Gluon hat geschrieben:
Naja, es ist schwer zugleich in Philosophie und Physik auf dem Stand der Forschung zu sein. Meine Wortmeldungen zur Philosophie sind meist eher Laienhaft und umgekehrt bemerke ich bei Philosophen oft einen sehr naiven Umgang mit SRT und Quantenmechanik.
Aber das sind natürlich valide Einwände, über die man mal diskutieren kann.
Gruß,
Gluon
Dass Philosphen und Physiker in Ihrer Grundeinstellung schon unterschiedlich geprägt sind und keiner von seinen Vorstellungen abweichen möchte, könnte auch ein Grund sein, warum es mit der Philosophie nicht so recht klappt.
Sinnvoll wäre doch, wenn alle bereit wären einen gemeinsamen Nenner zu finden. Wenn ein Philosoph wie Tim Maudlin in Bezug auf die Zeit behauptet …und sie vergeht doch…, dann ist das ja nicht gerade förderlich für eine gemeinsame Entwicklung. Zeit ist ja nun wirklich nicht ein natürliches Produkt.
Soweit ich Beschreibungen zur Quantenmechanik hier anführen darf, wird doch von Physikern gesagt, dass die Quantenmechanik als zeitlos empfunden wird.
Wenn man jetzt mal die grundlegenden Dinge der Theorien nimmt, so hat man lediglich unterschiedlichen Ansatzpunkte wie Raum, Zeit oder eben die maximale LG im Vakuum.
Von da aus beginnt man dann zur rechnen und kommt zu
unterschiedlichen Ansichten, obwohl es um ein und dieselbe Sache geht. Das zeigt ja schon wie problembehaftet die Rolle des Beobachters ist.
Theoretisch ließe sich das Universum ja auch über Masse beschreiben, die hintergrundunabhängig arbeitet. Dann hätte man etwas, was ohne Grenzen in sich geschlossen ist. Man sieht ja schon an meiner Formulierung, dass sich da was beißt. Ich kann nur hoffen, dass so ungefähr rüberkommt, was ich meine.
Ich meine, man sollte versuchen, dass man eine beobachterneutrale philosophische Beschreibung installiert. Dass das nicht in Gänze geht, müssen wir leider akzeptieren, denke ich. Ich glaube, wenn wir weitestgehend auf unsere Prägungen verzichten, dann ließe sich auch ein ganz anderes Verständnis für das Universum entwickeln.
Gruß
All