück.“
Das ist genau das, was ich als Systemgeschwindigkeit bezeichne.
So wie das Licht in Flüssigkeiten und im Glas ganz spezielle Geschwindigkeiten hat,
hat es auch im Vacuum eine ganz genaue Systemgeschwindigkeit.
Ja, wobei ich jedoch davon ausgehe, dass diese "
Systemgeschwindigkeit" bzw. Ausbreitungsgeschwindigkeit relativ zur Erdorberfläche eines Lichtstrahles im Vakuum nicht konstant, sondern auch variabel ist, und zwar durch mehreren Faktoren, die sogar von den Relativisten bekannt sind jedoch stillschweigend hingenommen werden:
- durch die Gravitation (Lichtablenkung), wobei die ART die SRT widerspricht und widerlegt
- durch Umwelteinflüße
- durch Entfernungen
- durch Materiale und Farbe der Objekte
(siehe Messungen mit Lasermeßgeräten weiter oben)
Hannes hat geschrieben:
Diese Systemgeschwindigkeit kann sehr wohl als Definition des Längenmaßes herangezogen werden, vorausgesetzt, die Definition der Zeit ( Sekunde) ist fix. Warum denn nicht ?
Das ist nicht gerade logisch, dass man als Maßstab ein „
Objekt“ wählt, wovon man von vornherein weiß, dass es sich ständig verändert… Auch ohne relativistische Zeitdilatation läuft ein Lichtstrahl im Vakuum nicht immer mit derselbe Geschwindigkeit auf einer bestimmten Strecke (siehe oben).
Das Prinzip der Wahl eines Maßstabes ist nämlich gerade, dass er nicht nur einheitlich erkannt wird, sondern auch unveränderlich sein sollte bzw. sich so wenig wie möglich verändert, sonst ist es völlig egal, was für ein Objekt man als Ur-Maßstab auswählt. Man könnte auch eine Cola-Dose per Konvention als „
Urmeter“ erklären und in eine umweltgeschützte Panzervitrine packen, das würde genauso gut oder genauso schlecht funktionieren. Deshalb hat man auch irgendwann den Holzbalken, der während der französischen Revolution gezimmert und als „
Urmeter“ erklärt wurde sorgfältig aufbewahrt und irgendwann auch vor 1983 durch einen Balken aus Platin ersetzt, damit seine materielle Länge durch Umwelteinflüße sich möglichst nicht verändert. Der Holzbalken sollte damals exakt die Länge von 1/40.000.000 des Erdumfangs betragen. Denkste… Der Holzbalken hat nie und niemals die exakte Länge von 1/40.000.000 des Erdumfangs betragen, man lacht sich tot, was sich Wissenschaftler in ihrer kindischen Naivität manchmal so einbilden können.

Außerdem hatte er sich natürlich bis 1983 durch Umwelteinflüße bestimmt verändert, und außerdem wurde seine Länge 1983 bei der Umstellung auf LG auch bewusst verkürzt. Aber das ist wie gesagt in der Alltagsphysik egal, die Abweichungen sind in unserer Alltagsdimension irrelevant.
Die Wahl eines von vornherein als bekannt veränderlichen Ur-Maßstabs ist also doch unlogisch und bedeutet keine Verbesserung im Vergleich zu der Wahl eines materiellen Ur-Maßstabes (außer der Bequemlichkeit der Messungen). Dafür suggeriert sie fälschlicherweise, dass die Lichtgeschwindigkeit konstant bzw. dass die SRT richtig sei. Alles eine Frage der Psychologie: Irgendwann glauben die Wissenschaftler an ihren eigenen Fiktionen, sie müssen es nur oft genug wiederholen.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez